Häufig gestellte Fragen
- Was ist überhaupt ein
CD-Image
? - Meine Frage wird in dieser FAQ nicht beantwortet!
- Wieso sollte ich dieses
jigdo
-Programm verwenden? Ich bevorzuge einen einfachen HTTP- oder FTP-Download! - Welche der vielzähligen Images soll ich herunterladen? Benötige ich sie alle?
- Was ist eine
netinst
- oderNetzwerkinstallations
-CD? - Was sind die
update
-CDs/DVDs? - Was sind die
source
-CDs? - Wo gibt es das CD-Image mit non-free?
- Gibt es DVD-Images der Debian-Distribution?
- Was ist der Unterschied zwischen offiziellen und inoffiziellen Images?
- Ist eine Debian-
Live-CD
verfügbar? - Ich kann von der CD/DVD nicht booten! / Von welcher CD soll ich booten?
- Wo gibt es die Images für M68K, Hurd oder andere Architekturen?
- Sind Images für die
Unstable
-Distribution verfügbar? - Welche CD/DVD-Images enthalten Paket XYZ?
- Kann ich eine Liste aller Pakete in einem bestimmten Image bekommen?
- Die Software auf den offiziellen CDs ist veraltet – wieso veröffentlicht ihr nicht eine neue Version?
- Wie weiß ich, ob ich die aktuellen CD-Images herunterlade?
- Wie kann ich die heruntergeladenen CD/DVD-Images und die damit erstellten optischen Medien verifizieren (auf Korrektheit überprüfen)?
- Warum ist mein heruntergeladenes DVD-Image kleiner als 1 GB, obwohl es doch größer als 4 GB sein sollte?
- Wie brenne ich eine CD-R unter Linux/Unix?
- Wie brenne ich eine CD-R unter Windows?
- Wie brenne ich eine CD-R unter Mac OS?
- Wie schreibe ich ein CD-Image auf einen USB-Flash-Speicher?
- Wie soll ich die CDs benennen?
- Gibt es irgendwelche Druckvorlagen für CDs und die Hüllen?
- Sind noch alte CD/DVD-Images verfügbar?
- Was ist der beste Weg, Debian auf vielen vernetzten Computern zu installieren?
- Ich habe einen lokalen Debian-Spiegel und möchte meine eigenen CDs herstellen. Wie mache ich das?
- Wie werde ich ein Spiegel für Debian-Images?
- Einige Images fehlen! Nur die ersten n Images sind verfügbar! Wo ist der Rest?
Was ist überhaupt ein CD-Image
?
Ein CD-Image ist ein exaktes Abbild der Daten auf einer CD in einer normalen Computer-Datei, die z.B. im Internet übertragen werden kann. CD-Brenner-Programme können die Image-Datei verwenden, um echte CDs zu erstellen.
Bei einer korrekt gebrannten CD darf die .iso-Datei nicht
auftauchen, wenn Sie auf die CD zugreifen! Stattdessen sollten Sie eine
Anzahl von Dateien und Verzeichnissen sehen – im Falle der Debian-CD
beinhaltet dies das dists
-Verzeichnis und eine README.html
-Datei.
Das .iso-Format kann grob mit einer .zip-Datei verglichen
werden: Es enthält andere Dateien und Verzeichnisse, und nur diese werden
auf der endgültigen CD erscheinen. Einige Archiv-Programme erlauben es Ihnen,
.iso-Dateien auszupacken
. Verwenden Sie diese Funktion nicht, um
CDs aus den ausgepackten Dateien zu erstellen! Die entstandene CD wird nicht
booten, da das .iso-Format spezielle Informationen in Bezug auf das
Booten von CD enthält, die verloren gehen, wenn Sie die Datei auspacken.
Sehen Sie weiter unten, wie Sie ein CD-Image korrekt auf einem Linux-, Windows- oder Mac OS-System brennen.
Meine Frage wird in dieser FAQ nicht beantwortet!
Falls Sie hier keine Antwort auf Ihre Frage finden, können Sie auf einer der Debian-Mailinglisten um Hilfe bitten. In jedem Fall sollten Sie das Mailinglisten-Archiv durchsuchen, bevor Sie eine E-Mail an die Listen schicken. Sie können die Listen abonnieren und auch wieder abbestellen. Jedoch müssen Sie eine Liste nicht abonniert haben, um eine E-Mail an sie zu schicken – falls Sie sie nicht abonniert haben, bitten Sie darum, dass Antworten an Sie per CC geschickt werden sollen.
Bei Problemen mit der CD-Installation in Frage kommende Mailinglisten:
- debian-cd: Diskussionen über den CD-Image-Herstellungsprozess, verfügbare CD-Spiegel, Probleme mit dem Booten von CD, Ankündigungen von neuen offiziellen Images.
- debian-boot: Eine kleine Fehlbezeichnung, diese Liste behandelt eigentlich den Installationsprozess; jegliche Probleme, die nach dem erfolgreichen Booten von CD auftreten, dürften hier besser aufgehoben sein als auf debian-cd.
- debian-live: Eine Liste für das Debian-Live-Projekt, die auf die Entwicklung der Software zur Erstellung von Debian-Live-Images konzentriert ist, jedoch auch für Diskussionen betreffend der Nutzung dieser Images passend ist.
- debian-user: Generelle Liste zur Unterstützung von Debian-Benutzern. Das Augenmerk liegt hier mehr auf Problemen, die nach einer erfolgreichen Installation auftreten, bei der Verwendung des Systems. Es gibt auch einige Listen für nicht-englisch Sprechende, auf Katalanisch, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Esperanto, Französisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch, Türkisch, Ukrainisch und Ungarisch.
Heutzutage gibt es beinahe 300 Debian-Spiegel (die die komplette Debian-Distribution als Debian-Pakete enthalten), aber weitaus weniger Rechner, die Debian-CD-Images anbieten. Daher sind die CD-Image-Server dauernd überlastet.
Außerdem ist niemand sehr begeistert davon, weitere CD-Server aufzusetzen,
einerseits wegen der enormen Bandbreitenverschwendung (einige Leute
starten das Herunterladen neu bei einem Fehler, anstatt es von dem
Punkt, an dem die Verbindung unterbrochen wurde, fortzusetzen),
andererseits weil ein regulärer Spiegel attraktiver ist (er erlaubt ein dauerhaftes
Aktualisieren von Debian, oder die Verwendung der Testing
/Unstable
-Distribution statt von Stable
).
jigdo versucht das Beste aus dieser Situation herauszuholen, in dem es die Daten für das CD-Image von einem der 300 Spiegel herunterlädt. Jedoch haben diese Spiegel nur die individuellen Debian-Pakete zur Verfügung, nicht das CD-Image, daher ist eine zusätzliche Bearbeitung der Daten notwendig, um eine große CD-Image-Datei aus den vielen kleinen Debian-Paketen zu erstellen.
Fürchten Sie sich nicht davor, jigdo auszuprobieren! Der komplizierte Vorgang des Erstellens eines CD-Images wird komplett vor Ihnen verborgen – stattdessen kommt es Ihnen zugute, dass einer der 300 Debian-Spiegel wohl näher und schneller als jeder der CD-Server ist.
Welche der vielzähligen Images soll ich herunterladen? Benötige ich sie alle?
Nein. Erstens müssen Sie natürlich nur CD- oder DVD-Images herunterladen, beide Image-Typen enthalten dieselben Pakete.
Zweitens benötigen Sie nur die CD-/DVD-Images für die Architektur Ihres
Computers. Die Architektur ist der Typ der Hardware, die Ihr Rechner
verwendet. Die beliebteste von allen ist die Intel-/AMD-Architektur,
deswegen werden sich die meisten Leute nur die Images für i386
besorgen
wollen. Falls Ihr PC einen 64-Bit AMD- oder Intel-Prozessor hat, benötigen Sie
am wahrscheinlichsten die AMD64
-Images
(obwohl die i386
-Images auch ok sind), die ia64
-Images funktionieren nicht.
Des Weiteren ist es in den meisten Fällen nicht notwendig, alle Images für Ihre Architektur herunterzuladen. Die Pakete sind nach Beliebtheit sortiert: die erste CD/DVD enthält das Installationssystem und die beliebtesten Pakete. Die zweite CD/DVD enthält etwas weniger beliebte Pakete, die dritte noch weniger beliebte usw. Sie werden wahrscheinlich nur die erste DVD (bzw. die ersten beiden CDs) benötigen, außer Sie haben sehr spezielle Anforderungen. (Und falls Sie später ein Paket benötigen, das sich nicht auf einer der CDs/DVDs befindet, die Sie heruntergeladen haben, können Sie das Paket immer noch direkt über das Internet installieren.)
Bitte lesen Sie auch die nächsten Absätze, um herauszufinden, ob Sie die Netzwerkinstallations-CDs, Aktualisierungs-CDs oder Quell-CDs herunterladen wollen/müssen.
Was ist eine netinst
- oder
Netzwerkinstallations
-CD?
Ein Zitat von der Netzinstallations-Seite:
Eine Netzwerkinstallations
- oder netinst
-CD ist eine einzelne CD,
mittels derer Sie das gesamte Betriebssystem installieren können.
Diese einzelne CD enthält gerade die minimale Menge an Software, um
die Installation zu beginnen und die übrigen Pakete über das Internet
zu beziehen.
Falls Sie Debian nur auf einem einzelnen Rechner mit einer schnellen Internet-Anbindung installieren wollen, mag die Netzwerkinstallation für Sie die schnellste und einfachste Option sein: Sie laden nur diejenigen Pakete herunter, welche Sie zur Installation auf Ihrem Rechner ausgewählt haben, was sowohl Zeit als auch Bandbreite spart.
Update-CDs/DVDs sind CDs/DVDs, die all die Pakete enthalten, die sich zwischen der
Veröffentlichung mit einer Null an der letzten Stelle der Versionsnummer
(z.B. 5.0.0, 6.0.0 usw.)
und einer späteren Zwischenveröffentlichung der aktuellen stabilen Distribution
geändert haben. Falls Sie zum Beispiel schon den kompletten Satz der
debian-6.0.0
-CDs/DVDs besitzen, können Sie die debian-update-6.0.1
-CD
verwenden, um diesen debian-6.0.0
-Satz in einen debian-6.0.1
-Satz
zu verwandeln.
Diese CDs sind für Verkäufer gedacht, die eine große Anzahl von gepressten CDs/DVDs der x.x.0-Version haben (womit sie preiswerter als individuell gebrannte CDs/DVDs werden). Falls Sie Debian von einem CD/DVD-Verkäufer bestellen, ist es möglich, dass Sie CDs/DVDs für eine leicht veraltete Veröffentlichung erhalten und zusätzlich eine Aktualisierungs-CD/DVD für die letzte Zwischenveröffentlichung. Dies ist eine vollkommen akzeptable Art, Debian auf CD/DVD zu vertreiben.
Natürlich können diese CDs/DVDs auch für Sie als Endbenutzer nützlich sein; anstatt für jede Revision einer Veröffentlichung den vollständigen CD/DVD-Satz zu erstellen, brauchen Sie nur noch die Aktualisierungs-CDs/DVDs für Ihre Architektur herunterzuladen und zu brennen.
Beachten Sie, dass Aktualisierungs-CDs/DVDs nicht dazu gedacht sind, um davon zu
booten, Sie enthalten lediglich die Pakete, die nötig sind, um eine
vorhandene Installation zu aktualisieren. Wenn Sie eine solche vorhandene
Installation nicht haben, müssen Sie die normalen Installations-CDs/DVDs
verwenden. Nachdem das neue System gebootet ist, können die Aktualisierungs-CDs/DVDs
mit apt-cdrom add dem System hinzugefügt werden.
Nun, was ist, wenn Sie aus bestimmten Gründen die Aktualisierungs-CDs/DVDs nicht herunterladen
wollen, obwohl Sie bereits den kompletten Satz von CDs/DVDs für die vorherige
Überarbeitung besitzen? In diesem Fall sollten Sie die update
-Möglichkeit
von jigdo in Erwägung ziehen: jigdo kann den Inhalt
der alten CDs/DVDs einlesen, lädt nur jene Dateien herunter, die sich für die neuen
CDs/DVDs geändert haben, und erstellt einen kompletten Satz der neuen CDs/DVDs. Jedoch
geschieht dies immer noch durch das Herunterladen von in etwa der gleichen
Menge an Daten wie für eine Aktualisierungs-CD/DVD.
Es gibt zwei Typen von Images, die binary
-CDs (Binär-CDs), die die vorkompilierten,
betriebsbereiten Programme enthalten, und die source
-CDs (Quell-CDs), die den
Quellcode für die Programme enthalten. Die große Mehrheit der Anwender
benötigt die Source-CDs nicht; Sie sollten sie nicht herunterladen, es sei
denn, Sie haben einen wirklich guten Grund dafür.
Wo gibt es das CD-Image mit non-free?
Debian hat eine ziemlich strenge Sichtweise in Hinblick auf die Lizenzen
der Software: Nur Software, die frei im Sinne der
Debian-Richtlinien für freie
Software ist, wird in die aktuelle Distribution aufgenommen. All die
andere, nicht-freie
Software (zum Beispiel Software, für die der Source-Code
nicht verfügbar ist) wird nicht offiziell unterstützt.
Die offiziellen CDs dürfen frei verwendet, kopiert und verkauft werden, von
jedem und überall auf der Welt. Pakete der non-free
-Kategorie haben
Einschränkungen, die damit im Konflikt stehen, daher gibt es diese Pakete
nicht auf den offiziellen CDs.
Manchmal ist jemand nett genug, inoffizielle non-free-CDs herzustellen. Falls Sie keine Links auf diesen Webseiten finden, können Sie versuchen, auf der debian-cd-Mailingliste zu fragen.
Gibt es DVD-Images der Debian-Distribution?
Ja – Debian bietet DVD-Images für die aktuelle stabile Veröffentlichung an. Außerdem ist, soweit wir wissen, Debian die einzige Linux-Distribution, die wöchentlich ein komplettes DVD-Image zum Herunterladen anbietet! Wegen der Größe werden diese Images mittels jigdo verteilt.
Was ist der Unterschied zwischen offiziellen und inoffiziellen Images?
Offizielle Images werden von einem Mitglied des Debian-CD-Teams erstellt und durchlaufen einige Tests, um sicherzustellen, dass sie funktionieren. Wenn sie einmal veröffentlicht wurden, ändern sich die Images nicht mehr – falls sich herausstellt, dass sie defekt sind, wird ein neuer Satz mit einer anderen Versionsnummer veröffentlicht.
Inoffizielle Images können von jedem erstellt werden – Mitgliedern des CD-Teams, anderen Debian-Entwicklern oder sogar von erfahrenen Debian-Benutzern. Üblicherweise sind diese aktueller, aber auch weniger ausgetestet. Einige haben neue Eigenschaften (z.B. Installationsunterstützung für neue Hardware) oder enthalten zusätzliche Software-Pakete, die nicht Teil des Debian-Archivs sind.
Ist eine Debian-Live-CD
verfügbar?
Ja. Eine so genannte Live-CD
oder präziser ein Live-System
ist ein vollständiges, für CD, DVD, USB-Stick oder andere Medien
vorbereitetes System. Sie müssen nichts auf der Festplatte installieren.
Stattdessen booten Sie von CD oder einem anderen Medium und können mit dem
Rechner direkt arbeiten. Alle Programme laufen direkt von dem Medium.
Das Debian-Live-Projekt erstellt Live-Image-Dateien für eine Vielzahl von Systemtypen und Medien.
Ich kann von der CD/DVD nicht booten! / Von welcher CD soll ich booten?
Nur die erste CD/DVD eines Satzes ist bootfähig.
Falls Ihre Debian-CD nicht bootet, stellen Sie zuerst sicher, dass Sie korrekt auf das CD-R(W)-Medium geschrieben haben, bitte lesen Sie die obige Erklärung. Zusätzlich überprüfen Sie bitte, ob Ihr BIOS so eingestellt ist, dass es vom CD/DVD-Laufwerk bootet.
Falls Ihr System überhaupt nicht von CD booten kann, ist es auch möglich, von einem USB-Stick oder über das Netzwerk zu booten.
Wo gibt es die Images für M68K, Hurd oder andere Architekturen?
Abhängig vom Status der Unterstützung für eine bestimmte Architektur sind die CD-/DVD-Images an verschiedenen Orten verfügbar:
- Falls die Architektur, nach der Sie suchen, von der aktuellen Stable-Veröffentlichung unterstützt wird, finden Sie auf der Seite Debian auf CD die verfügbaren Optionen zum Herunterladen.
- Falls eine Debian-Portierung für eine neue Architektur existiert, diese
aber noch nicht offiziell freigegeben wurde, können CD-Images verfügbar
sein, oder auch nicht. Nochmal, lesen Sie die Debian auf CD
Seite – im Gegensatz zu stabilen Images kann nur eine Download-Option
unterstützt sein, achten Sie also auf beide, den
jigdo
- und denHTTP/FTP
-Abschnitt. - Für die Debian-Portierung auf den GNU/Hurd lesen Sie die Seite über inoffizielle Hurd-CDs.
- Sonst prüfen Sie die Debian-Portierungs-Seiten für die Architektur, für die Sie sich interessieren.
Sind Images für die
Unstable
-Distribution verfügbar?
Es gibt keine vollständigen CD- oder DVD-Images von Unstable
.
Aufgrund der Tatsache, dass sich die Pakete in Unstable
so schnell
ändern, ist es angebrachter, Unstable
unter Verwendung
eines normalen Debian FTP-Spiegels herunterzuladen und zu installieren.
Falls Sie sich über die Risiken der
Verwendung von Unstable
im Klaren sind und es dennoch installieren
wollen, dann stehen Ihnen zwei Wege zur Auswahl:
- Installieren Sie
Testing
unter Verwendung eines Netzinstallations-Images und aktualisieren Sie dann aufUnstable
, indem Sie die Einträge in Ihrer /etc/apt/sources.list anpassen. Um unnötige Downloads und Paketaktualisierungen zu vermeiden, wird empfohlen, zuerst ein minimalesTesting
-System zu installieren und den Großteil der Software (z.B. eine Desktop-Umgebung) erst nach dem Wechsel zuUnstable
zu installieren. - Verwenden Sie die Visitenkarten-Images.
Booten Sie sie im Expertenmodus (
expert mode
) oder mit priority=medium. Ihnen wird dann bei der Auswahl eines Spiegelservers die Möglichkeit gegeben, die Distribution (Stable/Testing/Unstable) auszuwählen.
Welche CD/DVD-Images enthalten Paket XYZ?
Um herauszufinden, ob ein bestimmtes Image eine bestimmte Datei enthält, benutzen Sie das cdimage-Suchwerkzeug. Es hat Kenntnis von einfach allen Debian-CDs und -DVDs, die von Debian seit der Veröffentlichung von Woody erstellt wurden, inklusive aller offiziellen Veröffentlichungen (sowohl älterer archivierter wie auch der aktuellen Stable-Veröffentlichung) und der derzeitigen Sätze täglich und wöchentlich erstellter Testing-Builds.
Kann ich eine Liste aller Pakete in einem bestimmten Image bekommen?
Ja. Suchen Sie auf cdimage.debian.org nach der zugehörigen .list.gz-Datei – sie listet alle Paket- und Quellpaketdateien auf, die in dem Image enthalten sind. Für Debian-Live-Images finden Sie im gleichen Verzeichnis, in dem auch die Image-Dateien liegen, einige Dateien, die ähnlich benannt sind wie die Images, nur mit der Endung .packages. Laden Sie diese herunter und suchen Sie darin nach dem gewünschten Paketnamen.
Wir veröffentlichen nur dann offizielle Releases der Stable
-Distribution, wenn wir
denken, dass sie diesen Namen wirklich verdienen. Unglücklicherweise bedeutet
das, dass eine Stable-Veröffentlichung nur ungefähr alle 1,5 bis 2 Jahre erfolgt ...
Falls Sie aktuellere Versionen von Teilen der Software in Debian benötigen,
können Sie Stable
installieren und dann (über das Netz) diejenigen Teile aus
Testing
aktualisieren, die Sie benötigen – es ist möglich, Software aus
verschiedenen Veröffentlichungen zu mischen.
Alternativ können Sie die wöchentlich generierten CD-Images von Testing
probieren. In diesem Fall stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Computer korrekt
einrichten, so dass er die Testing
-Sicherheitsaktualisierungen erhält, insbesondere, falls Sie
Testing
auf einem Server betreiben. Weitere Informationen über die Sicherheitsunterstützung in Testing
ist
in der Sicherheits-FAQ erhältlich.
Wenn Sie lediglich neuere Versionen von speziellen Paketen benötigen,
können Sie auch den backports
-Dienst ausprobieren, der Pakete
aus Testing nimmt und Sie so modifiziert, dass sie in Stable funktionieren.
Diese Möglichkeit könnte sicherer sein als das gleiche Paket direkt aus
Testing zu installieren.
Wie weiß ich, ob ich die aktuellen CD-Images herunterlade?
Die Notiz am Ende der Seite Debian auf CDs
zeigt
immer die Versionsnummer der letzten Veröffentlichung.
Detaillierte Informationen, wie Sie die signierten Prüfsummendateien, welche die Prüfsummen der ISO-Image-Dateien enthalten, authentifizieren, finden Sie auf der Authentizität überprüfen-Webseite. Nachdem die Prüfsummendateien kryptografisch verifiziert wurden, können Sie überprüfen, ob:
- die Prüfsummen der heruntergeladenen ISO-Image-Dateien
mit denen in der Prüfsummendatei übereinstimmen. Das Berechnen der
Prüfsumme dieser ISO-Image-Dateien wird mit Werkzeugen wie
md5sum
,sha1sums
odersha512sums
durchgeführt. - die Prüfsummen der bereits geschriebenen (gebrannten) optischen Medien mit denen in der Prüfsummendatei übereinstimmen. Dieser Vorgang ist ein wenig schwieriger zu beschreiben.
Das Problem mit der Überprüfung von geschriebenen optischen Medien ist, dass einige Medientypen möglicherweise mehr Bytes zurückgeben werden, als in dem ISO-Image gefunden wurden. Dieser Datenmüll am Ende kann nicht vermieden werden, wenn CDs im TAO-Modus geschrieben werden, bei inkrementell geschriebenen DVD-R[W]s, formatierten DVD-RWs, DVD+RWs, BD-REs sowie bei USB-Speichern. Daher muss die exakt gleiche Anzahl von Daten-Sektoren von dem Medium gelesen werden, wie auch im ISO-Image vorhanden sind; mehr Bytes von dem Medium auszulesen, würde das Prüfsummenergebnis verändern.
- Das Programm
isosize
kann genutzt werden, um die passende Anzahl von Bytes herauszufinden, die von dem optischen Medium gelesen werden müssen. Es zeigt die Sektoranzahl (sector count
) und die Sektorgröße (sector size
) des optischen Mediums an, wobei<device>
die Gerätedatei des eingelegten optischen Mediums ist:
$ /sbin/isosize -x <device>
sector count: 25600, sector size: 2048 - Dann werden
sector count
undsector size
dem Befehldd
übergeben, um die passende Anzahl von Bytes von dem Medium zu lesen und der Datenstrom wird an das entsprechende Prüfsummenprogram weitergeleitet (md5sum, sha1sum, usw.):
$ dd if=<device> count=<sector count> bs=<sector size> | sha1sum - Die berechnete Prüfsumme wird dann mit der zugehörigen Prüfsumme aus der entsprechenden Prüfsummendatei (MD5SUMS, SHA1SUMS, o.ä.) verglichen.
Alternativ gibt es nützliches Hilfsskript namens check_debian_iso, das ISO-Image-Dateien und optische Medien verifizieren kann, indem die korrekte Anzahl von Bytes von dem Medium gelesen wird, die Prüfsumme berechnet und dann mit dem zugehörigen Wert aus der Prüfsummendatei verglichen wird.
- Verifizierung der ISO-Image-Datei:
Dies wird die Prüfsumme der Image-Datei
debian-6.0.3-amd64-netinst.iso mit der zugehörigen Prüfsumme aus der
Prüfsummendatei MD5SUMS vergleichen:
$ ./check_debian_iso MD5SUMS debian-6.0.3-amd64-netinst.iso - Verifizierung des optischen Mediums:
Dies wird die Prüfsumme des Mediums, das über /dev/dvd erreichbar ist,
mit der Prüfsumme von debian-6.0.3-amd64-DVD-1.iso aus der Prüfsummendatei
MD5SUMS vergleichen. Beachten Sie, dass die ISO-Image-Datei selbst hierfür
nicht erforderlich ist, der Name wird lediglich verwendet, um die
passende Prüfsumme in der Prüfsummendatei zu finden:
$ ./check_debian_iso MD5SUMS debian-6.0.3-amd64-DVD-1.iso /dev/dvd
Aller Wahrscheinlichkeit nach weist Ihr Hilfsprogramm zum Herunterladen des Images keine Unterstützung für große Dateien (LFS) auf, d.h. es hat Schwierigkeiten, Dateien größer als 4 GByte herunterzuladen. Ein übliches Anzeichen für dieses Problem ist es, wenn Ihr Hilfsprogramm beim Herunterladen der Datei die Dateigröße (und die heruntergeladene Datenmenge) um genau 4 GB zu klein angibt. Wenn beispielsweise das DVD-Image 4,4 GB groß ist, dann wird Ihr Hilfsprogramm eine Größe von 0,4 GB angeben.
Auch einige Versionen von wget leiden unter diesem Problem –
Entweder aktualisieren Sie wget auf eine Version, die diese
Beschränkung nicht hat, oder Sie verwenden das Befehlszeilenwerkzeug
curl zum Herunterladen:
curl -C - [URL]
.
Wie brenne ich eine CD-R unter Linux/Unix?
Beachten Sie, dass Debian-ISO-Images für i386 und amd64 auch von einem USB-Speicher gebootet werden können; näheres siehe unten.
xorriso
für alle Arten von optischen Medien (auch möglich als nicht-root-Benutzer):
xorriso -as cdrecord -v dev=/dev/sr0 -eject debian-x.y.z-arch-MEDIUM-NN.iso
Um bei einer BD-RE die volle theoretisch mögliche Geschwindigkeit
(d.h. ohne die Drosselung aufgrund der laufwerks-internen Fehlerkorrektur)
zu erreichen, fügen Sie die Option stream_recording=on hinzu.
growisofs
für optische Medien vom Typ DVD und BD:
growisofs -dvd-compat -Z /dev/sr0=debian-x.y.z-arch-MEDIUM-NN.iso
wodim
für optische Medien vom Typ CD:
wodim -v dev=/dev/sr0 -eject -sao debian-x.y.z-arch-CD-NN.iso
Für Linux gibt es unter anderen auch die X-Programme Brasero, K3B und X-CD-Roast um ein paar zu nennen. Beachten Sie, dass alle auf den oben genannten Kommandozeilen-Brennprogrammen aufsetzen.
- Brasero
- Wählen Sie den Knopf Abbild brennen. Klicken Sie dann auf Hier klicken, um ein Abbild auszuwählen, suchen Sie die von Ihnen heruntergeladene ISO-Datei und wählen Sie sie aus, überprüfen Sie, ob die Einstellungen unter Eigenschaften korrekt sind und wählen Sie Brennen.
- K3b
- Wählen Sie den Menüeintrag Extras - ISO-Abbild brennen. In dem Dialog, der sich öffnet, geben Sie den Pfad zu dem Image im Feld Abbild zum Brennen ein, überprüfen Sie, ob die anderen Einstellungen korrekt sind und klicken Sie dann auf Start.
- X-CD-Roast
- Nachdem das Programm gestartet hat, klicken Sie auf Setup und wählen Sie die HD settings Tabelle. (Falls die Tabelle leer ist, geben Sie den Pfad eines Verzeichnisses ein, das Sie für die temporäre Speicherung verwenden wollen, und klicken auf Add.) Klicken Sie nun auf OK, um die Einstellungen zu beenden. Als Nächstes wählen Sie Create CD und dann Write Tracks. Wählen Sie die Layout tracks Tabelle, selektieren die Zeile, die den Image-Dateinamen beinhaltet und klicken auf Add, anschließend auf Accept track layout. Schlussendlich müssen Sie nur noch auf Write tracks klicken.
Wie brenne ich eine CD-R unter Windows?
Das kann ein kleines Problem sein, da viele Windows-Programme ihr eigenes
Format für CD-Images haben. Um die .iso-Images zu brennen, werden Sie
wahrscheinlich ein spezielles
Menü benutzen müssen. Suchen Sie nach Optionen
wie ISO9660 File
, Raw ISO Image
oder 2048 bytes/sector
. (Vorsicht:
andere bytes/sector-Werte sind fatal!) Einige Programme bieten diese Auswahl
nicht an; verwenden Sie stattdessen andere Brennprogramme (fragen Sie
einen Freund oder Kollegen). Hier einige Informationen, wie CD-Images mit
speziellen Produkten gebrannt werden können:
- ImgBurn (Freeware)
- Es gibt einige Bildschirmfotos, wie ein Image auf CD/DVD geschrieben wird.
- CDBurnerXP Pro (Freeware)
- Wie man ein .iso-Image brennt, ist im Handbuch des Programms beschrieben.
- ISO Recorder (Freeware)
- Dieses Programm kann unter Windows 2003, XP und Vista .iso-Images schreiben.
- Adaptec/Roxio Easy-CD Creator
- Wählen Sie aus dem Menü File -> Create CD from image... Dann
wählen Sie den Dateityp
.iso
und das richtige Image. Das öffnet das CD-Erstellungs-Setup-GUI, in dem Sie überprüfen müssen, ob alle Informationen für Ihre CD-R stimmen. Im Create options-Teil wählen Sie Create CD; unter Write method wählen Sie Track at once und Close CD. - Nero von Ahead Software
- Beenden Sie den Assistenten (Wizard) und wählen dann Burn Image aus dem
File
- oderRecorder
-Menü. Wählen Sie All Files im Dateiauswahl-Fenster (falls notwendig). Selektieren Sie die .iso-Datei und klicken auf OK, falls eine Dialog-Box mit der NachfrageThis is a foreign file
eingeblendet wird. In der Optionen-Box, die sich öffnet, sollten die Voreinstellungen in Ordnung sein:Data Mode 1
,Block Size 2048
,Raw Data, Scrambled, and Swapped
nicht ausgewählt, und Image Header und Image Trailer auf 0 belassen. Klicken Sie auf OK. Unter Write CD oder Burn verwenden Sie die Voreinstellungen, z.B. Write und Determine maximum speed, und wählen Sie die Finalize CD-Option. - WinOnCD Power Edition von CeQuadrat
- Sie müssen in diesem Programm Track Image (nicht
CD Image!) auswählen. Das Dateiformat ist
2048 - Mode 1 or Mode 2 Form 1 Data only
und das Track-FormatCD-Rom Mode 1
. - CD Extreme von Sony
- Wählen Sie New Job... aus dem File-Menü. Dann wählen Sie
Global-Image oder Other Image. Das öffnet das
CD-Erstellungs-Setup-GUI, wo Sie manuell den Pfad zum .iso-Image eingeben
oder browse... mit dem Dateityp
other
verwenden. Aus dem Edit-Menü wählen Sie nun Recoding Options, im resultierenden Disk Image Options-Dialog wählen Sie:
Recording Type: Disk at Once (DAO) Closed
Mode and Blocking: CD Mode1 (Blocking 2048)-DVD
Wählen SiePost-gap...
nicht ab. - Microsoft Resource Kit Tools
- Die Befehlszeilen
Resource Kit Tools
werden von Microsoft kostenlos bereitgestellt, sie funktionieren mit Windows 2003 und XP. Zwei Programme, um Images auf CDs und DVDs zu schreiben, sind enthalten, sie heißen Cdburn.exe und Dvdburn.exe. Die Verwendung der Programme ist in der beigefügten Hilfedatei beschrieben – im Prinzip lautet der auszuführende Befehl so etwa cdburn drive: iso-file.iso /speed max
Falls Sie aktualisierte Informationen über Einzelheiten weiterer Programme liefern können, lassen Sie es uns bitte wissen.
Wie brenne ich eine CD-R unter Mac OS?
Vom Toast-Programm für MacOS wird berichtet, dass es gut mit .iso-Dateien umgehen kann. Sie können es auch extra sicher machen, indem Sie den Creator-Code auf CDr3 (oder sogar CDr4) und den Typ-Code auf iImg ändern, mit z.B. FileTyper. Ein Doppelklick auf die Datei öffnet Toast direkt, ohne drag-and-drop zu verwenden oder ins File-Open-Menü gehen zu müssen.
Eine weitere Möglichkeit ist Disk Copy (das bei Mac OS X 10.1 und höher dabei ist): Nach dem Öffnen des Disk Copy-Programms (im Verzeichnis /Applications/Utilities) wählen Sie Burn Image... aus dem Image-Menü und wählen das CD-Image, das Sie brennen wollen. Vergewissern Sie sich, dass die Einstellungen richtig sind, und klicken Sie dann auf Burn.
Wie schreibe ich ein CD-Image auf einen USB-Flash-Speicher?
Etliche der Debian-CD- und Debian-Live-Images sind mittels der isohybrid-Technologie erstellt worden, was bedeutet, dass sie auf zwei verschiedene Arten verwendet werden können:
- Sie können auf CD/DVD geschrieben und genutzt werden, um ganz normal von CD/DVD zu booten.
- Sie können auf USB-Massenspeicher (USB-Sticks) geschrieben und so auf den meisten PCs direkt vom BIOS gebootet werden können.
Der gängige Weg, um solch ein Image auf einen USB-Speicher zu kopieren,
ist auf einem Linux-Rechner die Verwendung des dd
-Befehls:
dd if=<datei> of=<gerät> bs=4M; sync
wobei
- <datei> der Name der Image-Datei ist, z.B.
netinst.iso
- <gerät> die zum USB-Speicher gehörige Gerätebezeichnung ist, z.B. /dev/sda, /dev/sdb. Geben Sie acht, dass Sie die korrekte Gerätebezeichnung verwenden, da dieser Befehl auch imstande ist, ganz einfach Ihre komplette Festplatte zu überschreiben, wenn Sie die falsche Gerätebezeichnung angeben!
bs=4M
dd veranlasst, in Blöcken von 4 Megabyte zu lesen bzw. schreiben, um eine bessere Performance zu erreichen; der Standardwert ist 512 Byte, was eine deutlich langsamere Geschwindigkeit zur Folge hätte.sync
sicherstellt, dass alle geschriebenen Daten vollständig auf dem Stick angekommen sind, wenn der Befehl zurückkehrt.
Wie soll ich die CDs benennen?
Es gibt keine verbindliche Benennung. Jedoch schlagen wir Ihnen vor, das folgende Schema zu verwenden, um Austauschbarkeit zu gewährleisten:
Debian GNU/{Linux|Hurd|kFreeBSD}
<Version>[<Revision>]
Official
{<Architektur>} {CD|DVD|BD}-<Nummer>
Zum Beispiel:
Debian GNU/Linux 6.0.3
Official i386 CD-1
Debian GNU/Linux 6.0.3
Official alpha
Binary-2
Debian GNU/Linux 6.0.3
Official source BD-1
Debian GNU/kFreeBSD 6.0.3
Official i386
Netinst CD
Falls Sie genügend Platz haben, können Sie auch den Codenamen in der ersten
Zeile hinzufügen, wie in: Debian GNU/Linux 6.0.3 Squeeze
.
Beachten Sie, dass es Ihnen nur dann erlaubt ist, die Bezeichnung Official auf den CDs zu verwenden, wenn sie eine Prüfsumme haben, die mit der in den jigdo-Dateien der offiziellen Veröffentlichung übereinstimmt. Jede CD, die eine nicht passende Prüfsumme hat (z.B. Ihre selbst zusammengestellte), muss deutlich als Unofficial gekennzeichnet sein, zum Beispiel:
Debian GNU/Linux 6.0.3
Unofficial
Non-free
Für wöchentliche Schnappschüsse sollten Versionsnummern wie 6.0.3
nicht benutzt werden, um die Verwechslung mit veröffentlichten Debian-Versionen
zu vermeiden. Benennen Sie das Image stattdessen mit einem
Codenamen wie Wheezy
oder einem Distributionsnamen wie Testing
.
Fügen Sie außerdem das Wort Snapshot
und das Datum des Schnappschusses
hinzu:
Debian GNU/Linux Wheezy
Official Snapshot alpha Binary-2
2011-05-18
Gibt es irgendwelche Druckvorlagen für CDs und die Hüllen?
Es gibt kein offizielles Layout für die Hülle, die Rückseite und den Aufkleber einer Debian-CD, aber einige Leute haben nett aussehende Bilder produziert. Schauen Sie sich dazu bitte die Druckvorlagen-Seite an.
Sind noch alte CD/DVD-Images verfügbar?
Einige ältere Images sind noch im Archiv-Abschnitt auf cdimage.debian.org verfügbar. Beispielsweise könnten Sie eventuell ein älteres Image ausprobieren, falls Sie die Unterstützung für eine bestimmte (Unter-)Architektur benötigen, die in einer neueren Veröffentlichung entfallen ist.
Beachten Sie, dass bei der Installation von einer richtig alten CD/DVD (z.B. vor 4.0, Etch) der Inhalt von /etc/apt/sources.list standardmäßig die aktuelle stabile Veröffentlichung referenzieren wird. Das bedeutet, dass jedes Upgrade über das Netz ein Upgrade auf die aktuelle stabile Veröffentlichung durchführen wird.
Was ist der beste Weg, Debian auf vielen vernetzten Computern zu installieren?
Falls Sie Debian auf einer großen Anzahl von Rechnern installieren wollen, und all diese Installationen aktuell halten wollen (z.B. Sicherheits-Aktualisierungen), ist das Installieren von CD-ROM nicht ideal, aber ebenso wenig ist es die Installation über das Internet, da die Pakete erneut für jeden Rechner heruntergeladen werden müssten. In diesem Fall sollten Sie einen lokalen Cache aufsetzen, mittels einer der folgenden drei Optionen:
- Den CD-Inhalt über HTTP oder FTP verfügbar machen: Laden Sie
die CDs
herunter, dann stellen Sie ihren Inhalt in Ihrem LAN auf einem lokalen
Spiegel zur Verfügung. Die individuellen Rechner können diesen Spiegel
verwenden, als ob er ein regulärer Debian-Server wäre. Falls zum Beispiel
der Inhalt einer CD unter der URL http://10.0.0.1/cd1/ verfügbar
ist, können die Rechner im lokalen Netzwerk die Pakete von der CD mit der
folgenden Zeile in Ihrer /etc/apt/sources.list verwenden:
deb http://10.0.0.1/cd1/ stable main contrib
Für jede CD wird eine andere URL und eine eigener Eintrag in sources.list benötigt. - Weisen Sie Ihren HTTP-Proxy an, die .deb-Dateien zu cachen:
Konfigurieren Sie den Proxy, die .deb-Dateien für eine lange Zeit
aufzuheben, dann setzen Sie http_proxy in Ihrer Umgebung auf jedem
Rechner, um auf den Cache zu zeigen, und verwenden Sie in
aptdie HTTP-Methode zum Besorgen der Pakete.
Das gibt Ihnen die meisten der Vorteile, die ein Spiegel mit sich bringt, ohne die administrativen Probleme. Da Sie Beschränkungen für den Plattenverbrauch des Proxys setzen können, funktioniert es sogar auf Installationen mit beschränktem Plattenplatz, und es hat den Vorteil gegenüber dem Spiegeln, dass Sie nur die Pakete herunterladen, die Sie installieren, was Bandbreite spart. Squid kann dazu überredet werden, die Dateien zu behalten, indem man eine Zeile zu /etc/squid/squid.conf hinzufügt:
refresh_pattern debian.org/.*.deb$ 129600 100% 129600 - Einen privaten Debian-Paket-Spiegel aufsetzen: Beachten Sie, dass das Debian-Archiv zu einer enormen Größe angewachsen ist! Lesen Sie die Spiegel-Seite für Details.
Auf einer großen Anzahl von Rechnern zu installieren kann knifflig sein. Fully automatic installation (FAI, vollautomatische Installation), was auch als Debian-Paket verfügbar ist, kann Ihnen bei dieser Aufgabe helfen.
Ich habe einen lokalen Debian-Spiegel und möchte meine eigenen CDs herstellen. Wie mache ich das?
Neben einem lokalen Debian-Spiegel benötigen Sie auch viel Plattenplatz. Die CD-Erstellungs-Skripte finden Sie im Paket debian-cd. Jedoch ist es üblicherweise besser, den neuesten Code aus dem SVN zu verwenden. (Werfen Sie trotzdem einen Blick auf die Abhängigkeiten des Pakets, um sich zu versichern, dass Sie alle notwendigen Werkzeuge haben.)
Um die neueste SVN-Version zu erhalten, vergewissern Sie sich, dass Sie SVN installiert haben. Aus einem leeren Verzeichnis heraus geben Sie die folgenden Befehle ein:
svn co svn://svn.debian.org/svn/debian-cd/trunk
Sollten Sie versuchen, die Skripte zu verwenden, suchen Sie im debian-cd-Mailinglisten-Archiv nach Lösungen für Probleme, die zwangsläufig auftauchen. :-)
Wie werde ich ein Spiegel für Debian-Images?
Die notwendigen Schritte zum Aufsetzen und Aktuell-Halten eines CD-Image-Spiegels sind auf einer eigenen Seite beschrieben.
Einige Images fehlen! Nur die ersten n Images sind verfügbar! Wo ist der Rest?
Wir speichern/vertreiben nicht den gesamten Satz an ISO-Images für alle Architekturen, um den Platz auf den Spiegeln zu reduzieren. Sie können das Werkzeug Jigdo verwenden, um stattdessen die fehlenden ISO-Images zu erstellen.
