Da viele Entwickler sich bei Handels-Messen oder Konferenzen treffen, haben sich diese zu einer guten Möglichkeit entwickelt, um andere Leute den eigenen GnuPG-Schlüssel signieren zu lassen und das Web-of-Trust zu verbessern. Speziell für Personen, die neu im Projekt sind, ist das Key-Signieren und treffen von anderen Entwicklern sehr interessant.
Dieses Dokument beabsichtigt, dabei zu helfen, eine Key-Signierungs-Session
durchzuführen. Beachten Sie, dass alle Beispiele
keyring.debian.org als Keyserver benutzen. Wenn der
betreffende Schlüssel sich nicht im Debian-Keyring befindet, ersetzen
Sie keyring.debian.org mit einem öffentlichen Keyserver
wie zum Beispiel wwwkeys.pgp.net (der trotz seines Namens
auch GnuPG-Schlüssel speichert).
Man soll einen Schlüssel nur unter zumindest zwei Voraussetzungen signieren:
Am Wichtigsten ist, dass Sie weder Voraussetzung 1 oder 2 abschließen können, falls der Besitzer des Schlüssels nicht aktiv am Austausch teilnimmt. Niemand kann den Part des Besitzers des Schlüssels in der Voraussetzung 1 übernehmen, da sonst jemand mit einem gestohlenen Ausweis ganz leicht damit mit einem PGP-Key sich als der Beauftragte des Schlüssel-Besitzers ausgeben könnte. Niemand kann für den Besitzer des Schlüssels den Part in der Voraussetzung 2 übernehmen, da der Beauftragte den Fingerprint durch einen anderen PGP-Key mit dem Namen des Besitzers austauschen könnte und so jemanden dazu bringen könnte, den falschen Schlüssel zu signieren.
gpg --gen-key.
gpg --keyserver keyring.debian.org --recv-keys 0xDEADBEEF
Beachten Sie, dass wir nur die letzten acht Hex-Ziffern des Fingerprints in dieser und anderen GnuPG-Operationen verwenden. Das 0x davor ist ebenfalls optional.
gpg --edit-key 0xDEADBEEF
uid n, wobei n die Nummer der UID ist, die im
Menü angezeigt wird. Sie können auch Enter drücken, um alle UIDs zu
signieren.sign ein. Ihnen
wird dann der Fingerprint und die Länge des Schlüssels angezeigt, den Sie
mit dem von der getroffenen Person vergleichen müssen.flüchtig(
casual) aus.
quit
gpg --list-sigs 0xDEADBEEF
Sie sollten Ihren eigenen Namen und Fingerprint (in der Kurzform) in der Ausgabe sehen.
gpg --export -a 0xDEADBEEF > someguys.key
Die -a Option exportiert den Schlüssel im ASCII-Format,
damit er ohne Möglichkeit der Zerstörung per E-Mail verschickt werden
kann.
gpg --import mysigned.key
gpg --keyserver keyring.debian.org --send-keys <Ihre Schlüssel-ID>
Es kann eine Weile dauern, bis der Keyring-Betreuer Ihren Schlüssel aktualisiert, üben Sie sich bitte in Geduld. Sie sollten Ihren aktualisierten Schlüssel ebenfalls auf die öffentlichen Keyserver hochladen.
Das Debian-Paket signing-party stellt einige Werkzeuge zur Verfügung, die Ihnen bei diesem Prozess helfen. gpg-key2ps wandelt einen GnuPG-Schlüssel in eine PostScript-Datei um, damit Sie kleine Zettel mit Ihrem Fingerprint ausdrucken können. gpg-mailkeys schickt einen signierten Schlüssel per E-Mail an den Autor. Das Paket enthält außerdem caff, ein etwas fortgeschritteneres Werkzeug. Schauen Sie in die Paketdokumentation für weitere Informationen.
Sie sollten niemals den Schlüssel für jemand signieren, den Sie nicht persönlich getroffen haben. Einen Schlüssel aufgrund von anderen Dingen als direktem Kontakt zu signieren zerstört den Nutzen des Web-of-Trust. Wenn ein Freund anderen Entwicklern Ihren Lichtbildausweis und Ihren Fingerprint zeigt, aber Sie nicht anwesend sind, um zu bestätigen, dass der Fingerprint Ihnen gehört, was für eine Verbindung haben dann die anderen Entwickler zwischen dem Fingerprint und dem Ausweis? Sie haben nur das Wort des Freundes, und die anderen Signaturen auf Ihrem Schlüssel – das ist nicht besser als wenn sie Ihren Schlüssel signiert hätten, weil es auch andere getan haben!
Es ist nett, mehr Signaturen auf seinen Schlüssel zu bekommen, und es liegt der Versuch nahe, einige Kurven auf dem Weg zu kratzen. Aber vertrauenswürdige Signaturen zu haben ist wichtiger als viele Signaturen zu haben, daher ist es wichtig, dass wir den Key-Signierungs-Prozess so pur wie möglich halten. Das Signieren eines fremden Schlüssels ist eine Bestätigung, dass Sie sich direkt von der Identität des Besitzers überzeugt haben. Wenn Sie ihn signieren, obwohl Sie das nicht wirklich vorhaben, kann dem Web-of-Trust nicht länger vertraut werden.