C.5. Debian-Partitionierungsprogramme

Es wurden mehrere Variationen der Partitionierungsprogramme von den Entwicklern in Debian eingepflegt, um mit verschiedenen Festplattentypen und Rechnerarchitekturen funktionieren zu können. Hier eine Liste der Programme, die für Ihre Architektur verfügbar sind:

partman

Das bevorzugte Partitionierungswerkzeug in Debian. Dieses Schweizer Messer unter den Partitionierungsprogrammen kann auch die Größe von bestehenden Partitionen verändern sowie Dateisysteme erstellen und die Einbindungspunkte zuweisen.

fdisk

Der Original-Linux-Festplatten-Partitionierer, gut für Gurus.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie bestehende FreeBSD-Partitionen auf Ihrem Rechner haben. Die Installationskernel bieten Unterstützung für diesen Partitionstyp, aber die Art und Weise, wie fdisk sie darstellt (oder eventuell nicht), kann verursachen, dass sich die Gerätebezeichnungen unterscheiden. Lesen Sie dazu das Linux+FreeBSD-HowTo.

Eines dieser Programme wird standardmäßig gestartet, wenn Sie Eine Festplatte partitionieren (oder ähnliches) wählen. Es könnte möglich sein, ein anderes Programm auf der zweiten virtuellen Konsole VT2 zu benutzen, aber dies wird nicht empfohlen.

C.5.1. Partitionierung auf SPARC-Systemen

Vergewissern Sie sich, dass Sie ein Sun-Disklabel auf Ihrer Boot-Festplatte erstellen. Das ist das einzige Partitionsschema, das das OpenBoot-PROM versteht, und damit das einzige Schema, von dem Sie booten können. Mit dem Tastenkürzel s in fdisk können Sie Sun-Disklabels erstellen.

Auf SPARC-Festplatten vergewissern Sie sich weiterhin, dass Ihre erste Festplattenpartition bei Zylinder 0 anfängt. Da dies zwingend notwendig ist, bedeutet es auch, dass die erste Partition die Partitionstabelle und den Boot-Block enthalten wird, was die ersten beiden Sektoren der Festplatte sind. Sie dürfen als erste Partition keine Swap-Partition erzeugen, da diese die ersten Sektoren der Partition nicht unverändert beibehalten. Sie können stattdessen ext2- oder UFS-Partitionen erstellen; diese werden die Partitionstabelle und den Boot-Block unbehelligt lassen.

Es wird außerdem dazu geraten, den Typ der dritten Partition auf Whole disk (Typ 5, gesamte Festplatte) zu setzen, so dass sie die komplette Festplatte umfasst (vom ersten bis zum letzten Zylinder). Dies ist nur eine Festlegung des Sun-Disklabels und hilft dem Bootloader SILO, die Orientierung zu behalten.