2.6. Hardware für Netzwerkverbindungen

Nahezu alle Netzwerkkarten (NIC), die vom Linux-Kernel unterstützt werden, sollten auch vom Installationssystem unterstützt werden; modulare Treiber werden normalerweise automatisch geladen.

Auf ARM-Systemen werden die meisten integrierten (Onboard-) Ethernet-Schnittstellen unterstützt und für zusätzliche PCI- und USB-Geräte werden Module angeboten. Die große Ausnahme ist die IXP4xx-Plattform (der Geräte wie der Linksys NSLU2 angehören). Sie benötigt einen proprietären Microcode für den Betrieb der integrierten Ethernet-Schnittstelle. Inoffizielle Images für den Linksys NSLU2 mit diesem proprietären Microcode können von der Slug-Firmware-Seite bezogen werden.

2.6.1. Treiber, die spezielle Firmware erfordern

Das Installationssystem unterstützt derzeit nicht das Herunterladen von Firmware. Das bedeutet, dass jede Netzwerkkarte, dessen Treiber es erfordert, dass Firmware geladen wird, standardmäßig nicht unterstützt wird.

Falls keine andere Netzwerkkarte für die Installation genutzt werden kann, ist es immer noch möglich, Debian GNU/Linux von einer Komplett-CD-ROM oder DVD zu installieren. Wählen Sie die Option, das Netzwerk unkonfiguriert zu lassen und benutzen Sie zur Installation nur die Pakete, die auf der CD/DVD verfügbar sind. Sie können den nötigen Treiber und die Firmware installieren, wenn die Installation abgeschlossen ist (nach dem Neustart) und das Netzwerk manuell konfigurieren. Beachten Sie, dass die Firmware unter Umständen getrennt vom Treiber separat paketiert ist und nicht in der „main“-Sektion des Debian GNU/Linux-Archivs enthalten sein könnte.

Falls der Treiber selbst unterstützt wird, können Sie die Netzwerkkarte vielleicht auch während der Installation verwenden, indem Sie die Firmware von einem anderen Medium nach /usr/lib/hotplug/firmware kopieren. Vergessen Sie nicht, die Firmware am Ende der Installation (vor dem Neustart) ebenfalls in das entsprechende Verzeichnis des zu installierenden Systems zu kopieren.