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Debian GNU/Linux 2.1 installation; Für Intel x86 - Kapitel 6
Installationsmethoden für Debian


6.1 Einführung

Die Installation von Debian läßt sich von den folgenden Medien beginnen: Disketten, Festplatte oder CDROM. Hat die Installation begonnen, können weitere Daten zusätzlich via FTP oder NFS angefordert werden. Wie das im einzelnen funktioniert, wird im folgenden näher erläutert.

Wenn Sie sich bis hierher vorgearbeitet haben, dann sind im wesentlichen noch die folgenden Schritte durchzuführen (wie in Organisation dieses Textes, Abschnitt 1.4 beschrieben):

  1. Booten des Systems
  2. Erste Konfiguration, um die Installation vorzubereiten
  3. Basis-System installieren
  4. Basis-System booten und konfigurieren
  5. Restliches System installieren

Der erste Schritt aus der obigen Liste wird im allgemeinen mit der Notfall-Diskette oder der bootfähigen CDROM erledigt. (siehe Booten des Installations-Systems, Kapitel 7) Wenn Sie auf diese Weise Linux gestartet haben, erscheint das dbootstrap-Programm und wird Sie durch die weitere Installation führen. (siehe Schrittweise Konfiguration des Systems, Kapitel 8)

Nachdem einige Einstellungen vorgenommen wurden, installiert dbootstrap das sogenannte Basis-System. Dieses ist eine Auswahl von Paketen, die benötigt werden, um ein minimales Debian GNU/Linux selbständig zu starten. Wenn Sie das Basis-System installiert und konfiguriert haben, kann Ihr Computer bereits auf eigenen Füssen stehen. Das Basis-System kann von folgenden Medien installiert werden: Disketten, Festplatte, CDROM oder via NFS-Dateisystem. Die Einzelheiten übernimmt dbootstrap für Sie. (siehe Basis-System installieren, Abschnitt 8.13)

Nachdem das Basis-System installiert und konfiguriert ist, muß der Rest von Debian GNU/Linux installiert werden. Darin enthalten sind Anwendungen und Dokumente, die Sie auf Ihrem Computer verwenden werden, so wie das X11-System, Editoren, Entwicklungs-Umgebungen etc. Dieser Teil von Debian wird von CDROM, dem Internet oder Intranet (HTTP, FTP, NFS) installiert. Für diesen Schritt werden Sie die Standard-Werkzeuge für das Paket-Management von Debian verwenden: dselect oder apt-get. (siehe Einführung in die Paket-Verwaltung, Kapitel 9)

Während des Installationsvorgangs werden die Daten von jeder Diskette einzeln angefordert, sodaß sie auch auf unterschiedlichen Medien vorliegen dürfen. Das bedeutet zum Beispiel, daß Sie zum Starten des Installationsvorganges den Rechner von einer Diskette booten, die folgenden Daten (driver-Diskette, base-Diskette) dann jedoch von CDROM installieren können. Dazu liegen die Disketten teilweise in verschiedenen Dateiformaten vor: Zum einen als Disketten-Images, welche direkt auf eine Diskette geschrieben werden, zum anderen als Archive (tar), welche von der CDROM oder per NFS gelesen werden.

Die Installationsdisketten sind in drei verschiedene Serien unterteilt: Die Notfall-Diskette (rescue), die Treiberdiskette (driver) sowie die Basisdisketten (base). Zusätzlich existiert noch eine lowmem-Diskette für Systeme mit wenig Arbeitsspeicher.

Ab der Version 2.1 von Debian GNU/Linux werden nicht ausschließlich englisch-sprachige Bootdisketten zur Verfügung gestellt. Die Entwickler haben die Texte, die während der Installation angezeigt werden in verschiedene Sprachen (Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch etc.) übersetzt. Daher liegen in einem entsprechenden Unterverzeichnis weitere Installationsdisketten (rescue) in der jeweiligen Sprache. Dieser Text verweist der Einfachheit halber jedoch weiterhin auf die Englischen Disketten (und damit auf die englischen Texte).

Der nächste Abschnitt enthält eine Liste der Dateien, welche Sie im disks-i386 Verzeichnis finden. Es ist nicht nötig, daß Sie alle Dateien herunterladen bzw. auf Diskette spielen, sondern nur diejenigen, die Sie für Ihre Installation benötigen. Die Installationsdisketten liegen sowohl in einem Format für 1,44 MB Laufwerke vor, als auch für die älteren 1,2MB Laufwerke. Die Dateien für die 1,44MB Laufwerke enthalten eine ``14'' im Dateinamen, die Dateien für die 1,2MB Laufwerke enthalten eine ``12'' im Dateinamen.


6.2 Installations-Medien auswählen

Zuerst sollten Sie die Medien auswählen, von denen Sie das Installations-System booten möchten. Als nächstes wählen Sie die Methode, um das Basis-System zu installieren.


6.2.1 Boot-Medium auswählen

Um das Installations-System zu booten haben Sie folgende Auswahl: Disketten, bootfähige CDROM oder ein Lade-Programm aus DOS.

Disketten
Besorgen Sie sich die Images für die rescue- und driver-Disketten und erzeugen Sie daraus Boot-Disketten wie in Schreiben der Disketten-Images auf Diskette, Abschnitt 6.9 beschrieben.

CDROM
Das ist eine der einfachsten Möglichkeiten für die Installation. Wenn Sie Pech haben und der Kernel auf der CDROM für Sie nicht funktioniert, dann müssen Sie jedoch auf eine anderen Methode zurückgreifen. Die Installation von CDROM ist in Installation von CDROM, Abschnitt 6.5 beschrieben.

Lade-Programm aus DOS
Das ist oft eine sehr bequeme Methode, in der Linux direkt von DOS aus gestartet wird, siehe Installation von DOS aus starten, Abschnitt 6.4.1.


6.3 Überblick über die Installationsdateien

Sie erhalten die Dateien vom FTP Server bzw. einem der gespiegelten Mirror FTP Server (siehe Anhang Bezugsquellen für die Debian GNU/Linux Distribution (README.mirrors), Abschnitt 12.1.2). Sämtliche Installationsdateien befinden sich ebenfalls auf der Debian CDROM im Verzeichnis .../dists/slink/disks-i386/current/.

resc1440.bin, resc1440tecra.bin, resc1200.bin: Images für die Notfall-Disketten (rescue, verschiedene Typen).
Hierbei handelt es sich um die Notfall-Diskette. Sie wird sowohl für die Erstinstallation verwendet, als auch für den Fall, daß Ihr System aus irgendeinem Grund nicht mehr von alleine bootet. Darum sollten Sie auf jeden Fall eine Notfall-Diskette anlegen, auch wenn Sie nicht von Diskette installieren wollen. Das `tecra'-Image ist eine alternatives Image für solche, die mit den Standard-Disketten Mühe haben (vor allem für Notebooks).

drv1440.bin, drv1440tecra.bin, drv1200.bin: Image für Treiberdiskette (driver)
Die Treiberdiskette enthält die Kernelmodule bzw. Treiber, die nicht für den unmittelbaren Bootvorgang notwendig sind. Während des Installationsvorgangs werden Sie nach den Treibern gefragt, die für Ihr System notwendig sind.

base2_1.tgz oder base14-1.bin, base14-2.bin, base14-3.bin, base14-4.bin, base14-5.bin, base14-6.bin, base14-7.bin oder base12-1.bin, base12-2.bin, base12-3.bin, base12-4.bin, base12-5.bin, base12-6.bin, base12-7.bin, base12-8.bin, base12-9.bin : Das Basis-System
Diese Dateien enthalten das Basis-System, das bei der Installation auf Ihre Linux Partition installiert wird. Das Basis-System wird benötigt, um die restliche Installation durchführen zu können. base2_1.tgz ist ein komprimiertes Archiv des Basis-Systems, das verwendet wird, wenn Sie nicht von Diskette installieren, sondern von CDROM oder via NFS, base14-x.bin (mit x = 1..7) sind die sieben Diskettenimages für 1,44 MB Disketten und base12-x.bin (mit x = 1..8) sind die acht Diskettenimages für 1,2 MB Disketten.

root.bin: Image für temporäres Dateisystem
Diese Datei enthält ein Image des temporären Dateisystems, welches während der Installation in den Speicher geladen wird, wenn Sie von der Festplatte bzw. CDROM installieren. Diese Datei enthält das komplette komprimierte Dateisystem, das auch auf den Bootdisketten enthalten ist. Wenn Sie Programme austauschen, muß es mit gunzip dekomprimiert werden. Anschließend können Sie es via Loopback ins System montieren (mount -o loop -t minix root.bin /mnt), verändern, mit gzip komprimieren und wieder auf die Bootdiskette schreiben.

lowmem.bin: Image für die Notfall-Diskette (lowmen, rescue)
Hierbei handelt es sich um die Notfall-Diskette, jedoch für Rechner mit wenig Arbeitsspeicher. Sie wird sowohl für die Erstinstallation verwendet, als auch für Notfälle, in denen Sie Ihr System aus irgendeinem Grund von Diskette booten müssen.

rawrite2.exe: Ein DOS-Programm zum Schreiben der Diskette-Images
Mit dem Programm rawrite2.exe werden unter DOS die Disketten-Images auf eine Diskette gespielt. Sie dürfen die Imagedateien (*.bin) nicht direkt auf die Disketten kopieren, sondern müssen dieses Programm dafür verwenden.

loadlin.exe: Linux Boot Loader für DOS
Sie benötigen den Bootloader loadlin.exe, wenn Sie die Installation von DOS aus durchführen. Siehe Installation von DOS aus starten, Abschnitt 6.4.1.

install.bat: DOS-Batchdatei zum Starten der Installation unter DOS
Sie benötigen die DOS-Batchdatei install.bat, wenn Sie die Installation von DOS aus durchführen. install.bat verwendet loadlin.exe. Siehe Installation von DOS aus starten, Abschnitt 6.4.1.

linux: Linux-Kernel Image
Sie benötigen das Linux-Kernel Image linux, wenn Sie die Installation von DOS aus durchführen.

install.txt, install.html: Installationsanleitung
Das englischsprachige Original zu dieser Installationsanleitung.

cfdisk.txt, fdisk.txt
Die Bedienungsanleitung für die Programme zum Partitionieren der Festplatte: cfdisk und fdisk.

basecont.txt
Enthält eine Inhaltsangabe des Basis-Systems.


6.4 Installation von der Festplatte


6.4.1 Installation von DOS aus starten

Es ist möglich, Debian von DOS aus von einer schon installierten DOS-Partition oder eingelegten CDROM auf demselben System zu installieren. So gehen Sie vor:

  1. Besorgen Sie sich die folgenden Dateien und kopieren Sie diese in ein Verzeichnis auf Ihrer DOS Partition: resc1440.bin, drv1440.bin, base2_1.tgz, root.bin, linux, install.bat und loadlin.exe.
  2. Booten Sie DOS (nicht Windows) ohne irgendwelche Treiber. Dazu müssen Sie einfach im richtigen Augenblick F8 drücken.
  3. Rufen Sie anschließend install.bat auf.
  4. Fahren Sie mit Booten des Installations-Systems, Kapitel 7 fort.


6.4.2 Installation von einer Linux-Partition

Sie können Debian auch von einer ext2fs-Partition her installieren. Das ist nützlich, wenn Sie ihr bisheriges Linux-System durch Debian GNU/Linux ersetzen wollen.

Beachten Sie, daß die Partition von der Sie installieren nicht die gleiche sein sollte, auf die Sie installieren.

  1. Besorgen Sie sich die folgenden Dateien und kopieren Sie diese in ein Verzeichnis auf Ihrer Linux-Partition: resc1440.bin, drv1440.bin und base2_1.tgz.
  2. Schreiben Sie das Image für die Notfall-Diskette (rescue) auf eine Diskette wie in Schreiben der Disketten-Images auf Diskette, Abschnitt 6.9 gezeigt.
  3. Booten Sie Ihren Computer mit der Notfall-Diskette neu.
  4. Fahren Sie mit Booten des Installations-Systems, Kapitel 7 fort.


6.5 Installation von CDROM

Höchstwahrscheinlich werden Sie Debian GNU/Linux von der offiziellen Debian CDROM installieren. Im einfachsten Fall booten Sie das Installationsprogramm direkt von der CDROM. Dazu muß allerdings das BIOS Ihres Rechners entsprechend konfiguriert sein (siehe Boot-Laufwerk bestimmen, Abschnitt 4.4.3). Legen Sie die erste CDROM ins Laufwerk und booten Sie. Wenn Sie ein System haben, das tecra-Images benötigt, dann verwenden Sie die zweite CDROM anstelle der ersten. Fahren Sie mit Booten des Installations-Systems, Kapitel 7 fort.

Falls Ihre Hardware nicht in der Lage ist, von CDROM zu booten, sollten Sie DOS booten und boot.bat aus dem Verzeichnis \boot auf der CDROM ausführen. Fahren Sie mit Schrittweise Konfiguration des Systems, Kapitel 8 fort.


6.6 Installation über NFS

Systembedingt können Sie nur das Basis-System mit dieser Methode installieren. Sie müssen also die Nofall- und Treiber-Disketten (rescue und driver) lokal vorliegen haben und eine der obigen Methoden benutzen. Um das Basis-System über NFS zu installieren, müssen Sie nach Schrittweise Konfiguration des Systems, Kapitel 8 vorgehen, Sie dürfen allerdings nicht vergessen, die Module (Treiber) für Ihre Netzwerk-Karte und für NFS (ein Dateisystem) zu installieren.

Wenn dbootstrap Sie fragt, wo das Basis-System zu finden ist (Basis-System installieren, Abschnitt 8.13), wählen Sie NFS aus und folgen den Anweisungen.


6.7 Installation von Disketten

Die Installation von Disketten ist nicht empfehlenswert, denn Disketten sind inzwischen sehr störanfällige Medien. Die Installation von Disketten wird dann durchgeführt, wenn keine der obigen Methoden möglich ist.

So gehen Sie vor:

  1. Besorgen Sie sich folgende Image-Dateien (Beschreibung siehe Überblick über die Installationsdateien, Abschnitt 6.3):
  2. Besorgen Sie sich genügend Disketten.
  3. Beschreiben Sie die Disketten wie in Schreiben der Disketten-Images auf Diskette, Abschnitt 6.9 beschrieben.
  4. Booten Sie mit der Notfall-Diskette Ihren Computer neu.
  5. Folgen Sie Booten des Installations-Systems, Kapitel 7.


6.8 Installation auf Systemen mit wenig Arbeitsspeicher

Wenn Ihr System weniger als 5MB Hauptspeicher besitzt, dann sollten Sie die spezielle Bootdiskette lowmem.bin benutzen. Dieses Disketten-Image muß wie im folgenden Abschnitt beschrieben auf Diskette geschrieben werden. Weitere Hinweise finden Sie in Rechner mit wenig Hauptspeicher (RAM), Abschnitt 7.4.


6.9 Schreiben der Disketten-Images auf Diskette

Bei den Disketten-Images handelt es sich um Dateien, die den gesamten Inhalt einer Diskette in roher Form enthält. Disketten-Images wie z.B. resc1440.bin dürfen nicht einfach auf eine Diskette kopiert werden. Ein spezielles Programm muß stattdessen benutzt werden, um das Image 1:1 auf die Diskette zu schreiben. Dieses ist nötig, da der Inhalt Sektor für Sektor auf die Diskette kopiert werden muß.

Es gibt je nach verwendeter Plattform verschiedene Techniken, aus den Disketten-Images fertige Disketten zu erzeugen. Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie die Disketten auf unterschiedlichen Plattformen erzeugen.

Unabhängig davon, welche Methode Sie benutzen, um die fertigen Disketten zu erzeugen, sollten Sie daran denken, den Schreibschutz zu aktivieren, nachdem Sie die Diskette geschrieben haben.


6.9.1 Linux- oder UNIX-Rechner

Um die Disketten-Images auf eine Diskette zu schreiben, müssen Sie unter Debian in der Gruppe disk sein, oder als root arbeiten. Legen Sie dazu eine gute, leere Diskette in das Diskettenlaufwerk ein und benutzen Sie den Befehl:

     dd if=Dateiname of=/dev/fd0 bs=512 conv=sync ; sync

Dateiname ist dabei der Name eines Disketten-Images. /dev/fd0 ist der üblicherweise benutze Name für das erste Diskettenlaufwerk. Wenn Sie unter einem anderen Unix-System arbeiten, kann er anders lauten. (auf Solaris ist es beispielsweise /dev/fd/0) Der obige Befehl wird eventuell beendet, bevor Unix die Daten tatsächlich auf die Diskette geschrieben hat. Achten Sie daher auf das Aktivitäts-Lämpchen am Laufwerk, bevor Sie die Diskette herausnehmen. Auf einigen Systemen müssen Sie einen speziellen Befehl aufrufen, um die Diskette aus dem Laufwerk auswerfen zu lassen. (auf Solaris benutzen Sie dazu eject).

Manche Systeme mounten eingelegte Disketten automatisch. Um die Disketten sektorweise beschreiben zu können, müssen Sie diese Eigenschaft ausschalten. Das Beschreiben mit den Image-Dateien ist nur im sogenannten raw mode der Diskettenlaufwerke möglich. Wie Sie dieses erreichen, ist abhängig vom verwendeten Betriebssystem. Stellen Sie unter Solaris sicher, daß vold nicht läuft. Fragen Sie dazu ggf. Ihren Systemadministrator.


6.9.2 DOS-, Windows- oder OS/2-Rechner

Sie finden das Programm rawrite2.exe im selben Verzeichnis wie die Image-Dateien. Dort finden Sie auch die Textdatei rawrite2.txt, welche weitergehende Erläuterungen zu rawrite2.exe enthält.

Um die Installationsdisketten zu erstellen, also die Image-Datei auf die Diskette zu kopieren, geben Sie den folgenden Befehl ein:

     rawrite2 -f Dateiname -d Laufwerk

Als Dateiname geben Sie den Namen der Image-Datei an und als Laufwerk den gewünschten Laufwerksbuchstaben. So können Sie beispielsweise die Root-Diskette beschreiben, die in Ihrem A:-Laufwerk liegt:

     rawrite2 -f root.bin -d a:


6.9.3 Zuverlässigkeit von Diskettenlaufwerken

Das größte Problem bei der Erstinstallation eines Linux-Systems scheint das Diskettenlaufwerk zu sein.

Die erste Diskette (rescue) ist diejenige mit den größten Problemen, weil sie mit Hilfe des BIOS gelesen wird. Dabei zeigt sich, daß das BIOS die Disketten nicht so zuverlässig lesen kann, wie es der Linux-Treiber zu tun pflegt. In Extremfällen beendet das BIOS einfach den Lesevorgang ohne einen Hinweis zu geben, wenn es nicht einwandfreie Daten einliest. Auch bei den späteren Disketten kann es zu Problemen kommen. Ein typisches Kennzeichen ist es, wenn der Bildschirm mit disk I/O error-Meldungen gefüllt wird.

Wird Ihr Installationsvorgang einmal bei einer bestimmten Diskette unterbrochen, dann sollten Sie sich als erstes das zugehörige Disketten-Image erneut besorgen und auf eine andere Diskette schreiben. Die alte Diskette einfach zu formatieren ist nicht immer ausreichend, auch wenn sie scheinbar fehlerfrei zu formatieren und zu beschreiben ist. Manchmal hilft es auch, die Disketten auf einem anderen Rechner zu beschreiben.

Ein Benutzer hat berichtet, daß er die Images dreimal auf Disketten schreiben mußte, bevor eine funktioniert hat. Anschließend war alles prima mit der dritten Diskette.

Andere Benutzer haben berichtet, daß einfaches Neustarten des Rechners mit der gleichen Diskette ebenfalls zu einem erfolgreichen Booten führen kann. Der Grund dafür liegt in fehlerhafter Hard- oder Firmware des Laufwerks.


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Debian GNU/Linux 2.1 installation; Für Intel x86
version 2.1.11, 28 August, 1999
Bruce Perens
Sven Rudolph
Igor Grobman
James Treacy
Adam Di Carlo
Christian Leutloff
Alexander Harderer
Philipp Frauenfelder
Martin Schulze