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Debian GNU/Linux 2.1 installation; Für Intel x86 - Kapitel 8
Schrittweise Konfiguration des Systems


dbootstrap ist der Name des Programms, das direkt nach dem Booten des Installations-Systems gestartet wird. Es ist für die Konfiguration des Systems und die Installation des Basis-Systems verantwortlich.


8.1 Menügeführte Installation

Die Hauptaufgabe von dbootstrap und der Zweck der Konfiguration des Systems besteht darin, gewisse zentrale Elemente von Debian GNU/Linux einzustellen. Dieses beinhaltet beispielsweise die Netzwerk-Adresse, den Rechnernamen sowie andere Aspekte der Netzwerk-Konfiguration. Es umfaßt ebenfalls die Konfiguration der Kernel Module, die in den Kernel eingefügt werden. In den Modulen sind Treiber enthalten, die Speichermedien ansteuern, Netzwerktreiber, spezielle Unterstützung für unterschiedliche Zeichensätze sowie weitere Peripherie.

Diese Dinge werden zuerst konfiguriert, da sie oft wichtig sind, damit das System korrekt arbeitet oder sie von nachfolgenden Schritten benötigt werden.

dbootstrap ist eine einfache, zeichenorientierte Anwendung. Sie ist sehr leicht zu bedienen und führt Sie Schritt für Schritt durch die Installation. Es jedoch möglich, einzelne Schritte zu überspringen oder zu wiederholen. Sie können in dbootstrap mit den Pfeil-Tasten, der Enter-Taste und der Tabulator-Taste navigieren.

Wenn Sie ein erfahrener Unix- oder Linux-Benutzer sind, dann können Sie mit Alt-F2 auf eine zweite Konsole schalten. Dort läuft eine ash, ein Derivat der Bourne Shell. Zu diesem Zeitpunkt liegt das Dateisystem in einer RAM-Disk, es steht daher nur eine eingeschränkte Menge an Unix-Werkzeugen zur Verfügung. Sie können mit ls /bin /sbin /usr/bin /usr/sbin nachschauen, welche es sind.

Drücken Sie Alt-F1, um zurück zu dbootstrap zu gelangen. Sie sollten alle Schritte mit Hilfe von dbootstrap durchführen, es sei denn, Probleme tauchen auf. Auf keinen Fall sollten Sie die Swap-Partition auf der zweiten Konsole aktivieren, da dbootstrap dieses nicht ermitteln kann. Fehlermeldungen werden normalerweise auf der dritten Konsole (erreichbar über Alt-F3) ausgegeben. Obwohl die Rescue-Diskette lediglich drei virtuelle Konsolen unterstützt, verfügt Linux generell über 64, sieben davon werden automatisch im fertig installierten System aktiviert.


8.2 Farb- oder Schwarz/Weiß-Darstellung

Wenn der Rechner den Bootvorgang abgeschlossen hat, sollten Sie diese Dialogbox sehen, in der Sie einstellen, ob die folgenden Installationsschritte monochrom oder farbig erfolgen sollen. Wenn Ihr Monitor lediglich schwarz-weiß anzeigen kann, drücken Sie einfach Enter und fahren Sie mit der Installation fort. Soll die Installation jedoch in Farbe ablaufen, dann wählen Sie den entsprechenden Menüpunkt aus und drücken Enter. Die Dialogbox sollte sofort auf Farbe umschalten.


8.3 Debian GNU/Linux Installation Hauptmenü

Als nächstes sehen Sie ein Fenster, in dem The installation program is determining the current state of your system steht. Das Installationprogramm überprüft zwischen den verschiedenen Schritten den aktuellen Zustand des Systems. Dieses geht auf manchen Systemen so schnell, daß der Inhalt des Fensters nicht zu lesen ist. Diese Überprüfung des aktuellen Systemzustandes erlaubt Ihnen die Unterbrechung des Installationsvorgangs, da festgehalten wird, welche Installationsschritte Sie bereits erfolgreich durchgeführt haben.[8] Müssen Sie den Installationsvorgang erneut starten, so sollten Sie folgendes erledigen:

Was Sie sonst noch erledigt haben, bleibt erhalten.

Vom Hauptmenü aus steuern Sie die gesamte weitere Installation. Deswegen gelangen Sie nach jeder Aktion wieder in dieses Menü zurück. Im Kopfbereich verändern sich die Auswahlpunkte und zeigen Ihnen so den Fortschritt der Installation an. Phil Hughes schrieb im Linux Journal, daß man einem Huhn beibringen könnte Debian zu installieren. Er wollte damit ausdrücken, daß es während des Installationsprozesses meistens nur die Enter-Taste picken muß.

Mit dem ersten Punkt des Hauptmenüs wird Ihnen der nächste sinnvolle Schritt, beim aktuellen Stand der Installation, als Next angeboten. Wollen Sie jedoch einen anderen Punkt auswählen, so können Sie das jederzeit mit den Pfeiltasten tun. Jetzt sollte der als Next angegebene Punkt Configure the Keyboard heißen.


8.4 Tastatur konfigurieren

Überzeugen Sie sich davon, daß der Menüpunkt Configure the Keyboard hervorgehoben ist und aktivieren ihn durch das Betätigen der Enter-Taste. Nun befinden Sie sich in einem Menü, das Ihnen die Auswahl des Tastaturlayouts gestattet (keyboard configuration menu). Mit Hilfe der Pfeiltasten können Sie den hervorgehobenen Bereich verschieben. Bewegen Sie ihn auf das Layout Ihrer Sprache oder einer die der Ihren sehr ähnlich ist, zum Beispiel de-latin1-no-deadkeys für eine deutsche QWERTZ-Tastatur ohne Tottasten.

Nach Abschluß der Systeminstallation stehen ihnen weitere Tastaturlayouts zur Verfügung.[9] Die Pfeiltasten liegen auf jeder Tastatur an der gleichen Stelle, so daß sie unabhängig von der gewählten Tastaturbelegung sind. Nachdem Sie die Hervorhebung nun auf das von Ihnen gewünschte Tastaturlayout bewegt haben, betätigen Sie die Enter-Taste um die Auswahl zu bestätigen.

Die nächsten Schritte sind die Partitionierung (Partition a Hard Disk) und Formatierung (Initialize ...) der Festplatte.


8.5 Letzte Chance!

Wir haben Sie ja schon mehrfach aufgefordert, Ihre Daten zu sichern. Hier kommt nun die erste (bzw. zweite, falls Sie FIPS benutzt haben) Gelegenheit, all Ihre alten Daten zu löschen und gleichzeitig die letzte Möglichkeit, Ihre wertvollen Daten doch noch zu sichern. Sollten Sie noch keine Sicherungen haben, so entfernen Sie die Diskette aus dem Laufwerk, starten Ihr System neu und sichern Ihre Daten mit Ihrem Backup-Programm.


8.6 Festplatte partitionieren

Lesen Sie hierzu auch das Kapitel Partitionieren der Festplatte, Kapitel 5.

Sofern noch keine Linux native und Linux swap Partitionen existieren, wird der nächste Menüpunkt Partition a Hard Disk sein. Haben Sie bereits mindestens eine Linux native oder eine Linux swap Partition angelegt, so steht die Menü-Auswahl auf Initialize and Activate the Swap Disk Partition. Haben Sie weniger 5 MB Hauptspeicher, so wurde Ihnen das low memory-Menü angezeigt und Sie haben deshalb die Swap-Partition schon beim Booten des Systems angelegt und aktiviert. Deshalb müssen Sie diesen Punkt übergehen. Selbstverständlich können Sie jederzeit die Pfeiltasten benutzen, um zu Partition a Hard Disk zu gelangen.

Nach der Auswahl des Menüpunktes Partition a Hard Disk wird Ihnen eine Auflistung der Festplatten angezeigt, die Sie partitionieren können. Anschließend wird das Programm cfdisk aufgerufen, mit dem Sie Partitionen erzeugen und verändern. Siehe auch die Manpage zu cfdisk. Sie müssen zumindest eine Linux native-Partition (Typ 83) anlegen und sollten wenigstens eine Linux swap-Partition (Typ 82) erzeugen. Näheres ist in Kapitel Partitionieren der Festplatte, Kapitel 5 beschrieben. Denken Sie daran, die Root-Partition als bootable (bootfähig) zu markieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie sie partitionieren sollen, lesen Sie bitte das angegebene Kapitel aufmerksam durch.

Wenn Ihre Root-Partition hinter den ersten 1024 Zylindern der Festplatte liegt, müssen Sie das System anfangs mit einer Boot-Diskette booten. Wenn das System läuft, mouten Sie eine Partition innerhalb der ersten 1024 Zylinder und kopieren den Kernel aus /boot dorthin. Anschließend ändern Sie den Pfad in der Datei /etc/lilo.conf und rufen das Programm lilo auf, damit das Bootprogramm entsprechend geschrieben werden kann.

Die Swap-Partition ist der virtuelle Speicher des Systems und sollte zwischen 16 und 128 MB groß sein. Die genaue Größe richtet sich nach dem vorhandenen Festplattenplatz und danach, wieviele große Programme sie gleichzeitig nutzen wollen. Eine gute Faustregel ist, daß der gesamte Speicher, also RAM plus Swap-Bereich, bei Textmodus-Systemen etwa 25 MB und bei X-Window-Systemen, die auch von Linux verwendete grafische Oberfläche, etwa 90 MB betragen sollte. Linux nutzt nicht mehr als 128 MB pro Swap-Partition, so daß es keinen Grund gibt eine größere Swap-Partition anzulegen.

Wir empfehlen, ebenfalls mindestens eine Swap-Partition einzurichten. Sie können Linux jedoch auch ohne betreiben, allerdings sollte Ihr Rechner mit min. 64 MB RAM ausgestattet sein. Wenn Sie darauf bestehen, dann wählen Sie anschließend Do Without a Swap Partition im Menü aus.


8.7 Initialisieren (Formatieren) und Aktivieren der Swap-Partition

Dieses ist der nächste Menüeintrag, nachdem Sie eine Partition auf der Festplatte angelegt haben. Sie haben die Auswahl zwischen dem Initialisieren und Aktivieren einer Swap-Partition, dem Aktivieren einer schon initialisierten Swap-Partition und dem Fortfahren ohne Swap-Partition. Es ist immer möglich, eine Swap-Partition erneut zu Initialisieren. Deshalb wählen Sie im Zweifelsfall den Punkt Initialize and Activate the Swap Disk Partition aus.

Dieser Menüpunkt wird Sie zuerst eine Dialogbox Please select the partition to activate as a swap device.. Die vorausgewählte Partition sollte die Swap-Partition darstellen, die Sie beim Partitionieren festgelegt haben, drücken Sie also einfach Enter.

Als nächstes haben Sie die Möglichkeit, die gesamte Partiton auf defekte Blöcke zu untersuchen, die durch Fehler auf der Plattenoberfläche verursacht wurden. Dieses ist bei MFM-, RLL- und älteren SCSI-Platten nützlich und empfehlenswert und kann nicht schaden (jedoch zeitintensiv sein). Korrekt arbeitende IDE- und SCSI-Platten benötigen diese Überprüfung nicht, da sie eigene interne Mechanismen verwenden um defekte Bereiche auszuklammern.


8.8 Initialisieren der Linux-Partition

An dieser Stelle sollte der nächste Menüpunkt Initialize a Linux Disk Partition stehen. Ist dies nicht der Fall, so haben Sie vielleicht das Partitionieren der Festplatte noch nicht abgeschlossen oder den Schritt zum Anlegen der Swap-Partition nicht durchgeführt.

Sie können nun eine Linux-Partition initialisieren oder alternativ eine schon initialisierte Linux-Partition ins System hängen. Die Installations-Disketten sind nicht dafür vorgesehen, ein schon existierendes System zu aktualisieren ohne alle Dateien vorher zu löschen -- Debian bietet einen besseren Weg an, um ein existierendes Debian-System zu erneuern als die Verwendung von Boot-Disketten. Deshalb sollten Sie an dieser Stelle alte Partitionen initialisieren, da durch diesen Vorgang auch alle alten Dateien gelöscht werden. Alle neu angelegten Partitionen müssen in jedem Fall initialisiert werden. Der einzige Grund, auf das Initialisieren zu verzichten ist, daß Sie bereits Teile des Installationsvorgangs mit dem gleichen Diskettensatz durchgeführt haben.

Wählen Sie nun den nächsten Menüpunkt aus, um die erste Partition zu initialisieren und zu mounten. Diese erste Partition wird als / (Root- oder Wurzel-Verzeichnis genannt) gemountet. Auch hier wird Ihnen wie schon bei der Swap-Partition die Möglichkeit gegeben, nach schadhaften Blöcken auf der Festplatte suchen zu lassen. Es schadet nie, dies tun zu lassen, es kann aber bei großen Festplatten auch 10 Minuten oder länger dauern.

Nachdem die Root-Partition gemountet wurde, ist der nächste Menüpunkt Install the Base System. Sie können mit den Pfeiltasten erneut die Menüpunkte zum Initialisieren und/oder Mounten von Partitionen auswählen. Haben Sie für /var, /usr und andere Dateisysteme eigene Partitionen vorgesehen, dann ist es an der Zeit, sie zu initialisieren und/oder zu mounten.


8.9 Kernel und Gerätetreiber installieren

Der nächste Menüpunkt ist nun Install the Operating System Kernel and the Device Drivers. Nach seiner Auswahl werden Sie in einem eigenen Fenster dazu aufgefordert, das Medium zu bestimmen, das den Linux-Kernel enthält. Wählen Sie das Medium aus, von dem der Kernel installiert werden soll (so, wie Sie es in Installations-Medien auswählen, Abschnitt 6.2 geplant haben).

Haben Sie sich für ein Disketten-Laufwerk entschieden, müssen Sie nun die Boot-Diskette des Installationssatzes (Notfall-Diskette) dort einlegen - wahrscheinlich befindet sie sich bereits im Laufwerk. Anschließend muß die Treiber-Diskette (driver) eingelegt werden. Von dieser Diskette werden dann alle Treiber auf die Festplatte kopiert und anschließend konfiguriert.

Wenn Sie von einem lokalen Dateisystem installieren, wählen Sie harddisk, sofern dieses Dateisystem noch nicht montiert ist. Andernfalls wählen Sie mounted. Dann geben Sie die Partition an, auf die Sie die Debian-Software kopiert haben (siehe Installation von der Festplatte, Abschnitt 6.4). Anschließend müssen Sie den Pfad angeben, an dem die Software liegt (stellen Sie sicher, daß Sie am Anfang ein / eingeben). Nun sollten Sie dbootstrap die Software suchen lassen (Sie können sie auch von Hand auswählen falls nötig).


8.10 Konfiguration des PCMCIA-Support

Es gibt einen alternativen Schritt vor der Konfiguration der Treiber, die im nächsten Abschnitt behandelt wird. Benutzen Sie diesen Schritt, um die PCMCIA-Unterstützung zu konfigurieren.

Falls Sie die Installation über eine PCMCIA-Netzwerkkarte durchführen möchten, dann müssen Sie diesen Punkt auswählen. Wenn Ihr Rechner zwar PCMCIA besitzt, die Unterstützung jedoch nicht für die Installation benutzt wird (PCMCIA-Ethernet-Karte), dann können Sie auf diesen Schritt verzichten. Sie können PCMCIA ganz einfach auch zu einem späteren Zeitpunkt einrichten, nachdem die Installation abgeschlossen ist.

Wenn Sie diesen Punkt auswählen, werden Sie gefragt, welcher PCMCIA-Kontroller in Ihrem System installiert ist. In den meinsten Fällen ist das ein i82365, teilweise jedoch ein tcic. Hier sollten Ihnen die technischen Informationen zu Ihrem Notebook weiterhelfen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Linux PCMCIA HOWTO.

In ungewöhnlichen Fällen ist es nötig, die Konfigurationsdatei /etc/pcmcia/config.opts zu editieren. Dazu öffnen Sie die zweite Konsole wie in der Einführung beschrieben und editieren die Datei. Anschließend richten Sie PCMCIA erneut mit dbootstrap ein oder laden die Module manuell mit insmod und rmmod.

Wenn Sie die PCMCIA-Unterstützung fertig konfiguriert haben, dann sollten Sie zum nächsten Abschnitt und der Konfiguration der anderen Treiber übergehen.

Wenn Sie PCMCIA nicht jetzt, sondern später einrichten wollen, dann installieren Sie nach Beendigung des Installationsvorganges das pcmcia-cs-Paket. Die zugehörigen Programme sind in der Lage PCMCIA-Karten automatisch zu erkennen und zu konfigurieren. Sie ermöglichen auch den Wechsel der Karten während das System weiterläuft (hot-plug) sowie das Entfernen der Treiber, wenn die Karten dauerhaft entfernt werden.


8.11 Konfiguration der Treiber-Module

Nach Auswahl von Configure Device Drivers konfigurieren Sie die Treiber der Geräte in Ihrem System. Wählen Sie die zu Ihrer Hardware passenden Treiber aus. Wenn Sie sich nicht sicher sind, geben Sie den Treibern keine Parameter mit. Die von Ihnen so eingerichteten Treiber werden beim nächsten Bootvorgang automatisch geladen. Sie müssen an dieser Stelle nicht alle Treiber konfigurieren, sondern können dieses jederzeit mit dem Befehl modconf auf einem fertig installierten System fortsetzen.

Sie müssen hier jedoch all die Treiber konfigurieren, die für die Installation benötigt werden. Dieses mag Treiber für die Netzwerkkarte sowie für Dateisysteme oder spezielle CDROM-Laufwerke einschließen. Soll das Basis-System beispielsweise per NFS installiert werden, so müssen an dieser Stelle das Modul für die Netzwerkkarte und das Modul für NFS (unter File-Systeme) geladen werden.


8.12 Konfiguration des Netzwerks

Selbst wenn Ihr Computer nicht an ein Netzwerk angeschlossen ist, müssen Sie das Netzwerk einrichten. In dem Fall reicht es jedoch, wenn Sie die ersten beiden Fragen beantworten. Nach What is the name of your computer? geben Sie Ihrem System einen Namen und Is your system connected to a network? verneinen Sie in diesem Fall.

Ist Ihr Rechner jedoch an ein Netzwerk angschlossen, benötigen Sie die in Netzwerk, Abschnitt 4.2.3 beschriebenen Informationen. Fragen Sie gegebenenfalls Ihren Netzwerkadministrator. dbootstrap wird die Eingaben abschließend auflisten und bestätigen lassen. Sollten Sie sich vertippt haben, ist es nicht schlimm. Als nächstes werden Sie gefragt, mit welchem Gerät Sie die Netzverbindung herstellen. Normalerweise ist dieses eth0 (die erste Ethernetkarte). Auf einem Laptop wird die primäre Netzwerkverbindung wahrscheinlich über pcmcia hergestellt.

Achtung: Wenn Ihre Hauptverbindung zum Netzwerk über Einwahl und PPP erfolgt, dann sollten Sie das Netzwerk nicht konfigurieren.

In den nächsten Absätzen wird erläutert, welche Bedeutung die gerade aufgelisteten Angaben haben. Der Name des Rechners ist meist eine Phantasiebezeichnung, die sich der Benutzer ausgedacht hat. In Netzwerken kann der Name auch die Funktion des Rechners wiederspiegeln. Beispiele für Rechnernamen sind finlandia oder isdn-gate.

Der Domainname ist die Adresse Ihres Rechners und wird an den Rechnernamen angehängt. Dadurch kann zum Beispiel Email an Ihren Rechner weltweit zugestellt werden. Der Domainname enthält meist, wie eine normale Adresse, zusätzlich Informationen über die Lage. Die Domain oche.de liegt z.B. in Aachen (auf Platt ``Oche''), und ist in Deutschland (``de''), beheimatet. Die Kombination aus Rechner- und Domainname ist weltweit eindeutig. Neben dem Namen kann der Computer noch eine IP-Nummer bekommen, die ebenfalls auf der ganzen Welt eindeutig ist.

Die nächsten Begriffe sind nur für Netzwerke von Bedeutung. Falls Sie also mit Ihrem Computer ins Internet gehen, so wird Ihnen der zuständige Provider die für Sie gültigen Werte mitteilen. Mit Hilfe der Netzwerkmaske und der Broadcast-Adresse wird die Verteilung von Datenpaketen in Ihrem lokalen Netz (LAN/Intranet) und auch im Internet gesteuert.

Das Gateway übernimmt den Transport der Datenpakete in andere Netze, also auch von Ihrem lokalen Netz ins Internet. Bei vielen Internetdiensten geben Sie einen Rechnernamen an. Um nun die Verbindung dorthin aufbauen zu können, benötigt Ihr Computer jedoch die IP-Nummer dieses Rechners. Die Umsetzung von Rechnernamen in eine IP-Nummer übernimmt der Name-Server. Da er für die gesamte Domain zuständig ist, heißt der Dienst Domain Name Service (DNS).

Nun ein paar sehr technische Details, die Sie vielleicht doch nützlich finden: Die Netzwerkprogramme nehmen standardmäßig an, daß sich die IP-Netzwerkadresse durch die bitweise UND-Verknüpfung der IP-Adresse des Rechners und der Netzwerkmaske ergibt. Weiter wird vorausgesetzt, soweit nichts anderes angegeben wird, daß sich die Broadcast-Adresse durch bitweise ODER-Verknüpfung von der IP-Adresse des Rechners und von der bitweisen Negation der Netzwerkmaske ergibt. Eine weitere Annahme ist, daß der Gateway-Rechner gleichzeitig als DNS Server fungiert. Sollten Sie die notwendigen Informationen nicht ermitteln können, so versuchen Sie es doch zunächst mit den Annahmen des Systems. Soweit notwendig können Sie die Einstellungen nach Abschluß der Installation verändern indem Sie /etc/init.d/network editieren (auf einem Debian GNU/Linux-System werden die System-Dienste durch Skripte in /etc/init.d gestartet).


8.13 Basis-System installieren

Wählen Sie nun den Menüpunkt Install the Base System aus. Das System bietet Ihnen verschiedene Medien an, von denen das Basis-System installiert werden kann. Wählen Sie das passende gemäß Ihrer Planung in Installations-Medien auswählen, Abschnitt 6.2 aus.

Wenn Sie sich entschieden haben, von Disketten zu installieren, werden Sie aufgefordert, nacheinander die Disketten base 1 bis 7 bzw. 9 einzulegen. Kommt es bei einer der Disketten zu einem Lesefehler, so müssen Sie den Vorgang nach Austausch der defekten Diskette komplett wiederholen und alle Disketten erneut einlegen. Erst wenn alle Disketten vollständig eingelesen wurden, installiert dbootstrap die Dateien an den vorgesehenen Stellen. Dieses kann auf langsamen Systemen 10 Minuten oder länger dauern. Auf schnelleren brauchen Sie nicht so lange zu warten.

Wenn Sie das Basis-System über NFS installieren, müssen Sie den NFS-Server angeben sowie das Verzeichnis in dem base2_1.tgz liegt. Wenn dieses Probleme verursacht, kontrollieren Sie, ob die Systemzeit auf Ihrem Rechner ungefähr mit der auf dem NFS-Server übereinstimmt. Um die lokale Zeit anzupassen, wechseln Sie auf die zweite Konsole und geben den Befehl rdate nfs-server ein (nfs-server ist der Rechnername oder die IP-Adresse des NFS-Servers).


8.14 Konfiguration des Basis-Systems

Nachdem alle Dateien auf die Festplatte kopiert wurden, die für ein minimales Debian-System benötigt werden, fehlen nur noch einige wenige Einstellungen, bevor das System selbständig läuft. Wählen Sie für diesen Schritt den Menüpunkt Configure the Base System aus.

Zunächst werden Sie nach der Zeitzone befragt. Suchen Sie sich dazu Ihre Zeitzone sowie die Region aus, in der Sie leben. In Deutschland geben Sie zum Beispiel Europe und Berlin, in der Schweiz Europe und Zürich und in Österreich Europe und Vienna ein. Anschließend wählen Sie die aktuelle Zeitzone in einem weiteren Menü aus. Die Zeitzone ist in Mitteleuropa üblicherweise MET

Im nächsten Schritt werden Sie gefragt, ob davon ausgegangen werden soll, daß Ihre Systemuhr auf GMT oder lokaler Zeit eingestellt ist. Wählen Sie GMT aus, wenn nur Linux oder Unix auf Ihren Rechner läuft. Setzen Sie auch DOS/Windows ein, repräsentiert sie wahrscheinlich die lokale Zeit. Unix und Linux belassen GMT in der Systemuhr und verwenden geeignete Software, um die Uhrzeit in die lokale Zeit umzurechnen. Dieses erlaubt Ihnen Sommerzeiten und Schaltjahre korrekt zu berücksichtigen. Zudem können Anwender, die sich aus anderen Zeitzonen in Ihr System einloggen, die Zeitzone ihres Terminals frei vorgeben. Wenn Ihre Systemuhr mit GMT läuft, werden Sie sehen, daß das System die Uhrzeit an den Tagen korrekt verändert, an denen die Sommerzeit anfängt und wieder endet.


8.15 Von der Festplatte booten

Wollen Sie direkt von der Festplatte booten, so werden Sie nach der Aktivierung von Make the Hard Disk Bootable gefragt, ob Sie den master boot record installieren möchten. Antworten Sie mit yes, wenn Sie nicht vorhaben, einen anderen Bootmanager außer LILO zu benutzen. (Dieses ist wahrscheinlich der Fall, wenn Ihnen der Begriff Bootmanager nicht geläufig ist.) Beachten Sie, daß Sie erst einmal kein anderes System (z.B. DOS oder Windows) als Linux booten können, wenn Sie an dieser Stelle mit yes antworten. Wie sie dieses anschließend ändern, lesen Sie in DOS/Windows reaktivieren, Abschnitt 10.3.

Haben Sie die obige Frage mit yes beantwortet, werden Sie nun gefragt, ob Sie Linux automatisch von der Festplatte booten möchten, wenn Sie den Computer einschalten. Damit wird die Linux-Partition als bootfähig markiert. Wenn Sie hier mit no antworten, können Sie dieses später jederzeit mit den Programen fdisk und cfdisk ändern. Unter DOS rufen Sie fdisk /mbr auf, um den DOS-Boot-Block wieder zu installieren. Sie benötigen dann jedoch eine Bootdisk, um wieder zurück zu Debian zu gelangen.

Installieren Sie Linux auf einem anderen Laufwerk als der ersten Festplatte, so stellen Sie bitte sicher, daß Sie eine Bootdiskette erstellen. Die meisten Boot-ROMs (meist Teil des BIOS im Computer) sind nämlich nur in der Lage, den Computer von der ersten Festplatte und nicht von der zweiten zu starten. Dieses Problem läßt sich nach dem Ende der Installation beseitigen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in dem Verzeichnis /usr/doc/lilo.


8.16 Erstellen einer Boot-Diskette

Sie sollten auch dann eine Boot-Diskette erstellen, wenn Sie Ihr System von der Festplatte starten wollen. Es kann schon einmal passieren, daß sich das System von der Festplatte nicht wie vorgesehen booten läßt. In diesem Fall können Sie auf die Boot-Diskette zurückgreifen, die eigentlich immer funktioniert. Wählen Sie also Make a Boot Floppy im Menü aus und legen die leere Diskette, die ordentlich beschriftet ist (zum Beispiel mit Custom Boot), in das Laufwerk ein. Die Diskette darf nicht schreibgeschützt sein, da sie formatiert und beschrieben wird. Aktivieren Sie den Schreibschutz nachdem der Schreibvorgang beendet wurde.


8.17 Der Augenblick der Wahrheit (smoke test)

Dieser Moment wird von Elektro-Ingenieuren als smoke test bezeichnet - was passiert, wenn man ein neues System zum ersten mal einschaltet. Entfernen Sie nun die Disketten aus den Laufwerken und wählen den Menüpunkt Reboot the System aus.

Startet Linux nicht wie gewünscht, dann legen Sie die von Ihnen erstellte Custom Boot-Diskette oder das ursprüngliche Installations-Medium (beispielsweise die Rescue-Disk) ins Laufwerk ein und starten den Rechner neu. Debian sollte nun booten. Sie sollten die gleichen Meldungen wie bei der Erstinstallation sehen, gefolgt von ein paar neuen.

Um Ihr System von der Rescue-Disk zu booten, geben Sie linux root=/dev/hda2 am Prompt ein, wenn Ihr Linux-System auf hda2 installiert ist. Fahren Sie mit der Installation fort. Am Ende der Installation loggen Sie sich bitte erneut ein und rufen Sie das Programm lilo manuell auf. Mit etwas Glück bootet Ihr System anschließend auch wie gewünscht von der Festplatte.


8.18 Eingeben des Root-Paßworts

Dieses Paßwort gehört zum Superuser, also dem Systemverwalter. Dieser Zugang umgeht alle Sicherheitsmechanismen des Systems. Er sollte deswegen ausschließlich zur Systemverwaltung genutzt werden und auch dann nur so kurz wie möglich. Benutzen Sie dieses root-Login auf keinen Fall als Ihren persönlichen Zugang. Deshalb werden Sie als nächstes aufgefordert, sich ein eigenes Login einzurichten. Unter dem Zugang sollten Sie Ihre Arbeit verrichten. Dazu gehört auch das Verschicken und Empfangen von Email.

Sie sollten die Nutzung der Privilegien des Superusers vermeiden, damit Ihnen nicht unbemerkt Viren oder Trojanische Pferde untergeschoben werden können. Diese Trojanische Pferde genannten Programme umgehen durch das Superuser-Recht unbemerkt die Sicherheitsschranken Ihres Systems. Diese Thematik wird in jedem guten Buch zur Unix-Systemadministration genauer beschrieben. Eine gute Nachricht ist sicherlich, daß Linux wesentlich sicherer als andere PC-Betriebssysteme ist. DOS und Windows beispielsweise geben allen Programmen Superuser-Rechte. Deshalb gibt es dort auch soviele Probleme mit Viren.

Alle Paßwörter, die Sie jetzt und in Zukunft vergeben, sollten aus 6 bis 8 Zeichen bestehen und neben großen und kleinen Buchstaben auch Satzzeichen oder Zahlen enthalten.


8.19 Benutzer anlegen

Das System wird Sie nun bitten, einen regulären Benutzer-Account anzulegen. Ein Account berechtigt den Inhaber zur Benutzung des Rechners, er ist durch ein Paßwort geschützt. Wie bereits erläutert, sollten Sie auf keinen Fall den root-Account für Ihre täglichen Arbeiten benutzen. Fehler, die als root gemacht werden, können katastrophale Auswirkungen nach sich ziehen und erfordern unter Umständen die komplette Neuinstallation des Systems. Beachten Sie, daß Sie ein GNU/Linux-System, abgesehen von Spielsystemen, normalerweise niemals neu installieren müssen.

Der Benutzername besteht normalerweise aus dem Spitznamen, dem Vor- oder Nachnamen, oder einer Kombination aus diesen. Angenommen, Ihre Name wäre Jon Smith, dann würden Sie smith, jon, jsmith oder js als Accountnamen verwenden.


8.20 Shadow-Paßwörter

Als nächstes werden Sie gefragt, ob Sie Shadow-Paßwörter aktivieren möchten. Damit wird Ihr System ein bißchen sicherer. Ohne Shadow-Paßwörter werden die Paßwörter (zwar verschlüsselt) in einer Datei gespeichert (/etc/passwd), die von jedem lokalen Benutzer gelesen werden kann. Diese Datei muß für alle Benutzer lesbar sein, da sie wichtige Informationen enthält, wie zum Beispiel die Zuordnung zwischen Benutzernamen und numerischer ID. Daher könnte jeder Benutzer die Paßwörter lesen und versuchen, sie mit der Brute-Force-Methode zu knacken.

In einem System mit Shadow-Paßwörtern werden die Paßwörter in einer zweiten Datei gespeichert (/etc/shadow), die nur root lesen kann. Wir empfehlen daher die Verwendung von Shadow-Paßwörtern.

Sie können diese Entscheidung jederzeit überdenken und die Einstellungen mit dem Programm shadowconfig ändern. Lesen Sie dazu /usr/doc/passwd/README.debian.gz nach der Installation.


8.21 PCMCIA entfernen

Wenn Sie keine Verwendung für PCMCIA haben, dann können Sie dessen Unterstützung an dieser Stelle entfernen. Dadurch wird der Start-Prozeß sauberer und Sie können den Kernel einfacher ersetzen (PCMCIA erfordert viel Übereinstimmung zwischen Kernel und PCMCIA-Treibern und Modulen).


8.22 Vorbereitete Profile auswählen

Das System fragt Sie nun, ob Sie die vorbereiteten Profile nutzen wollen. Sie können immer Paket für Paket entscheiden, was Sie auf Ihrem System installieren möchten. Dieses ist die Aufgabe von dselect, das weiter unten beschrieben wird. Bei ca. 2250 Paketen in Debian kann das jedoch eine aufwendige Sache werden.

Sie können stattdessen Aufgaben oder Profile für Ihr System angeben. Eine Aufgabe ist eine Arbeit, die Sie mit Ihrem System erledigen wollen, zum Beispiel ``Perl programmieren'', ``HTML editieren'' oder ``Chinesische Textverarbeitung''. Sie können verschiedene Aufgaben auswählen. Ein Profil ist eine Kategorie, in die Sie Ihr System einteilen wollen, zum Beispiel ``Netzwerk-Server'' oder ``Persönliche Workstation''. Anders als bei den Aufgaben können Sie nur ein Profil wählen.

Zusammenfassend: Wenn Sie in Eile sind, wählen Sie einfach ein Profil aus. Wenn Sie mehr Zeit haben, wählen Sie das benutzerdefinierte Profil und verschiedene Aufgaben aus. Wenn Sie zuviel Zeit haben, dann wählen Sie alle Pakete einzeln aus und nutzen die volle Kraft von dselect.

Bald werden Sie in dselect einsteigen. Wenn Sie Aufgaben oder Profile ausgewählt haben, dann dürfen Sie den Schritt Select in dselect überspringen, da die Auswahl automatisch getroffen wird.

Ein Warnung bezüglich der Größen der einzelnen Aufgaben so wie sie dargestellt werden. Die Größe einer Aufgabe ist die Summe der Größe ihrer Pakete. Da verschiedene Aufgaben gemeinsame Pakete haben, ist die summierte Größe der ausgewählten Aufgaben immer eine obere Grenze für den tatsächlich benötigten Platz. Das bedeutet, daß Sie wahrscheinlich weniger Platz benötigen als angegeben, sobald Sie mehr als eine Aufgabe auswählen.

Anschließend wird dselect gestartet. Dieses Programm erlaubt es Ihnen, die Pakete auszuwählen, die auf Ihrem System installiert werden sollen. Wenn Sie eine CDROM oder Festplatte mit den Paketen von Debian haben oder wenn Sie direkt und schnell mit dem Internet verbunden sind, dann ist dselect das Programm Ihrer Wahl. Wenn dieses für Sie nicht zutrifft, dann möchten Sie vielleicht dselect jetzt verlassen und später erneut starten, wenn Sie die zu installierenden Pakete auf ihr System transferiert haben. Um dselect benutzen zu können, müssen Sie root sein.

Die Benutzung von dselect wird in Einführung in die Paket-Verwaltung, Kapitel 9 näher beschrieben.


8.23 Einloggen

Nach dem Verlassen des Programms dselect, wird Ihnen der Login-Prompt präsentiert. Das heißt, daß Sie nun Ihren Login-Namen und das zugehörige Paßwort eingeben können und so Zugang zum System erhalten. Von nun an können Sie Ihr Debian GNU/Linux System richtig nutzen. Viel Spaß!


8.24 PPP-Konfiguration

Hinweis: Wenn Sie Debian nicht über eine PPP-Verbindung installieren und/oder eine permanente Verbindung zum Netzwerk besteht, können Sie diesen Abschnitt getrost überspringen.

Das Basis-System enthält ein komplettes PPP-Paket. Dieses Paket erlaubt es Ihnen, eine PPP-Verbindung zu Ihrem Provider (ISP) aufzubauen. Dieser Abschnitt enthält die wichtigsten Instruktionen, um eine PPP-Verbindung aufzusetzen. Die Boot-Disketten enthalten ein Programm namens pppconfig, das Ihnen dabei behilflich sein wird. Wenn es Sie nach dem Namen für die Verbindung fragt, geben Sie provider an.

Das Programm pppconfig wird Sie durch eine streßfreie Konfiguration von PPP geleiten. Sollte dieses Vorhaben scheitern, lesen Sie bitte weiter, um detailierte Instruktionen zu erhalten. Achten Sie auch unbedingt darauf, daß Sie das Schaltfeld OK mit der TAB-Taste aktiviert haben, bevor Sie Enter drücken, da Ihre Angaben sonst nicht akzeptiert werden.

Um PPP konfigurieren zu können, müssen Sie in der Lage sein, unter Unix Dateien zu betrachten und zu editieren. Um Dateien zu betrachten, verwenden Sie das Programm more bzw. zmore bei komprimierten Dateien mit einem .gz-Suffix. Beispiel: Um die Datei README.debian.gz zu betrachten, geben Sie ein:

     zmore README.debian.gz

Das Programm less bzw. zless ist wesentlich komfortabler, jedoch nicht im Basis-System enthalten. Sie sollten das less-Paket auf jeden Fall später installieren. Der einzige Editor im Basis-System ist ae, der sich ebenfalls als vi ausgibt. Er ist einfach zu benutzen, bietet jedoch nur sehr wenige Funktionen eines Editors. Sie können aus einer großen Anzahl von Editoren den passenden auswählen und installieren, wenn Sie mit dselect arbeiten.

Editieren Sie die Datei /etc/ppp/peers/provider und ersetzen Sie dort /dev/modem durch /dev/ttyS#, wobei `#' der Nummer Ihrer seriellen Schnittstelle entspricht, an der das Modem angeschlossen ist. Bitte beachten Sie, daß die Numerierung unter Linux bei 0 beginnt, und unter DOS jedoch mit 1. Das heißt: `COM2' entspricht unter Linux /dev/ttyS1. Als nächstes editieren Sie die Datei /etc/chatscripts/provider und bearbeiten dort die Einträge für die Telefonnummer Ihres Providers, Ihren Usernamen und Ihr Paßwort für den Provider. Bitte löschen Sie nicht den Eintrag `/q' vor dem Paßwort, denn damit wird verhindert, daß Ihr Paßwort in den Log-Dateien auftaucht.

Für die Login-Prozedur bei der Einwahl unterstützen viele Provider PAP oder CHAP anstelle der Anmeldung im Textmodus. Manche Provider unterstützen beides. Wenn Ihr Provider CHAP bzw. PAP benötigt, müssen Sie stattdessen wie folgt vorgehen. Kommentieren Sie in der Datei /etc/chatscripts/provider alles aus, was hinter dem dialing string (dieser beginnt mit ATDT) steht. Modifizieren Sie die Datei /etc/ppp/peers/provider wie oben beschrieben und fügen Sie Ihren Benutzernamen user name hinzu, wobei name Ihr Benutzername beim Provider ist. Dann editieren Sie die Datei /etc/pap-secrets bzw. /etc/chap-secrets und tragen dort Ihr Paßwort für den Provider ein.

In der Datei /etc/resolv.conf tragen Sie die IP-Adresse des Domain name servers (DNS) Ihres Providers ein. Die Zeilen in /etc/resolv.conf haben folgendes Format:

     nameserver xxx.xxx.xxx.xxx

Dabei stehen die `xxx' für die IP Adresse des Domain Name Servers.

Falls Ihr Provider eine der üblichen Login Prozeduren verwendet, ist die PPP Konfiguration hiermit erledigt. Zum Starten einer PPP-Verbindung verwenden Sie das Kommando pon. Mit dem Kommando plog können Sie den Status der PPP Verbindung beobachten. Das Kommando poff trennt die PPP Verbindung.


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Debian GNU/Linux 2.1 installation; Für Intel x86
version 2.1.11, 28 August, 1999
Bruce Perens
Sven Rudolph
Igor Grobman
James Treacy
Adam Di Carlo
Christian Leutloff
Alexander Harderer
Philipp Frauenfelder
Martin Schulze