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Die Liste der unterstützten Computer-Architekturen hat sich seit dem vorhergehenden Release Debian GNU/Linux 3.0 (»Woody«) nicht geändert. Hier ist die vollständige Liste:
Intel x86 (»i386«)
Motorola 680x0 (»m68k«)
Alpha (»alpha«)
SPARC (»sparc«)
PowerPC (»powerpc«)
ARM (»arm«)
MIPS (»mips« (Big endian) und »mipsel« (Little endian)) [*]
Intel Itanium (»ia64«) [*]
HP PA-RISC (»hppa«) [*]
S/390 (»s390«) [*]
Details über den Portierungsstatus und portspezifische Informationen finden Sie
auf den Debian-Portierungs-Webseiten.
Debian GNU/Linux 3.1 für die Intel x86-Architektur kommt standardmäßig mit der Kernel-Version 2.4.27.
Für die Intel x86-Architektur ist ebenfalls ein 2.6er Kernel verfügbar. Hierbei handelt es sich um 2.6.8. Beachten Sie bitte, dass Debians 2.6.8er Kernel-Pakete einen Kernel der Version 2.6.8.1 mit ausgewählten weiteren Patches enthalten.
Dieses neue Debian GNU/Linux-Release kommt wieder mit weitaus mehr Software als sein Vorgänger Woody. Diese Distribution enthält über 9000 neue Pakete. Der größte Teil der Software dieser Distribution – annähernd 6500 Pakete (das sind 73% der Pakete von Woody) – wurde aktualisiert. Einige Pakete mussten aus verschiedenen Gründen aus der Distribution entfernt werden. Sie werden keine Aktualisierungen für diese Pakete sehen, und in Ihrem Paketverwaltungssystem werden sie als »obsolete« oder »veraltet« markiert.
Dieses Release von Debian GNU/Linux beinhaltet die wesentlich verbesserte Version 4.3 von XFree86, welche mehr Hardware unterstützt, über eine bessere automatische Hardware-Erkennung verfügt und Unterstützung für neue Technologien wie Xinerama und 3D-Beschleunigung mitbringt.
Debian GNU/Linux ist mit dieser Veröffentlichung Desktop-orientierter, als es jemals war. Es enthält GNOME 2.8 und KDE 3.3. Zum allerersten Mal ist mit OpenOffice.org 1.1 eine komplette Office-Suite enthalten. Andere Arbeitswerkzeuge in dieser Ausgabe sind die Groupware-Software Evolution und der Instant-Messenger GAIM.
Die Sarge-Version von aptitude ist nun die bevorzugte Methode zur
Paketverwaltung in der Konsole. Es hat eine bessere Auflösung von
Abhängigkeiten als apt-get bewiesen. aptitude
unterstützt fast alle Kommandozeilenparameter von apt-get. Wenn
Sie immer noch dselect benutzen, sollten Sie vielleicht einmal
aptitude zur Paketverwaltung ausprobieren.
Die offizielle Debian GNU/Linux-Distribution besteht (abhängig von Ihrer Architektur) aus dreizehn bis fünfzehn CDs mit Binärpaketen und einer ähnlichen Anzahl von Medien mit den Quelltexten, außerdem ist auch eine DVD-Version der Distribution erhältlich.
Es gibt einen neuen Service debian-volatile (vom englischen volatile
== flüchtig, unbeständig, nicht permanent), der es Benutzern erlauben soll,
Pakete, die sich schnell ändernde Informationen enthalten, leicht zu
aktualisieren. Beispiele dafür wären die Signaturlisten von Virenscannern oder
die Pattern-Sets von Spam-Filtern. Ein Administrator kann
»volatile.debian.net« ähnlich leicht benutzen, wie er das
»security.debian.org«-Archiv benutzen kann, und so Pakete mit aktuellen
Informationen genießen ohne die Schwierigkeiten und Risiken, ein System
gänzlich oder teilweise mit hochmodernen / experimentellen Paketen verwalten zu
müssen. Für weitere Informationen und eine Liste von Spiegeln lesen Sie bitte
die Webseite dieses
Archivs.
Beachten Sie, dass debian-volatile kein offizieller Service von Debian ist. Benutzen Sie ihn nach Ihrem eigenen Ermessen.
Für das Sarge-Release wurden Pakete, die früher im non-US-Bereich des Archivs
lagen, in das reguläre Archiv verschoben. Wenn Sie in Ihrer
/etc/apt/sources.list noch irgendwelche Zeilen haben, die sich auf
»non-US« beziehen, sollten Sie diese entfernen.
Das alte Debian GNU/Linux-Installationssystem wurde durch ein komplett neues
Installationssystem ersetzt, das debian-installer heißt. Das neue
Installationssystem ist modular entworfen und mit dem Hintergedanken der
Erweiterbarkeit entwickelt worden. Es wurde vollständig in nahezu 40 Sprachen
übersetzt. Weitere Übersetzungen sind in Vorbereitung und könnten zu
Point-Releases von Sarge hinzugefügt werden.
Einige neue Merkmale des Installationssystems sind eine verbesserte
Hardware-Erkennung, das Booten von USB-Flash-Geräten, die Möglichkeit
aptitude zu benutzen, um Pakete bereits nach dem ersten Booten zu
installieren, Unterstützung für das XFS-Dateisystem und
LVM (ein Volume-Management-Werkzeug).
Ausführliche Details zu Debians Installationssystem finden Sie auf der ersten
CD oder unter http://www.debian.org/releases/stable/installmanual.
Die Installationsanleitung wurde bereits in acht Sprachen übersetzt und an
weiteren wird gearbeitet. Zusätzliche Sprachen werden nach ihrer
Fertigstellung auf der Webseite zur Verfügung gestellt.
Für die Intel x86-Architektur ist für Blinde ein spezielles Set von
Installationsdisketten vorbereitet, das »Speakup« (vom englischen »Speak up!«
== »Sprich lauter!«) genannt wird. Diese Disketten enthalten spezielle Kernel,
die Braille-Displays zur Ausgabe von Blindenschrift unterstützen. Eine
komplette Liste unterstützter Modelle können Sie in der brltty-Dokumentation
finden. Weitere Informationen zu diesem Diskettensatz finden Sie auf der
debian-installer
Release-Seite.
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Release Notes für Debian GNU/Linux 3.1 (»Sarge«), Intel x86
$Id: release-notes.de.sgml,v 1.36 2005/09/04 10:10:14 jseidel Exp $debian-doc@lists.debian.org