4.4. Dateien vorbereiten für das Booten von Festplatte

Der Installer kann von Dateien auf einer bestehenden Festplattenpartition gebootet werden, entweder von einem anderen Betriebssystem aus oder direkt vom BIOS mittels eines Bootloaders.

Man kann eine komplette reine Netzwerk-Installation auf diese Weise durchführen. Dies vermeidet das ganze Theater mit den Wechselmedien, wie das Auffinden und Brennen von CD-Images oder den Kampf mit den vielen oder mit defekten Floppy-Disks.

Der Installer kann jedoch nicht von Dateien auf einem HFS+-Dateisystem booten. Systeme mit MacOS 8.1 und höher benutzen unter Umständen ein Dateisystem im Format HFS+; NewWorld-PowerMacs benutzen alle HFS+. Um herauszufinden, ob Ihr Dateisystem vom Typ HFS+ ist, verwenden Sie Get Info für die fragliche Partition. HFS-Dateisysteme erscheinen als Mac OS Standard, während HFS+ Mac OS Extended ausgeben. Sie benötigen eine HFS-Partition, um Dateien zwischen MacOS und Linux auszutauschen, speziell die Installationsdateien, die Sie herunterladen.

Es werden unterschiedliche Programme benutzt, um das Installationssystem von Festplatte zu booten, abhängig davon, ob es ein NewWorld- oder ein OldWorld-Modell ist.

4.4.1. Booten des Installers von Festplatte auf OldWorld-Macs

Die boot-floppy-hfs-Diskette benutzt miBoot, um die Linux-Installation zu starten, aber miBoot kann nicht so einfach verwendet werden, um von Festplatte zu booten. BootX, von MacOS aus gestartet, unterstützt aber das Booten von Dateien, die auf Festplatte liegen. BootX kann ebenso genutzt werden, um ein Dual-Boot-System mit MacOS und Linux zu starten, nachdem die Debian-Installation beendet ist. Auf dem Performa 6360 ist es scheinbar so, dass quik nicht in der Lage ist, die Festplatte bootfähig zu machen. Deswegen wird auf diesem System BootX benötigt.

Laden Sie die BootX-Distribution von http://penguinppc.org/projects/bootx/ herunter und entpacken Sie sie (BootX ist ebenfalls im Verzeichnis dists/woody/main/disks-powerpc/current/powermac eines Debian-HTTP- oder FTP-Spiegel-Servers verfügbar sowie auf offiziellen Debian-CDs). Benutzen Sie Stuffit Expander, um das Archiv zu entpacken. In diesem Paket gibt es einen leeren Ordner namens Linux Kernels. Laden Sie die Dateien linux.bin und ramdisk.image.gz aus dem disks-powerpc/current/powermac-Verzeichnis herunter und speichern Sie sie im Verzeichnis Linux Kernels ab. Legen Sie dann das Verzeichnis Linux Kernels im aktiven Systemverzeichnis ab.

4.4.2. Booten des Installers von Festplatte auf NewWorld-Macs

NewWorld-PowerMacs unterstützen das Booten per Netzwerk oder von einer ISO9660-CD-ROM, können aber auch ELF-Binär-Dateien direkt von der Festplatte laden. Diese Maschinen starten Linux direkt über yaboot, das einen Kernel und eine RAM-Disk von einer EXT2-Partition laden kann. Ebenso ist yaboot dual-boot-fähig mit MacOS. Den Installer von Festplatte zu booten, ist auf neueren Maschinen ohne Floppy-Laufwerk die am ehesten geeignete Methode. BootX wird hier nicht unterstützt und sollte auf NewWorld-PowerMacs nicht benutzt werden.

Kopieren (nicht verschieben) Sie die folgenden vier Dateien, die Sie bereits vorher von einem Debian-Archiv heruntergeladen haben, in das Root-Verzeichnis Ihrer Festplatte: (Sie können dies auch erledigen, indem Sie jede Datei per Maus auf das Festplatten-Icon fallen lassen und dabei die Option-Taste gedrückt halten.)

  • vmlinux

  • initrd.gz

  • yaboot

  • yaboot.conf

Notieren Sie sich die Partitionsnummer der MacOS-Partition, auf der Sie die Dateien abgespeichert haben. Wenn Sie das MacOS-Programm pdisk installiert haben, können Sie mittels der Tastenfunktion L die Partitionsnummer herausfinden. Sie benötigen diese Nummer, wenn Sie den Boot-Befehl am OpenFirmware-Prompt eingeben, um den Installer zu starten.

Um jetzt den Installer zu booten, machen Sie bei Abschnitt 5.1.2.2, „NewWorld-Macs über OpenFirmware booten“ weiter.