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Manchmal haben Änderungen Nebenwirkungen, die wir nicht ganz vermeiden können, oder wir würden uns anderen Fehlern aussetzen. Wir dokumentieren hier alle Probleme, die uns bekannt sind. Bitte lesen Sie auch die Errata, die relevanten Paketdokumentationen, Fehlerberichte und andere Informationen, die in Was Sie noch lesen sollten, Abschnitt 6.1 erwähnt sind.
Obwohl udev ausführlich getestet wurde, könnte es kleinere
Probleme mit ein paar Geräten geben, die dann behoben werden sollten. Die
häufigsten Probleme sind geänderte Zugriffsrechte und/oder Eigentümer von
Geräten. In einigen Fällen kann es passieren, dass Geräte standardmäßig nicht
erstellt werden (zum Beispiel /dev/video und
/dev/radio).
udev stellt Konfigurationsmechanismen zur Verfügung, um diese
Problemchen zu lösen. Siehe dazu auch udev(8) und
/etc/udev für weitere Informationen.
Einige Anwendungen in Etch werden nicht mehr mit Kernel 2.4 funktionieren, beispielsweise weil sie epoll()-Unterstützung benötigen, den es in 2.4er Kerneln nicht gibt. Solche Anwendungen werden entweder gar nicht oder nicht richtig funktionieren, bis Sie mit einem 2.6er Kernel neu gestartet haben.
Ein Beispiel hierfür ist der HTTP-Proxy squid.
Seit 2.6.17 nutzt Linux aggressiv TCP Window Scaling, das in RFC 1323
spezifiziert ist. Einige Server haben ein fehlerhaftes Verhalten und geben
falsche Fenstergrößen für sich selbst an. Schauen Sie bitte in die
Fehlerberichte #381262, #395066 und #401435 falls Sie weitere
Informationen benötigen.
Es gibt normalerweise zwei Möglichkeiten, diese Probleme zu umgehen: entweder
setzen Sie die maximal erlaubten TCP-Fenster-Größen auf einen kleineren Wert
zurück (bevorzugt) oder schalten TCP-Fenster-Skalierung komplett aus (nicht
empfohlen). Schauen Sie die Beispielbefehle in der debian-installer
Errata-Seite an.
Die Etch-Version von apt benutzt standardmäßig eine neue Art, um
die APT-Paketindex-Dateien aufzufrischen (auch wenn Sie aptitude
update aufrufen), die lediglich die Differenzdateien (statt des
kompletten Paketindex) herunterlädt. Diese neue Fähigkeit sollte weniger
Bandbreite benutzen und auf den meisten Systemen schneller laufen.
Unglücklicherweise kann es aber den gegenteiligen Effekt haben und das
Auffrischen über eine schnelle Netzwerk-Anbindung (oder einen nahe gelegenen
Spiegel) verlangsamen, da es – insbesondere bei unregelmäßigen
Auffrischungen – mehr Zeit benötigen kann, die Differenzdateien
einzuspielen, als den kompletten Paketindex herunterzuladen. Es ist möglich
diese Fähigkeit abzuschalten, indem Acquire::Pdiffs
"false"; der Konfigurationsdatei
/etc/apt/apt.conf hinzufügt wird.
Diese Änderung betrifft aufgrund der fluktuierenden Natur dieser Archive hauptsächlich Benutzer des unstable- und testing-Zweiges von Debian GNU/Linux. Benutzer von Etch werden diese Fähigkeit hauptsächlich beim Auffrischen des Paketstatus vom Sicherheitsarchiv bemerken.
Auf Systemen die udev benutzen, um Netzwerk-Schnittstellen-Treiber
zu laden, kann es durch die asynchrone Natur von udev dazu kommen,
dass die Netzwerk-Treiber noch nicht geladen sind, bevor
/etc/init.d/networking beim Systemstart ausgeführt wird. Obwohl
das Hinzufügen von allow-hotplug zu
/etc/network/interfaces (zusätzlich zu auto) es
ermöglicht, Netzwerk-Schnittstellen zu aktivieren, sobald sie verfügbar sind,
gibt es keine Garantie, dass dies vollzogen ist, bevor die Boot-Sequenz beginnt
Netzwerk-Dienste zu starten. Manche Dienste werden sich unter Umständen nicht
korrekt verhalten, falls keine Netzwerk-Schnittstellen vorhanden sind.
Unter Sarge wurde das Paket wpasupplicant als Systemdienst
aufgesetzt und mittels /etc/default/wpasupplicant und vom Benutzer
erstellten /etc/wpasupplicant.conf konfiguriert.
Unter Etch wurde /etc/init.d/wpasupplicant entfernt und das
Debian-Paket integriert sich nun in /etc/network/interfaces,
ähnlich wie es auch andere Pakete wie wireless-tools tun. Dies
heißt, dass wpasupplicant den Systemdienst nicht mehr direkt zur
Verfügung stellt.
Informationen zur Konfiguration von wpasupplicant befinden sich in
/usr/share/doc/wpasupplicant/README.modes.gz. Dort sind auch
Beispiele für die Datei /etc/network/interfaces. Aktualisierte
Informationen zur Nutzung des Pakets wpasupplicant unter Debian
sind zudem im Debian-Wiki
zu finden.
Der Zugriff auf Dateien mit nicht-ASCII-Zeichen auf einem vfat-, ntfs- oder iso9660-Dateisystem funktioniert nur, wenn die Dateisysteme mit der Option utf8 eingebunden wurden. Ein Indiz für diese Fehler kann die folgende Meldung sein: »Invalid or incomplete multibyte or wide character«. In diesem Fall kann beispielsweise die mount-Option defaults,utf8 für ein solches Dateisystem benutzt werden.
Achtung: In diesem Fall wird der Linux-Kernel die Groß-/Klein-Schreibung der Dateinamen auf vfat-Dateisystemen nicht ignorieren.
In seltenen Fällen könnte der Sound nach der Aktualisierung nicht mehr länger
funktionieren. Falls dies geschieht, schauen Sie die Alsa-Prüfliste durch:
Starten Sie alsaconf als Benutzer root, fügen Sie Ihren Kontonamen
zur Gruppe audio hinzu, verwenden Sie alsamixer und stellen Sie
sicher, dass die Lautstärke aufgedreht und nicht stumm geschaltet ist,
vergewissern Sie sich, dass arts oder esound nicht mehr laufen und OSS-Module
nicht geladen sind, stellen Sie sicher, dass die Lautsprecher an sind,
überprüfen Sie, ob der Befehl cat /dev/urandom > /dev/dsp für
root funktioniert.
Die 2.6er Kernel-Serie enthält einige große Änderungen gegenüber der 2.4er Serie. Module wurden umbenannt und viele Treiber wurden teilweise oder manchmal sogar komplett neu geschrieben. Von einer früheren Version auf einen 2.6er Kernel zu aktualisieren, ist also nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dieses Kapitel zielt darauf ab, Sie auf manche Probleme vorzubereiten, denen Sie begegnen könnten.
Falls Sie Ihren eigenen Kernel aus den Quellen installieren, stellen Sie
sicher, dass Sie module-init-tools installiert haben, bevor Sie
mit Ihrem 2.6er Kernel neu starten. Dieses Paket ersetzt modutils
für 2.6er Kernel. Falls Sie eines von Debians
kernel-image-Paketen installieren, wird dieses Paket aufgrund der
Abhängigkeiten automatisch mit installiert.
Falls Sie LVM verwenden, sollten Sie lvm2 installieren,
bevor Sie neu starten, da 2.6er Kernel LVM1 nicht mehr direkt unterstützen. Um
auf LVM1-Volumes zuzugreifen, wird eine Kompatibilitätsschicht von
lvm2 (das Modul dm-mod) benutzt. Sie können lvm10
installiert lassen – das init-Skript wird feststellen, welcher Kernel
benutzt wird und die entsprechend passende Version ausführen.
Falls Sie Einträge in der Datei /etc/modules haben (die Liste der
Module, die beim Booten geladen werden sollen), beachten Sie bitte, dass sich
einige Modulnamen geändert haben könnten. Sollte dies der Fall sein, müssen
Sie in dieser Datei die entsprechenden Modulnamen ersetzen.
Nachdem der 2.6er Kernel installiert wurde, aber vor dem Neustart, sollte sichergestellt werden, dass ein Rettungsweg verfügbar ist. Dazu ist zunächst zu prüfen, dass die Bootloader-Konfiguration Einträge für beide Kernel enthält: Den alten, funktionierenden 2.4er Kernel und den neuen 2.6er. Außerdem wäre es sinnvoll, eine »Rettungs«- bzw. »rescue«-Diskette oder -CD-ROM zur Hand zu haben, falls eine Fehlkonfiguration einen Start des alten Kernels verhindert.
Die größte Änderung in den 2.6er Kerneln ist eine fundamentale Änderung der Eingabeschnittstelle. Dies bewirkt, dass alle Tastaturen als »normale« PC-Tastaturen betrachtet werden. Falls Sie also im Augenblick einen anderen Tastaturtyp ausgewählt haben (zum Beispiel USB-MAC oder Sun-Tastatur), werden Sie nach dem Neustart mit einem neuen 2.6er Kernel mit einer nicht funktionierenden Tastatur enden.
Falls Sie per SSH von einer anderer Maschine aus zugreifen können, können Sie dieses Problem lösen, indem Sie dpkg-reconfigure console-data ausführen, die Option »Select keymap from full list« und dort eine »pc«-Tastatur auswählen.
Falls die Tastatur auf Ihrer Konsole betroffen ist, werden Sie möglicherweise
auch die Tastatur des X Window Systems ändern müssen. Sie können dies tun,
indem Sie dpkg-reconfigure xserver-xorg ausführen, oder indem Sie
direkt die Datei /etc/X11/xorg.conf editieren. Vergessen Sie
nicht, die in Was Sie vor dem
nächsten Neustart tun sollten, Abschnitt 4.7 erwähnte Dokumentation zu
lesen.
Beachten Sie, dass USB-Tastaturen entweder als »normale« PC-Tastatur oder als USB-MAC-Tastatur konfiguriert sein können. Im ersten Fall betrifft Sie dieses Problem nicht.
Aufgrund der gleichen Änderungen an der Eingabeschnittstelle müssen Sie unter
Umständen das X Window System und gpm rekonfigurieren, falls Ihre
Maus nach der Aktualisierung auf den 2.6er Kernel nicht mehr funktioniert. Am
wahrscheinlichsten ist, dass sich lediglich das Gerät, das die Daten von der
Maus erhält, geändert hat. Es könnte auch sein, dass Sie ein anderes Modul
laden müssen.
Bei 2.6er Kernel werden die ALSA-Sound-Treiber gegenüber den OSS-Sound-Treibern
bevorzugt. ALSA-Sound-Treiber werden standardmäßig als Module angeboten.
Damit der Sound funktioniert, müssen die für Ihre Sound-Hardware passenden
Module geladen sein. Generell geschieht dies automatisch, falls Sie zusätzlich
zum Paket alsa-base entweder hotplug oder
discover installiert haben. Das alsa-base-Paket hat
auch OSS-Module auf einer schwarzen Liste, um zu verhindern, dass
hotplug oder discover diese lädt. Falls Sie
OSS-Module in Ihrer /etc/modules haben, sollten Sie die Einträge
entfernen.
Der Wechsel nach X.Org schließt einige strukturelle Änderungen mit ein. Falls alle installierten Pakete von Debian stammen und auch in Etch vorhanden sind, sollte das Upgrade ohne Probleme funktionieren. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass es einige Änderungen gibt, auf die geachtet werden sollte, da sie möglicherweise Probleme während des Upgrades verursachen könnten.
Die wichtigste Änderung ist, dass /usr/X11R6/bin entfernt wurde
und nur als symbolischer Link auf /usr/bin weiter existiert. Das
bedeutet, dass dieses Verzeichnis leer sein muss, wenn die neuen Pakete
installiert werden. Für diese neuen Pakete ist die Conflict-Abhängigkeit gegen
die meisten Pakete gesetzt, die /usr/X11R6/bin benutzen, aber in
manchen Fällen könnte ein manuelles Eingreifen notwendig sein. Bitte denken
Sie daran, keine Distributionsupgrades aus einer X-Sitzung heraus zu starten.
Sollte das Upgrade während der Installation von X.Org abbrechen, sollten Sie
überprüfen, ob noch irgendwelche Dateien in /usr/X11R6/bin
verblieben sind. Sie können dpkg -S verwenden, um herauszufinden,
durch welches Debian-Paket eine solche verbliebene Datei (falls es eine gibt)
installiert wurde; entfernen Sie solche Pakete mit dpkg --remove.
Bitte notieren Sie sich, welche Pakete Sie entfernen mussten, um später die
entsprechenden stellvertretenden Pakete installieren zu können. Bevor Sie mit
dem Upgrade fortfahren, müssen alle Dateien aus /usr/X11R6/bin
entfernt werden.
Lesen Sie bitte http://wiki.debian.org/Xorg69To7
für weitere Details und Infos über andere Probleme.
Falls Sie Probleme mit X.Org nach einem Neustart bemerken, kann es auch
sinnvoll sein, den Font-Server mittels /etc/init.d/xfs restart neu
zu starten. Dies geschieht, da /etc/X11/fs/xfs.options eine Zeile
mit no-restart-on-upgrade enthält, aber die Pfade zu Schriften
geändert wurden.
Nach der Aktualisierung auf X.Org und den aktuellen Bibliotheken werden
X-Terminals, die nur eine Farbtiefe von 8-Bit verwalten können, nicht mehr
funktionieren. Dies liegt an der Cairo-2D-Vektor-Grafik-Bibliothek
(libcairo2), die keine 8-Bit-Pseudocolor-Unterstützung hat. Diese
Bibliothek wird von GNOME und Xfce und vielen anderen Desktop-Anwendungen, die
die Gtk2+-Werkzeugsammlung benutzen, wie zum Beispiel abiword,
verwendet.
Uns bekannte, hiervon betroffene Systeme sind einige Maschinen von Sun und X-Terminals von Tektronix, NCD, IBM und SGI, sowie andere Fern-X-Windows-Systeme. Sie sollten, sofern möglich, diese Terminals dazu bringen 16-Bit Farbtiefe zu benutzen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Freedesktops Fehler
#4945.
Eines der Pakete, das mit der Veröffentlichung von Etch auf »veraltet« gesetzt
worden ist, ist der Mail Transfer Agent (MTA) exim, der durch das
komplett neue Paket exim4 ersetzt wurde.
exim (Version 3.xx) wurde lange Zeit vom Originalautor nicht mehr
betreut und auch der Debian-Support für diese Version wurde eingestellt. Falls
Sie immer noch exim 3.xx verwenden, aktualisieren Sie Ihre
Installation bitte manuell auf exim4. Da exim4 auch bereits Teil
von Sarge ist, können Sie dieses Upgrade bereits auf Ihrem Sarge-System
durchführen, vor der Aktualisierung auf Etch, oder danach, ganz wie Sie
möchten. Denken Sie daran, dass Ihr altes exim-Paket nicht
aktualisiert wird und die Unterstützung mit Sicherheitsaktualisierungen
eingestellt wird, wenn der Support für Sarge endet.
Beachten Sie, dass Sie abhängig von Ihrer debconf-Konfiguration
keine weiteren Fragen während der Installation von exim4 gestellt
bekommen. Falls Ihnen keine Fragen gestellt werden, wird ein »Nur lokale
E-Mail-Zustellung«-Setup eingestellt. Sie können die Konfiguration
wiederholen, indem Sie dpkg-reconfigure exim4-config aufrufen.
Die exim4-Pakete in Debian sind ausführlich dokumentiert. Die
Internet-Seite ist http://wiki.debian.org/PkgExim4
im Debian-Wiki und die README-Datei finden Sie unter http://pkg-exim4.alioth.debian.org/README/README.Debian.html
sowie im Paket selbst.
Die README-Datei enthält ein Kapitel über das Paketieren, das die verschiedenen
Paketvariationen erklärt, sowie eines über die Aktualisierung von
exim3, das Ihnen helfen wird, das Upgrade zu vollziehen.
Apache wurde auf die neue Version 2.2 aktualisiert. Obwohl dies den erfahrenen Benutzer nicht großartig belasten dürfte, gibt es einige potenzielle Gefahren, auf die geachtet werden sollte.
http://httpd.apache.org/docs/2.2/upgrading.html
enthält Infos, was von den Originalautoren geändert wurde. Bitte lesen Sie
diese Seite und denken Sie speziell an Folgendes:
Alle Module müssen neu kompiliert werden.
Die Autorisierungsmodule wurden neu geordnet und umbenannt.
Einige Konfigurationsoptionen sind umbenannt worden.
Zu den Debian-spezifischen Änderungen gehört unter anderem, dass der String SSL nun nicht mehr definiert ist, da ssl jetzt vom Standardpaket unterstützt wird.
Falls Sie die experimentelle ITK MPM (aus dem Paket
apache2-mpm-itk) benutzen, wird das cgi-Modul standardmäßig nicht
korrekt aktiviert. Um es korrekt zu aktivieren, müssen Sie manuell
mod_cgid deaktivieren und mod_cgi aktivieren:
# cd /etc/apache2/mods-enabled
# rm cgid.conf cgid.load
# ln -s ../mods-available/cgi.load .
# /etc/init.d/apache2 force-reload
Zope und alle verwandten Produkte wurden aktualisiert. Viele Produkte wurden aus der Distribution entfernt (weil sie entweder veraltet waren oder weil sie mit dem neueren Zope, CMF oder Plone inkompatibel waren).
Unglücklicherweise gibt es keinen einfachen und garantierten Weg, einen
komplexen zope- oder plone-Server zu aktualisieren.
Obwohl Plone ein Migrationswerkzeug enthält, hat die Erfahrung gezeigt, dass
automatische Migrationen schnell fehlschlagen können.
Aus diesem Grund wird Benutzern empfohlen, das System so aufzusetzen, dass sowohl die Zope/Plone-Installation aus Sarge, als auch eine Installation der Version aus Etch verwendet werden kann, um die Migration zu testen.
Der einfachste und sicherste Weg dies zu erreichen ist es, einfach eine Kopie
des Sarge-Systems auf einer anderen Festplatte oder Partition zu erstellen und
dann lediglich eine der beiden Kopien zu aktualisieren. chroot
kann dazu benutzt werden, die Version aus Sarge parallel zu der Version aus
Etch laufen zu lassen.
Es ist nicht möglich, sowohl die alte, als auch die neue Version von Zope/Plone
zusammen auf einem Etch-System laufen zu lassen. Dies beruht unter anderem
darauf, dass die alten Pakete von python2.3 abhängen, welches sich
nicht parallel mit python2.4 installieren lässt.
Frühere Versionen von GNU tar gingen von einer Shell-artigen
Erweiterung von Platzhaltern aus, wenn Dateien aus einer Liste in einem Archiv
entpackt wurden. Beispielsweise hat:
tar xf foo.tar '*.c'
alle Dateien entpackt, deren Namen auf ».c« endeten. Diese Verhalten war nicht
dokumentiert und inkompatibel mit der traditionellen
tar-Implementierung. Daher wird seit Version 1.15.91 von GNU
tar globbing standardmäßig nicht mehr benutzt. Der obere
Beispielaufruf wird als Versuch gewertet, aus dem Archiv die Datei mit dem
Namen »*.c« zu extrahieren.
Siehe auch /usr/share/doc/tar/NEWS.gz für weitere Informationen.
Die in nis enthaltene Version von ypbind unterstützt
nun auch Network-Manager. Dies führt dazu, dass ypbind
NIS-Client-Funktionalitäten deaktiviert, wenn er vom Netzwerk getrennt wird.
Da Network-Manager normalerweise melden, dass der Computer nicht verbunden ist,
wenn er nicht benutzt wird, sollten NIS-Benutzer mit NIS-Client-Systemen
sicherstellen, dass die Network-Manager Unterstützung auf solchen Systemen
deaktiviert ist.
Dies kann entweder geschehen, indem das Paket network-manager
deinstalliert wird oder indem Sie /etc/default/nis editieren und
YPBINDARGS -no-dbus hinzufügen.
Die Option -no-dbus ist Standard für neue Installationen von Debian, war es aber nicht in früheren Versionen.
Lange Jahre war es bekanntermaßen unsicher und gefährlich, die register_globals-Einstellungen zu aktivieren und darum waren sie auch für einige Zeit standardmäßig ausgeschaltet. Diese Konfiguration wurden jetzt auf Debian-Systemen letztendlich als zu gefährlich abgelehnt. Das gleiche gilt für Fehler in safe_mode und open_basedir, die auch seit einiger Zeit nicht mehr betreut werden.
Beginnend mit diesem Release wird das Debian-Sicherheitsteam keine Sicherheitsunterstützung mehr anbieten für eine Reihe von PHP-Konfigurationen, die als unsicher bekannt sind. Vor allem werden solche Probleme nicht mehr behandelt, die durch das Aktivieren von register_globals begründet sind.
Falls Sie alte Applikationen am Laufen haben, die register_globals
erfordern, aktivieren Sie es nur für den jeweiligen Pfad, zum Beispiel in der
Apache-Konfigurationsdatei. Weitere Informationen finden Sie in der Datei
README.Debian.security im PHP-Dokumentationsverzeichnis
(/usr/share/doc/php4 oder /usr/share/doc/php5).
Für viele Benutzer sind die Mozilla-Programme firefox und
thunderbird (in Debian zu »iceweasel« bzw. »icedove« umbenannt)
wichtige Werkzeuge. Unglücklicherweise ist die Sicherheitspolitik der
Originalautoren darauf ausgelegt, dass Sie jeweils auf deren neueste Version
aktualisieren, was mit Debians Strategie kollidiert, keine größeren
funktionellen Änderungen durch Sicherheitsupdates einzuführen. Wir können es
zwar heute nicht prophezeien, aber während der Lebensdauer von Etch könnte das
Debian-Sicherheitsteam an einen Punkt kommen, an dem eine Unterstützung von
Mozilla-Produkten nicht mehr möglich ist, so dass die Sicherheitsunterstützung
für Mozilla-Produkte eingestellt werden muss. Dies sollte bei einem Einsatz
von Mozilla-Produkten bedacht werden. Eventuell sind andere in Debian
verfügbaren Alternativen im konkreten Einzelfall besser geeignet.
Die Handhabung von Medien in KDE hat sich in der Version in Etch von
device:/ zu media:/ geändert. Konfigurationsdateien
einiger Benutzer könnten noch Verweise auf device:/ enthalten und
sollten korrigiert werden. Insbesondere
~/.kde/share/apps/konqsidebartng/virtual_folders/services enthält
solche Referenzen und kann gefahrlos gelöscht werden, da es beim Erstellen der
Einstellung für einen neuen Benutzer auch nicht erstellt wird.
Es gab vielerlei Änderungen in der KDE-Desktop-Umgebung, von der Version, die
mit Sarge ausgeliefert wurde, zu der Version in Etch. Weitere Informationen
finden Sie in den KDE 3.5 Release
Notes.
Einige Änderungen der Konfiguration des GNOME-Desktops werden nicht aktiviert, wenn dieser bereits in Sarge benutzt wurde. In extremen Fällen ist es auch möglich, dass sich der GNOME-Desktop mit Ihrer alten Konfiguration nicht mehr korrekt verhält.
Falls Sie viel in die Konfiguration Ihres GNOME-Desktops investiert haben,
sollten Sie vielleicht das .gconf Verzeichnis Ihres Benutzers
umbenennen (zum Beispiel .gconf.old), so dass es mit der neuen
Standardkonfiguration von Etch neu erstellt wird, sobald Sie eine neue Sitzung
starten.
Mit der Freigabe von Etch enthält Debian kaum noch Pakete für die veraltete GNOME Version 1. Einige Pakete wurden bisher noch nicht aktualisiert und sind weiterhin in der GNOME Version 1 vorhanden. GTK1.2 Pakete bleiben weiterhin vollständig unterstützt.
Es gab viele Änderungen in der GNOME-Desktop-Umgebung seit der Version, die mit
Sarge ausgeliefert wurde. Sie finden weitere Informationen in den GNOME 2.14 Release
Notes.
Der Standard-Editor während der Aktualisierung könnte von vim zu
nano geändert werden.
Administratoren, die den Standard-Editor für alle Benutzer ändern wollen, können das alternatives-System für eine Aktualisierung benutzen:
# update-alternatives --config editor
Benutzer, die den Standard-Editor ändern möchten, können die Umgebungsvariable EDITOR definieren, indem sie die folgenden Zeilen zu ihrer Datei »profiles« hinzufügen:
EDITOR=vi
export EDITOR
alias editor=$EDITOR
/etc/motd ist nun ein symbolischer Link zu
/var/run/motd, was von /etc/init.d/bootmisc.sh aus
einer Vorlage /etc/motd.tail bei jedem Rechnerstart erstellt wird.
Es bedeutet, dass Änderungen an /etc/motd verloren sind.
Änderungen an /etc/motd.tail werden nicht automatisch, wie bei
einem Neustart, auf /etc/motd angewandt.
Die Variable EDITMOTD in /etc/default/rcS hat auch nicht mehr
länger Auswirkungen. Falls Sie die Aktualisierung von motd nicht durchführen
wollen, oder Ihren eigenen Inhalt für die Mitteilung de Tages verwenden
möchten, müssen Sie nur die Datei /etc/motd auf eine andere Datei
wie /etc/motd.static verweisen lassen und Ihre Änderungen dort
durchführen.
Emacs21 und emacs21-nox sind nicht standardmäßig dafür konfiguriert, Unicode zu
verwenden. Für weitere Informationen und eine Problemumgehung lesen Sie bitte
Fehler #419490.
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Hinweise zur Debian GNU/Linux 4.0-Veröffentlichung (»Etch«) auf Mips
$Id: release-notes.de.sgml,v 1.69 2007-08-16 22:36:22 jseidel Exp $debian-doc@lists.debian.org