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Debian GNU/Linux 2.1 installation; Für Intel x86 - Kapitel 12
Anhang


12.1 Informations- und Bezugsquellen


12.1.1 Bezugsquellen dieser Installationsanleitung

Auf dem WWW-Server von Infodrom Oldenburg ist dieser Text neben der aktuellen HTML-Version auch weiteren Formaten verfügbar.


12.1.2 Bezugsquellen für die Debian GNU/Linux Distribution (README.mirrors)

Dieser Absatz enthält Auszüge der Übersetzung von README.mirrors. Das Original befindet sich beispielsweise im obersten Verzeichnis auf der Debian CDROM. Eine aktuelle Liste der Debian Mirror-Server im Internet ist auf der Homepage von Debian und auf dem deutschen Debian-Mirror zu finden.

Als Spiegel (mirror) werden Rechner bezeichnet, die in regelmäßigen Abständen eine exakte Kopie eines oder mehrerer Verzeichnisse eines anderen Rechners erstellen. Dadurch wird die Debian GNU/Linux Distribution auf viele Rechner verteilt und jeder kann auf einen Rechner in seiner Nähe zugreifen. So kommen viele sehr schnell an die gewünschten Daten. Deshalb sollte es nach Möglichkeit vermieden werden, auf den Zentralserver von Debian (ftp.debian.org) zuzugreifen, auch wenn nicht sofort das angekündigte Paket auf jedem Spiegel verfügbar ist, sondern vielleicht erst einen Tag später.

Hier folgt nun eine Liste von deutschen Spiegeln. Zusätzlich ist die Email-Adresse des jeweiligen Verantwortlichen angegeben.


12.1.3 PGP, ssh (README.non-US)

Dieser Absatz besteht aus der Übersetzung von README.non-US.

In den Vereinigten Staaten gelten Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter. Kryptografie-Software (zur Verschlüsselung geeignet) fällt unter diese Bestimmungen. Deshalb sind die betreffenden Pakete von Debian GNU/Linux nicht auf amerikanischen Servern zu finden, sondern im Debian-non-US-Archiv und seinen Spiegeln (siehe Bezugsquellen für die Debian GNU/Linux Distribution (README.mirrors), Abschnitt 12.1.2). Eine Liste dieser Rechner ist dort ebenfalls verfügbar.


12.1.4 Weiterführende Literatur

Hier gibt es noch weitere Informationen:


12.2 Hinweise zur Benutzung einer deutschen Tastatur mit X11

Wurde das Window-System X11 erfolgreich mit xf86config konfiguriert und startet die grafische Oberfläche ohne Probleme, dann sollte die Tastaturbelegung unter X11 der Belegung auf der Textkonsole entsprechen. Wenn auf der Konsole eine Deutsche Tastaturbelegung geladen wurde, unter X11 jedoch zum Beispiel die Tasten 'Y' und 'Z' vertauscht sind und auf den Umlauttasten Semikolon und Doppelpunkt liegen, dann müssen Sie für X11 die Tastaturbelegung ändern. Editieren Sie dazu die Datei /etc/X11/XF86Config wie folgt:

     ...
     Section "Keyboard"
       ...
       XkbLayout   "de"
       ...
     # XkbKeymap   "xfree86(us)"
       ...

Die Zeile mit XkbLayout ist ursprünglich auskommentiert, das heißt, sie hat ein `#'-Zeichen am Anfang. Möglicherweise ist die Zeile überhaupt nicht vorhanden. In diesem Fall fügen Sie die Zeile in der Section Keyboard ein. Folgende Zeile

     XkbKeymap "xfree86(us)"

kommentieren Sie aus, das heißt, Sie schreiben ein `#'-Zeichen in die erste Spalte.

Alternativ zu obiger Methode können Sie versuchen, die Zeile

     XkbKeymap "xfree86(us)"

abzuändern in

     XkbKeymap "xfree86(de)"

.

Für Schweizer Benutzer von Debian GNU/Linux könnten diese Einstellungen an der selben Stelle funktionieren:

     ...
       XkbRules        "xfree86"
       XkbModel        "pc102"
       XkbLayout       "de_CH"
       XkbVariant      "nodeadkeys"
       XkbOptions      ""
     ...

Auf jeden Fall müssen Sie nach diesen Änderungen die Datei abspeichern, X11 beenden und neu starten.

Achtung: Das Terminalprogramm xterm akzeptiert möglicherweise keine Umlaute. Zum Austesten der neuen Tastaturbelegung starten Sie am besten einen Editor wie beispielsweise xedit.


12.3 Gerätedateien in /dev und Ihre Bedeutung

Unter Linux befinden sich im Verzeichnes /dev/ verschiedene besondere Dateien, die sogenannten Gerätedateien (device files). Unter Unix wird auf Hardware- und System-Komponenten jeweils über Gerätedateien zugegriffen. Mit Hilfe einer solchen Datei kann vom jeweiligen Programm über einen speziellen internen Treiber das zugehörige Gerät bzw. eine Systemkomponente angesprochen werden. Die Gerätedatei dient dafür als Schnittstelle. Aus Anwendersicht verhalten sich Gerätedateien oft anders als gewöhnliche Dateien. Die Bedeutung der wichtigsten Gerätedateien ist im folgenden aufgeführt.

Es gibt sehr viele verschiedene CDROM-Laufwerke und Schnittstellen. Sollten Sie weder ein SCSI-CDROM-Laufwerk haben, noch eines mit IDE-Schnittstelle, dann gibt es für Ihr CDROM-Laufwerk eine spezielle Gerätedatei, die bereits bei der Installation automatisch angelegt wurde. Der Name dieser Gerätedatei ist üblicherweise ein Kürzel des Namens Ihres CDROM-Laufwerks. Um den Zugriff auf das CDROM-Laufwerk zu vereinfachen, existiert der symbolische Link /dev/cdrom. Dieser Link wird bei der Installation ebenfalls angelegt und verweist auf die eigentliche Gerätedatei. Mit dem Kommando ls -l /dev/cdrom sehen Sie nach, auf welche Gerätedatei cdrom verweist.

     fd0     1. Diskettenlaufwerk
     fd1     2. Diskettenlaufwerk
     hda     IDE Festplatte / IDE CDROM am 1. Anchluß Master      
     hdb     IDE Festplatte / IDE CDROM am 1. Anchluß Slave      
     hdc     IDE Festplatte / IDE CDROM am 2. Anchluß Master
     hdd     IDE Festplatte / IDE CDROM am 2. Anchluß Slave
     hda1    1. Partition der ersten IDE Platte
     hda15   15. Partition der ersten IDE Platte
     sda     SCSI (Wechsel-) Platte, kleinste SCSI ID
     sdb     SCSI (Wechsel-) Platte, nächstgrößere SCSI ID
     sdc     SCSI (Wechsel-) Platte, nächstgrößere SCSI ID
     sda1    1. Partition der ersten SCSI (Wechsel-) Platte
     sda15   15. Partition der ersten SCSI (Wechsel-) Platte
     scd0    1. SCSI CDROM Laufwerk
     scd1    2. SCSI CDROM Laufwerk
     cdrom   Symbolischer Link auf cdrom Laufwerk
     mouse   Symbolischer Link auf Maus-Gerätedatei
     ttyS0   1. Serielle Schnittstelle (COM1)
     ttyS1   2. Serielle Schnittstelle (COM2)
     lp0     1. Parallele Schnittstelle
     lp1     2. Parallele Schnittstelle
     null    Hier können beliebig viel Daten reinkopiert werden
     zero    Hieraus können beliebig viel Nullen gelesen werden

Achtung: Die Daten bei DOS formatierten Zip Medien liegen auf Partition vier. Das heißt, daß Sie zum Mounten eines DOS formatierten ZIP Mediums folgendes eingeben müssen:

     mount -t vfat /dev/sdc4 /zip

Dies gilt für den Fall, daß das Zip Laufwerk das dritte SCSI (Wechsel-) Plattengerät ist und daß Sie das Zip Medium auf das Verzeichnis /zip mounten möchten.


12.4 Schlußbemerkungen


12.4.1 Ergänzungen zu diesem Text

Wenn Sie Probleme oder Vorschläge zu diesem Text haben, sollten Sie das als Fehler im Paket installmanual-de berichten, siehe dazu Fehler melden, Abschnitt 12.4.2. Bitte schicken Sie diese nicht direkt an die Autoren dieses Textes, da sie sonst evtl. verloren gehen.

Da die Grundlage zu diesem Text die englische im boot-floppies-Paket enthaltene Installationsanleitung ist, sollten generelle Vorschläge auf der Mailing-Liste debian-boot@lists.debian.org gemacht werden.

Die Autoren der jeweils aktuellen Version dieses Textes sind unter installmanual-de@packages.debian.org zu erreichen.


12.4.2 Fehler melden

Bitte berichten Sie Fehler, wenn Sie welche entdecken. Nur wenn auftretende Fehler publik werden, können sie behoben werden. Hier ist Ihre Mitarbeit gefragt. In Fehlersuche im Bootvorgang, Abschnitt 7.7 wurde bereits kurz erläutert, wie Sie einen Fehlerbericht schicken.

Sie können auch das bug-Paket benutzen und die Dokumentation des Debian Bug Tracking System lesen. Wann immer Sie Fehler berichten, ist es sinnvoll, vorher nach bisher bekannten Fehlern in den Paketen zu schauen. Diese finden Sie unter http://bugs.debian.org/paket/.

Wenn Sie etwas zu einem Fehler hinzufügen möchten, dann schicken Sie eine Mail an bug-nr.@bugs.debian.org wobei bug-nr. der Nummer des jeweiligen Fehlers entspricht.


12.4.3 Mitwirkende

Viele Anwender und Entwickler von Debian haben an der Erstellung dieses Dokuments mitgewirkt. Ihre Namen aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.


12.4.4 Warenzeichen

Warenzeichen, die nicht explizit angegeben wurden, gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Linux ist eingetragenes Warenzeichen von Linus Torvalds. 386, 386sx, 486, Pentium, Pentium Pro und Pentium II sind Eigentum von Intel. Windows, Windows95, WindowsNT, und WinModem sind Warenzeichen von Microsoft. ThinkPad und OS/2 sind Eigentum von IBM.


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Debian GNU/Linux 2.1 installation; Für Intel x86
version 2.1.11, 28 August, 1999
Bruce Perens
Sven Rudolph
Igor Grobman
James Treacy
Adam Di Carlo
Christian Leutloff
Alexander Harderer
Philipp Frauenfelder
Martin Schulze