6.2. Einführung in die Komponenten

Hier ist eine Liste der Installer-Komponenten mit einer kurzen Beschreibung ihrer Aufgabe. Details über die Verwendung einer speziellen Komponente finden Sie im Abschnitt 6.3, „Die einzelnen Komponenten“.

main-menu (Hauptmenü)

Zeigt die Liste der Komponenten während des Installationsvorgangs an und startet eine ausgewählte Komponente, wenn diese aktiviert wird. Die Fragen des Hauptmenüs sind auf die Prioritätsstufe „medium“ gesetzt, so dass Sie dieses Menü nicht sehen, wenn die Prioritätsstufe auf „high“ oder „critical“ steht („high“ ist der Standard). Wenn andererseits ein Fehler auftritt, der einen Eingriff von Ihnen verlangt, kann die Prioritätsstufe vorübergehend herabgesetzt werden, um Ihnen zu ermöglichen, das Problem zu lösen; in diesem Fall kann das Menü erscheinen.

Sie können zum Hauptmenü gelangen, indem Sie wiederholt den Zurück-Button drücken, um die derzeit laufende Komponente abzubrechen.

localechooser (Lokalisierungsauswahl)

Erlaubt dem Benutzer, Lokalisierungs-Optionen für die Installation und das zu installierende System auszuwählen: Sprache, Land und Locale-Code. Der Installer wird Meldungen in der gewählten Sprache anzeigen (außer die Übersetzung für diese Sprache ist nicht komplett; in diesem Fall könnten einige Meldungen in Englisch angezeigt werden).

kbd-chooser (Tastatur-Auswahl)

Zeigt eine Liste von Tastaturmodellen, aus der der Benutzer das passende auswählt.

hw-detect (Hardware-Erkennung)

Erkennt automatisch den überwiegenden Teil der System-Hardware inklusive Netzwerkkarten, Laufwerken und PCMCIA.

cdrom-detect (Suche nach einer Debian-CD)

Sucht eine Debian-Installations-CD und bindet sie ein.

netcfg (Netzwerkkonfiguration)

Konfiguriert die Netzwerkverbindungen des Computers, damit er über das Netzwerk kommunizieren kann.

iso-scan (Suche nach ISO-Dateisystemen)

Sucht auf Festplatten nach ISO-Dateisystem-Abbildern (.iso-Dateien).

choose-mirror (Auswahl eines Debian-Spiegel-Servers)

Zeigt eine Liste von Debian-Archivspiegel-Servern an. Der Benutzer kann hier die Quelle für seine Installationspakete auswählen.

cdrom-checker (Überprüfung der CD)

Überprüft die Integrität (Unversehrtheit) einer CD-ROM. Hiermit kann man sich davon überzeugen, dass die Installations-CD nicht defekt ist oder korrumpiert wurde.

lowmem (Erkennung von zu wenig Arbeitsspeicher)

Lowmem versucht, Systeme mit zu wenig Arbeitsspeicher zu erkennen und vollführt einige Kunststücke, um unnötige Teile des debian-installer aus dem Speicher zu entfernen (allerdings auf Kosten einiger Funktionen).

anna (Ein Tool zur Paketinstallation)

Anna's Not Nearly APT („Anna ist nicht wirklich APT“, ein APT-Ersatz für die Installation). Installiert Pakete, die von dem ausgewählten Spiegel-Server oder von der CD geholt wurden.

user-setup (Benutzer einrichten)

Legt das root-Passwort fest und fügt dem System einen normale Benutzer hinzu.

clock-setup (Uhr konfigurieren)

Aktualisiert die Systemuhr und legt fest, ob die Uhr auf UTC (Universal Coordinated Time, koordinierte Weltzeit) eingestellt ist oder nicht.

tzsetup (Zeitzone einrichten)

Wählt die Zeitzone, basierend auf dem vorher angegebenen Wohnort.

partman (Festplattenpartitionierer)

Ermöglicht dem Benutzer, die am System angeschlossenen Festplatten zu partitionieren, Dateisysteme darauf zu erstellen und sie an den Einhängepunkten einzubinden. Es sind interessante Features enthalten, wie ein komplett automatischer Modus oder LVM-Unterstützung. Dies ist das bevorzugte Partitionierungsprogramm unter Debian.

partitioner (Noch ein Partitionierer)

Ermöglicht dem Benutzer, die an das System angeschlossenen Platten zu partitionieren. Ein von der Architektur Ihres Computers abhängiges Partitionierungsprogramm wird verwendet.

partconf (Dateisysteme erstellen)

Zeigt eine Liste von Partitionen an und erzeugt Dateisysteme auf den ausgewählten Partitionen entsprechend den Benutzereingaben.

partman-lvm (Konfigurieren von LVM)

Unterstützt den Benutzer bei der Konfiguration des LVM (Logical Volume Manager).

mdcfg (Software-RAID einrichten)

Erlaubt dem Benutzer, ein Software-RAID (Redundant Array of Inexpensive Disks) einzurichten. Dieses Software-RAID ist den billigen IDE-(Pseudo-Hardware) RAID-Controllern, die man auf neueren Motherboards finden, für gewöhnlich überlegen.

base-installer (Basissystem installieren)

Installiert die grundlegendsten Pakete, die dem Computer nach dem Neustart den Betrieb unter Debian GNU/Linux ermöglichen.

apt-setup (apt konfigurieren)

Konfiguriert apt überwiegend automatisch, basierend darauf, von welchem Medium der Installer läuft.

pkgsel (Paketauswahl)

Benutzt tasksel, um Auswahl und Installation zusätzlicher Software zu ermöglichen.

os-prober (Andere Betriebssysteme erkennen)

Erkennt bereits installierte Betriebssysteme auf dem Rechner und leitet diese Informationen an den bootloader-installer weiter, der Ihnen die Möglichkeit gibt, erkannte Betriebssysteme zum Startmenü des Bootloaders hinzuzufügen. Auf diese Weise kann der Benutzer auf einfachste Weise beim Booten auswählen, welches Betriebssystem gestartet werden soll.

[bootloader]-installer (Installation des Bootloaders)

Die verschiedenen Bootloader-Installer (diese unterscheiden sich architekturabhängig geringfügig) installieren alle ein Bootloader-Programm auf der Festplatte, welches zum Starten des Computers unter Linux ohne Verwendung einer Diskette oder CD-ROM notwendig ist. Viele Bootloader erlauben dem Benutzer die Auswahl eines alternativen Betriebssystems bei jedem Start des Computers.

shell (Starten einer Shell/Eingabeaufforderung)

Erlaubt dem Benutzer das Ausführen einer Shell aus dem Menü oder auf der zweiten Konsole.

save-logs (Logdateien sichern)

Bietet dem Benutzer die Möglichkeit, bei Problemen Informationen auf einer Diskette, über Netzwerk auf einem entfernten Laufwerk, auf Festplatte oder auf einem anderen Medium abzuspeichern, um den Debian-Entwicklern später präzise von Probleme mit der Installer-Software berichten zu können.