C.5. Debian-Partitionierungsprogramme

Es wurden mehrere Variationen der Partitionierungsprogramme von den Entwicklern in Debian eingepflegt, um mit verschiedenen Festplattentypen und Rechnerarchitekturen funktionieren zu können. Hier eine Liste der Programme, die für Ihre Architektur verfügbar sind:

partman

Das bevorzugte Partitionierungswerkzeug in Debian. Dieses Schweizer Messer unter den Partitionierungsprogrammen kann auch die Größe von bestehenden Partitionen verändern sowie Dateisysteme erstellen und die Einhängepunkte zuweisen.

cfdisk

Ein einfach zu nutzender Festplatten-Partitionierer im Vollbildmodus für den Rest der Welt.

Beachten Sie, dass cfdisk FreeBSD-Partitionen nicht versteht und sich deswegen Gerätebezeichnungen unterscheiden können (siehe oben).

mac-fdisk

Version von fdisk für Mac.

Eines dieser Programme wird standardmäßig gestartet, wenn Sie Eine Festplatte partitionieren (oder ähnliches) wählen. Es könnte möglich sein, ein anderes Programm auf der zweiten virtuellen Konsole VT2 zu benutzen, aber dies wird nicht empfohlen.

Eine wichtige Sache beim Partitionieren von Festplatten des Mac-Typs ist, dass die Swap-Partition aufgrund Ihres Namens identifiziert wird; sie muss deswegen mit „swap“ bezeichnet sein. Alle Mac-Linux-Partitionen haben den gleichen Partitionstyp, Apple_UNIX_SRV2. Lesen Sie bitte das Handbuch. Wir empfehlen ebenfalls, das mac-fdisk-Tutorial zu lesen, wo Informationen enthalten sind, die Sie befolgen sollten, wenn Sie eine Festplatte mit MacOS gleichzeitig nutzen wollen.

C.5.1. Die Partitionierung von neueren PowerMacs

Wenn Sie einen NewWorld-PowerMac einrichten, müssen Sie eine spezielle Bootstrap-Partition für den Bootloader erstellen. Die Größe dieser Partition muss mindestens 819200 Byte betragen und sein Typ muss Apple_Bootstrap sein; ist letzteres nicht der Fall, kann die Festplatte Ihres Macs nicht bootfähig gemacht werden. Diese Partition kann auf einfache Weise erstellt werden, indem Sie eine neue Partition mittels partman erzeugen und angeben, dass sie als „NewWorld boot partition“ genutzt werden soll, oder Sie verwenden in mac-fdisk den Befehlskürzel b.

Der besondere Partitionstyp Apple_Bootstrap ist nötig, damit MacOS die Bootstrap-Partition nicht einbindet und beschädigt, denn es werden auf ihr spezielle Veränderungen vorgenommen, damit die OpenFirmware automatisch davon booten kann.

Beachten Sie, dass die Bootstrap-Partition nur drei sehr kleine Dateien beinhalten soll: das Programm yaboot, seine Konfigurationsdatei yaboot.conf und einen First-Stage-OpenFirmware-Loader ofboot.b. Sie muss nicht und darf nicht in Ihr Dateisystem eingebunden werden und es dürfen auch keine Kernel oder sonst irgendetwas dorthin kopiert werden. Die Werkzeuge ybin und mkofboot werden zur Manipulation dieser Partition benutzt.

Damit die OpenFirmware automatisch Debian GNU/Linux booten kann, muss die Bootstrap-Partition vor anderen Boot-Partitionen auf der Festplatte erscheinen, besonders vor MacOS-Boot-Partitionen. Die Bootstrap-Partition sollte die erste sein, die Sie erzeugen. Wenn Sie jedoch eine Bootstrap-Partition später hinzufügen, können Sie das Kommandokürzel r von mac-fdisk benutzen, um die Partitionstabelle neu zu ordnen, so dass die Bootstrap-Partition direkt nach der Tabelle selber kommt, die immer die Nummer 1 trägt. Es ist die logische Ordnung in der Partitionstabelle, nicht die physische Ordnung auf der Festplatte, die zählt.

Apple-Festplatten haben üblicherweise mehrere kleine Treiber-Partitionen. Wenn sie beabsichtigen, Ihre Maschine auch unter Mac OS X zu booten, sollten Sie diese Partitionen und eine kleine HFS-Partition (800k ist die Minimalgröße) beibehalten. Denn Mac OS X bietet bei jedem Start an, Festplatten neu zu initialisieren, die keine aktiven MacOS- und Treiber-Partitionen haben.