Das Thema dieses Kapitels ist das Booten des Installations-Systems von Debian GNU/Linux von verschiedenen Medien: von einer CD-ROM, von Disketten, einer Partition einer Festplatte oder einem anderen Rechner im lokalen Netzwerk.
Die Konsolen-Firmware befindet sich in einem Flash-ROM und wird beim Start oder Neustart eines Alpha-Systems geladen und ausgeführt. Es gibt zwei verschiedene Spezifikationen der Alpha-Konsole und somit zwei verscheidene Fimrware-Arten:
Aus der Sicht des Benutzers liegt der wichtigste Unterschied zwischen SRM und ARC in den unterschiedlichen Einschränkungen bei der Wahl der Partitionierungsart der Festplatte, von der gebootet werden soll.
ARC benötigt eine MS-DOS-Partitionstabelle auf der Boot-Festplatte (wie sie
z.B. von cfdisk erzeugt wird). Somit ist MS-DOS das
``natürliche´´ Format, wenn von ARC gebootet wurde. Ansonsten enthält das
AlphaBIOS ein Partitionierunstool, mit dem Sie partitionieren können bevor Sie
mit der Linux-Installation beginnen.
SRM dagegen ist nicht kompatibel mit MS-DOS-Partitionstabellen. [4] Da Tru64-Unix das BSD-Disklabel-Format verwendet, ist es das ``natürliche'' Format für SRM-Installationen.
Da GNU/Linux das einzige Betriebssysteme für Alpha ist, das von beiden Konsolen-Typen gebootet werden kann, sollte ihre Wahl von weiteren installierten Betriebssystemen abhängen. Unix-artige Systeme (Tru64 Unix, FreeBSD, OpenBSD, NetBSD) sowie OpenVMS können nur vno SRM booten, während Windows NT nur von ARC booten kann.
Die folgende Tabelle listet mögliche Kombinationen Systemtyp/Konsole (siehe CPU-, Mainboard- und Grafikkarten-Support, Abschnitt 2.1.2 wegen den Namen der Systemtypen). Das Word `ARC' in der Tabelle markiert ARC-kompatible Konsolen.
System Type Console Type Supported
=========== ======================
alcor ARC or SRM
avanti ARC or SRM
book1 SRM only
cabriolet ARC or SRM
dp264 SRM only
eb164 ARC or SRM
eb64p ARC or SRM
eb66 ARC or SRM
eb66p ARC or SRM
jensen SRM only
lx164 ARC or SRM
miata ARC or SRM
mikasa ARC or SRM
mikasa-p SRM only
nautilus ARC only (siehe Mainboard-Handbuch)
noname ARC or SRM
noritake SRM only
noritake-p SRM only
pc164 ARC or SRM
rawhide SRM only
ruffian ARC only
sable SRM only
sable-g SRM only
sx164 ARC or SRM
takara ARC or SRM
xl ARC only
xlt ARC or SRM
Normalerweise kann keine von diesen Konsolen Linux direkt starten, es wird also
nur mit Hilfe eines Bootloaders funktionieren. Zwei wichtigsten Vertreter
diese Spezies sind MILO und aboot.
MILO ist selbst eine Konsole und ersetzt ARC oder SRM im RAM.
MILO kann sowohl von ARC als auch von SRM gestartet werden und ist
der einzige Weg, um Linux von der ARC-Konsole zum Laufen zu bringen.
MILO ist plattform-abhängig, (jede Plattform braucht einen anderen
MILO), d.h. es läuft nur auf diesem System. ARC-Infos wurden
oben aufgelistet. Siehe auch MILO HOWTO (leider
ziemlich veraltet).
aboot ist ein kleiner, plattformunabhängiger Bootloader, der nur
von SRM ausgeführt wird. Siehe auch SRM HOWTO (leider
ziemlich veraltet) für mehr Infos über aboot.
Die folgenden drei Szenarien sind möglich, abhängig von der vorliegenden
Firmware und der Verfügbarkeit von MILO:
SRM -> aboot
SRM -> MILO
ARC -> MILO
Das UP1000-Mainboard (Subarchitektur `nautilus') von ``Alpha Processor, Inc.´´ ist anders als alle anderen, es verwendet einen API-spezifischen Bootloader, der nur unter AlphaBIOS-Firmware funktioniert.
Da MILO auf halbwegs aktuellen Alpha-Systemen nicht mehr läuft und
weil es nicht mehr notwendig ist, eine OpenVMS- oder Tru64-Lizenz zu kaufen, um
SRM-Firmware zu erhalten, werden SRM und aboot für aktuelle
GNU/Linux-Installationen empfohlen, ausser Sie möchten parallel dazu Windows-NT
verwenden.
Der Grossteil der AlphaServer in aktuellen Server- und Workstation-Produkten enthält sowahl SRM als auch AlphaBIOS in ihrer Firmware. Für "halb-flash"-Systeme wie Entwicklungs-Boards ist es möglich, die Firmware im Flash auszutauschen. Ausserdem ist es möglich, vom installierten SRM das ARC/AlphaBIOS von einer Diskette zu starten (mit dem Befehl `arc'). Wegen den oben genannten Gründen ist es trotzdem ratsam, auf SRM umzusteigen, bevor Sie mit der Debian-Installation beginnen.
Wie auf anderen Architekturen auch sollten sie die neuste Version einer
Firmware verwenden [5] bevor Sie
mit der Debian-Installation beginnen. Updates für Alpha sind unter Alpha Firmware
Updates verfügbar.
MILO-Loader auf dem Installationsmedium ist für direktes Booten von Linux eingestellt. Wenn Sie eingreifen möchten, drücken sie die Leertaste während des Countdowns.
Wenn Sie bestimmte Sachen angeben möchten, verwenden Sie eine Befehlszeile wie diese:
MILO> boot fd0:linux.bin.gz root=/dev/fd0 load_ramdisk=1
Wenn Sie von etwas anderem als dem Diskettenlaufwerk booten, ersetzen sie das
fd0 in diesem Beispiel durch den enstprechendne Gerätenamen in der
Linux-Notation. Der Befehl help gibt eine Kurzübersicht der
möglichen MILO-Befehle.
Boot-Parameter des Linux-Kernels werden ganz normall verarbeitet, z.B. die für Peripherie-Geräte und ähnliches. Für die meisten Geräte kann der Kernel alles automatisch erkennen, nur in wenigen Fällen müssen Sie manuell nachhelfen.
Es gibt verschiedene Methoden, dem Kernel Parameter zu übergeben. Diese hängen von der verwendeten Konsolen-Firmware ab und werden später für jeden Bootvorgang einzeln erläutert.
Detaillierte Informationen über Bootparameter können im Linux BootPrompt
HOWTO gefunden werden; dieser Abschnitt wird nur die wichtigsten
behandeln.
Wenn dies das erste mal ist, dass Sie Ihr System booten, versuchen Sie, die Standardeinstellungen zu belassen und überprüfen Sie, ob alles richtig funktioniert. Es wird sicherlich. Falls nicht, können Sie später Ihr System neu starten und nach speziellen Parametern Ausschau halten, die das System über Ihre Hardware informieren.
Wenn der Kernel startet, sollte eine Nachricht
Memory: availk/totalk available
auftauchen. total sollte mit der tatsächlichen Größe ihres RAMs übereinstimmen, falls nicht, benötigen Sie den mem=ram-Parameter, wobei ram die Größe ihres RAMs ist. Sie können hinter der Größe ein ``k'' für Kilobyte oder ein ``m'' für Megabyte schreiben, mem=65536k und mem=64m bedeuten also beide 64MB RAM.
Wenn ihr Monitor nur Schwarz-Weiss kann, geben Sie den Parameter mono an. Andernfalls wird die Installation mit Farbe durchgeführt.
Wenn Sie mit einer seriellen Konsole booten, wird das der Kernel i.d.R. erkennen . Wenn Sie eine Grafikkarte (framebuffer) und Tastatur an den Computer angeschlossen haben und trotzdem eine angeschlossene Textkonsole verwenden möchten, müssen Sie die Kernel-Option console=device angeben, wobei device für den seriellen Anschluss steht, z.B. ``ttyS0´´.
Wie gesagt, mehr Details zu den Boot-Parametern finden sie in Linux BootPrompt
HOWTO, einschliesslich Tipps für exotische Hardware. Einige
typische Hinweise stehen auch weiter unten, Probleme bei der Installation beheben, Abschnitt
5.7.
Das Installationssystem akzeptiert ebenfalls einige Optionen, die nützlich werden könnten. Die Bedeutung von quiet und verbose wird in Efffekte von Verbose und Quiet, Abschnitt 11.5 beschrieben.
Der einfachste Weg für die meisten Leute ist die Verwendung von einem Satz der Debian CDs.
Wenn Sie einen solchen Satz haben und ihr System davon booten kann, wunderbar,
legen Sie die CD ein, starten Sie das System neu und blätten zum nächsten
Abschnitt.
Geben Sie
>>> boot xxxx -flags 0
ein, wobei xxxx ihr CD-ROM-Laufwerk in SRM-Notation ist.
Um auf einer ARC-Konsole von CD-ROM zu starten, müssen Sie den Code Ihrer
Sub-Architektur herausfinden (siehe CPU-, Mainboard- und
Grafikkarten-Support, Abschnitt 2.1.2), dann \milo\linload.exe
als Bootloader eingeben und \milo\subarch als OS-Pfad
im `OS Selection Setup'-Menü auswählen (subarch ist der Name der
Sub-Architektur). Ruffians machen hier eine Ausnahme: Sie müssen
\milo\ldmilo.exe als Bootloader auswählen.
Beachten Sie, dass bestimmte CD-Laufwerke spezielle Treiber benötigen und diese während der ersten Installationsschritte nicht verfübar sind. Falls es sich herausstellt, dass das Booten und installieren von der CD auf diesem Wege nicht möglich ist, lesen Sie über andere Installationsmöglichkeiten in diesem Kapitel.
USB-CD-ROM-Laufwerke werden von der Variante `bf2.4' unterstützt. FireWire-Geräte, die von den Treibern ohci1394 und sbp2 unterstützt werden, könnten ebenfalls mit `bf2.4' funktionieren.
Auch wenn Sie nicht von der CD-ROM booten können, können Sie die System-Komponenten von Debian und weitere Pakete mit Hilfe von anderen Medien installieren, zum Beispiel Disketten.
Sollten Sie Probleme mit CD-ROM-Boot bekommen, lesen Sie unter Probleme bei der Installation beheben, Abschnitt 5.7.
Geben Sie am SRM-Prompt (>>>) den folgenden Befehl ein:
>>> boot dva0 -flags 0
Ersetzen Sie dva0 mit dem Namen des Gerätes. Üblicherweise ist
dva0 das Diskettenlaufwerk, geben Sie
>>> show dev
ein, um die Liste der Geräte (etwa um von CD zu booten) zu sehen. Beachten
Sie, dass beim booten mit MILO das -flags-Argument ignorierert
wird; Sie brauchen also nur boot dva0 zu tippen.
Wenn alles richtig verläuft, werden Sie den Linux-Kernel booten sehen.
Wenn Sie Kernelparameter mit aboot übergeben möchten, geben Sie
folgenden Befehl ein:
>>> boot dva0 -file linux.bin.gz -flags "root=/dev/fd0 load_ramdisk=1 parameter"
(in einer Zeile eingegeben). Ersetzen sie nötigenfalls dva0 durch
das aktuelle SRM-Bootgerät, fd0 durch das Linux-Bootgerät und
parameter durch die gewünschten Kernel-Parameter.
Wenn Sie Kernel-Parameter mit MILO übergeben möchten, müssen Sie
den Boot unterbrechen, sobald Sie in MILO gelangt sind. Lesen Sie hierzu Booting with MILO, Abschnitt 5.2.
Im OS Selection-Menü, setzen Sie linload.exe als Bootloader und
milo als OS-Path. Booten Sie mit dem neu erstellen Eintrag.
Um auf dieser Plattform zu booten, starten Sie \apb\apb.exe aus
dem `Utility/Run Maintenance Program'-Menü und geben
boot debian_install
am APB-Prompt ein.
Falls SIe probleme beim Booten haben, sehen Sie unter Probleme bei der Installation beheben, Abschnitt 5.7 nach.
Über Netzwerk zu booten erfordert, dass Sie eine Netzwerkverbindung haben, die von den Bootdisketten unterstützt wird, entweder durch eine statische Netzwerkadresse, einen DHCP-Server, einem BOOTP-Server und einem TFTP-Server. Die Installationsmethode für TFTP-Unterstützung ist in Dateien für das Booten per TFTP vorbereiten, Abschnitt 4.4 beschrieben. In SRM haben Ethernet-Interfaces den Präfix ewa und werden in der Ausgabe des show dev-Befehls aufgelistet, wie hier zu sehen (leicht verändert):
>>> show dev
ewa0.0.0.9.0 EWA0 08-00-2B-86-98-65
ewb0.0.0.11.0 EWB0 08-00-2B-86-98-54
ewc0.0.0.2002.0 EWC0 00-06-2B-01-32-B0
Zuerst müssen sie das Boot-Protokoll setzen:
>>> set ewa0_protocol bootp
Überprüfen Sie dann, ob der Modus korrekt ist:
>>> set ewa0_mode modus
Sie können eine Liste der Modi mit >>>set ewa0_mode bekommen.
Dann, um von der ersetzen Netzwerkkarte zu booten, geben Sie ein:
>>> boot ewa0
Wenn Sie eine serielle Konsole benutzen möchten, müssen Sie dem Kernel einen console=-Parameter übergeben. Dies kann mit dem -flags-Argument des SRM boot-Befehls geschiehen. Die Seriellen Ports sind genauso entsprechend denen in /dev benannt. Um etwa von ewa0 zu booten und eine Konsole am ersten seriellen Port zu benutzen, würden Sie eingeben:
>>> boot ewa0 -flags console=ttyS0
Das größte Problem bei Leuten, die zum ersten mal Debian installieren, scheint die Zuverlässigkeit von Disketten zu sein.
Die Rescue-Diskette ist die Diskette mit den schwierigsten Problemen, da sie direkt von der Hardware gelesen wird, bevor Linux bootet. Oft liest die Hardware nicht so zuverlässig wie der Diskettenlaufwerkstreiber von Linux und hält einfach bei Leseproblemen ohne Fehlermeldung an. Auch können Fehler in der Treiberdiskette auftreten, die man aber meist an einer Flut von Nachrichten über I/O-Fehler erkennt.
Das erste was Sie machen sollten, wenn die Installation bei einer bestimmten Diskette anhält, ist das Disketten-Image neu herunterzuladen und auf eine andere Diskette zu schreiben. Einfach nur die alte Diskette neu zu formatieren kann nicht immer ausreichen, auch wenn es so aussieht, als wäre sie fehlerlos formatiert und beschrieben worden. Manchmal ist es auch nützlich, die Diskette auf einem anderen System zu beschreiben.
Ein Nutzer berichtete, dass er die Images der dritten Diskette mehrmals schreiben musste bevor so funktionierten, danach allerdings funktionierten sie tadellos.
Andere Nutzer berichteten, dass mehrmaliges neustarten ohne die Diskette zu wechseln auch zu einem erfolgreichen Boot führen kann. Lässt sich das Problem dadurch beheben, ist die Hardware oder die Firmware des Diskettenlaufwerks schuld.
Falls der Kernel während des Bootens hängt oder vorhandene Peripheriegeräte oder Laufwerke nicht (korrekt) erkennt, sollten Sie als erstes die Bootparameter, wie in Bootparameter-Argumente, Abschnitt 5.3 beschrieben, überprüfen.
Falls Sie ihren eigenen Kernel statt den mit dem Installationsprogramm mitgelieferten booten, achten Sie darauf, dass CONFIG_DEVFS nicht gesetzt ist. Das Installationsprogramm ist nicht auf CONFIG_DEVFS vorbereitet.
Oft können Probleme auch dadurch gelöst werden, dass Sie Zusatzkarten und Peripheriegeräte entfernen und dann versuchen neu zu booten.
Es gibt jedoch einige Limitationen in den Bootdisketten hinsichtlich der Hardwareunterstützung. Einige Plattformen die von Linux unterstützt werden müssen nicht unbedingt von unseren Bootdisketten unterstützt werden. Wenn dies der Fall ist, können Sie eine speziell angepasste Rescue-Diskette erstellen (siehe Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen, Abschnitt 10.3) oder eine Netzwerk-Installation in Erwägung ziehen.
Falls Sie viel Hauptspeicher in Ihrem System installiert haben (mehr als 512MB) und das Installationsprogramm während des Boots hängt, können Sie die Größe des Speichers (die der Kernel sieht) reduzieren, verwenden Sie hierzu ein Bootargument wie mem=512m. then it is possible that floppy booting is simply not supported on
Während der Bootsequenz werden Sie möglicherweise viele Nachrichten in der form can't find irgendwas, irgendwas not present, can't initialize irgendwas oder sogar this driver release depends on irgendwas sehen. Die meisten dieser Nachrichten sind harmlos. Sie sehen diese, da der Kernel des Installationssystems so konfiguriert ist, dass er auf Computern mit vielen verschiedenen Peripheriegeräten läuft. Natürlich hat wohl kein Computer alle möglichen Peripheriegeräte, deswegen wird sich der Kernel über Peripheriegeräte die Sie nicht besitzen beschweren. Es kann auch sein, dass das System einige Zeit anhält. Dies passiert, wenn es auf ein Gerät wartet, das gar nicht existiert. Wenn Sie diese Zeit für zu lange empfinden, können Sie später auch ihren eigenen Kernel bauen (siehe Kernel selbst kompilieren, Abschnitt 9.4).
dbootstrap Problembericht
Wenn Sie zwar das System booten können, aber die Installation nicht fertig
stellen können, kann ``Ein Problem berichten'' im dbootstrap-Menü
hilfreich sein. Es erstellt eine dbg_log.tgz auf Diskette,
Festplatte oder einem per NFS eingehängten Dateisystem. Die
dbg_log.tgz enthält detaillierte Informationen über das System
(/var/log/messages, /proc/cpuinfo, ...). Die
dbg_log.tgz kann Ihnen Hinweise geben, was schief gelaufen ist und
wie man es beheben könnte. Auch beim berichten eines Bugs ist es hilfreich,
diese Datei an den Bugreport anzuhängen.
Falls Sie immernoch Probleme haben, berichten Sie bitte den Bug. Schicken Sie
dazu eine e-Mail an submit@bugs.debian.org. Sie
müssen die folgenden Zeilen als erstes in Ihrer e-Mail haben:
Package: boot-floppies
Version: Version
Stellen Sie sicher, dass Sie statt Version die Version ihres Bootdisketten-Sets schreiben. Falls Sie Version nicht wissen, benutzen Sie stattdessen das Downloaddatum und die Distribtuion (etwa ``stable'', ``frozen'' oder ``woody'').
Sie sollten außerdem die folgenden Informationen in Ihrem Bugreport beinhalten:
architecture: alpha
model: Hardwarehersteller und Modell
memory: RAM-Größe
scsi: SCSI-Host-Adapter, falls vorhanden
cd-rom: CD-ROM-Modell und Schnittstellentype (z.B. ``ATAPI'')
network card: Netzwerkkarte, falls vorhanden
pcmcia: Details über PCMCIA-Geräte
Abhängig vom Bug kann es auch nützlich sein zu berichten, ob Sie auf eine IDE- oder SCSI-Festplatte installieren, welche anderen Peripheriegeräte (etwa Soundkarten) Sie haben, die Festplattenkapazität oder welche Grafikkarte Sie benutzen.
Im Bugreport beschreiben Sie was das Problem ist und die letzten sichtbaren Kernelmeldungen, falls der Kernel hing. Beschreiben Sie auch die Schritte, die Sie gemacht haben, die das System in diesen Problemfall brachten.
dbootstrap
dbootstrap ist der Name des Programms, das nach dem Booten des
Installationssystems gestartet wird. Es ist verantwortlich für die anfängliche
Systemkonfiguration und die Installation des Basissystems, des ``base
systems''.
Die Hauptaufhabe von dbootstrap, und der Zweck der anfänglichen
Systemkonfiguration, ist es, essentielle Dinge Ihres Systems zu konfigurieren.
Unter Umständen benötigen Sie bestimmte Kernelmodule, das sind Treiber, die mit
dem Kernel verknüpft sind. Diese Module können Treiber für Speicherhardware,
Netzwerkkarten und -protkolle, spezielle Sprachunterstützung oder Treiber für
Peripheriegeräte, die nicht im normalen Kernel eingebaut sind.
Festplattenpartitionierung und -formatierung und Netzwerkkonfiguration werden
auch von dbootstrap erleichtert. Diese fundamentalen
Einstellungen werden zuerst gemacht, da sie oft für das richtige Funktionieren
Ihres Systems notwendig sind.
dbootstrap ist ein einfaches, zeichenbasiertes Programm, das auf
maximale Kompatibilität in allen Situationen (wie etwa der Installation über
eine serielle Konsole) ausgelegt ist. Es ist sehr einfach zu benutzen. Es
wird Sie nacheinander durch jeden Schritt der Installation führen. Auch können
Sie zurückspringen und Schritte wiederholen, falls Sie herausgefunden haben,
dass Sie einen Fehler gemacht haben.
Um innerhalb von dbootstrap zu navigieren, benutzen Sie:
Wenn Sie ein erfahrener Unix- oder Linux-Benutzer sind, drücken Sie Alt
links-F2 , um zur zweiten virtuellen Konsole zu gelangen. Sie drücken
also die Alt-Taste links neben der Leertaste und die Funktionstaste F2
gleichzeitig. Sie erhalten nun ein seperates Fenster, in dem ein Bourne
Shell-Klon namens ash läuft. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie von
der RAMdisk gestartet und es gibt eine limitierte Anzahl von Unix-Utilities die
für Sie zur verfügung stehen. Sie sehen die verfügbaren Programme mit ls
/bin /sbin /usr/bin /usr/sbin. Der Texteditor ist
nano-tiny.
Benutzen Sie die Menüs wenn immer es möglich ist. Die Shell und die Befehle sind nur für den Fall da, dass etwas schief läuft. Beispielsweise sollten Sie immer das Menü statt der Shell benutzen um Ihre Swap-Partition zu aktivieren, da die Menüsoftware nicht wissen kann, dass Sie das bereits von der Shell aus getan haben. Drücken sie Alt links-F1, um wieder zurück zu dem Menüs zu kehren. Linux bietet bis zu 64 virtuelle Konsolen an, trotzdem benutzt die Rescue-Diskette nur einige von ihnen.
Fehlermeldungen werden zur dritten virtuellen Konsole (auch bekannt als
tty3) weitergeleitet. Sie können auf diese virtuelle Konsole mit
der Tastenkombination Alt links-F3 (Linke Alt-Taste gedrückt
halten, während Sie die Funktionstaste F3 drücken) zugreifen. Zu
dbootstrap zurück kommen Sie mit der Tastenkombination Alt
links-F1.
Diese Nachrichten können auch in /var/log/messages gefunden
werden. Nach der Installation wied diese Logdatei als
/var/log/installer.log auf Ihr neues System kopiert.
Während der Installation des Basissystems werden die Nachrichten über das
Entpacken und Konfigurieren auf tty4 weitergeleitet. Sie können
diese Konsole mit der Tastenkombination Alt links-F4 erreichen; zurück
zu dbootstrap wieder mit Alt links-F1.
Die Nachrichten über das Entpacken/Konfigurieren werden in
/target/tmp/debootstrap.log gespeichert, wenn die Installation
über eine serielle Konsole durchgeführt wird.
Der erste Bildschirm, den dbootstrap präsentiert, ist
``Versions-Info''. Dieser Bildschirm zeigt Ihnen die Versionsnummer der
boot-floppies, die Sie benutzen und gibt Debian-Entwicklern eine
kurze Einführung.
Sie sehen unter Umständen eine Dialogbox mit dem Text ``Das
Installationsprogramm untersucht den momentanen Status des Systems und
ermittelt, welcher Schritt als nächstes durchzuführen ist.''. Auf einigen
Systemen wird dies zu schnell gehen, um es lesen zu können. Sie sehen diese
Dialogbox zwischen zwei Schritten in Hauptmenü. Das Installationsprogramm
dbootstrap überprüft den Status des Systems zwischen jedem
Schritt. Diese Überprüfung erlaubt Ihnen, die Installation neu zu starten ohne
Daten zu verlieren, wenn Ihr System aus irgendeinem Grund herunterfährt. Wenn
Sie eine Installation neu starten müssen, müssen Sie Ihre Tastatur
konfigurieren, Ihre Swap-Partition neu aktivieren und alle bereits formatierten
Partitionen einbinden. Alles andere was Sie mit dem Installationssystem getan
haben wird gespeichert.
Während des gesamten Installationsprozesses wird Ihnen das Hauptmenü
präsentiert, betitelt mit ``Debian GNU/Linux Installation - Hauptmenü''. Die
Auswahlmöglichkeiten oben im Menü verändern sich, um den Fortschritt bei der
Installation des Systems zu sehen. Phil Hughes schrieb im Linux Journal, dass man einem
Huhn beibringen könnte, Debian zu installieren! Er meinte, dass der
Installationsprozess hauptsächlich daraus bestand, auf die Enter-Taste
zu picken. Die erste Möglichkeit die im Installationsmenü auftaucht
ist die, die das Installationsprogramm vorschlägt als nächstes zu tun und ist
mit ``Weiter'' benannt.
Stellen Sie sicher, dass die Auswahl auf den ``Weiter''-Punkt zeigt und ie
Enter um zur Tastaturkonfiguration zu gelangen. Wählen Sie ein Layout
aus das dem Ihrer Tastatur entspricht oder ein ähnliches, falls Ihre Tastatur
nicht aufgelistet ist. Sobald die Installation abgeschlossen ist, können Sie
Ihre Tastatur aus einer noch längeren Liste von verschiedenen Modellen
auswählen, benutzen Sie hierfür das Programm kbdconfig als root.
Wählen Sie die gewünschte Tastatur aus und drücken Sie Enter Zum auswählen können Sie die Pfeiltasten benutzen. Da diese auf allen internationalen Tastaturen an der selben Stelle sind, sind sie unabhängig von der Tastaturkonfiguration. Eine "erweiterte" Tastatur ist eine mit den Tasten F1 bis F10 in der oberen Reihe.
Falls Sie von einer Workstation ohne Festplatte installieren, werden die nächsten Schritte übersprungen, da es keine Festplatte zu partitionieren gibt. In diesem Fall wird der nächste Schritt ``Konfiguration des Netzwerks'', Abschnitt 7.6 sein. Danach werden Sie aufgefordert, Ihre NFS-Root-Partition einzuhängen (``Einbinden einer bereits formatierten Partition'', Abschnitt 6.7).
Haben wir Ihnen gesagt, dass Sie ein Backup erstellen sollen? Dies ist die letzte Chance, Ihr altes System zu retten. Wenn Sie noch nicht alle Daten gesichichert haben, entfernen Sie die Diskette vom Laufwerk, starten das System neu und sichern Sie diese.
Debian GNU/Linux 3.0 installation; Für Alpha
version 3.0.24, 18. Dec. 2002