Release Notes fu"r Debian GNU/Linux 3.0 (`woody'), ARM ------------------------------------------------------ Josip Rodin, Bob Hilliard, Adam Di Carlo, Anne Bezemer, Rob Bradford $Id: release-notes.de.sgml,v 1.1 2003/01/04 00:37:57 joy Exp $ ------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------- Inhalt ------ 1. Was ist neu bei Debian GNU/Linux 3.0 1.1. Was ist neu im Installation System? 1.2. Whas ist neu in der Distribution? 2. Neuinstallationen 3. Upgrades von vorherigen Versionen 3.1. A"nderungen im System 3.1.1. Wichtige A"nderungen bei Programmaufrufen 3.2. Vorbereitungen fu"r die Aktualisierung 3.2.1. Pru"fen des Paketstatus 3.2.2. Spezielle Bemerkungen fu"r SSH-Anwender 3.2.3. Beachtenswerte Verzeichnisse 3.3. Vorbereiten der Quellen fu"r APT 3.3.1. Angabe von zusa"tzlichen APT Internet Quellen 3.3.2. Hinzufu"gen von APT Local Mirror Sources 3.3.3. Hinzufu"gen von APT CD-ROM Quellen 3.4. Aktualisierung mit dselect 3.5. Aktualisierung mit direkter Nutzung von apt-get (nicht empfohlen) 3.5.1. Mo"gliche Probleme wa"hrend oder nach einer Aktualisierung 3.5.2. Was Sie vor dem na"chsten Neustart tun sollten 4. Errata 4.1. Hinweise fu"r die Benutzer von Virenscannern 4.2. Estnische Zeitzone 5. Weitere Informationen u"ber Debian GNU/Linux 5.1. Weiterefu"hrende Informationen 5.2. Hilfe erhalten 5.2.1. Mailinglisten 5.2.2. Internet Relay Chat 5.3. Bugs berichten 5.4. Zu Debian beitragen 6. Appendix 6.1. Umbenannte Pakete 6.2. Aufgeteilte Pakete 6.3. Gelo"schte Pakete 6.3.1. Gelo"schte Pakete wegen fehlendem Maintainer 6.3.2. Pakete ohne Upstream Maintainer 6.3.3. Pakete die aus anderen Gru"nden gelo"scht wurden ------------------------------------------------------------------------------- 1. Was ist neu bei Debian GNU/Linux 3.0 --------------------------------------- [Die aktuelle Version dieses Dokuments finden Sie unter http://www.debian.org/releases/stable/releasenotes. Falls Ihre Version dieser Datei a"lter als einen Monat sein sollte, ist es empfehlenswert eine neue Version herunterzuladen] Die vorhergehende Debian GNU/Linux 2.2 release ('potato') unterstu"tzte sechs Computer-Architekturen, die in dieser Release um vier erweitert worden sind. Diese vier sind bei der folgenden Aufstellung durch ein Sternchen [*] gekennzeichnet. Im folgenden die vollsta"ndige Liste aller Architekturen die von dieser Release unterstu"tzt werden. * Intel x86 ('i386') * Motorola 680x0 ('m68k') * Alpha ('alpha') * SPARC ('sparc') * PowerPC ('powerpc') * ARM ('arm') * MIPS ('mips' (Big endian) und 'mipsel' (Little endian)) [*] * Intel Itanium ('ia64') [*] * HP PA-RISC ('hppa') [*] * S/390 ('s390') [*] Details u"ber Port-Status und port-spezifische Informationen finden Sie unter Debian port web pages (http://www.debian.org/ports/arm/). Debian GNU/Linux 3.0 fu"r ARM-Architectur kommt standardma"ssig mit Kernel Version 2.2.19. Die 2.2 Kernel-Serie wurde extensiv verbessert und ausgebaut. Es gibt einige nu"tzliche A"nderungen im Kernel und bei Programmen die Kernel-Feature nutzen. Weiterhin kamen viele neue Hardware Treiber und Bug Fixes fu"r existierende Treibern hinzu. Ein 2.4 Kernel ist ebenfalls in dieser Release enthalten. Er kann optional vom User installiert werden. Obwohl der 2.4-Zweig laut den Kernel-Entwicklern stabil ist, hat das Release-Team beschlossen, dass dieser Kernel noch nicht ausreichend getestet wurde um als Standard-Kernel in dieser Release benutzt zu werden. 1.1. Was ist neu im Installation System? ---------------------------------------- Das neue `debootstrap'-Programm la"dt, entpackt und extrahiert Debian GNU/Linux-Pakete fu"r die Grundinstallation. Dies ist eine Verbesserung gegenu"ber dem alten Installations-System, das einen tarball mit dem Grundsystem verwendete. Das Installationsgrundsystem kann nun dynamischer mit dem System aktualisiert werden. Das Task-System wurde erneuert. Tasks in der vorigen Release bestanden aus Meta-Paketen (Pakete sind Sammlungen von anderen Paketen). Das neue System verwendet spezielle Header um innerhalb des existierenden Paketsystems alle Aufgaben je nach Paketzugeho"rigkeit richtig zuzuordnen. Dies ermo"glicht eine gro"ssere Auswahl von Aufgaben und erleichtert die Installation von ausgesuchten Teilen von Aufgaben (es muss also nicht die komplette Aufgabe installiert werden). Fast die gesamte Konfiguration wa"hrend der Installation und die Rekonfiguration danach wird mit Debconf durchgefu"hrt. Debconf hat verschiedene Oberfla"chen; eine nicht-interaktive fu"r automatische Installation, eine (Standard) Dialog-Oberla"che im Textmodus und eine GNOME-Oberfla"che. Debconf's Engine wurde ebenfalls komplett erneuert und verbessert und ist nun flexibler denn je. Kurz gesagt, "debconf makes the world go around" :). Ausfu"hrliche Details zu Debian's Installation's System finden Sie auf der ersten CD oder unter http://www.debian.org/releases/stable/installmanual 1.2. Whas ist neu in der Distribution? -------------------------------------- Wa"hrend der Installation wird Kernel kernelversion; verwendet, Die aktuelle stabile Version des Kernel &2.4, ist ebenfalls verfu"gbar fu"r alle die diese nutzen wollen. Die Tools zur Paketverwaltung in Debian, apt und dpkg, sind in dieser Release wesentlich verbessert worden. Nun unterstu"tzt apt das sogenannte "pinning", wo der Nutzer bestimmte Pakete aus verschiedenen Distributionen installieren kann, zB testing oder unstable, wa"hrend er weiterhin den Grossteil der anderen Pakete in der stabilen Distribution beha"lt. APT la"dt und installiert dabei automagisch alle durch Abha"ngigkeiten zusa"tzlich beno"tigten Pakete ebenfalls aus der jeweiligen Distribution. Weitere Informationen zu apt's "pinning" finden Sie unter APT "pinning" howto (http://www.debian.org/doc/manuals/apt-howto/ch-apt-get). In dieser Release wurden Build-Dependencies hinzugefu"gt, um das Kompilieren unserer Source-Pakete zu erleichtern. Mit dem Befehl "build-dep" la"dt und installiert apt-get alle zur Kompilierung eines Paketes beno"tigten Pakete bevor die Kompilierung gestartet wird. Um das a"ltere, vielfach verschma"hte aber dennoch popula"re `dselect' zu ersetzen, wurden in letzter Zeit zahlreiche apt frontends entwickelt. Interessierte Nutzer sollten sich die `aptitude' Paketinformationen ansehen. Diese Release von Debian GNU/Linux beinhaltet die wesentlich verbesserte Release von XFree86 4.1, welche mehr Hardware unterstu"tzt, u"ber eine bessere Autoerkennung und Support fu"r neue Technologien wie Xinerama und 3D Beschleunigung mitbringt. Debian GNU/Linux 3.0 ist viel sicherer als vorherige Releases. Die Grundinstallation beinhaltet keine unwichtigen Dienste mehr welche ein Angriffsziel sein ko"nnten. Debian 3.0 beinhaltet viele zusa"tzliche sicherheitsorientierten Anwendungen wie Firewall-Administration, Server-Hardening und Intrusion Detection (Eindringlingswarnung). Auch das Paket-System wurde verbessert. Nun ist es mo"glich, digitale Signaturen automatisch pru"fen zu lassen. Wenn es dementsprechend konfiguriert ist, la"sst es nicht zu, dass Debian-Pakete mit fehlerhafter Signatur installiert werden. Das vermindert das Risiko der Installation von trojanischen Pferden und macht es einfacher und sicherer das System u"ber das Internet zu aktualisieren. Last but not least bietet Debian GNU/Linux nun eine ausfu"hrliche Dokumentation fu"r den sicherheitsbewussten Administrator (zB 'Securing Debian Manual' (http://www.debian.org/doc/manuals/securing-debian-howto)) aus dem Debian Documentation Project (auch als Paket verfu"gbar: `harden-doc' ). Debian GNU/Linux 3.0 ist noch internationaler (http://www.debian.org/international) als das vorhergehende Release, dank der U"bersetzungsarbeit der Free-Software-Community. Debian GNU/Linux 3.0 ist in noch mehr Sprachen als die vorherige Release verfu"gbar. Dasselbe gilt auch fu"r eine Vielzahl von Programmen. Die Boot-Floppy-Installation wurde in verschiedenste Sprachen u"bersetzt. Es gibt einen umfangreichen Support fu"r franzo"sisch, deutsch, italienisch, japanisch, portugiesisch, spanisch, catalanisch und da"nisch. Es gibt mehr als fu"nfzehn U"bersetzungsteams. Das allererste Mal beinhaltet GNU/Linux verschiedene freie, "full-featured" graphische Webbrowser wie Mozilla, Galeon und Konqueror. Debian beinhaltet das erstemal die KDE Umgebung, in der Version 2.2, was zusammen mit dem neuen GNOME 1.4 Release Debian's Benutzbarkeit auf Desktopsystemen stark verbessert. Die offizielle Debian GNU/Linux Distribution besteht aus sechs CDs mit Bina"rpaketen und einer a"hnlichen Anzahl von Source-Medien, ausserdem ist auch eine DVD-Version der Distribution erha"ltlich. ------------------------------------------------------------------------------- 2. Neuinstallationen -------------------- Wenn Sie eine Neuinstallation von Debian durchfu"hren, so sollten Sie das Installationshandbuch auf der offiziellen CD lesen: /dists/woody/main/disks-arm/current/doc/install.txt (oder .html) oder im Internet unter: http://www.debian.org/releases/stable/installmanual Das Debian Installations-System, genannt `boot-floppies' (obwohl es mehr unterstu"tzt als nur Disketten), wurde weiter verbessert und modernisiert, damit es noch leichter zu handhaben ist. ------------------------------------------------------------------------------- 3. Upgrades von vorherigen Versionen ------------------------------------ 3.1. A"nderungen im System -------------------------- 3.1.1. Wichtige A"nderungen bei Programmaufrufen ------------------------------------------------ Debian vermeidet nach Mo"glichkeit A"nderungen an Upstream Paketen, daher werden solche A"nderungen auch in Debian GNU/Linux erscheinen. IM Debian GNU/Linux 2.2 'Potato' Release benutzte `tar' die -I Option um mit `bzip' zu komprimieren, mittlerweile wird dafu"r die Option -j benutzt. Sie mu"ssen Ihre Scripte entsprechend anpassen. 3.2. Vorbereitungen fu"r die Aktualisierung ------------------------------------------- Bevor Sie Ihr System aktualisieren, ist es empfehlenswert ein Backup Ihrer Daten oder zumindest jener Daten die nicht verlorengehen du"rfen zu erstellen. Die Upgrade-Tools sind sehr verla"sslich, dennoch ko"nnte ein Hardware-Fehler wa"hrend des Upgrades Ihr System bescha"digen. Die wichtigsten Sachen die Sie sichern sollten, ist der Inhalt von `/etc', `/var/lib/dpkg' und der Output von `dpkg --get-selections'. Es sollten alle Nutzer von der geplanten Aktualisierung in Kenntniss gesetzt werden, auch wenn Nutzer die Ihr System u"ber `ssh' nutzen davon nicht viel mitbekommen sollten und eventuell weiterarbeiten wollen. Sollten Sie zusa"tzliche Sicherungsmassnahmen ergreifen wollen, sichern (oder unmounten) sie die Home-Partition (`/home') vor der Aktualisierung. Ein Reboot ist normalerweise nicht notwendig. Ein Upgrade einer Distribution sollten Sie am besten am lokalen Rechner u"ber die Textkonsole ausfu"hren (bzw. u"ber ein serielles Terminal) oder remote u"ber eine `ssh' Verbindung. _Wichtig_: Sie sollten fu"r die Aktualisierung _nicht_ die Programme `telnet', `rlogin' oder `rsh' benutzen. Ausserdem sollten Sie es auch aus keiner X Sitzung starten die von `xdm' verwaltet wird. Diese Dienste ko"nnen bei einer Aktualisierung neugestartet oder gar abgeschaltet werden, was zu einem unbenutzbaren, nur halb aktualisiertem System fu"hren kann. 3.2.1. Pru"fen des Paketstatus ------------------------------ Unabha"ngig von der Methode, die Sie fu"r Ihr Upgrade verwenden, ist es empfehlenswert, als erstes den Status der Pakete zu pru"fen um sicherzugehen dass alle Pakete in einem update-fa"higem Status sind. Der folgende Befehl gibt alle Pakete mit dem Status "Half-Installed", "Failed-Config" oder mit Error-Status aus. # dpkg --audit Sie ko"nnten auch den Status aller Pakete auf dem System inspizieren, in dem Sie das Kommando `dselect' aufrufen - oder andere Kommandos wie: # dpkg -l | pager oder # dpkg --get-selections > ~/curr-pkgs.txt Es ist wu"nschenswert alle Holds vor der Aktualisierung zu entfernen. Sollte eines der Pakete das fu"r das Upgrade wichtig ist auf Hold sein, wu"rde die Aktualisierung nicht funktionieren. Auf die folgende Art und Weise ko"nnen Sie herausfinden, ob Pakete auf Hold sind: # dpkg --audit Wenn Sie ein Paket lokal vera"ndert und neukompiliert haben und es nicht umnannten oder die Versionsnummer drastisch erho"hten mu"ssen Sie es auf Hold setzen um eine Aktualisierung zu verhindern. Den Status `hold' kann man im `dselect' Programm durch dru"cken der Taste H einstellen, oder durch folgende Aktionen erreichen: dpkg --get-selections > ~/curr-sels.txt A"ndern Sie nun in dieser Datei den Status von "hold" auf "install" (oder umgekehrt) und fu"hren Sie danach mit Root-Rechten, folgendes Kommando aus: dpkg --set-selections < ~/curr-sels.txt 3.2.2. Spezielle Bemerkungen fu"r SSH-Anwender ---------------------------------------------- Die kommerzielle SSH Version aus dem Paket `ssh' (vor Release 2.2) oder im Paket `ssh-nonfree' (Release 2.2) wurde durch die DFSG freie OpenSSH Variante im Paket `ssh' ersetzt. Die kommerzielle Variante ist nicht mehr verfu"gbar. Das Paket `ssh' entha"lt eine Debconf Frage ob Sie die SSH Konfiguration in eine OpenSSH kompatible wandeln wollen. Bitte beachten Sie dass `ssh' in dieser Release root logins per default zula"sst (Diese waren in 2.2 abgestellt). Wenn sie dieses Feature nicht beno"tigen stellen Sie sicher dass die `PermitRootLogin' option in `/etc/ssh/sshd_config' auf `no' gestellt ist. Um sicherzustellen dass dpkg diese Datei niemals vera"ndert editieren Sie sie einfach. Das zufu"gen einer Leerzeile ist genug. 3.2.3. Beachtenswerte Verzeichnisse ----------------------------------- Es ist wichtig, dass das `/etc/rcS.d'-Verzeichnis existiert. Dies ist in erster Linie fu"r das Upgrade wichtig, da die Installation des `libc6' Paketes sonst fehlschlagen wu"rde. Das `/usr/share/doc' Verzeichnis (wenn es bereits existiert) sollte kein Symlink (zB auf `/usr/doc') sein, da dadurch die Installation einiger Pakete fehlschlagen ko"nnte. Sie ko"nnen `/usr/doc' aber auf `/usr/share/doc' symlinken. Bitte beachten Sie, dass Sie, wenn Sie einen solchen Symlink verwenden, eine Vielzahl von Meldungen u"ber nicht verschiebbare Dateien in `/usr/doc' erhalten werden. Dies ist normal. Sie ko"nnen diese Meldungen ignorieren. 3.3. Vorbereiten der Quellen fu"r APT ------------------------------------- Die empfohlene Methode das System zu aktualisieren ist die Nutzung von `apt-get' durch `dselect' wie es im folgenden beschrieben wird. Die eingebaute Abha"ngigkeitsanalyse erlaubt saubere und einfache Aktualisierungen/Installationen. Sie sollten _keine_ gro"sseren Paket-Aktualisierungen mit anderen "Access"-Methoden als `apt' in `dselect' durchfu"hren, da diese, anders als die `apt' Methode, keine logische Paketordnung durchfu"hren und deswegen nicht so verla"sslich bei der Aktualisierung sind. Obendrein sind solche Aktualisierungen nicht gut getestet und werden von Debian nicht unterstu"tzt wenn Fehler auftreten. Alle Paket-Installations-Operationen mu"ssen mit Superuser-Rechten ausgefu"hrt werden, entweder als root oder mit `sudo' um zu den notwendigen Rechten zukommen Bevor Sie die Aktualisierung starten, mu"ssen Sie zuna"chsts die `apt'-Konfiguration fu"r die Paketliste anpassen. `/etc/apt/sources.list'. `apt' verwendet alle Pakete, die u"ber jede "`deb'" Zeile gefunden werden ko"nnen und installiert die Pakete mit der ho"chsten Versionsnummer, wobei die Priorita"t in den ersten angefu"hrten Zeilen liegt. So ko"nnen Sie z.b. erst ihr Paketverzeichnis auf der Festplatte, dann CD-ROMs und dann HTTP/FTP Server angeben. 3.3.1. Angabe von zusa"tzlichen APT Internet Quellen ---------------------------------------------------- Die standardma"ssige Konfiguration ist fu"r die Installation von den Haupt-Debian-Internet-Servern ausgerichtet, Sie ko"nnen jedoch nach Belieben in der Datei `/etc/apt/sources.list' andere Mirror eintragen. Am besten sind Mirror geeignet, die Ihrem Netzwerk am na"chsten sind. Die Adressen der HTTP oder FTP Mirror finden Sie unter http://www.debian.org/distrib/ftplist (Sie finden sie im Abschnitt "Full list of mirrors"). HTTP Mirror sind fu"r gewo"hnlich schneller als FTP Mirror. Nehmen wir zum Beispiel an, Ihr na"chstgelegener Debian Mirror ist `http://mirrors.kernel.org/debian/'. Wenn Sie sich diesen Spiegel mit einem Browser oder einem FTP-Programm genauer ansehen, werden Sie feststellen, dass die Hauptverzeichnisse auf die folgende Art und Weise angeordnet sind: http://mirrors.kernel.org/debian/dists/woody/main/binary-arm/... http://mirrors.kernel.org/debian/dists/woody/contrib/binary-arm/... Um diesen Mirror mit `apt' zu verwenden, erga"nzen Sie die Datei `sources.list' file mit der folgenden Zeile: deb http://mirrors.kernel.org/debian woody main contrib Beachten Sie, dass ``dists'' implizit dazugegeben wird und die Argumente die nach der Release folgen, verwendet werden um Pfade in mehrere Verzeichnisse zu erstrecken. Wenn der Spiegel auch non-US Abschnitte unter http://mirrors.kernel.org/debian/debian-non-US entha"lt, so fu"gen Sie zusa"tzlich folgende Zeile hinzu: deb http://mirrors.kernel.org/debian/debian-non-US woody/non-US main contrib Nachdem Sie die neuen Quellen angegeben haben, deaktivieren Sie die vorherigen "`deb'" Zeilen in `sources.list', in dem Sie eine Raute (`#') am Beginn der Zeile setzen. Jedes Paket, dass fu"r die Installation beno"tigt wird und u"ber das Netz geladen wird, wird im Unterverzeichnis `/var/cache/apt/archives' wa"hrend des Downloads gespeichert. Vergewissern Sie sich daher vor der Aktualisierung dass Ihnen genu"gend Platz zur Verfu"gung steht. Bei einer durchschnittlichen Installation von Debian mu"ssen Sie mit zirka 300 MB Downloadvolumen rechnen. Beachten Sie, wenn Sie die statische Version von `apt' und `dpkg' verwenden, dass das hostname-lookup kaputt ist (dies ist ein Grund warum man auch das normale `apt' verwenden sollte, wenn man u"ber das Netz aktualisiert. Die Lo"sung ist einfach. Schreiben Sie die IP-Adresse des Mirrors in in die "`deb'" Zeile. (Die IP-Adresse finden Sie mit nslookup: `nslookup Servername') 3.3.2. Hinzufu"gen von APT Local Mirror Sources ----------------------------------------------- Anstatt HTTP oder FTP Paket-Mirror, ko"nnen Sie, wenn Sie mo"chten, auch `/etc/apt/sources.list' a"ndern um einen Spiegel auf der lokalen Festplatte (evtl. NFS-mounted) zu verwenden. Nehmen wir an Ihr Paket-Mirror liegt auf `/var/ftp/debian/', und hat viele Hauptverzeichnisse die wie folgt aussehen: /var/ftp/debian/dists/woody/main/binary-arm/... /var/ftp/debian/dists/woody/contrib/binary-arm/... Um dies mit `apt' zu verwenden, fu"gen Sie folgende Zeile zu `sources.list': deb file:/var/ftp/debian woody main contrib Beachten Sie dass ``dists'' implizit hinzugefu"gt wird, und dass die Argumente die nach der Release stehen dazu verwendet werden um den Pfad in mehrere Verzeichnisse zu erweitern. Wenn Ihr lokaler Mirror non-US/*-Abschnitte unter `/var/ftp/debian-non-US' entha"lt, so fu"gen Sie die folgende Zeile hinzu: deb file:/var/ftp/debian-non-US woody/non-US main contrib Nachdem Sie neue Quellen hinzugefu"gt haben, deaktivieren Sie die vorgehenden "`deb'" Zeilen in dem Sie eine Raute (`#') an den Beginn der Zeile setzen. 3.3.3. Hinzufu"gen von APT CD-ROM Quellen ----------------------------------------- Installieren Sie bitte, wie oben beschrieben, zuerst die aktuelle Version von `apt' und `dpkg'. Wenn Sie _ausschliesslich_ CDs verwenden mo"chten, kommentieren Sie die bestehenden "`deb'" Zeilen in `/etc/apt/sources.list' aus, in dem Sie eine Raute (`#') an den Beginn der Zeile setzen. Vergewissern Sie sich, dass es eine Zeile in der Datei `/etc/fstab' gibt, die das mounten Ihres CD-ROM-Laufwerks in `/cdrom' ermo"glicht (der exakte `/cdrom'-Mountpoint wird fu"r `apt-cdrom' beno"tigt). Nehmen wir an, Ihr `/dev/hdc' sei das CD-ROM-Laufwerk, dann sollte `/etc/fstab' folgende Zeile beinhalten: /dev/hdc /cdrom auto defaults,noauto,ro0 0 Beachten Sie, hier darf _kein Leerzeichen_ zwischen den Wo"rtern `defaults,noauto,ro' im vierten Feld sein. Um sicher zu gehen, dass es funktioniert, legen Sie eine CD ein und versuchen Sie diese zu mounten. mount /cdrom (dies mountet die CD am Mount-Point) ls -alF /cdrom (dies sollte das Root-Verzeichnis der CD anzeigen) umount /cdrom (unmountet die CD) und fu"hren Sie danach den folgenden Befehl apt-cdrom add fu"r jede weitere bina"re Debian CD-ROM aus, um die Daten u"ber die CD in APT's Datenbank einzufu"gen. 3.4. Aktualisierung mit dselect ------------------------------- Die empfohlene Methode auf Debian GNU/Linux 3.0 zu aktualisieren ist die Benutzung von `dselect'. Dieses Tool trifft sicherere und bessere Entscheidungen u"ber Pakete als `apt-get'. Wenn `dselect' nicht installiert ist installieren Sie es bitte jetzt. Die Methode um auf das Debian Archive zuzugreifen (unter Nutzung von APT) wurde bereits konfiguriert, aber Sie ko"nnen diese im "[A]ccess" menu von dselect umstellen. Wenn Sie mit Ihren Einstellungen zufrieden sind starten Sie den na"chsten Schritt mit der Auswahl von "[U]pdate". Dies wird die Paketdatenbank aktualisieren. Wenn dabei keine Probleme auftraten wa"hlen Sie nun "[S]elect" im Menu" und `dslect' wird die verfu"gbaren Paketlisten lesen und intelligent entscheiden welche Pakete eine Aktualisierung beno"tigen, sowie welche Pakete neuinstalliert werden mu"ssen um die Aktualisierung zu vervollsta"ndigen. Es wird ausserdem Pakete anbieten die gelo"scht werden sollten. Durch Beta"tigen der Return-Taste in der Paketauswahl bekommen Sie entweder einen Bildschirm zur Lo"sung von Abha"ngigkeitsproblemen (wo Sie A"nderungen vornehmen ko"nnen und erneut Return dru"cken) oder Sie landen direkt wieder im Menu. Hilfe in der Paketauswahl bekommen Sie durch Dru"cken der Taste "?". Nachdem die Paketauswahl getroffen wurde ist es notwendig die neuen Paketversionen zu installieren. Um dies zu tun wa"hlen Sie "[I]nstall" aus dem Menu. Dies wird alle Pakete herunterladen und installieren, mit Hilfe von `apt'. In der Zwischenzeit ist genug Zeit fu"r eine Tasse Tee oder Kaffee. Die beiden letzten Schritte sind "[C]onfig" und "[R]emove" welche den Aktualisierungsprozess vervollsta"ndigen indem neue Pakete konfiguriert und redundante Pakete gelo"scht werden. 3.5. Aktualisierung mit direkter Nutzung von apt-get (nicht empfohlen) ---------------------------------------------------------------------- Vergessen Sie nicht alle beno"tigten Partitionen (zB die Root- und die `/usr'-Partitions) read-write zu mounten. Dies geht zum Beispiel mit folgendem Kommando: mount -o remount,rw / Angenommen Sie haben bereits `apt''s `sources.list' wie oben beschrieben konfiguriert. Fu"hren Sie nun folgendes aus (als root): apt-get update Dies synchronisiert die Paketlisten aus Ihren Quellen und aktualisiert die Informationen u"ber neue und aktualisierte Pakete. Es wird dringend empfohlen das Programm `/usr/bin/script' fu"r die Aufzeichnung eines transcripts der Aktualisierung zu benutzen. Sollten irgendwelche Probleme dabei auftreten haben Sie ein Log der durchgefu"hrten Aktionen und ko"nnen, so beno"tigt, detaillierte Informationen in einem Bug-Report geben. Fu"hren Sie dafu"r folgendes Kommando aus script -a ~/upgrade-to-woody.typescript Lassen Sie das Transcript nicht in ein tempora"res Verzeichnis wie `/tmp' oder `/var/tmp' schreiben, da diese bei der Aktualisierung oder bei einem Neuboot gelo"scht werden ko"nnen. Es ist wichtig die Pakete apt, dpkg und debconf zu aktualisieren bevor sie den eigentlich Aktualisierungsprozess starten. Apt wurde entscheidend weiterentwickelt seit dem letzten Release. Debconf ist ein wesentliches tool welches extensiv von den Paketen benutzt wird. apt-get install dpkg apt debconf Dies installiert die neuesten Versionen von `dpkg', `apt' und `debconf', welche fu"r den Rest der Aktualisierung beno"tigt werden. Es aktualisiert ausserdem einige notwendige Systembibliotheken zu den neuesten Versionen. Wenn debconf nachfragt welchen Typ Fragen es stellen soll, wa"hlen Sie nicht 'critical' oder sie werden wichtige Fragen verpassen. Einige Leute bevorzugen es zuerst auszuprobieren was bei der Aktualisierung passiert. Benutzen Sie dazu apt-get --fix-broken --show-upgraded --simulate dist-upgrade | pager Dies dauert zwar eine Weile, es kann Sie allerdings vor bo"sen U"berraschungen bewahren. Es teilt Ihnen mit was mit Ihrem System nicht in Ordnung ist, und wie Sie dieses Problem lo"sen ko"nnen. Es teilt Ihnen auch mit, was wa"hrend des Upgrades passiert. Schenken Sie besonders den Paketen, die "REMOVED" werden grosse Aufmerksamkeit. Keine wichtigen Pakete sollten hier aufgelistet werden. Nachdem Sie sichergestellt haben, dass `apt-get' gut funktioniert starten Sie apt-get --fix-broken --show-upgraded dist-upgrade Dies fu"hrt eine komplette Aktualisierung Ihres Systems durch. Es installiert zB die neueste Version aller Pakete und lo"st mo"gliche Abha"ngigkeitsa"nderungen zwischen Paketen in verschiedenen Releases. Wenn es notwendig ist, installiert es einige neue Pakete (zu meist neue Library-Versionen, oder es benennt Pakete um) und entfernt obsolete Pakete die Konflikte verursachen. Wenn Sie von CD-ROMs aktualisieren, werden Sie an bestimmten Punkten dazu aufgefordert eine bestimmte CD einzulegen. Eventuell mu"ssen Sie dieselbe CD mehrere Male einlegen; da die Pakete inter-related und u"ber die gesamten CDs verstreut sind. Neue Versionen von derzeit installierten Paketen, die nicht aktualisiert werden ko"nnen ohne den Installations-Status eines anderen Pakets zu vera"ndern, bleiben unvera"ndert (angezeigt als "held back", also als zuru"ckgehalten). Dadurch kann es notwendig werden mit `dselect' oder `dpkg' einige Pakete zu lo"schen und neuzuinstallieren um alle Abha"ngigkeiten aufzulo"sen. Alternativ kann `apt-get dselect-upgrade' nach einem `apt-get -f dist-upgrade' probiert werden. (Siehe auch apt-get(8) manpage). Die `--fix-broken' (oder nur `-f') Option la"sst `apt' versuchen ein System mit kaputten Abha"ngigkeiten zu reparieren. `apt' versucht kaputte Abha"ngigkeiten im System zu vermeiden. 3.5.1. Mo"gliche Probleme wa"hrend oder nach einer Aktualisierung ----------------------------------------------------------------- Manchmal ist es notwendig die APT::Force-LoopBreak-Option in APT zu aktivieren, damit man bei eventuell auftretenden Conflicts/Pre-Depends-Schleifen tempora"r wichtige Pakete entfernen kann. `apt-get' wird sie daru"ber informieren und die Aktualisierung abbrechen. Sie ko"nnen dass umgehen indem Sie die `-o APT::Force-LoopBreak=1' Option fu"r `apt-get' benutzen. Es ist auch mo"glich, dass die Abha"ngigkeitsstruktur des Systemes so kaputt ist, dass ein manueller Eingriff notwendig wird. Fu"r gewo"hnlich bedeutet dies dass `dselect' verwendet werden muss oder dpkg --remove um einige der kaputten Pakete zu lo"schen, oder apt-get --fix-broken --show-upgraded install dpkg --configure --pending Im Extremfall ko"nnen Sie mit dem folgenden Befehl eine Re-Installation einleiten: dpkg --install /path/to/packagename.deb Nachdem dies gekla"rt ist, sollten Sie das Upgrade fertigstellen ko"nnen, indem Sie das vorhin beschriebene `dist-upgrade' wiederholen. Wa"hrend der Aktualisierung werden Sie einige Fragen zur Konfiguration oder erneuten Konfiguration von Paketen gestellt bekommen. Wenn Sie gefragt werden ob eine Datei in den Verzeichnissen `/etc/init.d' oder `/etc/terminfo', oder die Datei `/etc/manpath.config' durch die Datei des Paket-Maintainers ersetzt werden soll, so ist es normalerweise notwendig mit `yes' zu antworten um sicherzustellen dass dass System in einem konsistenten Zustand ist. Sie ko"nnen die alte Version immer wiederherstellen, da sie mit der Erweiterung `.dpkg-old' gesichert wird. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie tun sollen, schreiben Sie den Namen des Pakets oder der Datei auf und ku"mmern Sie sich spa"ter darum. Sie ko"nnen immer noch in der Transcript-Datei nach der Meldung suchen, die am Bildschirm wa"hrend des Upgrades ausgegeben wurde. 3.5.2. Was Sie vor dem na"chsten Neustart tun sollten ----------------------------------------------------- Wenn `apt-get dist-upgrade' beendet wurde, ist das "formelle" Upgrade fertig, aber es gibt noch ein paar Kleinigkeiten die man _vor_ dem na"chstem Neustart beachten sollte. Am wichtigsten ist, dass die Pakete `locales' und `util-linux' eventuell noch installiert werden mu"ssen. Dies kann mit folgendem Befehl erledigt werden. apt-get install locales util-linux Wenn Sie von Debian version 2.0 oder fru"her kommen, entfernt dieser Schritt das `getty'-Paket, da sich `getty' nun im `util-linux'-Paket befindet. Es mu"ssen wahrscheinlich mehr Pakete installiert werden als `apt-get' vorschla"gt, da `apt-get' nicht automatisch die Pakete auswa"hlt die von anderen abha"ngen (z.B. alle Pakete in Recommends: and Suggests: fields). Diese sind aber sehr einfach zu finden. Verwenden Sie dafu"r `dselect' oder ein anderes graphisches Frontend. Wa"hlen Sie unter `dselect' die `apt' Method mit [A]ccess (wenn Sie dies noch nicht getan haben) und erneuern Sie die Datenbank mit den Paketinformationen indem Sie [U]pdate aufrufen. Danach dru"cken Sie `o', `o', `v' und Shift-d in [S]elect und suchen Sie nach der --- Obsolete and local packages present on system --- header. In diesen Abschnitt werden alle solchen Pakete angezeigt. Zum Beispiel wurde das alte Paket `gimp' durch `gimp1.2' ersetzt. Sie ko"nnen entweder neue Pakete mit `dselect' installieren (welches dann in Auflo"sung des Konfliktes das alte Paket entfernt) oder mit folgendem Befehl apt-get install gimp1.2 die a"ltere Version ersetzen (Sie mu"ssen nur besta"tigen). Ein anderes Beispiel das oft nicht gezeigt wird - nicht einmal unter `dselect', sind telnet/talk Clients und Server, sowie die NFS-Server, die von dem alten `netstd'-Paket getrennt wurden. Sie ko"nnen diese durch den folgenden Befehl installieren: apt-get install telnet telnetd talk talkd nfs-server Das selbe gilt fu"r `manpages-dev', das von `manpages' getrennt wurde. Wenn Sie mehr u"ber die Aufsplittung in Pakete erfahren mo"chten, lesen Sie bitte im vorherigen Release-Notes-Dokument nach. Sie finden dort unter Abschnitt 6.1, `Umbenannte Pakete' und Abschnitt 6.2, `Aufgeteilte Pakete' eine Liste der geteilten Pakete. Wenn Sie von Debian Version 2.0 oder fru"her aktualisieren _und_ Sie X Window installiert haben, so geben Sie bitte die folgenden Befehle ein: apt-get remove xbase apt-get install xfonts-base xfonts-75dpi xfonts-100dpi xfonts-scalable Wenn Sie `xdm' nicht wa"hrend des boot-Vorganges starten mo"chten ("X autostart"), fu"hren Sie bitte folgenden Befehl aus: apt-get remove xdm Weitere Informatitonen finden Sie unter `/usr/share/doc/xfree86-common/README.Debian-upgrade' aber das waren an und fu"r sich die notwendigen Schritte. Das Konfigurations-System fu"r die Kernel-Module hat sich seit Debian GNU/Linux release 2.0 vera"ndert. Wenn Sie von Debian 2.0 oder fru"her kommen, so mu"ssen Sie Ihr System vor dem na"chsten Reboot konvertieren. Normalerweise sollte das ausfu"hren von `update-modules force' ausreichend sein; es wird Ihnen dennoch nahegelegt die Manual Pages update-modules(8) durchzulesen. Beachten Sie, dass der Linux-Kernel _nicht_ durch diese Schritte aktualisiert wird, Sie ko"nnen nun, wenn Sie mo"chten, das `kernel-image-*'-Paket selbst installieren oder einen benutzerdefinierten Kernel kompilieren Geniessen Sie Ihr neues Debian GNU/Linux 3.0-System! :-) ------------------------------------------------------------------------------- 4. Errata --------- 4.1. Hinweise fu"r die Benutzer von Virenscannern ------------------------------------------------- Die Benutzer von Virenscannern wie z.B `amavis', `scannerdaemon' und `clamav' sollten ihre Pakete auf jeden Fall aktuell halten, ansonten besteht die Mo"glichkeit, dass ein fehlerhaftes Paket einem Virus ermo"glicht, in das System einzudringen oder es zu verlassen, was schlimme Konsequenzen haben ko"nnte. Es sollte auch erwa"hnt werden, dass die Virendatenbank in woody nun statisch und u"berflu"ssig ist. Eine mo"gliche Lo"sung ist die Verwendung des "pinning"-Features von `apt' fu"r die Antivirus-Pakete aus testing oder unstable. 4.2. Estnische Zeitzone ----------------------- Die gesetzliche Regelung Nr. 84 (21.02.2002, Estnische Regierung), gu"ltig ab dem 01.03.2002, legt fest, dass ab diesem Jahr (Fru"hling 2002) eine Sommerzeit in Estland eingefu"hrt wird. Diese beginnt am letzten Sonntag des Monats Ma"rz um 01:00 Uhr GMT (03:00 Uhr lokaler Zeit) und endet am letzen Sonntag des Monats Oktober, 01:00 Uhr GMT (04:00 Uhr lokaler Zeit). Sie sollten in der Lage sein, genau die selbe Konfiguration wie fu"r Helsinki, zu finden in der Datei `/usr/share/zoneinfo/Europe/Helsinki', zu verwenden. ------------------------------------------------------------------------------- 5. Weitere Informationen u"ber Debian GNU/Linux ----------------------------------------------- 5.1. Weiterefu"hrende Informationen ----------------------------------- Informationen u"ber Release-Notes und Installation-Guide hinaus finden Sie im Debian Documentation Project (DDP), dessen Ziel es ist, eine hoch-qualitative Dokumentation fu"r Debian-User und Entwickler zu erstellen. Die Dokumentation beinhaltet unter anderem einen Debian Guide, Debian Maintainers Guide und Debian FAQ, sowie vieles mehr. Sie finden diese Informationen auch im Web unter http://www.debian.org/doc/ddp Dokumentationen u"ber individuelle Pakete sind unter `/usr/share/doc/' verfu"gbar, dies beinhaltet zumeist Copyright Informationen, Debian spezifische Details und Upstream-Dokumentationen. 5.2. Hilfe erhalten ------------------- Es gibt viele Hilfe-Quellen, Ratschla"ge und Support fu"r Debian Nutzer, aber auf diese sollten Sie erst dann zuru"ckgreifen, wenn die Suche nach den beno"tigen Informationen in den Dokumentationen aller Quellen erfolglos verlief. Dieser Abschnitt bietet eine kurze Einfu"hrung in diese Quellen, die fu"r Debian-Neulinge sehr hilfreich sein ko"nnen. 5.2.1. Mailinglisten -------------------- Die interessanteste Mailingliste fu"r deutsche Debian Nutzer ist debian-user-german, aber auch andere sind interessant. Fu"r Informationen u"ber diese Listen besuchen sie http://lists.debian.org/. Bitte suchen Sie im Archiv bevor sie eine Frage an die Liste stellen, ob nicht bereits jemand diese Frage stellte und eine Antwort vorhanden ist. Beachten sie ausserdem die Netiquette. 5.2.2. Internet Relay Chat -------------------------- Debian hat einen IRC-Channel der sich mit Support und Hilfe von Debian-User im Open Project IRC Network befasst. Das Open Project IRC Network bietet durch das Teilen von Resourcen hilfreiche Informationen. Diesen IRC-Channel ko"nnen Sie mit Ihrem IRC-Client unter irc.openproject.net unter #debian erreichen. Ein deutschsprachiger Channel ist #debian.de. Bitte halten Sie sich an die Richtlinien des Channels und respektieren Sie die anderen User. Weitere Informationen zu Open Projects finden Sie auf deren Webseite: OpenProjects.Net (http://www.openprojects.net). 5.3. Bugs berichten ------------------- Wir versuchen Debian GNU/Linux zu einem Betriebssystem ho"chster Qualita"t zu machen, aber dies bedeutet leider nicht dass die Pakete die wir anbieten komplett frei von Bugs sind. Als einen Service an unsere Nutzer bieten wir alle Informationen u"ber Fehler in unserem eigenen "Bug Tracking System" (BTS) an. Sie ko"nnen dieses u"ber bugs.debian.org (http://bugs.debian.org/) erreichen. Dies geschieht in U"bereinstimmung mit Debians offenem Entwicklungsmodell. Wenn Sie einen Bug in der Distribution oder in einem Paket davon finden berichten Sie diesen bitte, so das er fu"r die na"chste Release behoben werden kann. Um einen Bug zu berichten beno"tigen Sie eine gu"ltige Email Adresse, da die Entwickler so mit der berichtenden Person in Kontakt treten ko"nnen wenn Sie weitere Informationen beno"tigen. Sie ko"nnen einen Bericht entweder durch die Nutzung von `reportbug' oder von `bug' (verfu"gbar in entsprechenden Paketen), oder manuell durch Nutzung von email einsenden. Sie ko"nnen mehr u"ber das BTS und seine Benutzung erfahren wenn Sie die Referenz-Karte (zu finden in `/usr/share/doc/debian' bei einem installierten System) oder online im Bug Tracking System (http://bugs.debian.org/) lesen. 5.4. Zu Debian beitragen ------------------------ Sie mu"ssen kein Experte sein um zu Debian beizutragen. Indem Sie unseren Nutzern bei Ihren Problemen helfen (siehe Mailinglisten (http://lists.debian.org/)) helfen Sie bereits mit. Probleme zu identifizieren (und zu lo"sen) ist ebenfalls sehr hilfreich. Um Debians hohe Qualita"t zu erhalten berichten Sie Bugs (http://bugs.debian.org/) und helfen Sie den Entwicklern diese einzukreisen und zu lo"sen. Wenn Sie gut mit Worten umgehen ko"nnen, ko"nnen sie durch das Schreiben von Dokumentation (http://www.debian.org/doc/ddp) oder bersetzungen (http://www.debian.org/international/) ebenfalls mithelfen. Wenn Sie mehr Freizeit haben ko"nnen Sie ein Stu"ck freier Software innerhalb Debians verwalten. Sehr hilfreich ist es wenn Pakete u"bernommen werden nach denen gefragt wurde. Eine Liste solcher Pakete ist in der sogenannten Work Needing and Prospective Packages database (http://www.debian.org/devel/wnpp/) zu finden. Wenn Sie Interesse in einer speziellen Entwicklungsrichtung haben, werden sie vielleicht Freude daran haben an einem Subproject von Debian teilzunehmen. Diese umfassen das portieren von Debian auf neue Architekturen und Debian Jr. (http://www.debian.org/devel/debian-jr/) und Debian Med (http://www.debian.org/devel/debian-med/). Ganz egal, solange Sie auf irgendeine Art in der Free Software Community mitarbeiten, sei es als Nutzer, Programmierer, als Verfasser von Dokumentationen oder U"bersetzungen helfen Sie bereits der freien Software. Etwas beizutragen ist lohnend und spassig, und es erlaubt Ihnen, neue Leute kennenzulernen. Ausserdem bekommen Sie dann dieses wohlig-warme Gefu"hl in Ihnen, weil Sie was Gutes getan haben. ------------------------------------------------------------------------------- 6. Appendix ----------- 6.1. Umbenannte Pakete ---------------------- Die folgenden Pakete wurden wie gezeigt umbenannt. In den meisten, wenn nicht sogar allen, Fa"llen wurden entsprechende Conflicts:, Replaces: und Provides: Felder (oder sogar dummy Pakete) bereitgestellt, so dass die neuen Pakete automatisch installiert und/oder die alten ersetzt oder entfernt wurden. Dies gilt auch fu"r Pakete die in andere integriert wurden, da dies dasselbe Ergebnis wie ein Umbenennen ergibt. gimp -> gimp1.2 (GIMP1.2 release only) dict-web1913 -> dictgcide amcl -> gnome-mud rstart -> xutils rstartd -> xutils xbooks -> xspecs xfonts-cjk -> xfonts-base xcontrib -> xbase-clients xlib6g-static -> xlibs-dev listar -> ecartis cln -> libcln2 cln-dev -> libcln-dev pgp-i, pgp-us -> pgp cvs-doc -> cvs acm -> acm4 user-ja -> language-env expect5.31, expect5.24 -> expect sgml-tools -> linuxdoc-tools sgmltools-2 -> sgmltools-lite bonnie -> bonnie++ c2ps -> a2ps camlp4 -> ocaml corel-util -> nwutil crossfire-sounds -> crossfire-client-sounds cslatex, csplain, cstexfonts -> tetex cspsfonts -> tetex-extra custom-mule -> mule2-support docbook2x, cygnus-stylesheets -> docbook-utils db -> db2 dgs -> xfree86 docbook-stylesheets -> docbook-dsssl genius, drgeo -> drgenius egcs1.0 -> egcs1.1 emacs19 -> emacs20 f77reorder -> g77 flim1.13 -> flim gdict -> gnome-utils libgmp2, gmp, gmp1 -> libgmp3 gnome-users-guide-en -> gnome-user-docs gnomehack -> nethack gpasm -> gputils gsl-ref-pdf -> gsl-ref-ps gstep-core -> gnustep-core gstep-extensions -> gnustep-extensions gstep-guile -> gnustep-guile gzilla -> dillo hanterm -> hanterm-xf imap -> uw-imap iplogger -> ippl jgroff -> groff lib-sax-java, lib-xp-java, lib-xt-java -> xalan2, libxt-java libansicolor-perl -> perl libape -> libcommonc++ libgc4 -> libgc6 libgcj -> libgcj2 libid3 -> id3lib libmalaga1 -> malaga libmpeg-mp3info-perl -> libmp3-info-perl libpth -> pth libv1.22 -> libv1.25 listar -> ecartis lvm -> lvm10 mdutils -> raidtools2 mutt-ja -> mutt myodbc2.50.26 -> libmyodbc oldncurses, ncurses3.4, ncurses4.2 -> ncurses (5.2) nfs-server -> nfs-user-server palm-doctoolkit -> pyrite-publisher pbm2ppa -> pnm2ppa pcre, pcre2 -> pcre3 puzzle -> tree-puzzle rt -> root-tail selfhtml -> chaos, t-gnus sgmlspm -> libsgmls-perl synaptics -> tpconfig tknamazu -> namazu2 typist -> gtypist umich-ldap -> openldap wanderlust2 -> wl-beta wdsetup -> nictools-nopci wnn6-dev -> wnn6-sdk wxftp -> axyftp xacc -> gnucash xjscal -> libjsw zope-siteaccess -> zope Obwohl wir uns bemu"ht haben, die Liste zu vervollsta"ndigen, ist es mo"glich, dass sie noch immer nicht ganz komplett ist. 6.2. Aufgeteilte Pakete ----------------------- Zwischen Release 2.2 (`potato') und 3.0 (`woody') wurden zahlreiche Pakete in zwei oder mehrere Pakete gesplittet. Der allgemeine Grund fu"r diese Aufteilung ist, dass die originalen Pakete ein Set von diversen Funktionen angeboten haben und nur einige wenige User - falls u"berhaupt - diese Funktionen verwendet haben. Einige Pakete zeigen einen Hinweis wa"hrend der Installation, andere erwa"hnen es in der Paketbeschreibung und manche ignorieren es einfach. Wenn Sie in einem bekannten Paket alte Funktionen vermissen, pru"fen Sie die unten angefu"hrte Liste, ob Sie zusa"tzliche Pakete nachinstallieren mu"ssen um die gewohnte Funktionalita"t wiederherzustellen. Sollte dies fehlschlagen, so u"berpru"fen Sie das Changelog fu"r die Pakete: `/usr/share/doc//changelog.Debian.gz'. Diese Liste entha"lt gesplittete Pakete (die Liste ist mo"glicherweise nicht komplett) isdnutils -> ipppd, isdnlog, isdnutils-doc, isdnutils-xtools, isdnvboxserver, isdnvboxclient xpdf -> xpdf-reader, xpdf-utils, xpdf-chinese-simplified, xpdf-chinese-traditional, xpdf-cyrillic, xpdf-japanese, xpdf-korean,xpdf-thai cupsys -> cupsys (CUPS daemon), cupsys-client (CUPS client), cupsys-pstoraster (postscript rasterizer) groff -> groff-base, groff, groff-x11 xspectemu -> spectemu-common, spectemu-svga, spectemu-x11 ecpg -> libecpg3 (library), postgresql-dev (development files) postgresql-pl -> libpgperl, libpgtcl netbase -> netbase, portmap, ifupdown, ipautofw, ipchains, ipfwadm, ipmasqadm, iputils, net-tools, netkit-base uqwk -> uqwk, uqwk-spool tetex-bin -> tetex-bin, texi2html xproxy -> lbxproxy, proxymngr, xfwp xlib6g -> xlibs, libxaw6 xlib6g-dev -> libxaw6-dev, xlibs-dev xbase-clients, xlib6g-dev, xcontrib -> xutils xconq -> xconq, xconq-common python-imaging-doc -> python-imaging-doc, python-imaging-doc-html, python-imaging-doc-pdf gnumeric -> gnumeric, gnumeric-doc, gnumeric-python latex2rtf -> latex2rtf, latex2rtf-doc glade -> glade, glade-gnome, glade-gnome-db, glade-common, glade-doc apmd -> apmd, xapm, libapm1, libapm-dev, powermgmt-base uudeview -> uudeview, xdeview, libuu-dev sysklogd -> sysklogd, klogd xtide -> xtide, xtide-data snack -> libsnack2, libsnack2-dev, libsnack2-doc gnapster -> gnapster, gnapster-gtk proftpd -> proftpd, proftpd-common, proftpd-doc, proftpd-ldap, proftpd-mysql, proftpd-pgsql alsaplayer -> alsaplayer-common, alsaplayer-gtk, alsaplayer-nas, alsaplayer-text, libalsaplayer-dev, libalsaplayer0 6.3. Gelo"schte Pakete ---------------------- 6.3.1. Gelo"schte Pakete wegen fehlendem Maintainer --------------------------------------------------- Diese Pakete wurden gelo"scht weil kein Debian Maintainer interessiert daran war diese zu verwalten. Die Nummer des entsprechenden Fehlerberichtes ist mit angegeben, da dieser weitere Informationen u"ber den Grund der Paketlo"schung entha"lt. Um diese Nummer zu nutzen besuchen sie das Bug Tracking System (http://bugs.debian.org/) und suchen Sie nach der Fehlernummer. Die Angabe "Alternatives" listet Pakete die mo"glicherweise das gelo"schte Paket ersetzen ko"nnen. asclock-gtk Alternatives: asclock, gnome-applets Bug: #91943 bridge, bridgex Bug: #80926 bwnfsd Bug: #107083 dialdcost Bug: #90361 dotfile-doc Bug: #116545 dstool Bug: #68308 dstool-doc Bug: #68309 gmasqdialer Bug: #127196 gnats2w Bug: #123544 ical Bug: #92286 ircd-dalnet Alternatives: ircd, dancer-ircd Bug: #93627 jaztool Bug: #91797 libggidemos Bug: #111965 libliteclue Bug: #95503 libtclobjc Bug: #108187 mico-2.3.0 Bug: #91274 pact Bug: #72432 ppd-gs Bug: #68081 sliplogin Bug: #68104 x48 Bug: #110944 6.3.2. Pakete ohne Upstream Maintainer -------------------------------------- Die Angabe "Alternatives" listet Pakete die mo"glicherweise das gelo"schte Paket ersetzen ko"nnen. Diese Pakete wurden gelo"scht weil Sie keinen Upstream Maintainer mehr haben. Die Nummer des entsprechenden Fehlerberichtes ist mit angegeben, da dieser weitere Informationen u"ber den Grund der Paketlo"schung entha"lt. Um diese Nummer zu nutzen besuchen sie das Bug Tracking System (http://bugs.debian.org/) und suchen Sie nach der Fehlernummer. Die Angabe "Alternatives" listet Pakete die mo"glicherweise das gelo"schte Paket ersetzen ko"nnen. abacus Alternatives: gnumeric Bug: #89715 arena Alternatives: mozilla, konqueror Bug: #83867 bezerk Alternatives: irssi-gtk Bug: #86611 blackjack Bug: #110369 110313 cdwrite Alternatives: cdrecord Bug: #80353 dejasearch Bug: #114643 dsc Bug: #92576 dtm Bug: #82741 empire-ptkei Bug: #86230 express Bug: #80396 fakebo Bug: #82481 gnome-napster Alternatives: gnapster, gnapster-gtk, lopster Bug: #87380 icl-faq Bug: #105385 libhtml-ep-perl Bug: #89376 libtcl-ldap Bug: #113574 macgate Bug: #85261 maplay3 Alternatives: madplay, mpg321, xmms Bug: #132374 pyrite Bug: #102307 scwm Bug: #115814 zicq Alternatives: vicq, gabber, gaim Bug: #117936 6.3.3. Pakete die aus anderen Gru"nden gelo"scht wurden ------------------------------------------------------- Der Grund fu"r die Lo"schung des Paketes ist unter dem Paketnamen angegeben. Die Nummer des entsprechenden Fehlerberichtes ist mit angegeben, da dieser weitere Informationen u"ber den Grund der Paketlo"schung entha"lt. Um diese Nummer zu nutzen besuchen sie das Bug Tracking System (http://bugs.debian.org/) und suchen Sie nach der Fehlernummer. Die Angabe "Alternatives" listet Pakete die mo"glicherweise das gelo"schte Paket ersetzen ko"nnen. ae Replaced by the more user-friendly editor nano Alternatives: nano Bug: #110678 barracuda Moved to non-US but never appeared there darxite Remotely exploitable buffer overflow. Not easy to fix, would require full audit Bug: #87406 dhcpcd Buggy, insecure, better alternatives are available Alternatives: dhcp-client, udhcpc Bug: #81627 dosemu Moved to contrib dtlk Obsolete, now comes with kernel Bug: #97532 empire-pei Out of sync with empire server Bug: #82466 guavac Old, obsolete, jikes is better Alternatives: jikes Bug: #68246 ldp-ligs, ldp-lkmpg, ldp-sag-it License problems Bug: #80782 libdnd Old and unused Bug: #83565 nextaw No longer works with XFree86 4 Alternatives: libxaw7 Bug: #105532 omirr Obsolete; only works with kernel 2.0.11 Bug: #79833 povray-manual Large, non-free, downloadable from web, non-compliant HTML, non-compliant policy Bug: #82587 sharc Obsolete, it was providing relay-filtering for sendmail before sendmail had this feature. Alternatives: sendmail Bug: #92655 ------------------------------------------------------------------------------- Release Notes fu"r Debian GNU/Linux 3.0 (`woody'), ARM Josip Rodin, Bob Hilliard, Adam Di Carlo, Anne Bezemer, Rob Bradford $Id: release-notes.de.sgml,v 1.1 2003/01/04 00:37:57 joy Exp $