Debian GNU/Linux 3.0 installation; Für Intel x86 ------------------------------------------------ Bruce Perens Sven Rudolph Igor Grobman James Treacy Adam Di Carlo Christian Leutloff Alexander Harderer Philipp Frauenfelder Martin Schulze version 3.0.24, 18. Dec. 2002 ------------------------------------------------------------------------------- Zusammenfassung --------------- In diesem Text wird die Installation von Debian GNU/Linux 3.0 für Intel x86 (``i386''); ausführlich beschrieben. Nach den notwendigen Vorbereitungen, wie etwa dem Sichern der alten Daten, liegt das Hauptaugenmerk auf der Installation des Basis-Systems. Wenn Sie von einer bestehenden Debian-Installation auf Debian GNU/Linux 3.0 upgraden möchten, lesen Sie die Debian 3.0 Release Notes (http://www.debian.org/releases/woody/i386/release-notes/). Dieser Text basiert auf ``Installing Debian Linux 3.0'' (http://www.debian.org/releases/woody/i386/install) von Bruce Perens, Sven Rudolph, Igor Grobman, James Treacy und Adam Di Carlo. Copyright Hinweis ----------------- Dieses Dokument kann unter den Bedingungen der GPL weiter vertrieben und modifiziert werden. (C) 1996 Bruce Perens (C) 1996, 1997 Sven Rudolph (C) 1998 Igor Grobman, James Treacy (C) 1998 - 2000 Adam Di Carlo (C) 1997 Christian Leutloff (C) 1998 Alexander Harderer (C) 1999 Philipp Frauenfelder (C) 1998, 1999 Martin Schulze Diese Anleitung ist freie Software. Sie können das Dokument unter den Bedingungen der GNU General Public License, wie von der Free Software Foundation publiziert, vertreiben und/oder modifizieren. Lesen Sie die GNU General Public License für nähere Details. Eine Kopie der GNU General Public License ist auf einem Debian GNU/Linux System unter `/usr/share/common-licenses/GPL' erhältlich, oder im Internet auf der GNU Webseite (http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html). Sie können sie auch direkt von der Free Software Foundation unter der Adresse Free Software Foundation Inc., 59 Temple Place - Suite 330, Boston, MA 02111-1307, USA, beziehen. Wir erwarten, daß Sie Debian und die Autoren dieses Dokuments gebührend in allen weiteren aus diesem Text entstandenen Dokumenten erwähnen. Wenn Sie diesen Text ändern oder verbessern, bitten wir darum, daß uns die Änderungen geschickt werden, lesen Sie dazu bitte Abschnitt 12.2, `Ergänzungen zu diesem Text'. ------------------------------------------------------------------------------- Inhalt ------ 1. Willkommen zu Debian GNU/Linux 1.1. Was ist Debian? 1.2. Was ist GNU/Linux? 1.3. Was ist Debian GNU/Linux? 1.4. Was ist Debian GNU/Hurd? 1.5. Wie komme ich an Debian? 1.6. Wo gibt es die neueste Version des Dokuments? 1.7. Organisation der Installationsanleitung 1.8. Copyrights und Lizenz-Bestimmungen 2. System-Anforderungen 2.1. Unterstützte Hardware 2.2. Installations-Medien 2.3. Arbeitsspeicher- und Festplattenplatzanforderungen 2.4. Netzwerkhardware 2.5. Peripheriegeräte und andere Hardware 2.6. Hardware speziell für GNU/Linux kaufen 3. Vor dem Installieren von Debian GNU/Linux 3.1. Übersicht über den Installationsverlauf 3.2. Sichern Sie Ihre existierenden Daten! 3.3. Benötigte Informationen 3.4. Den Nutzen Ihres Systems planen 3.5. Minimale Hardwareanforderungen 3.6. Vor dem Partitionieren von Multiboot-Systemen 3.7. Debian GNU/Linux von einem Unix/Linux-System installieren 3.8. Vorkonfiguration von Hardware und Betriebssystem 4. Installations-Medien besorgen 4.1. Offizielle Debian GNU/Linux CD-ROM-Sets 4.2. Dateien von Debian-Spiegeln downloaden 4.3. Disketten aus Images erstellen 4.4. Dateien für das Booten von Festplatte vorbereiten 4.5. Dateien für das Booten per TFTP vorbereiten 4.6. Automatische Installation 5. Booten des Installations-Systems 5.1. Bootparameter-Argumente 5.2. Booten von CD-ROM 5.3. Von Disketten starten 5.4. Von einer Festplatte booten 5.5. Über TFTP booten 5.6. Probleme bei der Installation beheben 5.7. Einführung in `dbootstrap' 5.8. ``Choose The Language'' 5.9. ``Versions-Info'' 5.10. ``Debian GNU/Linux Installation - Hauptmenü'' 5.11. ``Tastaturkonfiguration'' 5.12. Letzte Chance! 6. Partitionieren der Festplatte 6.1. Hintergründe 6.2. Einschränkungen bei i386 Systemen 6.3. Empfohlene Partitionierung 6.4. Namen der Gerätetreiber unter Linux 6.5. Partitionierungsprogramme unter Debian Abhängig von der Architektur ihres Rechners, stehen unterschiedliche Programme für die Partitionierung zur Verfügung: 6.6. ``Formatieren und Einbinden einer Swap-Partition'' 6.7. ``Formatieren und Einbinden einer Linux-Partition'' 6.8. ``Einbinden einer bereits formatierten Partition'' 7. Kernel und Basissystem installieren 7.1. ``Installation von Kernel und Modulen'' 7.2. NFS 7.3. Netzwerk 7.4. NFS-Root 7.5. ``Konfiguration der PCMCIA-Unterstützung'' 7.6. ``Laden und Konfigurieren der Treibermodule'' 7.7. ``Konfiguration des Netzwerks'' 7.8. ``Installation des Basissystems'' 8. Ihr neues Debian System booten 8.1. ``Das System bootfähig machen.'' 8.2. Der Augenblick der Wahrheit 8.3. Debian Post-Boot (Base) Konfiguration 8.4. Einstellung der Zeitzone 8.5. MD5-Passwörter 8.6. Shadow-Passwörter 8.7. Einstellen des Root-Passworts 8.8. Normalen Benutzer anlegen 8.9. PPP Konfiguration 8.10. PCMCIA entfernen 8.11. APT Konfigurieren 8.12. Pakete-Installation: Einfach oder Fortgeschritten 8.13. Einfache Paketauswahl: Tasks installieren 8.14. Fortgeschrittene Paketauswahl mit `dselect' 8.15. Konfigurationsdialoge während der Paket-Installation 8.16. Log in 9. Nächste Schritte und Wo es jetzt weitergeht 9.1. Wenn Unix neu für Sie ist 9.2. Orientierung innerhalb von Debian 9.3. DOS/Windows reaktivieren 9.4. Weitere Informationen 9.5. Kernel selbst kompilieren 10. Technische Informationen zu den Bootdisketten 10.1. Quellcode 10.2. Die Notfalldiskette 10.3. Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen 10.4. Vorhandene Module im Voraus laden 11. Anhang 11.1. Weitere Informationen 11.2. Debian GNU/Linux besorgen 11.3. Geräte unter Linux 11.4. Benötigter Plattenplatz für Tasks 11.5. Efffekte von Verbose und Quiet 12. Organisatorisches 12.1. Über dieses Dokument 12.2. Ergänzungen zu diesem Text 12.3. Mitwirkende 12.4. Warenzeichen ------------------------------------------------------------------------------- 1. Willkommen zu Debian GNU/Linux --------------------------------- Wir sind froh, dass Sie sich für Debian GNU/Linux entschieden haben. Wir sind überzeugt davon, dass Sie Debian als einzigartig unter den Betriebssystem-Distributionen erkennen werden. Debian bringt freie Software aus der ganzen Welt zusammen und integriert sie in ein konsistentes Ganzes. Debian ist sicherlich mehr als die Summe seiner Einzelteile. Dieses Kapitel gibt ihnen einen Überblick über das Debian Projekt und Debian GNU/Linux. Wenn sie die Enstehung von Debian und die Debian-Distribution schon kennen können sie dieses Kapitel auch überspringen. 1.1. Was ist Debian? -------------------- Debian ist eine Organisation, die 100% aus Freiwilligenarbeit besteht und sich der freien Software und den Grundsätzen der Free Software Foundation verschrieben hat. Im Jahre 1993 wurde das Projekt von Ian Murdock gestartet, um eine komplette und kohärente Software Distribution auf Basis des relativ neuen Linux Kernels anzubieten. Dieses Projekt wurde mit Hilfe von Software-Entwicklern aus der Taufe gehoben, die mitarbeiten wollten. Diese anfangs kleine Schar an Enthusiasten, die anfangs von der Free Software Foundation (http://www.fsf.org/fsf/fsf.html) gefördert und von der GNU (http://www.gnu.org/gnu/the-gnu-project.html) Philosophie beeinflusst wurden, wuchs über die Jahre zu einer Organisation mit etwa 800 Entwicklern. Die Entwickler sind in eine Vielzahl von Aktivitäten involviert. Darunter befindet sich die Administration des WWW (http://www.debian.org/) und FTP (ftp://ftp.debian.org/) Bereichs, das Design von Grafiken, die Analyse von Software Lizenzen, das Schreiben von Dokumentationen und natürlich auch die Pflege von Softwarepaketen. Um unser Interesse und unsere Sichtweise weiter zu verbreiten und auch um Leute anzusprechen, die an den Grundsätze von Debian festhalten, wurden einige Dokumente publiziert, die unseren Standpunkt erklären und auch darstellen, was es bedeutet, ein Debian Entwickler zu sein. * Jeder, der dem Debian Social Contract (http://www.debian.org/social_contract) zustimmt, kann ein neuer Entwickler (http://www.debian.org/doc/maint-guide/) werden, um neue Software innerhalb von Debian einzubringen und zu warten oder andere Tätigkeiten zu übernehmen. Dies alles muss aber den Debian Qualitätsstandards genügen. * Die Debian Free Software Guidelines (http://www.debian.org/social_contract#guidelines) beschreiben, was freie Software für Debian ist. Dieses Dokument hat großen Einfluss auf die Free Software Movement und stellt die Basis für die Open Source Free Software Guidelines (http://opensource.org/docs/definition_plain.html) dar. * Debian hat auch eine umfassende Spezifikation, die den Qualitätsstandard beschreibt, nämlich die Debian Policy (http://www.debian.org/doc/debian-policy/). Debian Entwickler sind nicht nur in das Debian Projekt involviert, sondern auch in andere Projekte. Manche sind Debian spezifisch, andere betreffen generell Linux und die Community, wie zum Beispiel: * Erstellung der Linux Standard Base (http://www.linuxbase.org/) (LSB). Die LSB ist ein Projekt, um ein Basis Linux System zu standardisieren. Dies ermöglicht Software und Hardware Entwicklern eine leichtere Entwicklung von Software und Hardware Treibern für viele Linux Distributionen. * Der Filesystem Hierarchy Standard (http://www.pathname.com/fhs/) (FHS) hat die Standardisierung des Linux Dateisystem Layouts als Ziel. Dies erleichtert den Entwicklern die Arbeit Software unabhängig einer speziellen Distribution zu erstellen. * Debian Jr. (http://www.debian.org/devel/debian-jr/) ist ein Projekt, das versucht auch den jüngsten Benutzern etwas zu bieten Weitere allgemeine Informationen zu Debian finden Sie in der Debian FAQ (http://www.debian.org/doc/FAQ/). 1.2. Was ist GNU/Linux? ----------------------- Das GNU Projekt hat eine umfassende Kollektion von freien Software Tools erstellt, um sie mit Unix(TM) und Unix ähnlichen Betriebssystemen, wie z.B. Linux, zu verwenden. Dies umfasst z. B. Programme, die einem ein simples Kopieren von Dateien, die Kompilierung eines Programms oder die Bearbeitung von Dokumenten verschiedenster, erlauben. Linux ist ein freies Betriebssystem für Ihren Computer. Ein Betriebssystem besteht aus einer Reihe von grundlegenden Programmen, die Ihr Rechner zum Arbeiten benötigt. Der wichtigste Teil eines Betriebssystems ist der Kernel. Er ist das Programm, welches für alle Basisaufgaben, wie das Ansteuern der verschiedensten Hardware-Komponenten, die Verwaltung des Festplattenplatzes und die Organisation des Arbeitsspeichers, zuständig ist. Er sorgt ebenfalls für das Starten von anderen Programmen. Linux ist streng genommen ausschließlich der Kernel. Umgangssprachlich wird damit jedoch meistens ein GNU/Linux System verstanden, also ein System, das auf dem Linux Kernel (http://www.kernel.org/) sowie vielen GNU-Programmen basiert. Der Linux kernel (http://www.kernel.org/) wurde zum ersten mal 1991 öffentlich erwähnt, als ein finnischer Informatik-Student namens Linus Torvalds eine frühe Version eines Alternativkernels für das Betriebssystem Minix in der Usenet-Gruppe `comp.os.minix' ankündigte. Die genaue Geschichte können sie auf der Linux History Page (http://www.li.org/linuxhistory.php) nachlesen. Linus Torvalds koordiniert die Arbeit von meheren hundert Entwicklern am Linux-Kernel. Eine ausgezeichnete wöchentliche Zusammenfassung der `linux-kernel' Mailingliste finden sie unter Kernel Traffic (http://kt.zork.net/kernel-traffic/). Mehr Informationen über die `linux-kernel' Mailingliste finden sie in der linux-kernel mailing list FAQ (http://www.tux.org/lkml/). 1.3. Was ist Debian GNU/Linux? ------------------------------ Die Kombination aus der Debian Philosophie und Methodologie mit den GNU Tools und dem Linux Kernel haben zu einer einzigartigen Distribution geführt, nämlich Debian GNU/Linux. Die Distribution besteht aus einer großen Anzahl an Software _Paketen_. Jedes Paket besteht aus ausführbaren Dateien, Skripten, Dokumentation und Konfigurationen. Es hat einen _Maintainer_, der für das Paket zuständig ist, der auch sicherstellen muss, dass das Paket mit den anderen in der Distribution harmoniert und keine Probleme beim Installieren bereitet. Das alles resultiert in Debian GNU/Linux, das eine Distribution mit hoher Qualität ist, stabil läuft und auch skalierbar ist. Es kann einfach als kleine Firewall, als Desktop Rechner, oder als Workstation, als High End Client oder Server für das Internet oder für das LAN verwendet werden. Das, was Debian von anderen GNU/Linux Distributionen unterscheidet, ist die fortgeschrittene Paketverwaltung, die von Tools wie z.B. `apt' oder `dpkg' unterstützt wird. Diese Tools geben dem Administrator alle Möglichkeiten um das System zu verwalten; sei es um das ganze System mit all seinen Paketen zu aktualisieren, sei es um nur einzelne Pakete zu aktualisieren oder vom Aktualisieren auszuschließen. Weiters ist es möglich, dem Paketverwaltungssystem mitzuteilen, was für Software Sie von Hand kompiliert und installiert haben und welche Abhängigkeiten damit erfüllt sind. Um Ihr System gegen Trojaner und andere böswillige Software zu schützen, wird bei jedem Paket verifiziert, daß es wirklich von einem registrierten Paket-Betreuer (einem sogenannten Maintainer) hochgeladen wurde. Die Paket-Betreuer verwenden zudem sehr viel Sorgfalt darauf, die Pakete auf eine sichere Weise zu konfigurieren. Wenn es mit ausgelieferten Paketen Probleme gibt, sind korrigierte Versionen in der Regel sehr schnell verfügbar. Durch einfaches periodisches Aktualisieren laden Sie alle Korrekturen aus dem Internet und halten Ihr System sicher auf einem aktuellen Stand. Die beste Methode um Support für Ihr Debian GNU/Linux System zu bekommen ist, sich auf einer der über 90 Mailinglisten einzuschreiben und dort zu fragen. Um sich auf die Mailinglisten einzutragen, gehen Sie einfach auf die Mailinglisten Einschreibseite (http://www.debian.org/MailingLists/subscribe). Weiters gibt es noch das IRC, wo sich sowohl Debian Benutzer als auch auch Entwickler befinden. Einen deutschsprachigen Channel finden Sie im IRCnet unter #debian.de, als IRC-Server sind _irc.uni-erlangen.de_ und _irc.fu-berlin.de_ zu empfehlen. Der englischsprachige Channel befindet sich auf auf dem Open Projects Network (OPN) und ist über _irc.debian.org_ erreichbar. Dort ist der Channel #debian der für Sie interessante. 1.4. Was ist Debian GNU/Hurd? ----------------------------- Manche mögen sagen _Hurd hurts_, wir denken anders darüber. Bei Hurd handelt es sich, wie bei Linux auch, um einen Betriebssystem-Kern. Die interne Architektur ist jedoch anders als bei Linux. Hurd ist ein MACH microkernel, während Linux ein monolitischer Kernel ist. GNU/Hurd ist derzeit lediglich für die i386 Architektur verfügbar. Debian GNU/Hurd ist ein Debian GNU-System, das den Hurd-Kernel verwendet. Dieses System wird zur Zeit aufgebaut, es gibt keine Version 3.0 davon. Abgesehen vom Kernel-Management wird es genauso installiert und gewartet werden wie Debian GNU/Linux. Interessenten seien an dieser Stelle auf die Mailingliste und die Debian GNU/Hurd Ports Seiten (http://www.debian.org/ports/hurd/) verwiesen. Wie man sich in eine Debian Mailingliste einschreibt, steht auf der Anmeldungs-Seite (http://www.debian.org/MailingLists/subscribe). 1.5. Wie komme ich an Debian? ----------------------------- Informationen wie sie Debian aus dem Internet herunterladen können oder wo sie offizielle Debian-CDs kaufen können, finden sie auf distribution web page (http://www.debian.org/distrib/). Die Mirror-Liste (http://www.debian.org/distrib/ftplist) enthält eine vollständige Liste von offiziellen Debian-Mirrors. Debian können sie nach der Installation sehr einfach auf den neusten Stand bringen. Das Installationssystem hilft ihnen das System so einzurichten, das sie diese Updates einfach durchführen können, wenn die Installation abgeschlossen ist. 1.6. Wo gibt es die neueste Version des Dokuments? -------------------------------------------------- Dieses Dokument ändert sich ständig. Letzte Anmerkungen zu der derzeitigen Release 3.0 findet man auf den Debian 3.0 Release Seiten (http://www.debian.org/releases/woody/). Aktualisierte Versionen der Installationsanleitung findet man auf den Offiziellen Installationsseiten (http://www.debian.org/releases/woody/i386/install). 1.7. Organisation der Installationsanleitung -------------------------------------------- Dieses Dokument soll als Anleitung für die Leute dienen, die das erste Mal mit Debian GNU/Linux in Kontakt kommen. Wir versuchen so wenig Kenntnis wie möglich vorrauszusetzen, allerdings ist etwas Wissen über die Funktionsweise Ihrer Hardware nötig. Auch versierte Benutzer finden vielleicht noch nützliche Referenzen in diesem Dokument, zum Beispiel minimale Installations-Größen, Details über den Hardware-Support. Dieses Handbuch ist linear organisiert und führt den Benutzer Schritt für Schritt durch die Installation. Hier sind die wichtigsten Schritte und die entsprechenden Kapitel. 1. Stellen Sie fest, ob Ihre Hardware den Anforderungen für eine Installation genügt. Siehe Kapitel 2, `System-Anforderungen'. 2. Machen Sie ein Backup, konfigurieren Sie Ihre Hardware und sammeln Sie die nötigen Informationen. Weiter in Kapitel 3, `Vor dem Installieren von Debian GNU/Linux'. 3. In Kapitel 4, `Installations-Medien besorgen' wird erklärt, auf welche Art und Weise Sie Debian installieren können. 4. Booten Sie das Installations-System. Einzelheiten werden in Kapitel 5, `Booten des Installations-Systems' beschrieben. Dieses Kapitel enthält auch Informationen für Problemfälle. 5. Partitionieren Sie Ihre Festplatte(n), ein wichtiger Schritt, da Sie eine Weile damit zu leben haben. Siehe Kapitel 6, `Partitionieren der Festplatte'. 6. Installieren sie Ihren Kernel und die dazugehörigen Module und konfigurieren Sie dann Ihr Netzwerk, damit Sie Dateien direkt vom Debian Server installieren können, falls Sie nicht von CD installieren. Siehe Kapitel 7, `Kernel und Basissystem installieren'. 7. Installieren Sie das Basis-System. Siehe Abschnitt 7.8, ```Installation des Basissystems''' 8. Booten Sie das frisch installierte System und konfigurieren Sie es. Kapitel 8, `Ihr neues Debian System booten' 9. Installieren Sie zusätzliche Software (siehe Abschnitt 8.12, `Pakete-Installation: Einfach oder Fortgeschritten'). Benutzen Sie `tasksel' um Gruppen von Paketen zu installieren, `dselect' um einzelne Pakete aus einer langen Liste auszuwählen, oder `apt-get' um Pakete zu installieren deren Namen Sie schon kennen. Wenn Sie Ihr System installiert haben, können Sie mehr über die nächsten Schritte nachlesen. Siehe Kapitel 9, `Nächste Schritte und Wo es jetzt weitergeht'. Das Kapitel gibt Ihnen nähere Auskünfte über Unix, Debian und darüber, wie man den Kernel ersetzt. Wenn Sie Ihr eigenes Installations-System aus unserem Quellcode erzeugen möchten, lesen Sie Kapitel 10, `Technische Informationen zu den Bootdisketten'. Informationen über dieses Dokument und wie Sie dazu beitragen können, finden Sie unter Kapitel 12, `Organisatorisches'. 1.8. Copyrights und Lizenz-Bestimmungen --------------------------------------- Wir sind sicher, daß Sie die Lizenz-Bedingungen gelesen haben, die mit vielen kommerziellen Softwareprodukten ausgeliefert werden. Sie gestatten Ihnen oftmals nur die Benutzung einer einzigen Softwarekopie auf einem einzigen Computer. Bei einem Debian/GNU System ist dies anders. Wir fordern Sie auf, das System auf jedem Computer in Ihrer Umgebung, Schule oder Arbeitsstätte zu installieren. Geben Sie es Ihren Freunden und helfen Sie Ihnen, Debian auf Ihren Computern zu installieren. Wenn Sie möchten, können Sie auch Tausende von Kopien herstellen und sie _verkaufen_ - mit nur wenigen Einschränkungen. Dies ist machbar, da Debian GNU auf _freier Software_ basiert. Freie Software bedeutet jedoch nicht, daß sie kein Copyright besitzt. Es bedeutet auch nicht, daß die CD mit der freien Software kostenlos zu erwerben ist. _Freie Software_ heißt, daß die Copyright- und Lizenz-Bestimmungen es Ihnen erlauben, die Programme zu nutzen und zu kopieren, ohne dafür bezahlen zu müssen. Es gibt zum Teil Einschränkungen, wie die Software vervielfältigt werden darf, aber das können Sie in Ruhe nachlesen, wenn Sie das System installiert haben.[1] Viele Programme sind beispielsweise unter der _GNU General Public License_ (_GPL_) lizensiert. Die GPL verpflichtet Sie, den Quellcode des Programms zur Verfügung zu stellen, wenn Sie eine Kopie eines Programmes weitergeben.[2] Daher haben wir den _Quellcode_ der betroffenen Programme in das Debian GNU System integriert. Nach der Installation finden Sie die Copyright- und Lizenz-Bestimmungen der Programme aller Pakete in Verzeichnis `/usr/doc/_Paketname_/copyright'. Weiterführende Informationen über Lizenzen und darüber, wie bei Debian GNU entschieden wird, ob ein Paket frei genug ist, um in die Debian GNU Distribution mit aufgenommen zu werden, befinden sich im Gesellschafts-Vertrag von Debian (_Debian Social Contract_). Sie finden dieses Dokument zum Beispiel im Web (http://www.debian.org/social_contract), mit deutscher Übersetzung, wenn als Sprache im Browser "DE" eingestellt ist. Die wichtigste der rechtlichen Bestimmungen ist, daß alle Programme ohne jegliche Garantieleistungen ausgeliefert werden. Die Menschen, die freie Software erstellen, haben ein Interesse daran, Software zu schreiben und zu warten, nicht jedoch, auch noch gerichtlich verfolgt zu werden. [1] Beachten Sie, daß wir auch viele Pakete zur Verfügung stellen, die die Kriterien für freie Software nicht erfüllen. Diese Pakete werden in den `contrib' oder `non-free' Bereichen zur Verfügung gestellt. Die Debian-Distribution besteht nur aus `main'. Mehr dazu können sie in der Debian-FAQ (http://www.debian.org/doc/FAQ/) unter ``Debian FTP archives'' nachlesen. [2] Informationen zum Finden und Entpacken von Debian Source Archiven, schauen Sie bitte in die Debian FAQ (http://www.debian.org/doc/FAQ/). ------------------------------------------------------------------------------- 2. System-Anforderungen ----------------------- Dieser Abschnitt enthält Informationen über die benötigte Hardware um Debian zu benutzten. Sie werden auch Links zu weiteren Informationen über von GNU/Linux unterstützte Hardware finden. 2.1. Unterstützte Hardware -------------------------- Debian hat keine eigenen Herausforderungen, die über die des Linux-Kernels und der GNU-Tools hinausgehen. Deswegen kann jede Architektur, für die der Linux Kernel, die libc und `gcc' portiert wurden, Debian nutzen, sofern es einen Debian-Port mit dafür compilierten Anwendungen gibt. Bitte beachten Sie die Seite der Debian-Ports auf http://www.debian.org/ports/i386/ für mehr Details über Systeme der i386-Architektur, die mit Debian getestet wurden. Statt zu versuchen alle möglichen Hardware-Kombinationen, die auf Intel x86 unterstützt werden, zu beschreiben enthält dieser Abschnitt allgemeine Informationen und Wegweiser, wo Sie weitere Informationen finden können. 2.1.1. Unterstützte Architekturen --------------------------------- Debian 3.0 unterstützt elf Architekturen und mehrere Variationen jeder dieser Architekturen, die "Flavors" (Geschmäcker) genannt werden. Architektur | Debian-Benennung / Flavor ---------------------+---------------------------- Intel x86-basiert | i386 | - vanilla | - idepci | - compact | - bf2.4 (experimentell) | Motorola 680x0: | m68k - Atari | - atari - Amiga | - amiga - 68k Macintosh | - mac - VME | - bvme6000 | - mvme147 | - mvme16x | DEC Alpha | alpha | - generic | - jensen | - nautilus | Sun SPARC | sparc | - sparc32 | - sparc64 | ARM and StrongARM | arm | - netwinder | - riscpc | - shark | - lart | IBM/Motorola PowerPC | powerpc - CHRP | - chrp - PowerMac | - powermac, new-powermac - PReP | - prep - APUS | - apus | HP PA-RISC | hppa - PA-RISC 1.1 | - 32 - PA-RISC 2.0 | - 64 | Intel ia64-based | ia64 | MIPS (big endian) | mips - SGI Indy/I2 | - r4k-ip22 | MIPS (little endian) | mipsel - DEC Decstation | - r4k-kn04 | - r3k-kn02 | IBM S/390 | s390 | - tape | - vmrdr | ---------------------+---------------------------- Dieses Dokument behandelt die Installation für die _i386_-Architektur. Wenn Sie Informationen über andere Architekturen suchen, die von Debian unterstützt werden, werfen Sie am besten einen Blick auf die Seiten der Debian-Ports (http://www.debian.org/ports/). 2.1.2. CPU-, Mainboard- und Grafikkarten-Support ------------------------------------------------ Vollständige Informationen über unterstützte Komponenten können im Linux Hardware Compatibility HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/Hardware-HOWTO.html) gefunden werden. Dieser Abschnitt behandelt nur die Grundlagen. 2.1.2.1. CPU ------------ Fast alle x86-basierten Prozessoren werden unterstützt: Dies umfasst auch AMD- und Cyrix-Prozessoren. Alle neuen CPUs, wie der Athlon und die K6-Reihe werden unterstützt. Wie auch immer, Linux läuft _nicht_ auf 286ern oder älteren Prozessoren. 2.1.2.2. I/O-Bus ---------------- Der System-Bus ist der Teil ihres Rechners, der ihrer CPU erlaubt mit Geräten wie Datenspeichern zu kommunizieren. Ihr Computer muss ISA, EISA, PCI, MCA (Microchannel Architecture, in IBMs PS/2-Maschinen genutzt) oder VESA Local Bus (manchmal auch VLB oder VL Bus genannt) verwenden. 2.1.2.3. Graphikkarten ---------------------- Sie sollten ein VGA-kompatibles Anzeigegerät für die Konsole benutzen. Praktisch alle modernen Grafikkarten sind VGA-kompatibel. Uralte Standards wie CGA, MDA oder HGA sollten auch funktionieren, solange Sie keinen Support für X11 benötigen. Beachten Sie, dass X11 nicht während der in diesem Dokument beschriebenen Installation verwendet wird. Debians Unterstützung für grafische Oberflächen wird vom verwendeten XFree86 X11-System bestimmt. Die neueren AGP-Slot sind eigentlich eine Veränderung der PCI-Spezifikation, so dass die meisten AGP-Karten unter XFree86 laufen. Details über die unterstützten Grafikkarten, Monitore und Zeigegeräte können auf http://www.xfree86.org/ gefunden werden. Debian 3.0 liefert X11 4.1.0 aus. 2.1.2.4. Laptops ---------------- Laptops werden ebenfalls unterstützt. Laptops sind oft mit proprietärer Hardware ausgestattet - um zu sehen, ob Ihr Laptop mit GNU/Linux läuft, sollten Sie die Linux Laptop Seiten (http://www.linux-laptop.net/) lesen. 2.1.3. Multiprozesor-Systeme ---------------------------- Unterstützung für mehrere Prozessoren --- auch ``Symmetric multi- processing'' oder kurz SMP genannt --- wird von dieser Architektur unterstützt. Der Standard-Kernel für Debian 3.0 wurde allerdings ohne SMP-Unterstützung kompiliert. Dies verhindert die Installation nicht, der Kernel kann auch auf SMP-Systemen booten, er nutzt dann aber einfach nur die erste CPU. Um von mehreren CPUs zu profitieren, müssen Sie den Standard-Debian- Kernel ersetzen. Wie das funktioniert können Sie auf Abschnitt 9.5, `Kernel selbst kompilieren' erfahren. Zu diesem Zeitpunkt (Kernel Version 2.2.22) müssen Sie zum Anstelllen des SMP-Supports ``symmetric multi-processing'' in der ``General''-Sektion bei der Kernel-Konfiguration aktivieren. 2.2. Installations-Medien ------------------------- In den meisten Fällen müssen Sie zuerst von Disketten (mit der Rescue-Floppy) booten. Sie benötigen normalerweise also nur ein high-density Disketten-Laufwerk (1.44 MB) für 3.5"-Disketten. High-density 5.25"-Disketten (1.2 MB) werden auch zur Verfügung gestellt. CD-ROM-basierte Installationen werden auf einigen Architekturen unterstützt. Auf Maschinen, die bootbare CD-ROMs untersützen, sollten Sie einen vollkommen Floppy- freie Installation durchführen können. Selbst wenn ihr System nicht von CD booten kann, können Sie die CD-ROM mit den anderen Techniken zur Installation benutzen, sobald Sie das System gebootet haben; Mehr Informationen gibt es auf Abschnitt 5.2, `Booten von CD-ROM'. Sowohl SCSI- als auch IDE/ATAPI-CD-ROMs werden unterstützt. Zusätzlich werden alle nicht-Standard CD-Interfaces, die von Linux unterstützt werden (zum Beispiel die Mitsumi- und Matsushita-Laufwerke) durch die Boot-Floppies unterstützt. Wie auch immer, solche Laufwerke benötigen eventuell besondere Bootparameter oder andere Streicheleinheiten um zu Arbeiten; Booten von diesen nicht-Standard-Laufwerken ist meist unmöglich. Das Linux CD-ROM HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/CDROM-HOWTO.html) enthält umfassende Informationen über CD-Laufwerke unter Linux. Ein Installationssystem, das von Festplatte gebootet wird, ist eine weitere Option für viele Architekturen. Sie können ihr System auch über Netzwerk _booten_. Installation ohne Festplatte ist eine weitere Möglichkeit, Sie müssen allerdings alle lokalen Dateisysteme über das lokale Netzwerk per NFS mounten. Außerdem benötigen Sie unter Umständen mindestens 16MB RAM für eine Installation ohne Festplatte. Nachdem der Betriebssystem-Kern installiert ist, können Sie den Rest Ihres Systems über jede beliebige Art einer Netzwerkverbindung (nach der Installation des Basissystems auch PPP) installieren - die möglichen Dienste sind FTP, HTTP oder NFS. 2.2.1. Unterstütze Speichersysteme ---------------------------------- Die Debian-Bootdisketten enthalten einen Kernel, der so gebaut wurde, um die Anzahl der Systeme auf denen er läuft zu erhöhen. Unglücklicherweise macht ihn dies größer, da er viele Treiber enthält, die auf Ihrem System nicht genutzt werden (lesen Sie auch Abschnitt 9.5, `Kernel selbst kompilieren', um zu lernen, wie Sie Ihren eigenen Kernel bauen können). Unterstützung für die ganze Gerätevielfalt ist natürlich wünschenswert, um sicherzustellen, dass Debian auf der größtmöglichen Vielfalt von Hardware läuft. Gewöhnlich unterstützt das Debian-Installationssystem Floppys, IDE-Laufwerke, IDE-Floppys, IDE-Geräte am Parallelport, SCSI-Controller und -Laufwerke. Die unterstützten Dateisysteme sind MINIX, FAT, Win-32 FAT-Erweiterungen (VFAT) und andere. NTFS wird vom Installationssystem nicht unterstützt, Sie können es später jedoch jederzeit hinzufügen, wie in Abschnitt 9.5, `Kernel selbst kompilieren' beschrieben. Die Controller, die das ``AT''-Festplatteninterface emulieren, werden oft MFM, RLL, IDE oder ATA genannt und werden unterstützt. Sehr alte 8-Bit-Festplattencontroller, die in IBM XT-Rechnern verwendet werden, werden nur als Modul unterstützt. Sie finden im Linux Hardware Compatibility HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/Hardware-HOWTO.html) weitere Details hierzu. Nicht unterstützt sind die IDE SCSI-Laufwerke und einige SCSI-Controller, wie * EATA-DMA-Protokoll-kompatible SCSI-Host-Adapter wie den SmartCache III/IV, SmartRAID-Controller-Familien und die DPT PM2011B-/PM2012B-Controller. * Die 53c7 NCR-Familie der SCSI-Controller (53c8 und 5380-Controller werden jedoch unterstützt). 2.3. Arbeitsspeicher- und Festplattenplatzanforderungen ------------------------------------------------------- Sie müssen mindestens 12MB Arbeitsspeicher und 110MB Festplattenplatz zur Verfügung haben. Für ein minimales, konsolenbasiertes System (alle Standardpakete) werden 250MB benötigt. Falls Sie eine angemessene Anzahl von Paketen (X-Window-System und einige Entwicklungswerkzeuge und Bibliotheken) installieren wollen, benötigen Sie mindestens 400MB. Für eine mehr oder weniger komplette Installation werden etwa 800MB benötigt. Um _alles_ zu installieren, was in Debian verfügbar ist, brauchen Sie vermutlich etwa 2GB. Alles zu installieren macht jedoch wenig Sinn, da sich einige Pakete gegenseitig ausschließen. 2.4. Netzwerkhardware --------------------- Einige Netzwerkkarten werden von den meisten Debian Instllationsdisketten nicht unterstützt, wie etwa AX.25-Karten und Protokolle; 3Com EtherLink Plus (3c505) und EtherLink16 (3c507); NI5210-Karten; Generische NE2100-Karten; NI6510 und NI16510 EtherBlaster-Karten; SEEQ 8005-Karten; Schneider & Koch G16-Karten; Ansel Communications EISA 3200; Winbond-840-basierte Karten (etwa Realtek-100A), einige neuere Tulip-basierten Karten und die eingebaute Netzwerkkarte des Zenith Z-Note. Die folgenden Karten werden jedoch von der "bf2.4"-Variante unterstützt: Winbond-840-basierte Karten, neure Tulip-basierte Karten, National Semiconductor DP8381x/DP8382x-Serie und Sundance ST201 "Alta". Microchannel (MCA)-Netzwerkkarten werden nicht vom Standard-Installationssystem unterstützt, aber Linux on MCA (http://www.dgmicro.com/mca/general-goods.html) hält einige (ältere) Informationen hierzu bereit, wie auch die Linux MCA discussion archives (http://www.dgmicro.com/linux_frm.htm). FDDI-Netzwerke werden von den Installationsdisketten nicht unterstützt, weder Karten noch Protokolle. Sie können sich jedoch einen eigenen Kernel erstellen, der eine Karte unterstützt, die die Installationsdisketten nicht unterstützen und dann den Kernel des Installationssystems austauschen (siehe auch Abschnitt 10.3, `Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen'). Bei ISDN wird das D-Kanal-Protokoll für das alte deutsche 1TR6 nicht unterstützt; auch Spellcaster BRI ISDN-Karten werden nicht unterstützt. Soundkarten werden standardmäßig auch nicht unterstützt. Aber wie schon oben erwähnt: Wenn Sie Ihren eigenen Kernel benutzen wollen, gehen Sie bitte zu Abschnitt 9.5, `Kernel selbst kompilieren' für weiterführende Informationen. 2.5. Peripheriegeräte und andere Hardware ----------------------------------------- USB-Tastaturen benötigen möglicherweise zusätzliche Konfiguration (siehe Abschnitt 3.8.3.4, `USB-Tastaturen'). Dieser Abschnitt behandelt Informationen über Peripheriegeräte, die _nicht_ vom Installationssystem unterstützt werden, obwohl sie möglicherweise von Linux selbst unterstützt werden. Auch hier sei wieder auf das Linux Hardware Compatibility HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/Hardware-HOWTO.html) verwiesen um festzustellen, on Ihre spezielle Hardware von Linux unterstützt wird. USB-Hardware wird von der "bf2.4"-Variante unterstützt. Sollte sich herausstellen, dass Sie einige USB-Geräte nicht nutzen können, können Sie später auf Kernel 2.4.x aktualisieren. Beachten Sie bitte, dass ein Standard-Kernel nicht mehr als vier serielle Anschlüsse unterstützt (`/dev/ttyS3' maximal). Sie müssen entweder die verfügbaren Anschlüsse benutzen oder sich einen speziellen Kernel bauen (siehe Abschnitt 10.3, `Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen'). 2.6. Hardware speziell für GNU/Linux kaufen ------------------------------------------- Es gibt einige Händler, die ihre Systeme mit Debian oder einer anderen GNU/Linux-Distribution vorinstalliert ausliefern. Es mag zwar sein, dass Sie etwas mehr bezahlen, stattdessen kaufen Sie jedoch Gewissheit, denn Sie können sicher sein, dass die Hardware von GNU/Linux gut unterstützt wird. Falls Sie einen PC kaufen müssen, auf dem Windows vorinstalliert ist, lesen Sie genau die Lizenzbedingungen, die mit Windows mitgeliefert werden. Es kann sein, dass Sie die Lizenz ablehnen können und einen Rabatt von Ihrem Händler bekommen. Details sind unter http://www.linuxmall.com/refund/ zu finden. Ob Sie ein System mit Linux kaufen oder nicht, oder gar ein gebrauchtes, ist es immernoch wichtig zu überprüfen, dass Ihre Hardware vom Linux-Kernel unterstützt wird. Überprüfen Sie, ob Ihre Hardware in einer der oben genannten Referenzen aufgelistet ist. Lassen Sie Ihren Händler (sofern es einen gibt ) wissen, dass Sie die Hardware für ein Linux-System einsetzen wollen. Unterstützen Sie Linux-freundlicher Hersteller und Verkäufer. 2.6.1. Vermeiden Sie Proprietäre oder nicht-offene Hardware ----------------------------------------------------------- Einige Hardwarehersteller wollen uns einfach nicht sagen, wie man Treiber für ihre Hardware schreibt. Andere wollen uns nicht erlauben, die Dokumentation zu lesen, ohne sich zur Verschwiegenheit zu verpflichten, was natürlich verhindern würde, dass der Linux-Sourcecode freigegeben werden darf. Da uns der Zugriff zu dieser Dokumentation zu diesen Geräten verweigert blieb, laufen sie einfach nicht unter Linux. Sie können mithelfen, indem Sie die Hersteller solcher Hardware bitten, die Dokumentation freizugeben. Wenn genug Leute fragen, werden sie feststellen, dass die Freie-Software-Gemeinschaft ein wichtiger Markt ist. 2.6.2. Windows-spezifische Hardware ----------------------------------- Ein beunruhigender Trend ist die Verbreitung von Windows-spezifischen Modems und Druckern. In einigen Fällen sind sie ``Speziell für Microsoft Windows entwickelt'' und nennen sich ``WinModem''. Dies geschieht dadurch, dass man den eingebauten Prozessor der Hardware entfernt und die Arbeit einen Windows-Treiber machen lässt, der von der Haupt-CPU ausgeführt wird. Diese Strategie macht die Hardware weniger teuer, aber die Ersparnisse werden oft _nicht_ an den Nutzer weitergegeben sonder kann sogar teurer sein, als äquivalente Hardware, die ihre eingebaute Intelligenz enthalten. Sie sollten Windows-spezifische Hardware aus zwei Gründen meiden: Der erste ist, dass die Hersteller üblicherweise keine Dokumentation freigeben, die nötig wäre, um einen Linux-Treiber zu schreiben. Normalerweise ist die Schnittstelle zwischen Hard- und Software bei solchen Geräte proprietär, und Dokumentation ist nicht ohne ``Stillschweigevereinbarung'' verfügbar. Das schließt aus, dass es für freie Software genutzt werden kann, da Entwickler von Freier Software den Sourcecode ihrer Software offen legen. Der zweite Grund ist, dass beim Entfernen des eingebauten Prozessors aus Geräten das Betriebssystem deren Arbeit übernehmen muss, oft sogar in _Echtzeit_-Priorität. Dadurch ist die CPU nicht in der Lage, Ihre Programme auszuführen, wenn sie diese Geräte ansteuert. Da der typische Windows-Nutzer nicht so intensiv die Fähigkeit seines Betriebssystems ausnutzt, mehrere Prozesse gleichzeitig ausführen zu können, hoffen die Hardwarehersteller einfach, dass der Nutzer nicht merkt, dass diese Hardware seine CPU belastet. Trotzdem leidet jedes Mehrprozessbetriebssysten, sogar Windows 95 oder NT, an verminderter Leistung, wenn Hersteller von Peripheriegeräten an der eingebauten Prozessorleistung ihrer Hardware knausern. Sie können diese Situation verbessern, indem Sie Hardwarehersteller dazu ermutigen, ihre Dokumentation und andere Quellen freizugeben, die für uns nötig sind, ihre Hardware zu programmieren. Die beste Strategie jedoch ist, diese Art von Hardware zu vermeiden, solange sie nicht als funktionierend im Linux Hardware Compatibility HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/Hardware-HOWTO.html) aufgelistet ist. 2.6.3. RAM mit gefälschter oder ``virtueller'' Parität ------------------------------------------------------ Wenn Sie in einem Computerladen nach RAM mit Parität fragen, bekommen Sie möglicherweise Module mit _virtueller Parität_ statt mit _echter Parität_. SIMMs mit virtueller Parität können oft (aber nicht immer) von welchen mit echter Partität dadurch unterschieden werden, dass sie einen zusätzlichen Chip haben, der kleiner als alle anderen ist. SIMMs mit virtueller Parität arbeiten genau wie welche ohne Parität. Sie können Ihnen nicht sagen, wenn Sie einen Fehler in einem einzelnen Bit im RAM haben, wie welche mit echter Parität. Bezahlen Sie auf keinen Fall mehr für Bausteine mit virtueller Parität als für Bausteine mit echter. Erwarten Sie aber, dass Sie für RAM mit echter Parität ein wenig mehr bezahlen müssen, da Sie pro 8 Bit ein extra Bit mitkaufen. Wenn Sie mehr über den Sachverhalt vom RAM auf Intel x86 wissen wollen, und welcher RAM der beste ist, kann Ihnen die PC Hardware FAQ (http://www.faqs.org/faqs/pc-hardware-faq/part1/) weiterhelfen. ------------------------------------------------------------------------------- 3. Vor dem Installieren von Debian GNU/Linux -------------------------------------------- 3.1. Übersicht über den Installationsverlauf -------------------------------------------- Hier ist eine Übersicht der Schritte, die Sie während der Installation durchführen werden. 1. Partitionierbaren Platz für Debian auf Ihrer Festplatte erstellen 2. Kernel und Treiberdateien finden/herunterladen (außer Debian-CD-Benutzern) 3. Bootdisketten erstellen oder Bootdateien platzieren (außer den meisten Debian-CD-Benutzern, die von einer der CDs booten können) 4. Das Installationssystem booten 5. Die Tastatur konfigurieren 6. Debian-Partitionen erstellen und einhängen 7. Dem Installationsprogramm die Quelle des Kernels und der Treiber zeigen 8. Die Treiber für die Peripheriegeräte auswählen 9. Netzwerkkarte konfigurieren 10. Automatischer Download/Installation/Setup des Basissystems beginnen 11. Linux- oder Mehrsystem-Boot konfigurieren 12. Neu installiertes System booten und einige letzte Konfiguartionsschritte durchführen 13. Wenn gewünscht einige zusätzliche Tasks und Pakete installieren 3.2. Sichern Sie Ihre existierenden Daten! ------------------------------------------ Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie jede Datei auf Ihrem System gesichert haben. Wenn Dies das erste Mal ist, dass Sie ein nicht natives Betriebssystem auf Ihrem Rechner installieren, müssen Sie möglicherweise Ihre Festplatte neu partitionieren, um Platz für Debian GNU/Linux zu schaffen. Jedesmal wenn Sie ihre Festplatte neu partitionieren, müssen Sie damit rechnen, alle Daten auf der Festplatte zu verlieren. Die Programme die während der Installation benutzt werden sind ziemlich zuverlässig und die meisten von ihnen werden seit Jahren benutzt; aber sie sind auch relativ mächtig und ein falscher Schritt kann Ihre Daten kosten. Seien Sie auch vorsichtig, nachdem Sie Ihre Daten gesichert haben. Zwei Minuten nachdenken kann Ihnen Stunden von unnötiger Arbeit ersparen. Falls Sie ein Multiboot-System erstellen, stellen Sie sicher dass Sie die mitgelieferten Disketten oder CDs Ihres Betriebssystems zur Hand haben. Vor allem bei der Neupartitionierung Ihrer Festplatte kann es passierem, dass Sie den Bootloader Ihres Betriebssystems, oder in vielen Fällen sogar das ganze Betriebssystem und alle Dateien auf den betroffenen Partitionen, neu installieren müssen. 3.3. Benötigte Informationen ---------------------------- 3.3.1. Dokumentation -------------------- 3.3.1.1. Installationshandbuch ------------------------------ Die Datei, die Sie gerade lesen, in reinem ASCII, HTML oder PDF. * install.de.txt * install.de.html * install.de.pdf 3.3.1.2. Dselect for Beginners ------------------------------ Tutorial für die Benutzung des `dselect'-Programms. `dselect' ist eine der Möglichkeiten, nach der Basisinstallation weitere Programme zu installieren. * dselect-beginner 3.3.1.3. Manpages der Partitionierungsprogramme ----------------------------------------------- Manpages der Partitionierungssoftware, die während des Installationsprozesses benutzt wird. * fdisk.txt * cfdisk.txt 3.3.1.4. MD5-Checksummen ------------------------ Liste der MD5-Checksummen für die Binärdateien. Wenn Sie das `md5sum'-Programm haben, können Sie sicherstellen, dass die Dateien in Ordnung sind, indem Sie den Befehl `md5sum -v -c md5sum.txt' ausführen. * .../current/md5sum.txt (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/md5sum.txt) 3.3.2. Quellen für Hardwareinformationen finden ----------------------------------------------- Hardwareinformationen können aus folgenden Quellen entnommen werden: * Die Handbücher, die mit jedem Hardwareteil mitgeliefert werden * Das BIOS-Setup Ihres Computers. Sie gelangen in das BIOS-Setup, indem Sie eine Tastenkombination drücken, während des Computer startet. Oft ist es die `Entfernen'-Taste. * Die Verpackung Ihrer Hardware * Der ``System''-Dialog in der Windows-Systemsteuerung * Systembefehle oder Tools in einem anderen Betriebssystem, auch die angezeigten Informationen von Dateimanagern. Diese Quellen ist oft nützlich, um die Größe des RAMs oder der Festplatte herauszufinden. * Ihr Systemadministrator oder Internetprovider. Sie können Ihnen die Netzwerk- und e-Mail-Einstellungen sagen. Hardware Information Needed for an Install +-------------------------------------------------------------------+ |Hardware| Information, die Sie benötigen | |--------+----------------------------------------------------------| | | * Wie viele Sie haben | | | * Ihre Reihenfolge im System | |Fest- | * Ob IDE oder SCSI (die meisten Rechner haben IDE) | |platten | * Verfügbarer freier Speicher | | | * Partitionen | | | * Partitionen, auf denen andere Betriebssysteme | | | installeiert sind | |--------+----------------------------------------------------------| | | * Modell und Hersteller | | | * Unterstütze Auflösungen | |Monitor | * Horizontale Bildwiederholrate | | | * Vertikale Bildwiederholrate | | | * Unterstützte Farbtiefe | | | * Bildschirmgröße | |--------+----------------------------------------------------------| | | * Typ: Seriell, PS/2 oder USB | |Maus | * Anschluss | | | * Hersteller | | | * Anzahl der Buttons | |--------+----------------------------------------------------------| |Netzwerk| * Modell und Hersteller | | | * Type der Karte | |--------+----------------------------------------------------------| |Drucker | * Modell und Hersteller | | | * Unterstützte Druckauflösungen | |--------+----------------------------------------------------------| | | * Modell und Hersteller | |Grafik- | * Verfügbarer Video-RAM | |karte | * Unterstütze Auflösungen und Farbtiefen (diese sollten | | | auch gegen die Fähigkeiten des Monitors überprüft | | | werden) | +-------------------------------------------------------------------+ 3.3.3. Hardware-Kompatibilität ------------------------------ Viele Markenprodukte arbeiten problemlos mit Linux zusammen. Zudem verbessert sich Hardware für Linux täglich. Jedoch unterstützt Linux immernoch auf vielen verschiedenen Hardwaretypen als einige Betriebssysteme. Im besonderen kann Linux keine Hardware ansprechen, die eine laufende Windows-Version benötigen. Einige Windows-spezifische Hardware kann jedoch mit etwas Aufwand unter Linux lauffähig gemacht werden. Außerdem sind Treiber für Windows-spezifische Hardware meist für einen speziellen Kernel angepasst. Aus diesem Grund können sie schnell veralten. Sogenannte Win-Modems sind die bekanntesten Hardwaregeräte, mit denen Linux nicht zurecht kommt. Jedoch können auch Drucker und andere Geräte Windows-spezifisch sein. Sie können Ihre Hardwarekompatibilität wie folgt überprüfen: * Überprüfen Sie die Webseite Ihres Herstellers nach neuen Treibern. * Suchen Sie Webseiten oder Handbüchern nach Informationen über Emulation. Weniger bekannte Marken können manchmal die Treiber oder Einstellungen von besser bekannten verwenden. * Überprüfen Sie Hardwarekompatibilitätslisten für Linux, die Ihrer Architektur gewidmet sind. * Durchsuchen Sie das Internet nach den Erfahrungen anderer Benutzer. 3.3.4. Netzwerkeinstellungen ---------------------------- Wenn Ihr Computer 24 Stunden am Tag mit einem Netzwerk verbunden ist (etwa Ethernet --- keine PPP-Verbindung), sollten Sie den Systemadministrator Ihres Netzwerkes um diese Informationen bitten. Falls Ihnen Ihr Systemadministrator sagt, dass es einen DHCP-Server gibt und dieser verwendet werden sollte, dann brauchen Sie diese Informationen nicht. Der DHCP-Server wird Ihrem Computer diese Informationen während der Installation bereitstellen. * Ihr Hostname (Sie können diesen womöglich selbst entscheiden). * Ihr Domainname. * Die IP-Adresse Ihres Computers. * Die IP-Adresse Ihres Netzwerks. * Die Netzmaske für das Netzwerk. * Die Broadcastadresse Ihres Netzwerks. * Die IP-Adresse eines Default-Gateways, über das Sie routen sollten (falls Ihr Netzwerk einen Gateway _hat_). * Ihren DNS-Server (Domain Name Service). * Ob Sie sich über Ethernet zum Netzwerk verbinden. * Ob Ihre Ethernet-Karte eine PCMCIA-Karte ist; falls ja, ihren Typ. Falls die einzige Netzwerkverbindung Ihres Computers über einen Seriellen Anschluss über PPP oder einer ähnlichen Einwahlverbindung ist, können Sie das Basissystem nicht über das Netzwerk installieren. Um das System in diesem Fall zu installieren, benötigen Sie eine CD, müssen die Basispakete auf einer bestehenden Festplattenpartition installieren oder Disketten mit den Basispaketen erstellen. Siehe auch Abschnitt 8.9, `PPP Konfiguration' weiter unten. 3.4. Den Nutzen Ihres Systems planen ------------------------------------ Es ist wichtig zu entscheiden, was für einen Rechner Sie installieren. Daraus lässt sich der benötigte freie Platz ermitteln. 3.5. Minimale Hardwareanforderungen ----------------------------------- Sobald Sie die Informationen über die Hardware Ihres Computers herausgefunden haben, überprüfen Sie, dass diese Hardware Ihnen die Art der Installation zulässt, die Sie machen wollen. Abhängig von Ihren Bedürfnissen können Sie auch mit weniger als der unten aufgelisteten Hardware zurecht kommen. Die meisten Nutzer riskieren es jedoch frustriert zu sein, wenn sie diese Ratschläge unten ignorieren. Ein Pentium 100 ist das empfohlene Minimum für eine Desktop-System, für einen Server ein Pentium II-300. Empfohlene minimale Systemvoraussetzungen +--------------------------------------------+ | Art der | RAM | Festplatte | | Installation | | | |--------------+--------------+--------------| | Kein Desktop | 16 Megabyte | 450 Megabyte | |--------------+--------------+--------------| | Mit Desktop | 64 Megabyte | 1 Gigabyte | |--------------+--------------+--------------| | Server | 128 Megabyte | 4 Gigabyte | +--------------------------------------------+ Hier sind Beispiel einiger üblichen Debian-Systemkonfigurationen. Sie können auch eine Übersicht über den benötigten Speicherplatzbedarf bekommen, indem Sie Abschnitt 11.4, `Benötigter Plattenplatz für Tasks' lesen. Standard-Server Dies ist ein kleiner Server, der keine Nettigkeiten für Shell-Nutzer hat. Er enthält einen FTP-Server, einen Webserver, DNS, NIS und POP. Dafür sollten 50MB ausreichen, zusätzlich benötigen Sie noch Speicherplatz für die Daten, die Sie bereitstellen. Einwahl Ein Standard-Desktoprechner mit X-Window-System, Grafikprogrammen, Anwendungsprogrammen, Sound, Editoren, etc. Etwa 500MB werden benötigt. Arbeitskonsole Ein System für Benutzer ohne X-Window-System oder X-Applikationen. Möglicherweise nützlich für einen Laptop oder mobilen Rechner. Die Größe beträgt rund 140MB. Entwickler Ein Desktopsystem mit allen Paketen für Entwickler, wie Perl, C, C++, etc. Die Größe beträgt rund 475MB. Sollten Sie noch X11 und einige andere Pakete installieren, sollten Sie mit 800MB rechnen. Beachten Sie, dass bei diesen Größen noch keine anderen Daten wie Dateien oder e-Mails enthalten sind. Es ist immer gut, großzügig beim Platz für die Daten zu sein. Vor allem enthält die `/var'-Partition von Debian viele Information. Die Dateien, die von `dpkg' erstellt werden (mit den Informationen über alle installierten Pakete) können leicht 20MB belegen; mit Logdateien und dem anderen Rest sollten Sie üblicherweise 50MB für `/var' einplanen. 3.6. Vor dem Partitionieren von Multiboot-Systemen -------------------------------------------------- Das Partitionieren Ihres Festplatten ist das aufteilen Ihrer Platte in einzelne Abschnitte. Jeder Abschnitt ist von den anderen unabhängig. Es ist so ähnlich wie das Aufstellen von Wänden in Ihrem Haus; wenn Sie in einem Raum ein Möbelstück aufstellen, betrifft es den anderen nicht. Wenn Sie schon ein Betriebssystem (Windows95, Windows NT, OS/2, MacOS, Solaris, FreeBSD, ...) auf Ihrem System installiert haben und Linux auf die gleiche Festplatte installieren möchten, müssen Sie sie neu partitionieren. Es kann nicht auf einer Windows- oder einer MacOS-Partition installiert werden. Es kann sein, dass Sie einige Partitionen untereinander benutzen können, aber das wird hier nicht behandelt. Sie brauchen mindestens eine root-Partition, die Debian gewidmet ist. Sie können Informationen über Ihre bisherigen Partitionen mit einem Partitionierungs-Tool ihres aktuellen Beitriebssystems , wie etwa fdisk oder PartitionMagic herausfinden. Partitionierungsprogramme bieten immer einen Weg, existierende Partitionen anzuzeigen, ohne Änderungen vorzunehmen. Normalerweise zerstört eine Änderung einer Partition mit einem Dateisystem alle Daten auf ihr. Deswegen sollten Sie vor einer Neupartitionierung immer Ihre Daten sichern. Denken Sie an die Analogie mit dem Haus; Sie werden Ihr Mobiliar woanders hinstellen, bevor Sie eine Mauer einbauen, oder Sie riskieren möglicherweise, es zu zerstören. Luckily, there is an alternative for some users; see Abschnitt 3.6.1.1, `Verlustfreie Neupartitionierung beim Starten von DOS, Win-32 oder OS/2'. Wenn Ihr Rechner mehr als eine Festplatte hat, möchten Sie möglicherweise eine Ihrer Festplatten komplett Debian widmen. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie vor dem Booten des Installationssystems nicht neu partitionieren; das beim Installer mitgelieferte Partitionierungspramm kann diese Aufgabe übernehmen. Wenn Ihr Rechner nur eine Festplatte hat und Sie das aktuelle Betriebssystem komplett durch Debian GNU/Linux ersetzen wollen, können Sie mit der Partitionierung auch bis zur Installation warten (siehe Kapitel 6, `Partitionieren der Festplatte'). Dies funktioniert jedoch nur, wenn Sie das Installationsprogramm von Disketten, CD-ROM oder Dateien auf einer verbundenen Maschine gebootet haben. Bedenken Sie: wenn Sie von Dateien auf einer lokalen Festplatte starten und die Bootdateien dann löschen, werden Sie sicherlich froh sein, wenn die Installation geglückt ist. Zumindest in diesem Fall sollten Sie eine Möglichkeit haben, Ihr altes Betriebssystem wieder mit den originalen Installations-Disketten oder -CDs zu installieren. Wenn Ihr Rechner schon mehrere Partitionen hat und genug Platz durch das Löschen oder Ersetzen einer oder mehrere von ihnen geschafft werden kann, dann können Sie auch warten und Debians Partitionierungsprogramm bei der Installation nutzen. Sie sollten sich trotzdem durch die Informationen unten lesen, da es einige besondere Umstände (wie etwa die Anordnung der Partitionen) gibt, die Sie zwingen, trotzdem vor der Installation neu zu partitionieren. In allen anderen Fällen müssen Sie Ihre Festplatte vor der Installation so neupartitionieren, um partitionierbaren Platz für Debian zu schaffen. Wenn einige Partitionen anderen Betriebssystemen gehören, sollten Sie diese mit einem Programm für das Betriebssystem verändern. Wie empfehlen Ihnen, Debian-Partitionen _nicht_ mit einem Programm für ein anderes Betriebssystem installieren. Wenn Sie mehr als ein Betriebssystem auf dem gleichen Rechner installieren wollen, sollten Sie alle anderen Systeme vor der Installation von Linux installieren. Windows und andere Betriebssysteme können den Bootloader von Linux zerstören oder Sie ermutigen, nicht-native Partitionen neu zu formatieren. Sie können diese Dinge zwar rückgängig machen oder vermeiden, jedoch erspart Ihnen das Installieren des nativen Betriebssystems als erstes eine Menge Mühe. Wenn Sie momentan eine Festplatte mit einer Partition (das ist normalerweise der Fall auf Desktop-Computern) haben und später das native Betriebssystem _und_ Debian booten booten wollen, müssen Sie: 1. Sichen Sie alle Daten auf dem Rechner. 2. Starten Sie von den Installationsmedien (wie CD-ROM oder Disketten) des nativen Betriebssystems 3. Benutzen Sie die nativen Partitionierungstools um native Systempartitionen zu erstellen. Lassen Sie entweder einen Platzhalter oder freien Platz für Debian GNU/Linux. 4. Installieren Sie das native Betriebssystem auf seiner neuen Partition. 5. Starten Sie wieder das native System um sicherzustellen, dass alles OK ist und um die Bootdateien für den Debian-Installer herunterzuladen. 6. Booten Sie den Debian-Installer, um Debian zu installieren. 3.6.1. Partitionierung von DOS oder Windows ------------------------------------------- Wenn Sie existierende FAT- oder NTFS-Partitionen verändern, wird es empfohlen, entweder das Schema unten zu verwenden oder native Windows- oder DOS-Programme zu verwenden. Ansonsten ist es nicht unbedingt nötig, von DOS oder Windows zu partitionieren; die Partitionierungsprogramme für Linux machen ihre Arbeit normalerweise besser. Falls Sie eine große IDE-Festplatte haben und weder LBA-Adressierung, Overlay-Treiber (manchmal von Festplattenherstellern angeboten) oder ein neues (nach 1998) BIOS haben, das Erweiterungen für den Zugriff auf große Festplatten bietet, müssen Sie ihre Boot-Partition für Debian vorsichtig platzieren. In diesem Fall müssen Sie die Boot-Partition in den ersten 1024 Zylindern ihrer Festplatte setzen (üblicherweise um die 524MB herum, wenn keine BIOS-Übersetzung verwendet wird). Dies kann erfordern, dass Sie eine existierende FAT- oder NTFS-Partition verschieben müssen. 3.6.1.1. Verlustfreie Neupartitionierung beim Starten von DOS, Win-32 oder OS/2 ---------------------------------------------------------------------------- Eine der gewöhnlichsten Installationen ist auf einem System, das schon DOS (und/oder Windows 3.1), Win32 (wie etwa Windows 95, 98, NT) oder OS/2 enthält und Sie Debian auf die gleiche Festplatte installieren wollen, ohne Daten zu verlieren. Wie in Abschnitt 6.1, `Hintergründe' erklärt, wird das Verkleinern einer vorhanden Partition normalerweise alle Daten auf dieser Partition beschädigen, sofern Sie nicht bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Die hier beschriebene Methode arbeitet zwar in der Praxis sehr gut, es wird jedoch nicht garantiert, dass Ihre Daten nicht beschädigt werden. Als Vorsichtsmaßnahme sollte Sie _ihre Daten sichern_. Bevor Sie weitermachen, sollten Sie sich entschieden haben, wie Sie ihre Platte aufteilen. Die hier beschriebene Methode wird Ihre originale Partition nur ein zwei Teile aufteilen; eine wird Ihr originales Betriebssystem enthalten, die andere wird für Debian benutzt. Während der Installation von Debian wird Ihnen die Möglichkeit gegeben, diesen Teil so zu benutzen, wie Sie es für geeignet halten; etwa als Swap oder als Dateisystem. Das Konzept ist, alle Daten auf der Partition an den Anfang der Partition zu verschieben, um nichts zu verlieren. Es ist wichtig, dass Sie so wenig wie möglich zwischen dem Verschieben der Daten und dem neu Partitionieren tun, um die Chance zu verringern, dass eine Datei nahe dem Ende der Partition geschrieben wird, da dies die Größe des Speichers, den Sie von der Partition nehmen können, verringert. Das erste was Sie brauchen, ist eine Kopie von `fips', welches im `tools/'-Verzeichnis ihres nächsten Debian-Mirrors liegt. Entzippen Sie das Archiv und kopieren Sie die Dateien `RESTORRB.EXE', `FIPS.EXE' und `ERRORS.TXT' auf eine bootbare Diskette. Eine bootbare Diskette kann mit dem Befehl `sys a:' unter DOS erstellt werden. `fips' wird mit einer sehr guten Dokumentation ausgeliefert, die Sie möglicherweise lesen wollen. Sie wollen sie definitiv lesen, wenn Sie einen Komprimierungstreiber oder einen Disk-Manager verwenden. Erstellen SIe die Diskette und lesen Sie die Dokumentation, _bevor_ Sie die Platte defragmentieren. Das nächste was Sie tun müssen ist, alle Daten an den Anfang der Partition zu schaffen. `defrag', das standardmäßig mit DOS 6.0 und später geliefert wird, kann diese Aufgabe leicht durchführen. Lesen Sie die `fips'-Dokumentation für eine Liste von Programmen, die diese Arbeit übernehmen können. Beachten Sie, dass wenn Sie Windows 95 haben, Sie `defrag' von dort aus starten müssen, da DOS kein VFAT versteht, das für die Unterstützung von langen Dateinamen in Windows 95 und höher verwendet wird. Nach dem Ausführen des Defragmentierungsprogramm (was auf einer großen Festplatte eine Weile dauern kann), starten Sie den Computer mit der `fips'-Diskette im Diskettenlaufwerk neu. Geben Sie einfach `a:\fips' ein und folgen Sie den Anweisungen. Beachten Sie, dass es noch viele andere Partitionierungsprogramme gibt, für den Fall, dass `fips' nicht Ihren Anforderungen entspricht. 3.6.1.2. Partitionieren für DOS ------------------------------- Wenn Sie DOS-Laufwerke mit Linux-Tools erstellen oder ihre Größe ändern, treten bei einigen Leuten Probleme mit der darauf erstellen FAT-Partition auf. Manche haben langsame Performace berichtet, andere stetige Probleme mit `fdisk' oder andere komische Fehler in DOS oder Windows. Es ist jedoch offensichtlich eine gute Idee, nach dem Erstellen oder dem Ändern der Größe einer DOS-Partition, die ersten paar Sektoren mit Nullen zu füllen. Führen Sie diesen Befehl von Linux aus aus, bevor Sie `format' von DOS aus starten: dd if=/dev/zero of=/dev/hdXX bs=512 count=4 3.7. Debian GNU/Linux von einem Unix/Linux-System installieren -------------------------------------------------------------- Dieser Abschnitt erklärt, wie man Debian GNU/Linux von einem existieren Unix- oder Linux-System installiert, ohne das ncurses-basierte, menügesteuerte Installationsprogramm zu benutzen, wie es im Rest dieses Handbuchs beschrieben wird. Dieses "cross-install"-HOWTO wurde von Benutzern gewünscht, die von Redhat, Mandrake oder SUSE auf Debian GNU/Linux wechseln möchten. Es wird angenommen, dass Sie mit dem Eingeben von Unix-Befehlen und dem Bewegen im Dateisystem vertraut sind. In diesem Abschnitt symbolisiert `$' einen Befehl, der im aktuellen System des Benutzers eingegeben werden muss, während `#' einen Befehl beschreibt, der im Debian-chroot eingegeben wird. Sobald Sie ihr neues Debian-System ihren Vorlieben entspreche konfiguriert haben, können Sie Ihre existierenden Daten (sofern vorhanden) zu ihm migrieren und sofort weiterarbeiten. Es ist also eine Debian GNU/Linux-Installation ohne "Downtime". Es ist auch ein cleverer Weg mit Hardware umzugehen, die sonst nicht mit verschiedenen Boot- oder Installationsmedien arbeiten würde. 3.7.1. Erste Schritte --------------------- Partitionieren Sie ihre Festplatte mit ihren aktuellen Partitionierungsprogrammen neu, erstellen Sie jedoch mindestens ein Dateisystem und Swap. Sie benötigen mindestens 150MB Platz für ein Konsolensystem, oder mindestens 300MB mit X. Erstellen Sie Dateisysteme auf Ihren Partitionen. Um etwa ein ext3-Dateisystem auf `/dev/hda6' (das ist unsere Beispiel-Rootpartition) zu ertstellen, geben Sie ein: $ mke2fs -j /dev/hda6 Um stattdessen ein ext2-Dateisystem zu erstellen, lassen Sie `-j' weg. Initialisieren und aktivieren Sie Swap (ersetzen Sie die Partition mit der, die Sie für Debians Swap-Partition vorgesehen haben): $ mkswap /dev/hda5 $ sync; sync; sync $ swapon /dev/hda5 Hängen Sie eine Partition als `/mnt/debinst' ein (das Installationsziel, das später das Root-Dateisystem `/' auf Ihrem neuen System wird). Der Einhängepunkt ist völlig willkürlich gewählt, es wird später auf ihn zurückgegriffen. $ mkdir /mnt/debinst $ mount /dev/hda6 /mnt/debinst 3.7.2. `debootstrap' installieren --------------------------------- Das Debian-Installationsprogramm benutzt `debootstrap', das ist der offzielle Weg, das Basis-System zu installieren. Es benutzt `wget', ansonsten hängt es nur von `glibc' ab. Installieren Sie `wget', falls es noch nicht auf Ihrem System installiert ist, dann laden Sie `debootstrap' herunter und installieren es. Wenn Sie ein rpm-basiertes System haben, können Sie alien benutzen, um das .deb in ein .rpm umzuwandeln oder die rpm-Version von http://people.debian.org/~blade/install/debootstrap benutzen. Sie können auch die folgende Prozedur verwenden, um es manuell zu installieren. Erstellen Sie ein Arbeitsverzeichnis, in das Sie das .deb extrahieren: $ mkdir work $ cd work Die `debootstrap'-Binary befindet sich im Debian-Archiv (wählen Sie die richtige Datei für Ihre Architektur aus). Laden Sie das `debootstrap'-.deb aus dem Pool (http://ftp.debian.org/debian/pool/main/d/debootstrap/) herunter, kopieren das Paket in das Arbeitsverzeichnis und extrahieren Sie die Binärdateien davon. Sie benötigen Root-Privilegien, um die Binärdateien zu installieren. $ ar -xf debootstrap_0.X.X_arch.deb $ cd / $ zcat < /full-path-to-work/work/data.tar.gz | tar xv 3.7.3. `debootstrap' ausführen (mit Netzwerkverbindung) ------------------------------------------------------- `debootstrap' kann die benötigten Dateien automatisch aus dem Archiv herunterladen, wenn Sie es starten. Sie können `http.us.debian.org/debian' durch jeden Mirror ersetzen, der das Debian-Archiv hat, vorzugsweise einer, der Ihnen aus Netzwerksicht am nächsten liegt. Sie finden eine Liste der Mirror unter http://www.debian.org/misc/README.mirrors. Wenn Sie eine Debian GNU/Linux-Woody-CD in /cdrom eingehängt haben, können Sie eine Datei-URL statt der http-URL verwenden: `file:/cdrom/debian'. Ersetzen Sie `ARCH' durch eines der folgenden: `alpha', `arm', `hppa', `i386', `ia64', `m68k', `mips', `mipsel', `powerpc', `s390' oder `sparc'. $ /usr/sbin/debootstrap --arch ARCH woody \ /mnt/debinst http://http.us.debian.org/debian 3.7.4. `debootstrap' ausführen (mit `basedebs.tar') --------------------------------------------------- `debootstrap' kann auch `basedebs.tar' benutzen, die Sie schon heruntergeladen haben. Die Datei wird nur gelegentlich aktualisiert, Sie bekommen die neueste Version des Basissystems also, indem Sie `debootstrap' direkt ein Debian-Archiv übergeben, wie im letzten Abschnitt gezeigt wurde. `basedebs.tar' kann im `base-images-current'-Verzeichnis im Debian-Archiv für Ihre Architektur gefunden werden, beispielsweise: http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/basedebs.tar Ersetzen Sie `ARCH' durch eines der folgenden: `alpha', `arm', `hppa', `i386', `ia64', `m68k', `mips', `mipsel', `powerpc', `s390', ooder `sparc'. $ /usr/sbin/debootstrap --arch ARCH --unpack-tarball \ /pfad-zu-den-heruntergeladenen/basedebs.tar woody /mnt/debinst 3.7.5. Das Basissystem konfigurieren ------------------------------------ Jetzt haben Sie ein echtes Basissystem, jedoch mehr schlecht als recht, auf der Festplatte. `chroot'en Sie hinein: $ chroot /mnt/debinst /bin/bash 3.7.5.1. Partitionen einhängen ------------------------------ Sie müssen eine `/etc/fstab' erstellen. # editor /etc/fstab Hier ist eine Beispieldatei, die Sie Ihren Bedürfnissen anpassen können: # /etc/fstab: Statische Informationen über die Dateisysteme # # Dateisystem Einhängepunkt Typ Optionen dump pass /dev/XXX / ext2 defaults 0 0 /dev/XXX /boot ext2 ro,nosuid,nodev 0 2 /dev/XXX none swap sw 0 0 proc /proc proc defaults 0 0 /dev/fd0 /mnt/floppy auto noauto,rw,sync,user,exec 0 0 /dev/cdrom /mnt/cdrom iso9660 noauto,ro,user,exec 0 0 /dev/XXX /tmp ext2 rw,nosuid,nodev 0 2 /dev/XXX /var ext2 rw,nosuid,nodev 0 2 /dev/XXX /usr ext2 rw,nodev 0 2 /dev/XXX /home ext2 rw,nosuid,nodev 0 2 Bneutzen Sie `mount -a', um alle Dateisysteme, die Sie in Ihrer `/etc/fstab' festgelegt haben, einzuhängen. Um die Dateisysteme indviduell einzuhängen, benutzen Sie: # mount /pfad # Beispiel: mount /usr Sie könnnen das proc-Dateisystem mehrmals und an verschiedene Orte einhöngen, da /proc einheitlich ist. Wenn Sie `mount -a' nicht benutzt haben, stellen Sie sicher, proc eingehängt zu haben, bevor Sie weitermachen: # mount -t proc proc /proc 3.7.5.2. Tastatur konfigurieren ------------------------------- Um Ihre Tastatur zu konfigurieren: # dpkg-reconfigure console-data 3.7.5.3. Netzwerk konfigurieren ------------------------------- Um Netzwerk zu konfigurieren, editieren Sie `/etc/network/interfaces', `/etc/resolv.conf' und `/etc/hostname'. # editor /etc/network/interfaces Hier sind einige einfache Beispiele aus `/usr/share/doc/ifupdown/examples': ###################################################################### # /etc/network/interfaces -- configuration file for ifup(8), ifdown(8) # See the interfaces(5) manpage for information on what options are # available. ###################################################################### # We always want the loopback interface. # auto lo iface lo inet loopback # To use dhcp: # # auto eth0 # iface eth0 inet dhcp # An example static IP setup: (broadcast and gateway are optional) # # auto eth0 # iface eth0 inet static # address 192.168.0.42 # network 192.168.0.0 # netmask 255.255.255.0 # broadcast 192.168.0.255 # gateway 192.168.0.1 Geben Sie ihre(n) Nameserver und Such-Direktiven in `/etc/resolv.conf' ein: # editor /etc/resolv.conf Eine Beispiel-`/etc/resolv.conf': # search hqdom.local\000 # nameserver 10.1.1.36 # nameserver 192.168.9.100 Geben Sie Ihren Hostnamen ein (2 bis 63 Zeichen): # echo DebianHostName > /etc/hostname Wenn Sie mehrere Netzwerkkarten haben, sollten Sie die Reihenfolge der Treibermodule in der `/etc/modules' anpassen. Dann wird während des Bootens jede Karte mit dem gewünschten, erwarteten Namen (eth0, eth1, ...) versehen. 3.7.5.4. Zeitzone, Benutzer und APT konfigurieren ------------------------------------------------- Setzen Sie Ihre Zeitzone, fügen Sie einen normalen Benutzen hinzu und wählen Sie ihre `apt'-Quellen, indem Sie # /usr/sbin/base-config ausühren. 3.7.5.5. Locales konfigurieren ------------------------------ Um Ihre locale-Einstellungen anzupassen, dass sie eine andere Sprache als Englisch benutzen, installieren Sie das Paket für die Lokalisierung und konfigurieren es: # apt-get install locales # dpkg-reconfigure locales Achtung: Apt muss vorher konfiguriert sein, etwa in der base-config-Phase. Bevor Sie locales mit einem Anderen Zeichensatz als ASCII oder latin1 benutzen, konsultieren Sie bitte vorher das passende Lokalisierungs-HOWTO. 3.7.6. Kernel installieren -------------------------- Wenn Sie vorhaben, dieses System zu booten, möchten Sie womöglich einen Linux-Kernel und einen Bootloader installieren. Finden Sie verfügbare, vorpaketierte Kernel mut # apt-cache search kernel-image Dann installieren Sie Ihre Wahl. # apt-get install kernel-image-2.X.X-arch-etc 3.7.7. Bootloader einrichten ---------------------------- Um Ihr Debian GNU/Linux-System bootbar zu machen, richten Sie ihren Bootloader so ein, dass er den installierten Kernel mit Ihrer neuen root-Partition bootet. Sehen Sie unter `man lilo.conf' nach, wie Sie den Bootloader einrichten. Wenn Sie das System behalten wollen, von dem Sie Debian installiert haben, fügen Sie nur einen Eintrag zu Ihrer existierenden lilo.conf hinzu. Sie können es auch zum neuen System kopieren und dort editieren. Wenn Sie mit dem Editieren fertig sind, führen Sie lilo aus. Beachten Sie, dass es die lilo.conf des Systems benutzt, von dem es ausgeführt wird. Hier ist eine einfache /etc/lilo.conf als Beispiel: boot=/dev/hda6 root=/dev/hda6 install=/boot/boot-menu.b delay=20 lba32 image=/vmlinuz label=Debian 3.8. Vorkonfiguration von Hardware und Betriebssystem ----------------------------------------------------- Dieser Abschnitt wird Sie durch die Vorkonfiguration der Hardware führen, falls sie benötigt wird, um Debian zu installieren. Dazu müssen Sie möglicherweise die die Firmware-Einstellungen überprüfen und ggf. korrigieren. Die ``Firmware'' ist die Kernsoftware, die von der Hardware benutzt wird; Sie wird meistens beim Bootstrap-Prozess aufgerufen (nach dem Einschalten). Bekannten Hardwareprobleme, die die Zuverlässigkeit von Debian GNU/Linux beeinträchtigen könnten, werden auch besprochen. 3.8.1. Das BIOS-Setup-Menü aufrufen ----------------------------------- Das BIOS bietet die Grundfunktionen, die benötigt werden, um Ihren Rechner zu starten und Ihrem Betriebssystem den Zugriff auf die Hardware zu ermöglichen. Ihr System bietet Ihnen vermutlich ein BIOS-Setup-Menü an, das benutzt wird, um das BIOS zu konfigurieren. Vor der Installation _müssen_ Sie sicherstellen, dass Ihr BIOS richtig eingestellt ist; wenn nicht, kann das dazu führen, dass Ihr System häufig abstürzt oder Debian sich nicht installieren lässt. Der Rest dieses Abschnitts, der die Frage nach dem Betreten des BIOS (oder ``CMOS'')-Setups klärt, stammt aus der PC Hardware FAQ (http://www.faqs.org/faqs/pc-hardware-faq/part1/). Wie Sie dieses Menü betreten, hängt davon ab, wer Ihre BIOS-Software geschrieben hat: [Von: burnesa@cat.com (Shaun Burnet)] AMI BIOS Entf-Taste während des POST (Power On Self Test) Award BIOS Strh-Alt-Esc oder Entf während des POST DTK BIOS Esc während des POST IBM PS/2 BIOS Strg-Alt-Einfg nach Strg-Alt-Entf Phoenix BIOS Strg-Alt-Esc, Strg-Alt-S oder F1 Informationen über das Betreten anderer BIOS-Setups können unter http://www.tldp.org/HOWTO/Hard-Disk-Upgrade/install.html gefunden werden. Einige Intel x86-Rechner haben kein CMOS-Konfigurationsmenü im BIOS. Diese benötigen eine CMOS-Setup-Software. Wenn Sie die Installationsdiskette nicht mehr haben, können Sie ein Shareware- oder Freeware-Programm ausprobieren. Versuchen Sie es unter ftp://ftp.simtel.net/pub/simtelnet/msdos/ 3.8.2. Bootgeräte-Auswahl ------------------------- Viele BIOS-Setup-Menüs erlauben es Ihnen, die Geräte zu wählen, von denen gebootet wird. Setzen Sie das so, dass zuerst nach einem bootbaren Betriebssystem auf `A:' (das erste Diskettenlaufwerk) gesucht wird, dann optional das erste CD-ROM-Laufwerk (möglicherweise erscheint es als `D:'), und dann von `C:' (die erste Fesplatte). Diese Einstellung ermöglicht es Ihnen, entweder von Diskette oder CD-ROM zu starten, was die beiden gewöhnlichsten Installationsmethoden für Debian sind. Wenn Sie einen neuren SCSI-Controller haben und ein CD-ROM-Laufwerk daran angeschlossen haben, können Sie üblicherweise von CD-ROM starten. Alles was Sie machen müssen ist, das Booten von CD-ROM im SCSI-BIOS Ihres Controllers zu aktivieren. Hier sind einige Details darüber, wie man die Bootreihenfolge einstellt. Vergessen Sie nicht, diese wieder nach der Installation von Linux zurückzusetzen, damit Ihr Rechner wieder von der Festplatte startet. 3.8.2.1. Die Bootreihenfolge auf IDE-Computern ändern ----------------------------------------------------- 1. Wenn Ihr Computer startet, drücken Sie die Tasten, um ins BIOS-Setup zu kommen. Oft ist es die Entf-Taste, konsoltieren Sie jedoch Ihr Handbuch für die exakte Tastenkombination. 2. Finden Sie die Bootreihenfolge im Setup. Der Ort hängt von Ihrem BIOS ab, aber Sie müssen nach einem Feld suchen, das Laufwerke auflistet. Gewöhnliche Eintrage auf IDE-Rechnern sind C, A, cdrom oder A, C, cdrom. C ist die Festplatte, und A ist das Diskettenlaufwerk. 3. Ändern Sie die Bootreihenfolge so ab, dass das CD-ROM-Laufwerk oder das Diskettenlaufwerk als erstes kommt. Üblicherweise wählt man mit den BildAuf- und BildAb-Tasten eine der verfügbaren Mögllichkeiten. 4. Speichern Sie Ihre Änderungen. Anweisungen auf dem Bildschirm sagen Ihnen, wie man die Einstellungen auf Ihrem Rechner speichert. 3.8.2.2. Die Bootreihenfolge auf SCSI-Computern ändern ------------------------------------------------------ 1. Wenn Ihr Rechner startet, drücken Sie die Tasten um das SCSI-Setup zu betreten. Sie können das SCSI-Setup starten, nachdem der Computer den Speicher geprüft hat und die Nachricht kommt, wie Sie das BIOS-Setup betreten, wenn Sie den Computer starten. Sie Tastenkombination, die Sie brauchen, hängen vom SCSI-Setup ab. Oft ist es Strg-F2, konsultieren Sie jedoch Ihr Handbuch für die genaue Tastenkombination. 2. Finden Sie das Programm, um die Bootreihenfolge zu ändern 3. Stellen Sie das Programm so ein, dass die SCSI-ID des CD-Laufwerks die erste in der Liste ist. 4. Speichern Sie Ihre Einstellungen. Anweisungen auf dem Bildschirm sagen Ihnen, wie man die Einstellungen auf Ihrem Rechner speichert. Oft müssen Sie die F10-Taste drücken. 3.8.2.3. CD-ROM-Einstellungen ----------------------------- Einige BIOS-Systeme (wie etwa das Award-BIOS) erlauben es Ihnen, die CD-Geschwindigkeit automatisch einzustellen. Das sollten Sie vermeiden und stattdessen auf die langsamste Geschwindigkeit einstellen. Falls Sie `seek failed'-Fehlermeldungen bekommen, kann dies Ihr Problem sein. 3.8.2.4. Extended vs. Expanded Memory ------------------------------------- Wenn Ihr System sowohl ex_ten_ded als auch ex_pan_ded Memory anbietet, stellen Sie es so ein, dass es viel Extended und so wenig Expanded Memory als möglich gibt. Linux benötigt Extended Memory und kann keinen Expanded Memory nutzen. 3.8.2.5. Virenschutz -------------------- Deaktivieren Sie alle Virenwarn-Funktionen, die Ihr BIOS Ihnen möglicherweise anbietet. Wenn Sie eine Virenschutz-Karte oder andere Spezialhardware haben, stellen Sie sicher, dass Sie deaktiviert oder physialisch entfernt ist, während Sie GNU/Linux ausführen. Diese sind nicht kompatibel mit GNU/Linux; darüber hinaus hört man auf Grund der Dateisystem- und Speicherberechtigungen des Linux-Kernels kaum etwas von Viren. [1] [1] Nach der Installation können Sie den Bootsekturschutz, wenn gewünscht, wieder aktivieren. In Linux bietet das keine zusätzliche Sicherheit, wenn Sie jedoch Windows laufen haben kann es eine Katastrophe verhindern. Es gibt nichts am Master Boot Record (MBR) zu verändern, nachdem der Bootmanager eingerichtet wurde. 3.8.2.6. Shadow RAM ------------------- Es kann sein, dass Ihr Motherboard _Shadow RAM_ oder BIOS-Caching anbietet. Sie können Einstellungen für `Video BIOS Shadow'', ``C800-CBFF Shadow'', etc. begegnen. _Deaktivieren_ (``Disable'') Sie jeglichen Shadow RAM. Shadow RAM wird benutzt, um den Zugriff zu den ROMs auf Ihrem Motherboard zu beschleunigen. Linux benutzt diese ROMs nach dem Boot nicht mehr, da es seine eigene 32-bit-Software statt der langsamen 16-bit-Software in den ROMs. Das Deaktivieren des Shadow RAMs kann einigen hiervon für Programme verfügbar machen, die ihn als normalen Speicher benutzen. Wenn die den Shadow RAM aktiviert lassen, kann es Probleme mit Linux geben, wenn es versucht auf Hardwaregeräte zuzgreifen. 3.8.2.7. Verschiedene BIOS-Einstellungen, die Sie überprüfen sollten -------------------------------------------------------------------- Wenn Ihnen Ihr BIOS etwas wie ``15-16 MB Memory Hole'' anbietet, deaktivieren Sie das bitte. Linux erwartet dort Speicher zu finden, wenn Sie so viel RAM haben. Wir haben Berichte über ein Intel Endeavor Motherboard, das eine Option ``LFB'' oder ``Linear Frame Buffer'' hat. Diese hat zwei Einstellungsmöglichkeiten: ``Disabled'' und ``1 Megabyte''. Setzen Sie dies zu ``1 Megabyte''. Wenn es deaktiviert ist, wird die Installationsdiskette nicht richtig gelesen und das System wird abstürzen. Wir verstehen momentan nicht, was genau mit diesem Gerät vor sich geht --- es funktionierte einfach mit dieser Einstellung, und nicht ohne. 3.8.2.8. Advanced Power Management ---------------------------------- Wenn Ihr Motherboard Advanced Power Management (APM) unterstützt, konfigurieren Sie es so, dass Powermanagement von APM kontrolliert wird. Deaktivieren Sie die Doze-, Standby-, Suspend-, Nap- und Sleep-Modi, und deaktivieren Sie den Power-Down-Timer der Festplatte. Linux kann die Kontrolle über diese Modi übernehmen und seine Arbeit besser machen, als das Powermanagement des BIOS. Die Versionen des Betriebssystemkernels auf den Bootdisketten benutzen jedoch kein APM, da uns berichtet wurde, dass ein Laptop-System abstürzt, wenn der Linux-APM-Treiber eingerichtet ist. Wenn Sie Linux installiert haben, können Sie ihren eigenen, speziell konfigurierten Linux-Kernel erstellen, lesen Sie hierfür Abschnitt 9.5, `Kernel selbst kompilieren'. 3.8.3. Hardwareprobleme auf die Sie achten sollten -------------------------------------------------- Viele Leute betreiben ihre 90 MHz CPU bei 100 MHz oder versuchen Ähnliches. Das funktioniert manchmal, aber es wirkt sich auf die Temperatur und andere Faktoren aus, die Ihr System beschädigen können. Einer der Autoren dieses Dokumentes selbst hat sein System für ein Jahr übertaktet, aber dann fing `gcc' an mit einem unerwarteten Fehler zu beenden als er seinen Kernel kompilieren wollte. Das Herabsetzen des CPU-Taktes auf seinen Soll-Wert löste das Problem. Der `gcc' Compiler ist oft eins der ersten Dinge, die an fehlerhaften Speichermodulen (oder anderen Hardware-Problemen, die Daten im Speicher zufällig ändern) scheitert, da er große Datenstrukturen aufbaut, die er mehrfach durchläuft. Ein Fehler in diesen Strukturen führt dann dazu, dass er versucht einen illegalen Befehl auszuführen oder eine nicht existente Adresse anzusprechen. Das entsprechende System ist, dass `gcc' mit einem unerwarteten Fehler abstürzt. Die wirklich besten Motherboards unterstützen Parity RAM und werden Ihnen sagen, ob Ihr System einen Bitfehler im RAM hat. Leider gibt es keinen Weg, diesen Fehler zu beheben, also wird ihr System nach dieser Notiz direkt abstürzen. Das ist aber immer noch besser, als fehlerhafte Daten still zu übernehmen. Die besten Systeme basieren also auf Motherboards mit Unterstützung für Parity-RAM; siehe auch Abschnitt 2.6.3, `RAM mit gefälschter oder ``virtueller'' Parität'. Wenn Sie Parity-RAM besitzen und ihr Mainboard damit umgehen kann, versichern Sie sich, dass Sie alle dazugehören BIOS-Einstellungen aktiviert haben, um Bei Speicher-Fehlern zu unterbrechen. 3.8.3.1. Der Turbo-Schalter --------------------------- Einige ältere Systeme besitzen einen _turbo_ Schalter der die Geschwindigkeit der CPU kontrolliert. Wählen Sie die High-Speed Einstellung. Wenn ihr BIOS es ihnen erlaubt, stellen Sie die Möglichkeit zur Veränderung des CPU-Taktes durch Software ab und sperren Sie das System so im High-Speed-Modus. Wir haben einen Bericht über ein bestimmtes System, dass während Linux nach Hardware sucht aus Versehen die Geschwindigkeit wieder herabsenkt. 3.8.3.2. Cyrix CPUs und Floppy-Disketten Fehler ----------------------------------------------- Viele Benutzer von Cyrix CPUs mußten den Cache ihres System während der Installation abschalten, weil die Floppy-Diskette sonst Fehler zeigte. Wenn Sie das tun müssen, denken Sie daran den Cache nach der Installation wieder zu aktivieren, weil Ihr System sonst _sehr_ viel langsamer ist. Wir glauben nicht, dass das zwingend ein Fehler der Cyrix CPU ist. Es ist vielleicht etwas, um das Linux umgehen kann. Wir werden in Zukunft weiter darauf achten. Für die technisch Interessierten: Wir vermuten ein Problem mit dem Cache, nachdem von 16-bit auf 32-bit Code umgestellt wird. 3.8.3.3. Peripheriegerät-Einstellungen -------------------------------------- Es kann sein, dass Sie vielleicht einige Einstellungen oder Jumper der Peripheriegeräte ihres Computers anpassen müssen. Einige Geräte haben Setup-Menüs, einige verlassen sich auf Jumper. Diese Anleitungen kann nicht mal ansatzweise Informationen über alle Geräte vorhalten; aber es kann hoffentlich einige nützliche Tipps geben. Wenn einige Geräte ``mapped memory'' anbieten, sollte dieser Speicher irgendwo in den Bereich zwischen 0xA0000 und 0xFFFFF (von 640 KB bis gerade unter 1 MB) oder an eine Adresse, die mindestes 1 MB höher liegt als der gesamte Speicher Ihres Systems, gemappt werden. 3.8.3.4. USB-Tastaturen ----------------------- Wenn Sie keine AT-Tastatur haben und nur ein USB-Modell, müssen Sie "legacy AT keyboard emulation" in ihrem BIOS aktivieren. Konsultieren Sie Ihr Mainboard-Handbuch oder suchen Sie im BIOS nach Einstellungen zu USB-Tastaturen oder "legacy keyboard emulation". Diese Einstellungen müssen aktiviert sein, damit ihr Installations-System starten kann. Wenn Sie diese Funktion aktiviert haben und alles funktioniert, können Sie problemlos fortschreiten. Wenn Sie diese Option(en) nicht finden können, kann es sein, dass diese Funktion immer aktiviert ist und Sie fortschreiten können. Es kann natürlich auch bedeuten, dass ihr BIOS eine solche Funktion nicht anbietet (Pech gehabt...). Wenn Sie die Option finden und Sie aktivieren, aber die Emulation kurz nach dem Starten des Kernels aufhört zu arbeiten, dann haben Sie auch Pech. Sie können versuchen, die bf2.4-Variante der bootfloppies zu benutzen, diese bringt USB-Module mit. Wenn Sie mit Disketten installieren, müssen Sie die Tastatur einmal benutzen bevor die Module geladen werden können. Eventuell hilft in diesem Fall auch das Angeben der Option "keytimer" beim Starten. In manchen Fällen hängt die Emulation fest, wacht aber nach einigen Minuten wieder auf, so dass Sie weitermachen können. Um dieses Verhalten zu korrigieren, können Sie die Linux-eigenen Treiber für USB-Tastaturen benutzen. Um das zu tun, starten Sie modconf und laden die usb-uhci- oder usb-ohci-Module. 3.8.3.5. Mehr als 64 MB Speicher -------------------------------- Der Linux Kernel kann nicht immer feststellen, wieviel Speicher Sie im System eingebaut haben. Wenn dies der Fall ist, lesen Sie bitte hier weiter: Abschnitt 5.1, `Bootparameter-Argumente' ------------------------------------------------------------------------------- 4. Installations-Medien besorgen -------------------------------- 4.1. Offizielle Debian GNU/Linux CD-ROM-Sets -------------------------------------------- Der mit Abstand einfachste Weg Debian GNU/Linux zu installieren läuft über ein offizielles CD-ROM-Set. Dieses kann man sich entweder kaufen (siehe auch die Seite der CD-Distributoren (http://www.debian.org/CD/vendors/)) oder, wenn man über eine schnelle Verbindung verfügt, als CD-ROM-Image aus dem Netz von einem Debian-Spiegel herunterladen und dann mit einem CD-Brenner auf eine bootbare CD zu übertragen (siehe auch die Debian CD-Page (http://www.debian.org/CD/)). Wenn Sie ein solches Set bereits besitzen und die CDs auf Ihrem Computer bootbar sind, können Sie die folgenden Abschnitte überspringen und direkt zu Abschnitt 5.2, `Booten von CD-ROM' übergehen. Mit viel Mühe wurden die Dateien so ausgewählt, dass die Dateien, die am häufigsten benötigt werden, auf den ersten CDs sind. Auch wenn ein komplettes Set aus 7 CDs besteht, werden Sie selten mehr als die Pakete auf den ersten 3 CDs benötigen. Wenn Ihr Computer kein Booten von CD unterstützt, Sie aber ein CD-Set besitzen, können Sie einen alternativen Ansatz ( Diskette, Festplatte oder Net-Boot) wählen, um das Installations-System erstmalig zu starten. Die Dateien, die für ein Booten von anderen Medien benötigt werden sind auch auf der CD; das Debian Network-Archiv und die CDs sind gleich strukturiert: Wenn Sie wissen, wo Sie die benötigten Dateien auf einem FTP-Spiegel finden, können Sie die Dateien auch auf der CD lokalisieren. Ist der Installer gebootet, kann er alle benötigten anderen Dateien von CD laden. Wenn Sie kein CD-Set besitzen, müssen Sie die benötigten Dateien downloaden und Sie entweder auf ihrer Festplatte, Diskette oder auf einem vernetzen Computer platzieren, damit sie zum Booten verwendet werden können. 4.2. Dateien von Debian-Spiegeln downloaden ------------------------------------------- Wenn Sie Dateien von einem Spiegel herunterladen, achten Sie darauf, den _Binary-_Modus zu verwenden und nicht den Text- oder Automatik-Modus. Es ist wichtig, die Verzeichnis- Struktur auf ihrem Spiegel zu replizieren, um einen lokalen "Sub-Spiegel" anzulegen. Es ist nicht nötig dies zu tun, wenn Sie Disketten zur Installation verwenden, ermöglicht ihnen aber Dateien einfacher wiederzufinden. Sie sollten ihre lokale Verzeichnis-Struktur auf der Ebene unter `disks-i386' beginnen. Als Beispiel: current//images-1.44//rescue.bin Sie müssen nicht jede Datei auf dieser Ebene herunterladen, Sie sollten nur die benötigten downloaden (Welche Dateien Sie benötigen, finden Sie im Folgenden heraus). Benennen Sie einfach ihre Verzeichnisse wie auf dem Spiegel und halten Sie die Dateien im richtigen Verzeichnis. Wenn ihr Computer beim Download automatisch dekomprimiert/dekodiert, müssen Sie dieses Feature abschalten wenn Sie die Installations-Dateien laden. Sie werden just-in-time vom Installer dekomprimiert. Sie beim Herunterladen zu Dekomprimieren kostet Zeit und Platz und verhindert die korrekte Nutzung durch den Installer. 4.2.1. Installations-Optionen ----------------------------- Dateien die Sie benötigen fallen in 3 Kategorien: 1. Dateien, die Sie zum Booten des Installations-System brauchen (Zum Beispiel `rescue.bin', `linux.bin', und `root.bin') 2. Dateien, die das Installations-System nach dem Booten benötigt, um das Betriebsystem mit Kernel und Treibern zu installieren (Zum Beispiel `rescue.bin' und `drivers.tgz') 3. Dateien, die zur Installation des Basis-Systems nötig sind (Zum Beispiel `basedebs.tar') Wenn Sie eine funktionierende Ethernet-Verbindung auf Ihrem Computer haben und der Treiber für ihre Netzwerkkarte im Installations-Kernel einkompiliert ist, benötigen Sie vielleicht nur die Boot-Dateien. Wenn Sie eine Ethernet-Verbindung haben, aber die Netzwerkkarte vom Installer nicht erkannt wird, benötigen Sie die Boot-Dateien und die Dateien mit Kernel und Treibern. Wenn Sie keine Ethernet-Verbindung haben (aber über ein Modem Zugang zum Internet haben) benötigen Sie alle 3 Dateitypen (Boot-Dateien, Kernel und Treiber, Basis-System). Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Dateien Sie benötigen, fangen Sie einfach mit den Boot-Dateien an: Scheitert ihr Versuch, das Netzwerk zu konfigurieren können Sie einfach aufhören, die zusätzlichen Dateien downloaden und einen neuen Versuch starten. Die Datei mit dem Basis-System `basedebs.tar' ist zur Zeit etwa 27 MB groß. Wenn Sie CDs benutzen können oder das Netzwerk vor der Installation des Basis-Systems konfigurieren können ist es besser, diese Möglichkeit zur ergreifen: In diesem Falle benötigen Sie diese Datei nicht. Wie Sie dann vorgehen müssen, erfahren Sie im Anhang (Abschnitt 11.2.3.4, `Dateien für die Installation eines Debian Basis-Systems'). 4.2.2. Das richtige Installations-Set wählen -------------------------------------------- Die Installations-Dateien enthalten Kernel-Images, die in verschiedenen "Geschmäckern" zu haben sind. Jeder "Geschmack" unterstützt eine andere Art von Hardware. Die Geschmäcker für Intel x86 sind: `vanilla' Der Standard-Kernel für Debian. Er enthält fast alle Treiber die Linux unterstützt als Modul. Damit bietet er Unterstützung für Netzwerkkarten, SCSI-Geräte, Soundkarte, Video4Linux-Geräte und vieles mehr. Der `vanilla'-Kernel ist auf der rescue-Floppy, auf der root- und auf den vier driver-Floppies. `compact' Wie `vanilla', nur sind viele selten genutzte Treiber entfernt (Sound, Video4Linux, ...). Zusätzlich bietet er Unterstützung für beliebte PCI Ethernet-Karten --- NE2000, 3com 3c905, Tulip, Via-Rhine und Intel EtherExpress Pro100. Diese eingebauten Treiber erlauben Ihnen, die Fähigkeiten des Debian Installers voll auszunutzen und die Treiber-Disketten über eine Netzwerk-Verbindung zu laden, so dass nur die rescue- und die root-Floppies generiert werden müssen. Zusätzlich unterstützt `compact' einige RAID-Controller. `compact' enthält eine rescue-, eine root- und zwei driver-Floppies. `idepci' Ein Kernel, der nur IDE- und PCI-Geräte unterstützt (und sehr wenige ISA-Geräte). Dieser Kernel sollte nur benutzt werden, wenn die SCSI-Treiber der anderen Kernel ihr System beim Booten zum Absturz bringen. `idepci' enthält zusätzlich einen Treiber für IDE-Floppy-Geräte, so dass Sie auch von LS120- oder ZIP-Laufwerken installieren können. `bf2.4' Dies ist eine experimentelle Version und benutzt eine spezielle Version des kernel-image-2.4-Pakets. Es wird neuere Hardware unterstützt, die in den anderen Geschmäckern nicht vorhanden ist: Dazu zählen USB Hardware (Tastaturen, Mäuse, ...), moderne IDE-Controller, einige neue Netzwerk-Karten und die Ext3- und Reiser- Dateisysteme. Vergleichen mit den kernel-image-2.4.x-yz-Paketen wurden einige unwichtige Treiber entfertn um die Anzahl der benötigten Disketten niedrig zu halten. Wenn Sie unerklärliche Probleme mit dem 2.4er Kernel haben, sollten Sie die anderen Versionen probieren. Wenn Sie weitere Treiber oder eine Optimierung auf ihren CPU-Typ benötigen sollten Sie ein kernel-image-2.4.x-ya-Paket installieren. `bf2.4' enthält eine rescue-, eine root- und vier driver-Floppies. Obwohl wir beschrieben haben, wieviele Disketten die verschiedenen Versionen benötigen, können Sie eine andere Art der Installation wählen. Die Kernel-Konfiguration der hier behandelten Geschmäcker können in ihren Verzeichnissen in der Datei `kernel-config' gefunden werden. 4.2.3. Wo die Installations-Dateien zu finden sind -------------------------------------------------- Die Orte an denen sich die Installations-Dateien der verschiedenen Versionen für i386 befinden sind im Anhang aufgelistet. Dazu gehören: * rescue image * .../current/images-1.20/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/rescue.bin) * .../current/images-1.20/safe/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/safe/rescue.bin) * .../current/images-1.44/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/rescue.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/rescue.bin) * .../current/images-1.44/compact/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/compact/rescue.bin) * .../current/images-1.44/idepci/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/idepci/rescue.bin) * .../current/images-1.44/safe/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/safe/rescue.bin) * .../current/images-2.88/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/rescue.bin) * .../current/images-2.88/bf2.4/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/bf2.4/rescue.bin) * .../current/images-2.88/compact/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/compact/rescue.bin) * .../current/images-2.88/idepci/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/idepci/rescue.bin) * root image(s) or tarball * .../current/images-1.20/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/root.bin) * .../current/images-1.44/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/root.bin) * .../current/images-1.44/compact/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/compact/root.bin) * .../current/images-1.44/idepci/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/idepci/root.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/root.bin) * kernel binary * Abschnitt 11.2.3.2, `Linux Kernel-Dateien' * driver images or tarball * Abschnitt 11.2.3.3, `Treiber-Dateien' * base system images or tarball * Abschnitt 11.2.3.4, `Dateien für die Installation eines Debian Basis-Systems' Das rescue-Image enthält einen komprimierten Linux Kernel zum booten. Er wird benutzt um beide Floppy-Disketten zu booten (wenn er auf Diskette kopiert wird) und als Quelle für den Linux Kernel wenn ein Kernel auf ihrem Computer installiert wird. Die Kernel-Binär-Datei `linux.bin' ist ein unkomprimierter Binär-Kernel. Er wird benutzt, wenn von der Festplatte oder dem CD-ROM gebootet wird. Er wird nicht gebraucht, wenn von Diskette gebootet wird. Sehen Sie sich Abschnitt 4.3, `Disketten aus Images erstellen' an, um zu erfahren wie Sie korrekte Boot-Floppies aus den Images erstellen können. Das root-Image enthält ein komprimiertes RAM-Disk-Dateisystem, das nach dem Booten des Installers in den Speicher geschrieben wird. Die Treiber können entweder als eine Reihe von Disketten-Images oder als Tarball runtergeladen werden (`drivers.tgz'). Der Installer muß auf die Treiber während der Installation zugreifen. Wenn Sie eine Festplatte an ihrem Rechner haben, auf die der Installer zugreifen kann (siehe unten) ist das Tarball einfacher zu benutzen. Die Floppy-Images sollten Sie nur dann benutzen, wenn Sie keine andere Möglichkeit haben. Wenn Sie Dateien herunterladen, sollten Sie auch auf das benutzte Dateisystem achten, _auf_ dem Sie die Daten speichern, wenn Sie die Images nicht später auf Disketten schreiben. Der Installer kann Dateien von vielen Dateisystemen lesen, darunter FAT, HFS, ext2 und Minix. Wenn Sie die Dateien auf einer Platte speichern, wählen Sie die größte Datei. Der Installer _kann nicht_ Dateien auf einem NTFS-Dateisystem lesen --- Sie müssen den entsprechenden Treiber laden. Zusätzlich zu den oben genannten Dateien benötigen Sie .../current/dosutils/loadlin.exe (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/dosutils/loadlin.exe) (Siehe auch Abschnitt 11.2.3.1, `Dateien zum ersten System-Boot'). Während Installation müssen Sie (eine) Partition(en) auf der Sie Debian installieren löschen. Achten Sie darauf, keine Dateien die Sie beim Installations-Prozess benötigen auf diesen Partitionen zu speichern. 4.3. Disketten aus Images erstellen ----------------------------------- Bootbare Disketten werden oft benutzt, um den Installer zu starten, sofern die Maschinen ein Disketten-Laufwerk haben. Disketten können auch für die eigentliche Installation verwendet werden. Disketten-Images enthalten den gesamten Inhalt einer Diskette in eime _Roh-_ (raw-)Format. Diese Images (wie `rescue.bin') können nicht einfach auf Diskette kopiert werden. Ein spezielles Programm wird benötigt, um die Datei im raw-Modus auf das Medium zu übertragen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Disketten zu erstellen, die zu empfehlende hängt von Ihrer Plattform ab. Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie die Disketten auf verschiedenen Plattformen erstellen können. Egal wie Sie die Disketten erstellen: Denken Sie daran, den Hardware-Schreibschutz (der kleine Plastik-Schieber) zu aktivieren, um unbeabsichtigtes Überschreiben zu verhindern. 4.3.1. Erstellen der Disketten von einem Image unter Unix/Linux --------------------------------------------------------------- Um die Disketten zu erstellen, benötigen Sie vermutlich root-Zugriff zu dem System. Legen Sie eine freie, funktionierende Diskette in das Laufwerk und führen Sie dann das folgende aus. dd if= of=/dev/fd0 bs=1024 conv=sync ; sync Dabei ist das zu Schreibende Image. `/dev/fd0' sollte der Name ihres Floppy-Laufwerks sein. Ist er dies nicht, tragen Sie den korrekten Pfad ein. Das Kommando kann eventuell beendet werden, bevor das Betriebsystem den Schreibvorgang beendet hat: Achten Sie beim Herausnehmen der Diskette auf die LED, die die Aktivität anzeigt! Auf manchen Systemen (wie Solaris) müssen Sie ein Programm benutzen, um die Diskette auszuwerfen. Dies kann z.B. eject sein (Die genaue Benutzung wird in der Manpage erklärt). Einige System mounten eine Diskette direkt nach dem Einlegen. Dieses Feature müssen Sie abstellen, um im _raw mode_ auf die Diskette zu schreiben. Wie dies funktioniert, ist leider sehr abhängig von der verwendeten Plattform. Fragen Sie im Zweifelsfalle ihren Administrator/jemanden, der sich gut mit dem verwendeten Betriebssystem auskennt. 4.3.2. Erstellen der Disketten von einem Image unter DOS, Windows oder OS/2 --------------------------------------------------------------------------- Um auf einer i386-Maschine mit den genannten Betriebssystemen eine Diskette zu im _raw mode_ zu schreiben, können Sie die folgenden Programme nutzen. FDVOL, WrtDsk oder RaWrite3 können unter MS-DOS genutzt werden: http://www.minix-vmd.org/pub/Minix-vmd/dosutil/ Um diese Programme zu benutzen, stellen Sie sicher dass Sie DOS gebootet haben: Diese Programme funktionieren _nicht_ in einer DOS-Box oder durch Doppelklick im Windows Explorer. Drücken Sie beim Booten von Windows auf _F8_, um DOS zu starten. `NTRawrite' ist ein Versuch, eine Windows NT/2k/XP-Kompatible Version von Rawrite(3) zu erschaffen. Es ist eine selbsterklärende GUI-Anwendung: Sie wählen das Disketten-Laufwerkt und das entsprechende Image aus und klicken dann auf den Write-Button. http://sourceforge.net/projects/ntrawrite/ 4.3.3. Modifizieren der Rescue-Diskette, um eine andere Sprache zu verwenden ---------------------------------------------------------------------------- Die Nachrichten beim Booten der Rescue-Diskette (vor dem Laden des Linux-Kernels) können in Ihrer Muttersprache angezeigt werden. Um dies zu erreichen, wenn Ihre Muttersprache nicht Englisch ist, müssen Sie die entsprechenden Nachrichten- und Schriftarten-Dateien nach dem Schreiben des Image-Files auf die Diskette kopieren. Für DOS- und Windows-User gibt es die Batch-Datei `setlang.bat' im `dosutils' Verzeichnis, welches die korrekten Daten kopiert. Wechseln Sie einfach in das entsprechende Verzeichnis (zB: cd c:\debian\dosutils ) in einer DOS-Box und führen Sie `setlang ' aus, wobei ein zweibuchstabiger Code für ihre Sprache ist. Zur Zeit werden folgende Sprachen unterstützt: ca cs da de eo es fi fr gl hr hu it ko ja pl pt ru sk sv tr zh_CN Beachten Sie, dass dieses Handbuch davon ausgeht, dass Sie eine nicht lokalisierte Installation (Englisch) verwenden. Ist dies nicht der Fall, könnten die Menüs und Buttons andere Titel tragen. 4.4. Dateien für das Booten von Festplatte vorbereiten ------------------------------------------------------ Der Installer kann auch durch Dateien auf der Festplatte ihres Systems gestartet werden. Dies geschieht entweder durch den Aufruf im laufenden Betrieb eines anderen Betriebsystems oder direkt durch das BIOS. Eine komplette, "reine" Netzwerk-Installation kann so durchgeführt werden. Das vermeidet Ärger mit Wechselmedien, wie zum Beispiel das Finden und Brennen von CD-Images oder auch der Kampf mit vielen und unzuverlässigen Disketten. Der Installer kann nicht von einem NTFS-Dateisystem booten. 4.4.1. Mit `LILO' von Festplatte booten --------------------------------------- Dieser Abschnitt erklärt, wie Sie eine existierende Linux-Installation mit Hilfe von `LILO' erweitern oder sogar ersetzen können. Während des Boot-Vorgangs kann `LILO' nicht nur einen Kernel, sondern auch ein Disketten-Image in den Speicher laden. Der Speicher kann dann vom Kernel als Root-Dateisystem benutzt werden. Suchen Sie sich auf Abschnitt 4.2.2, `Das richtige Installations-Set wählen' den Kernel aus, der Ihnen am besten gefällt - damit haben Sie die Arbeit (fast) abgeschlossen. Kopieren Sie die folgenden zwei oder drei Dateien nun aus den Debian-Archiven auf ihre lokale Festplatte, zum Anfang nach `/boot/newinstall/'. * `linux.bin' (Die Kernel-Binär-Datei) * `root.bin' (Das Image der Root-Partition) * `drivers.tgz' (Die optionalen Kernel-Module). Extrahieren Sie diese Module _jetzt_ per `tar -xzf drivers.tgz', um späteren Aufwand zu vermeiden. Merken Sie sich, auf welcher Partition (zum Beispiel `/dev/hda4') sich die `.o'-Dateien befinden, die Sie soeben aus `drivers.tgz' extrahiert haben. Sie können `linux.bin' und `drivers.tgz' natürlich mit Ihrem eigenen Kernel mit eigenen Modulen ersetzen, die dann zum Beispiel exotische Hardware (eine Netzwerkkarte oder ähnliches) unterstützen können. Achten Sie darauf, dass der neue Kernel zumindest `RAMDISK'- und das `initrd'- Unterstützung _einkompiliert_ hat. Lesen Sie den Anfang von Abschnitt 10.3, `Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen' um zu erfahren, welche Features ihr eigener Kernel benötigt, um den Installer booten zu können. Tuen Sie sich nicht den darauf folgenden Teil über Disketten an, er ist für Sie überflüssig. Um `LILO' passend zu konfigurieren, lesen Sie bitte auf Abschnitt 5.4.2, `Von Linux aus mit `LILO' booten' weiter. 4.5. Dateien für das Booten per TFTP vorbereiten ------------------------------------------------ Wenn ihr Computer an ein lokales Netzwerk angeschlossen ist, können Sie eventuell mit TFTP über das Netzwerk von einem anderen Rechner aus booten. Wenn Sie dies vor haben, müssen sich die Boot-Dateien an bestimmten Stellen auf dem TFTP-Server befinden und der Server muß entsprechend konfiguriert sein. Sie müssen also einen TFTP-Server aufsetzen. Für CATS-Maschinen benötigen Sie zusätzlich einen BOOTP-Server oder RARP-Server oder einen DHCP server. Das "Reverse Address Resolution Protocol" (RARP) ist ein Weg, einem Rechner mitzuteilen, welche IP-Adresse er für sich selbst benutzen soll. Ein anderer Weg ist das BOOTP-Protokoll. BOOTP ist ein IP-Protokoll, dass einem Rechner mitteilt wie seine IP-Adresse lautet und wo er im Netzwerk ein Boot-Image laden kann. Das DHCP-Protokoll ("Dynamic Host Configuration Protocol") ist ein flexible, abwärts-kompatible Erweiterung von BOOTP. Einige Systeme können nur per DCHP konfiguriert werden. Das "Trivial File Transfer Protocol" (TFTP) wird benutzt, um ein Boot-Image an den Client zu übertragen. Theoretisch kann jeder Server, der dieses Protokoll implementiert, genutzt werden. In den Beispielen in diesem Abschnitt werden wird die nötigen Kommandos für SunOS 4.X, SunOS 5.X (a.k.a. Solaris) und GNU/Linux nennen. 4.5.1. Einen RARP-Server konfigurieren -------------------------------------- Um RARP zu konfigurieren, müssen Sie die Hardware- (MAC-) Adresse des Ethernet-Adapters kennen, dem Sie eine IP-Adresse zuordnen wollen. Wenn Sie diese Information nicht haben, können Sie in den Rescue-Modus booten (mit der Rescue-Floppy) und `/sbin/ifconfig eth0' ausführen. Setzen Sie für eth0 den Namen ihres Ethernet-Devices ein, wenn dieser anders lauten sollte. Auf Systemen mit einem Linux 2.2.x Kernel müssen Sie die RARP-Tabelle des Kernels füllen. Um dies zu tun, führen Sie folgenden Befehle aus: /sbin/rarp -s /usr/sbin/arp -s Sollten Sie SIOCSRARP: Invalid argument sehen, müssen Sie entweder das RARP-Kernel-Modul laden oder ihren Kernel mit RARP rekompilieren. Versuchen Sie zuerst ein `modprobe rarp'. Auf Systemen mit dem Linux 2.4.x Kernel gibt es kein RARP-Modul, Sie müssen das `rarpd'-Programm nutzen. Es ähnelt dem Programm, das unter SunOS existiert und im nächsten Abschnitt beschrieben wird. Unter SunOS müssen Sie sicher stellen, dass die Hardware- (MAC-)Adresse ihres Ethernet-Adapters in der ``ethers''-Datenbank und in der ``hosts''-Datenbank enthalten ist. Diese ``ethers''-Datenbank befindet sich entweder in `/etc/ethers' oder wird per NIS/NIS+ geladen. Danach benötigen Sie den RARP-Dämonen. Führen Sie unter SunOS 4 (als root) `/usr/etc/rarpd -a' aus, unter SunOS 5 müssen Sie `/usr/sbin/rarpd -a' ausführen. 4.5.2. Einen BOOTP-Server konfigurieren --------------------------------------- Es gibt für GNU/Linux 2 BOOTP-Server, der eine ist CMU `bootpd', der andere ist eigentlich ein DHCP-Server: ISC `dhcpd'. Sie sind als `bootpd'- und `dhcpd'-Paket in Debian GNU/Linux verfügbar. Um den CMU `bootpd' zu nutzen, müssen Sie zuerst die entsprechende Zeile in `/etc/inetd.conf' einfügen. Unter Debian GNU/Linux können Sie mit `update-inetd --enable bootps' und danach `/etc/init.d/inetd reload' den Server aktivieren. Auf anderen Systemen müssen Sie die folgende Zeile nutzen: bootps dgram udp wait root /usr/sbin/bootpd bootpd -i -t 120 Nun müssen Sie eine `/etc/bootptab'-Datei aufbauen. Diese besitzt das gleiche bekannte kryptische Format wie die guten alten BSD printcap(5), termcap(5), und disktab(5) Dateien. Sehen Sie sich bootptab(5) für mehr Informationen an. Für CMU `bootpd' müssen die Hardware- (MAC-)Adresse des zu konfigurierenden Ethernet-Adapters kennen. Hier ist ein Beispiel für eine `/etc/bootptab'-Datei: client:\ hd=/tftpboot:\ bf=tftpboot.img:\ ip=192.168.1.90:\ sm=255.255.255.0:\ sa=192.168.1.1:\ ha=0123456789AB: Sie müssen die letzte Zeile ("ha") ändern, sie enthält die Hardware- (MAC-) Adresse. Die Zeile, die mit "bf" beginnt konfiguriert, welches Boot-Image der Client über TFTP laden soll. Sehen Sie sich Abschnitt 4.5.5, `TFTP-Images bereitstellen' für mehr Informationen an. Relativ dazu ist das Konfigurieren des ISC `dhcpd'-Servers wirklich einfach, weil es BOOTP nur als speziellen Fall von DHCP betrachtet. Einige Architekturen benötigen eine komplexe Konfiguration um über BOOTP zu booten: Ist ihre Architektur eine solche, lesen Sie Abschnitt 4.5.3, `Einen DHCP-Server konfigurieren'. Sonst könnten Sie mit dem Hinzufügen `allow bootp' zum Konfigurations-Block für das Subnet des Clients und einem Neustart von `dhcpd' mit `/etc/init.d/dhcpd restart' davon kommen. 4.5.3. Einen DHCP-Server konfigurieren -------------------------------------- Während dies geschrieben wird, gibt es nur einen einzigen freien DHCP-Server, den ISC `dhcpd'. In Debian GNU/Linux ist er als `dhcpd'-Paket erhältlich. Hier ist eine Beispielkonfiguration für ihn: (Normalerweise in `/etc/dhcpd.conf') option domain-name "example.com"; option domain-name-servers ns1.example.com; option subnet-mask 255.255.255.0; default-lease-time 600; max-lease-time 7200; server-name "servername"; subnet 192.168.1.0 netmask 255.255.255.0 { range 192.168.1.200 192.168.1.253; option routers 192.168.1.1; } host clientname { filename "/tftpboot/tftpboot.img"; server-name "servername"; next-server servername; hardware ethernet 01:23:45:67:89:AB; fixed-address 192.168.1.90; } In diesem Beispiel gibt einen Server "", welcher sowohl DCHP-Server, TFTP-Server und Netzwerk-Gateway ist. Sie werden praktisch sicher die "domain-name"-Optionen anpassen müssen, genauso wie die Server- und Client-IP-Adresse. Die Option "" gibt den Pfad des Boot-Images an, das per TFTP geladen werden soll. Nachdem Sie die Konfigurations-Datei des `dhcpd' angepaßt haben müssen Sie ihn mit `/etc/init.d/dhcpd restart' neu starten. Hier ist ein weiteres Beispiel für die `/etc/dhcp.conf', die das "Pre-boot Execution Environment" (PXE) nutzt: option domain-name "example.com"; default-lease-time 6048; max-lease-time 604800; allow booting; allow bootp; # The next paragraph needs to be modified to fit your case subnet 192.168.1.0 netmask 255.255.255.0 { range 192.168.1.200 192.168.1.253; option subnet-mask 255.255.255.0; option broadcast-address 192.168.1.255; # the gateway address which can be different # (access to the internet for instance) option routers 192.168.1.1; # indicate the dns you want to use option domain-name-servers 192.168.1.3; } host tftpserver { # tftp server ip address fixed-address 192.168.1.90; # tftp server hardware address hardware ethernet 01:23:45:67:89:AB; } group { next-server 192.168.1.3; host tftpclient { # tftp client hardware address hardware ethernet 00:10:DC:27:6C:15; filename "/tftpboot/pxelinux.0"; } } Beachten Sie, das beim PXE-Booten das Image `pxelinux.0' ein Bootloader, kein Kernel-Image ist. Sehen Sie sich Abschnitt 4.5.5, `TFTP-Images bereitstellen' weiter unten für mehr Informationen an. 4.5.4. Den TFTP-Server aktivieren --------------------------------- Um den TFTP-Server benutzen zu können, müssen Sie sicher stellen, dass er in `/etc/inetd.conf' freigeschaltet ist. Die entsprechende Zeile muß so aussehen: tftp dgram udp wait root /usr/sbin/tcpd in.tftpd /tftpboot Sehen Sie sich diese Datei an un merken Sie sich, welches Verzeichnis als Argument für `in.tftpd' übergeben wird, Sie werden es weiter unten benötigen. Das `-l'-Argument bringt einige Versionen von `in.tftpd' dazu, alle Anfragen in die Log-Dateien zu schreiben, dies ist nützlich bei der Analyse von Fehlern. Wenn Sie `/etc/inetd.conf' ändern müssen, müssen Sie `inetd' darüber informieren. Auf einer Debian-Maschine führen Sie einfach `/etc/init.d/inetd reload' aus. Auf anderen Maschinen müssen Sie die Prozess-ID (PID) des inetd-Prozesses erfahren und führen dann einfach `kill -HUP ' aus. Wenn Sie PXE benutzen wollen, müssen Sie einen TFTP-Server mit Unterstützung für das `tsize'-Kommando wählen. Unter Debian GNU/Linux ist dazu `tftp-hpa' geeignet. 4.5.5. TFTP-Images bereitstellen -------------------------------- Platzieren Sie als nächstes die TFTP-Boot-Images die Sie brauchen (dazu mehr in Abschnitt 11.2.3, `Beschreibung der Dateien des Installations-Systems') in das konfigurierte Verzeichnis des TFTP-Servers. Normalerweise ist dies `/tftpboot'. Sie müssen in diesem Verzeichnis einen Link zu der Datei mit den Daten anlegen, die `tftpd' zum Booten eines bestimmten Clients nutzen soll. Leider wird der Datei-Name vom TFTP-Client bestimmt, es gibt keine zwingenden Standards. Oft wird der TFTP-Client nach der Datei suchen. Um diese zu bestimmen, wandeln Sie einfach die einzelnen Teile der IP-Adresse in Hexadezimale Werte um und hängen Sie sie aneinander. Wenn Sie auf das `bc'-Programm zugreifen können, benutzen Sie dieses einfach. Geben Sie zuerst `obase=16' ein, danach jeweils getrennt die einzelnen Teile der IP-Adresse. Hängen Sie die Werte wieder aneinander. Um zu bestimmen, müssen Sie einige Werte ausprobieren. Um per PXE zu booten können Sie den Boot-Loader aus `syslinux' nutzen: `pxelinux.0'. Der Boot-Loader sollte in das `/tftpboot'-Verzeichnis kopiert werden. Danach müssen Sie ein Sub-Verzeichnis `/tftpboot/pxelinux.cfg' erstellen, in dem Sie eine Datei `default' mit dem folgendem Inhalt erstellen: default lanlinux prompt 1 label lanlinux kernel tftpboot.img append load initrd=root.bin devfs=nomount `devfs=nomount' ist wichtig, weil es ohne dieses Argument eventuell Probleme beim mounten von root.bin geben kann. Schlußendlich kopieren Sie einfach die Dateien `tftpboot.img' und `root.bin' aus dem Debian-Archiv nach `/tftpboot', wo der Bootloader nach ihnen suchen wird. Wie Sie den Client booten können steht auf Abschnitt 5.5, `Über TFTP booten'. 4.6. Automatische Installation ------------------------------ Um Debian GNU/Linux auf mehreren Computern auf gleiche Weise zu installieren, ist es möglich das Programm `FAI' zu benutzen. Das Debian-Package für dieses Programm heißt `fai' und muß auf dem Computer, der als Installations-Server dienen soll installiert sein. Beim Booten über Netzwerk oder Diskette wird dies erkannt und alle Computer installieren Debian GNU/Linux automatisch auf ihre lokalen Festplatten. ------------------------------------------------------------------------------- 5. Booten des Installations-Systems ----------------------------------- Das Thema dieses Kapitels ist das Booten des Installations-Systems von Debian GNU/Linux von verschiedenen Medien: von einer CD-ROM, von Disketten, einer Partition einer Festplatte oder einem anderen Rechner im lokalen Netzwerk. 5.1. Bootparameter-Argumente ---------------------------- Boot-Parameter des Linux-Kernels werden ganz normall verarbeitet, z.B. die für Peripherie-Geräte und ähnliches. Für die meisten Geräte kann der Kernel alles automatisch erkennen, nur in wenigen Fällen müssen Sie manuell nachhelfen. Wenn Sie von einer Rescue-Diskette oder CD-ROM booten, sehen Sie den Boot-Prompt `boot:'. Mehr Details über seine Benutzung und die Parameter finden sie in Abschnitt 5.3, `Von Disketten starten'. Falls Sie von einem vorhandenen Betriebssystem booten, übergeben Sie die Boot-Parameter auf einem anderen Weg. Falls Sie z.B. von DOS starten, bearbeiten Sie die Datei `install.bat' mit einem Text-Editor. Detaillierte Informationen über Bootparameter können im Linux BootPrompt HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/BootPrompt-HOWTO.html) gefunden werden; dieser Abschnitt wird nur die wichtigsten behandeln. Wenn dies das erste mal ist, dass Sie Ihr System booten, versuchen Sie, die Standardeinstellungen zu belassen und überprüfen Sie, ob alles richtig funktioniert. Es wird sicherlich. Falls nicht, können Sie später Ihr System neu starten und nach speziellen Parametern Ausschau halten, die das System über Ihre Hardware informieren. Wenn der Kernel startet, sollte eine Nachricht Memory: k/k available auftauchen. sollte mit der tatsächlichen Größe ihres RAMs übereinstimmen, falls nicht, benötigen Sie den `mem='-Parameter, wobei die Größe ihres RAMs ist. Sie können hinter der Größe ein ``k'' für Kilobyte oder ein ``m'' für Megabyte schreiben, `mem=65536k' und `mem=64m' bedeuten also beide 64MB RAM. Einige System enthalten ``invertierte DCLs´´. Wenn Sie Fehler beim Lesen von der Diskette sehen, obwohl die Diskette garantiert fehlerfrei ist, versuchen Sie den Parameter `floppy=thinkpad'. Auf einigen Systemen wie z.B. IBM PS/1 oder ValuePoint (mit den ST-506 Disk-Treibern) werden die IDE-Geräte evtl. nicht richtig erkannt. Wie gesagt, versuchen Sie es zuerst ohne weitere Parameter um zu sehen, ob alles richtig erkannt wird. Andernfalls finden Sie die richtigen Geometrie-Werte heraus (cylinders, heads, sectors) und geben Sie diese mit dem Parameter `hd=,,' an. Wenn ihr Monitor nur Schwarz-Weiss kann, geben Sie den Parameter `mono' an. Andernfalls wird die Installation mit Farbe durchgeführt. Wenn Sie mit einer seriellen Konsole booten, wird das der Kernel i.d.R. erkennen . Wenn Sie eine Grafikkarte (framebuffer) und Tastatur an den Computer angeschlossen haben und trotzdem eine angeschlossene Textkonsole verwenden möchten, müssen Sie die Kernel-Option `console=' angeben, wobei für den seriellen Anschluss steht, z.B. ``ttyS0´´. Wie gesagt, mehr Details zu den Boot-Parametern finden sie in Linux BootPrompt HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/BootPrompt-HOWTO.html), einschliesslich Tipps für exotische Hardware. Einige typische Hinweise stehen auch weiter unten, Abschnitt 5.6, `Probleme bei der Installation beheben'. 5.1.1. Optionen von `dbootstrap' -------------------------------- Das Installationssystem akzeptiert ebenfalls einige Optionen, die nützlich werden könnten. Die Bedeutung von `quiet' und `verbose' wird in Abschnitt 11.5, `Efffekte von Verbose und Quiet' beschrieben. quiet Damit werden alle weniger wichtigen Fragen unterdrückt. Wenn Sie mit den Standard-Antworten sowieso zufrieden sind, ist diese Option ganz brauchbar. verbose Mehr Fragen als üblich stellen. debug Spezielle Debug-Meldungen für Fehlersuche in das Installations-Protokol schreiben (siehe auch Abschnitt 5.7.1, `Die Shell benutzen oder die Logfiles ansehen'). bootkbd=<...> Typ der Tastatur vorher auswählen, z.B. `bootkbd=qwerty/us' mono Monochromen Bildschirmmodus (Schwarz/Weiss-Monitor). nolangchooser Einige Architekturen verwenden den Kernel-Framebuffer, um eine Installation in mehreren Sprachen anzubitten. Falls Framebuffer auf ihrem Rechner nicht fehlerfrei funktioniert, können Sie dieses Feature mit der Option `nolangchooser' abschalten. "Nicht fehlerfrei" beutet weisses Flackern, plötzliches Einfrieren des Systems in den ersten Minuten der Installation, Fehlermeldungen von bterm oder von bogl. Die Option video=vga16:off kann ebenfalls verwendet werden, umd en Framebuffer abzustellen. Probleme damit wurden auf Dell-Inspiron mit Mobile-Radeon sowie auf einigen Sis-basierten Notebooks gemeldet. 5.2. Booten von CD-ROM ---------------------- Der einfachste Weg für die meisten Leute ist die Verwendung von einem Satz der Debian CDs (http://www.debian.org/CD/vendors/). Wenn Sie einen solchen Satz haben und ihr System davon booten kann, wunderbar, konfigurieren Sie ihr System fürs Booten von CD-ROMs wie unter Abschnitt 3.8.2, `Bootgeräte-Auswahl' beschrieben, legen Sie die CD ein, starten Sie das System neu und blätten zum nächsten Abschnitt. Sie sollten ihre Hardware wie unter Abschnitt 3.8.2, `Bootgeräte-Auswahl' beschrieben konfigurieren. Dann legen Sie die CD ein und starten den Rechner neu. Das System fährt wieder hoch und präsentiert den Prompt `boot:'. Jetzt können Sie die Argumente/Optionen angeben oder einfach _Enter_ drücken, um weiterzumachen. Mit der CD Nr.1 des offiziellen CD-ROM-Satzes für Intel x86 kommen Sie auf den meisten Systemen zum `boot:' -Prompt. Drücken Sie `F3' um eine Liste der verfügbaren Kernel-Optionen zu sehen. Sie können z.B. den Namen der Kernel-Variante (idepci, vanilla, compact, bf24) am `boot:' -Prompt angeben und mit Return bestätigen. Wenn ihr System das booten von CDs mit mehreren Boot-Images nicht unterstützt, können Sie es mit einer der anderen CDs versuchen. Scheinbar kommen viele SCSI-CD-ROM-Geräte mit `isolinux' und mehreren Boot-Images nicht klar, sie müssen in diesem Fall dann mit der CD2 (vanilla) oder CD3 (compact) oder CD5 (bf2.4) booten. CDs zwei bis fünf booten jeweils ein andere Variante, siehe auch Abschnitt 4.2.2, `Das richtige Installations-Set wählen' für den Vergleich zwischen Verschiedenen Kernel-Varianten. Zu den verschiedenen CD-ROMs gibt es nicht viel zu sagen: CD 1 Enthält mehrere Boot-Images zur Auswahl (idepci ist voreingestellt, wenn nichts anderes gewählt wird) CD 2 Bootet die Variante `vanilla'. CD 3 Bootet die Variante `compact'. CD 4 Bootet die Variante `idepci'. CD 5 Bootet die Variante `bf2.4'. Wenn ihr System nicht direkt von CD-ROM booten kann, können Sie auch von DOS aus starten. Dazu führen Sie die Datei `E:\install\boot.bat' unter DOS aus (`E:' ist durch den Buchstaben des CD-Laufwerks zu ersetzen). Lesen Sie dann weiter bei Kapitel 8, `Ihr neues Debian System booten'. Sie können auch von einer FAT-Partition (DOS) installieren, lesen Sie unter Abschnitt 5.4.1, `Von einer DOS-Partition booten' über diese Methode. Beachten Sie, dass bestimmte CD-Laufwerke spezielle Treiber benötigen und diese während der ersten Installationsschritte nicht verfübar sind. Falls es sich herausstellt, dass das Booten und installieren von der CD auf diesem Wege nicht möglich ist, lesen Sie über andere Installationsmöglichkeiten in diesem Kapitel. USB-CD-ROM-Laufwerke werden von der Variante `bf2.4' unterstützt. FireWire-Geräte, die von den Treibern ohci1394 und sbp2 unterstützt werden, könnten ebenfalls mit `bf2.4' funktionieren. Auch wenn Sie nicht von der CD-ROM booten können, können Sie die System-Komponenten von Debian und weitere Pakete mit Hilfe von anderen Medien installieren, zum Beispiel Disketten. Sollten Sie Probleme mit CD-ROM-Boot bekommen, lesen Sie unter Abschnitt 5.6, `Probleme bei der Installation beheben'. 5.3. Von Disketten starten -------------------------- Booten von Floppies wird auf Intel x86 unterstützt. Sie benötigen heruntergeladene Disketten-Images, und von diesen Erstellen Sie fertige Disketten, siehe Abschnitt 4.3, `Disketten aus Images erstellen'. Wenn es sein muss, können Sie auch die Rescue-Diskette modifizieren, (siehe Abschnitt 10.3, `Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen'). Booten von der Rescue-Diskette ist einfach: legen Sie diese in das primäre Diskettenlaufwerk und booten sie neu. Zum booten von USB-Floppy-Laufwerken benötigen sie eine präparierte Version von Boot-Floppies, z.B. von http://www-user.rhrk.uni-kl.de/~blochedu/usb-install/. Zum Installieren von einem LS-120-Drive (ATAPI version) mit einem Satz von Floppies müssen Sie die virtuelle Bezeichnung des Laufwerks angeben. Dies geschieht mit der Option _root=_ plus der Name des Geräts, auf das das Laufwerk abgebildet wird. Zum Beispiel, wenn das Laufwerk das Master-Gerät auf dem zweiten IDE-Kabel ist, geben Sie folgendes an: ``linux.bin root=/dev/hdc´´. Dies wird nur von der `bf2.4'-Variante unterstützt. Auf einigen Systemen funktioniert das `Strg-Alt-Entfernen' zum neustarten nicht, dann müssen Sie eben manuell (hart) reseten. Es wird jetzt auf die Diskette zugegriffen und Sie sollten den Einführungsbildschirm der Rescue-Diskette sehen, der mit einem `boot:'-Prompt endet. Wenn Sie einen anderen Weg benutzen um das System zu booten, folgen Sie den Anweisungen und warten Sie, bis der `boot:'-Prompt erscheint. Falls Sie von Bootdisketten starten die kleiner als 1.44MB sind, oder genaugenommen immer bei Ihrer Architektur, müssen die Bootmethode mit einer RAMdisk verwenden und benötigen dazu die Root-Diskette. Sie können zwei Dinge am `boot:'-Prompt tun: Sie können die Funktionstasten _F1_ bis _F10_ drücken, um einige Seiten mit nützlichen Informationen zu sehen, oder Sie können das System booten. Informationen über Bootparameter, die vielleicht nützlich sein könnten, finden Sie nach Druck auf die Tasten _F4_ und _F5_. Wenn Sie der Kommandozeile Parameter hinzufügen, vergessen Sie nicht, die Bootmethode (normalerweise `linux') anzugeben und ein Leerzeichen vor dem ersten Parameter zu setzen (etwa `linux floppy=thinkpad'). Wenn Sie einfach _Enter_ drücken, wird einfach `linux' ohne spezielle Parameter gebootet. Die Diskette wird Rescue-Diskette genannt, weil Sie sie benutzen können, um Ihr System zu booten und Reperaturen auszuführen, falls es jemals nicht mehr booten sollte. Aus diesem Grund sollten Sie diese Diskette aufbewahren, nachdem Sie Ihr System installiert haben. Durch Druck auf _F3_ erhalten Sie weitere Informationen über die Benutzung der Rescue-Diskette. Nachdem Sie _Enter_ gedrückt haben, sollten Sie die Nachricht `Loading...', gefolgt von `Uncompressing Linux...' sehen. Auf den Bildschirm werden noch einige Informationen über die Hardware in Ihrem System angezeigt, mehr Informationen über diese Phase des Bootvorgangs finden Sie unter Abschnitt 5.6.6, `Interpretieren der Kernel-Meldungen' Falls Sie eine nicht standardmäßige Bootmethode wie ``ramdisk'' oder ``floppy'' verwenden, werden Sie geben, die Root-Diskette einzulegen. Legen Sie dafür die Root-Diskette in das erste Diskettenlaufwerk ein und drücken Sie _Enter_. (Falls Sie `floppy1' gewählt haben, legen Sie die Diskette in das zweite Laufwerk ein.) Nachdem Sie von der Rescue-Diskette gebootet haben, wird die Root-Diskette verlangt. Legen Sie diese ein und nach dem Druck auf _Enter_ wird ihr Inhalt in den Speicher geladen. Das Installationsprogramm `dbootstrap' wird automatisch gestartet. Falls SIe probleme beim Booten haben, sehen Sie unter Abschnitt 5.6, `Probleme bei der Installation beheben' nach. 5.4. Von einer Festplatte booten -------------------------------- Aus einem bestehenden Betriebssystem heraus zu starten ist oft eine praktischere Methode; für einige Architekturen sogar die einzige Möglichkeit, um das Installationsprogramm zu starten. Um das Installationsprogramm von der Festplatte zu starten, müssen Sie die in Abschnitt 4.4, `Dateien für das Booten von Festplatte vorbereiten' angegebenen Dateien schon heruntergeladen und an der richtigen Stelle platziert haben. 5.4.1. Von einer DOS-Partition booten ------------------------------------- Starten Sie DOS (nicht Windows) ohne irgendwelche Treiber zu laden. Um dies zu tun, müssen sie _F8_ zum richtigen Zeitpunkt drücken (und ggf. noch ``Abgesichert im MS-DOS-Modus starten'' auswählen). Wechseln Sie in das Verzeichnis Ihres gewünschtes ``Flavor''s, etwa mit cd c:\current\compact . Führen Sie als nächstes die `install.bat' aus. Der Kernel wird booten und das Installationsprogramm starten. Bitte beachten Sie, dass es ein Problem mit loadlin gibt (#142421), der es verhindert, die es verhindert, die bf2.4-``Flavor'' mit `install.bat' zu starten. Das Problem kann durch einne `invalid compressed format'-Fehler erkannt werden. 5.4.2. Von Linux aus mit `LILO' booten -------------------------------------- Eine _initrd=_-Zeile in der `/etc/lilo.conf' ist genug, um zwei essentielle Dinge zu konfigurieren: * `LILO' zu sagen, es soll die `root.bin' als RAMdisk verwenden * Dem `linux.bin'-Kernel zu sagen, diese RAMdisk als Root-Partition zu verwenden Hier eine Beispiel-`/etc/lilo.conf': image=/boot/newinstall/linux.bin label=newinstall initrd=/boot/newinstall/root.bin _root=/dev/hdXYZ_-Optionen in der `lilo.conf' werden in diesem Fall ignoriert. Für weitere Details sehen Sie sich die initrd(4) und lilo.conf(5)-Manpages an. Führen Sie nun `lilo' aus und starten Ihren Rechner neu. Sie können die Künste der `initrd' mehrmals während des Bootens verfolgen. * Bevor der eigentliche Kernel geladen wird, zeigt `LILO' eine viel längere `Loading ......'-Zeile mit mehr Punkten als sonst als. Dies zeigt, dass `LILO' das RAMdisk-Image lädt. * Sie sollten `RAM disk driver initialized' nach dem initialisieren der Echtzeituhr (RTC) sehen. * Schlussendlich, wenn Sie kein `RAMDISK: ext2 filesystem found at block 0' sofort nach den Partitions-Überprüfungen sehen, kann es sein, dass Ihr Kernel das `initrd'-Feature nicht besitzt. Sie sollten jetzt das Debian-Installationsprogramm `dbootstrap' laufen sehen. Falls Sie keinen austauschbaren Datenträger zur Installation benutzen, überprüfen Sie sehr bald, dass Ihre Netzwerkverbindung in Ordnung ist, bevor Sie ihre Festplatte irreversibel partitionieren. Sie müssen nötigenfalls einige Module für per `insmod' laden, etwa für Ihre Netzwerkkarte. Sie dürfen _nicht_ den Schritten folgen, die von `dbootstrap' vorgeschlagen werden. Springen Sie sofort zu `Einbinden einer bereits formatierten Partition' und binden Sie die Partition ein, auf die Sie die `drivers.tgz' entpackt haben. Wechseln Sie dann zu einem anderen virtuellen Terminal und benutzen Sie eine Konsole (siehe Abschnitt 5.7.1, `Die Shell benutzen oder die Logfiles ansehen') um die Treiber im eben eingehängten `/target'-Verzeichnis zu finden. Laden Sie diejenigen mit `insmod', die Sie benötigen. Gehen Sie zu Abschnitt 7.7, ```Konfiguration des Netzwerks''' im `dbootstrap'-Programm und `ping'en Sie Ihren bevorzugten Debian-Spiegel. Herzlichen Glückwunsch! Benutzen Sie `Eine eingebundene Partition wieder entfernen', falls Sie eine im letzten Abschnitt eingebunden haben, gehen dann in `dbootstrap' wieder zurück zu den Partitionierungs-Schritten und folgen Sie der normalen Prozedur (mit dem Unterschied, dass Sie jetzt schon eine Netzwerkverbindung haben). Es ist jetzt auch möglich (nur etwas gefährlich) alle Partitionen auf ihrer Festplatte zu löschen, um eine sehr saubere Installation durchzuführen. Das einzige Risiko wäre, dass ihre Festplatte für eine kurze Zeit nicht mehr bootfähig ist. 5.5. Über TFTP booten --------------------- Über Netzwerk zu booten erfordert, dass Sie eine Netzwerkverbindung haben, die von den Bootdisketten unterstützt wird, entweder durch eine statische Netzwerkadresse, einen DHCP-Server, einem RARP oder einem BOOTP-Server und einem TFTP-Server. Die Installationsmethode für TFTP-Unterstützung ist in Abschnitt 4.5, `Dateien für das Booten per TFTP vorbereiten' beschrieben. 5.6. Probleme bei der Installation beheben ------------------------------------------ 5.6.1. Zuverlässigkeit der Disketten ------------------------------------ Das größte Problem bei Leuten, die zum ersten mal Debian installieren, scheint die Zuverlässigkeit von Disketten zu sein. Die Rescue-Diskette ist die Diskette mit den schwierigsten Problemen, da sie direkt von der Hardware gelesen wird, _bevor_ Linux bootet. Oft liest die Hardware nicht so zuverlässig wie der Diskettenlaufwerkstreiber von Linux und hält einfach bei Leseproblemen ohne Fehlermeldung an. Auch können Fehler in der Treiberdiskette auftreten, die man aber meist an einer Flut von Nachrichten über I/O-Fehler erkennt. Das erste was Sie machen sollten, wenn die Installation bei einer bestimmten Diskette anhält, ist das Disketten-Image neu herunterzuladen und auf eine _andere_ Diskette zu schreiben. Einfach nur die alte Diskette neu zu formatieren kann nicht immer ausreichen, auch wenn es so aussieht, als wäre sie fehlerlos formatiert und beschrieben worden. Manchmal ist es auch nützlich, die Diskette auf einem anderen System zu beschreiben. Ein Nutzer berichtete, dass er die Images der _dritten_ Diskette mehrmals schreiben musste bevor so funktionierten, danach allerdings funktionierten sie tadellos. Andere Nutzer berichteten, dass mehrmaliges neustarten ohne die Diskette zu wechseln auch zu einem erfolgreichen Boot führen kann. Lässt sich das Problem dadurch beheben, ist die Hardware oder die Firmware des Diskettenlaufwerks schuld. 5.6.2. Nicht unterstützte Grafikkarten -------------------------------------- Sollte Ihr Bildschirm ein sonderbares Bild zeigen während der Kernel bootet, etwa reines Weiß, Schwarz oder bunter Pixelmüll, kann es sein, dass Ihr System eine Grafikkarte besitzt, die nicht richtig zum Framebuffer-Modus umschaltet. In diesem Fall können Sie den Bootparameter `video=vga16:off' benutzen, um die Framebuffer-Konsole zu deaktivieren. Da die Konsole nun nur noch limitierte Fähigkeiten hat, wird die Sprachauswahl nicht angezeigt und die ganze Installation läuft in Englisch ab. Siehe auch Abschnitt 5.1, `Bootparameter-Argumente' für weitere Details. 5.6.3. Boot-Konfiguration ------------------------- Falls der Kernel während des Bootens hängt oder vorhandene Peripheriegeräte oder Laufwerke nicht (korrekt) erkennt, sollten Sie als erstes die Bootparameter, wie in Abschnitt 5.1, `Bootparameter-Argumente' beschrieben, überprüfen. Falls Sie ihren eigenen Kernel statt den mit dem Installationsprogramm mitgelieferten booten, achten Sie darauf, dass `CONFIG_DEVFS' nicht gesetzt ist. Das Installationsprogramm ist nicht auf `CONFIG_DEVFS' vorbereitet. Oft können Probleme auch dadurch gelöst werden, dass Sie Zusatzkarten und Peripheriegeräte entfernen und dann versuchen neu zu booten. Interne Modems, Soundkarten und Plug-n-Play-Geräte können besonders problematisch sein. Es gibt jedoch einige Limitationen in den Bootdisketten hinsichtlich der Hardwareunterstützung. Einige Plattformen die von Linux unterstützt werden müssen nicht unbedingt von unseren Bootdisketten unterstützt werden. Wenn dies der Fall ist, können Sie eine speziell angepasste Rescue-Diskette erstellen (siehe Abschnitt 10.3, `Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen') oder eine Netzwerk-Installation in Erwägung ziehen. Falls Sie viel Hauptspeicher in Ihrem System installiert haben (mehr als 512MB) und das Installationsprogramm während des Boots hängt, können Sie die Größe des Speichers (die der Kernel sieht) reduzieren, verwenden Sie hierzu ein Bootargument wie `mem=512m'. Falls Sie einen sehr alten Rechner haben und der Kernel nach `Checking for 'hlt' instruction' hängt, sollten Sie den Bootparameter `no-hlt' versuchen, der diesen Test abschaltet. then it is possible that floppy booting is simply not supported on 5.6.4. System friert während der PCMCIA-Konfiguration ein --------------------------------------------------------- Einige Laptops von DELL sind bekannt dafür sich aufzuhängen, wenn die PCMCIA-Geräteerkennung auf einige Hardwareadressen zugreifen will. Falls Sie dieses Problem haben, versuchen Sie folgenden Workaround: * Bereiten Sie das Root-Dateisystem vor und installieren Sie Kernel und Module, aber starten Sie noch nicht die PCMCIA-Konfiguration * Gehen Sie auf die Systemkonsole (siehe Abschnitt 5.7.1, `Die Shell benutzen oder die Logfiles ansehen') * Führen Sie diesen Befehl aus: `echo exclude port 0x810-0x81f >> /target/etc/pcmcia/config.opts' * Wechhseln Sie jetzt wieder zurück zu dbootstrap und fahren mit der PCMCIA-Konfiguration fort. 5.6.5. System friert beim laden der USB-Module ein -------------------------------------------------- Die bf2.4-Variante versucht normalerweise, die USB- und USB-Tastatur-Treiber zu laden, um die Installation auch für Besitzer von nicht-standard-Tastaturen zu ermöglichen. Jedoch gibt es einige kaputte USB-Systeme, bei denen der Treiber während des Ladens hängt. Ein möglicher Workaround ist, den USB-Controller im BIOS-Setup des Mainboards zu deaktivieren. Eine andere möglichkeit ist, dem Kernel den `nousb'-Parameter zu übergeben. Dies hält die Module vom laden ab, selbst wenn USB-Hardware erkannt wurde. 5.6.6. Interpretieren der Kernel-Meldungen ------------------------------------------ Während der Bootsequenz werden Sie möglicherweise viele Nachrichten in der form `can't find irgendwas', `irgendwas not present', `can't initialize irgendwas' oder sogar `this driver release depends on irgendwas' sehen. Die meisten dieser Nachrichten sind harmlos. Sie sehen diese, da der Kernel des Installationssystems so konfiguriert ist, dass er auf Computern mit vielen verschiedenen Peripheriegeräten läuft. Natürlich hat wohl kein Computer alle möglichen Peripheriegeräte, deswegen wird sich der Kernel über Peripheriegeräte die Sie nicht besitzen beschweren. Es kann auch sein, dass das System einige Zeit anhält. Dies passiert, wenn es auf ein Gerät wartet, das gar nicht existiert. Wenn Sie diese Zeit für zu lange empfinden, können Sie später auch ihren eigenen Kernel bauen (siehe Abschnitt 9.5, `Kernel selbst kompilieren'). 5.6.7. `dbootstrap' Problembericht ---------------------------------- Wenn Sie zwar das System booten können, aber die Installation nicht fertig stellen können, kann ``Ein Problem berichten'' im `dbootstrap'-Menü hilfreich sein. Es erstellt eine `dbg_log.tgz' auf Diskette, Festplatte oder einem per NFS eingehängten Dateisystem. Die `dbg_log.tgz' enthält detaillierte Informationen über das System (`/var/log/messages', `/proc/cpuinfo', ...). Die `dbg_log.tgz' kann Ihnen Hinweise geben, was schief gelaufen ist und wie man es beheben könnte. Auch beim berichten eines Bugs ist es hilfreich, diese Datei an den Bugreport anzuhängen. 5.6.8. Einen Bug berichten -------------------------- Falls Sie immernoch Probleme haben, berichten Sie bitte den Bug. Schicken Sie dazu eine e-Mail an . Sie _müssen_ die folgenden Zeilen als erstes in Ihrer e-Mail haben: Package: boot-floppies Version: Stellen Sie sicher, dass Sie statt die Version ihres Bootdisketten-Sets schreiben. Falls Sie nicht wissen, benutzen Sie stattdessen das Downloaddatum und die Distribtuion (etwa ``stable'', ``frozen'' oder ``woody''). Sie sollten außerdem die folgenden Informationen in Ihrem Bugreport beinhalten: flavor: architecture: i386 model: memory: scsi: cd-rom: network card: pcmcia:
Abhängig vom Bug kann es auch nützlich sein zu berichten, ob Sie auf eine IDE- oder SCSI-Festplatte installieren, welche anderen Peripheriegeräte (etwa Soundkarten) Sie haben, die Festplattenkapazität oder welche Grafikkarte Sie benutzen. Im Bugreport beschreiben Sie was das Problem ist und die letzten sichtbaren Kernelmeldungen, falls der Kernel hing. Beschreiben Sie auch die Schritte, die Sie gemacht haben, die das System in diesen Problemfall brachten. 5.7. Einführung in `dbootstrap' ------------------------------- `dbootstrap' ist der Name des Programms, das nach dem Booten des Installationssystems gestartet wird. Es ist verantwortlich für die anfängliche Systemkonfiguration und die Installation des Basissystems, des ``base systems''. Die Hauptaufhabe von `dbootstrap', und der Zweck der anfänglichen Systemkonfiguration, ist es, essentielle Dinge Ihres Systems zu konfigurieren. Unter Umständen benötigen Sie bestimmte Kernelmodule, das sind Treiber, die mit dem Kernel verknüpft sind. Diese Module können Treiber für Speicherhardware, Netzwerkkarten und -protkolle, spezielle Sprachunterstützung oder Treiber für Peripheriegeräte, die nicht im normalen Kernel eingebaut sind. Festplattenpartitionierung und -formatierung und Netzwerkkonfiguration werden auch von `dbootstrap' erleichtert. Diese fundamentalen Einstellungen werden zuerst gemacht, da sie oft für das richtige Funktionieren Ihres Systems notwendig sind. `dbootstrap' ist ein einfaches, zeichenbasiertes Programm, das auf maximale Kompatibilität in allen Situationen (wie etwa der Installation über eine serielle Konsole) ausgelegt ist. Es ist sehr einfach zu benutzen. Es wird Sie nacheinander durch jeden Schritt der Installation führen. Auch können Sie zurückspringen und Schritte wiederholen, falls Sie herausgefunden haben, dass Sie einen Fehler gemacht haben. Um innerhalb von `dbootstrap' zu navigieren, benutzen Sie: * Die Pfeiltaste nach rechts oder die Tabulatortaste zum vorwärts, und die Pfeiltaste nach rechts oder Shift-Tabulatortaste zum rückwärts zwischen Knöpfen und Auswahlmöglichkeiten innerhalb des aktuellen Bildschirms zu bewegen. * Die Pfeiltasten nach oben und unten um verschiedene Punkte innerhalb einer Liste auszuwählen, oder um innerhalb der Liste nach oben und nach unten zu scrollen. * Die Leertaste um einen Punkt auszuwählen. * Die Eingabetaste um eine Auswahl zu aktivieren. 5.7.1. Die Shell benutzen oder die Logfiles ansehen --------------------------------------------------- Wenn Sie ein erfahrener Unix- oder Linux-Benutzer sind, drücken Sie Alt links-F2 , um zur zweiten _virtuellen Konsole_ zu gelangen. Sie drücken also die Alt-Taste links neben der Leertaste und die Funktionstaste F2 gleichzeitig. Sie erhalten nun ein seperates Fenster, in dem ein Bourne Shell-Klon namens `ash' läuft. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie von der RAMdisk gestartet und es gibt eine limitierte Anzahl von Unix-Utilities die für Sie zur verfügung stehen. Sie sehen die verfügbaren Programme mit `ls /bin /sbin /usr/bin /usr/sbin'. Der Texteditor ist `nano-tiny'. Benutzen Sie die Menüs wenn immer es möglich ist. Die Shell und die Befehle sind nur für den Fall da, dass etwas schief läuft. Beispielsweise sollten Sie immer das Menü statt der Shell benutzen um Ihre Swap-Partition zu aktivieren, da die Menüsoftware nicht wissen kann, dass Sie das bereits von der Shell aus getan haben. Drücken sie _Alt links-F1_, um wieder zurück zu dem Menüs zu kehren. Linux bietet bis zu 64 virtuelle Konsolen an, trotzdem benutzt die Rescue-Diskette nur einige von ihnen. Fehlermeldungen werden zur dritten virtuellen Konsole (auch bekannt als `tty3') weitergeleitet. Sie können auf diese virtuelle Konsole mit der Tastenkombination _Alt links-F3_ (Linke _Alt_-Taste gedrückt halten, während Sie die Funktionstaste _F3_ drücken) zugreifen. Zu `dbootstrap' zurück kommen Sie mit der Tastenkombination _Alt links-F1_. Diese Nachrichten können auch in `/var/log/messages' gefunden werden. Nach der Installation wied diese Logdatei als `/var/log/installer.log' auf Ihr neues System kopiert. Während der Installation des Basissystems werden die Nachrichten über das Entpacken und Konfigurieren auf `tty4' weitergeleitet. Sie können diese Konsole mit der Tastenkombination _Alt links-F4_ erreichen; zurück zu `dbootstrap' wieder mit _Alt links-F1_. Die Nachrichten über das Entpacken/Konfigurieren werden in `/target/tmp/debootstrap.log' gespeichert, wenn die Installation über eine serielle Konsole durchgeführt wird. 5.8. ``Choose The Language'' ---------------------------- Ihre Architektur unterstützt die neuen Internationalisieruns-Fähigkeiten. Wählen Sie aus diesem Grund als ersten Schritt bei der Installation die Sprache aus, in der Sie die Installation durchführen wollen. Bei einigen Sprachen gibt es zusätzlich noch Varianten, wählen Sie deshalb Ihre Sprachvariante bei ``Choose Language Variant'' aus, nachdem Sie ihre Sprache ausgewählt haben. Die Antworten, die Sie bei den letzten zwei Fragen getätigt haben, werden dazu benutzt, um die Sprache des Installationsprogramm zu setzen, ein geeignetes Tastaturlayout zu setzen und, später im Installationsprozess, um einen Standard-Debian-Mirror zu wählen, der Ihnen geographisch nahe liegt. Sie können diese Einstellungen jedoch auch, wenn gewünscht, verändern. 5.9. ``Versions-Info'' ---------------------- Der erste Bildschirm, den `dbootstrap' nach ``Choose the Language'' präsentiert, ist ``Versions-Info''. Dieser Bildschirm zeigt Ihnen die Versionsnummer der `boot-floppies', die Sie benutzen und gibt Debian-Entwicklern eine kurze Einführung. 5.10. ``Debian GNU/Linux Installation - Hauptmenü'' --------------------------------------------------- Sie sehen unter Umständen eine Dialogbox mit dem Text ``Das Installationsprogramm untersucht den momentanen Status des Systems und ermittelt, welcher Schritt als nächstes durchzuführen ist.''. Auf einigen Systemen wird dies zu schnell gehen, um es lesen zu können. Sie sehen diese Dialogbox zwischen zwei Schritten in Hauptmenü. Das Installationsprogramm `dbootstrap' überprüft den Status des Systems zwischen jedem Schritt. Diese Überprüfung erlaubt Ihnen, die Installation neu zu starten ohne Daten zu verlieren, wenn Ihr System aus irgendeinem Grund herunterfährt. Wenn Sie eine Installation neu starten müssen, müssen Sie Ihre Tastatur konfigurieren, Ihre Swap-Partition neu aktivieren und alle bereits formatierten Partitionen einbinden. Alles andere was Sie mit dem Installationssystem getan haben wird gespeichert. Während des gesamten Installationsprozesses wird Ihnen das Hauptmenü präsentiert, betitelt mit ``Debian GNU/Linux Installation - Hauptmenü''. Die Auswahlmöglichkeiten oben im Menü verändern sich, um den Fortschritt bei der Installation des Systems zu sehen. Phil Hughes schrieb im Linux Journal (http://www.linuxjournal.com/), dass man einem _Huhn_ beibringen könnte, Debian zu installieren! Er meinte, dass der Installationsprozess hauptsächlich daraus bestand, auf die _Enter_-Taste zu _picken_. Die erste Möglichkeit die im Installationsmenü auftaucht ist die, die das Installationsprogramm vorschlägt als nächstes zu tun und ist mit ``Weiter'' benannt. 5.11. ``Tastaturkonfiguration'' ------------------------------- Stellen Sie sicher, dass die Auswahl auf den ``Weiter''-Punkt zeigt und ie _Enter_ um zur Tastaturkonfiguration zu gelangen. Wählen Sie ein Layout aus das dem Ihrer Tastatur entspricht oder ein ähnliches, falls Ihre Tastatur nicht aufgelistet ist. Sobald die Installation abgeschlossen ist, können Sie Ihre Tastatur aus einer noch längeren Liste von verschiedenen Modellen auswählen, benutzen Sie hierfür das Programm `kbdconfig' als root. Wählen Sie die gewünschte Tastatur aus und drücken Sie _Enter_ Zum auswählen können Sie die Pfeiltasten benutzen. Da diese auf allen internationalen Tastaturen an der selben Stelle sind, sind sie unabhängig von der Tastaturkonfiguration. Eine "erweiterte" Tastatur ist eine mit den Tasten F1 bis F10 in der oberen Reihe. Falls Sie von einer Workstation ohne Festplatte installieren, werden die nächsten Schritte übersprungen, da es keine Festplatte zu partitionieren gibt. In diesem Fall wird der nächste Schritt Abschnitt 7.7, ```Konfiguration des Netzwerks''' sein. Danach werden Sie aufgefordert, Ihre NFS-Root-Partition einzuhängen (Abschnitt 6.8, ```Einbinden einer bereits formatierten Partition'''). 5.12. Letzte Chance! -------------------- Haben wir Ihnen gesagt, dass Sie ein Backup erstellen sollen? Dies ist die letzte Chance, Ihr altes System zu retten. Wenn Sie noch nicht alle Daten gesichichert haben, entfernen Sie die Diskette vom Laufwerk, starten das System neu und sichern Sie diese. ------------------------------------------------------------------------------- 6. Partitionieren der Festplatte -------------------------------- Das ``Partitionierung einer Festplatte'' Menü zeigt eine Liste von Festplatten die Sie partitionieren können und startet dann ein Programm zum Partitionieren der jeweiligen Festplatte. Sie müssen mindesten eine Linux Partition (Linux Native, Typ 83) erstellen und sollten zusätzlich eine Linux Swap Partition (Linux Swap, Type 82) erstellen um Debian installieren zu können. 6.1. Hintergründe ----------------- Das Partitionieren einer Festplatte bedeutet im Prinzip das Aufteilen der Platte in mehrere Teile, die sogenannten _Partitionen_. Jede Partition ist unabhängig von den anderen Partitionen. Das Partitionieren entspricht dem Einbauen von Wänden in ein Haus: Wenn Sie in einem Raum die Möbilierung ändern, dann bleiben die anderen Räume davon unberührt. Wenn Sie bereits ein Betriebssystem (Windows95,Windows NT, OS/2, MacOS, Solaris, FreeBSD, ...) auf der Festplatte installiert haben, dann müssen Sie wahrscheinlich die Festplatte neu partitionieren. Üblicherweise werden beim Partitionieren die bereits auf der Festplatte befindlichen Daten bzw. Dateisysteme zerstört. Deshalb sollten Sie auf jeden Fall eine Sicherheitskopie Ihrer Daten anlegen, bevor Sie mit dem Partitionieren beginnen. Um auf das Beispiel mit dem Haus zurückzukommen: Vor dem Verschieben von Mauern würde man zunächst seine Möbel in Sicherheit bringen, um diese nicht versehentlich zu ramponieren. Das umpartitionieren ohne Dateiverlust, das in manchen Fällen möglich ist, wird näher erläutert in Abschnitt 3.6.1.1, `Verlustfreie Neupartitionierung beim Starten von DOS, Win-32 oder OS/2'. GNU/Linux benötigt als absolutes Minimum eine Partition. Auf dieser werden das gesamte Betriebssystem, alle Programme sowie Ihre persönlichen Dateien gespeichert. Viele Leute sind der Meinung, dass eine Swap-Partition ebenfalls erforderlich ist. Streng genommen ist das jedoch nicht der Fall. Abgesehen davon, dass Linux auch ohne Swap läuft, ist Swap ein Ablageplatz für ein Betriebssystem, wodurch dieses billigen Festplattenplatz als _virtuellen Speicher_ nutzen kann. Wird Swap auf eine eigene Partition gelegt, kann Linux den Platz erheblich effizienter benutzen. Es ist auch möglich eine reguläre Datei als Swap zu benützen, das empfehlen wir Ihnen doch nicht. Die meisten Leute installieren GNU/Linux allerdings auf mehr als der minimalen Anzahl an Partitionen. Es gibt zwei Gründe, weshalb Sie das Dateisystem in eine Menge kleinerer Partitionen aufteilen sollten. Der erste Grund betrifft die Sicherheit. Wenn etwas passiert, wodurch das Dateisystem beeinträchtigt wird, ist normalerweise nur eine Partition betroffen. Daher muss nur ein Teil des Systems, von dem Sie Backups gemacht haben, ersetzt werden. Als absolutes Minimum sollten Sie eine sogenannte _Root-Partition_ anlegen. Diese enthält die wichtigsten Komponenten des Systems. Wenn eine andere Partiton zerstört wird, kann GNU/Linux immer noch gebootet werden, um den Schaden zu reparieren. Damit kann Ihnen der Aufwand erspart bleiben, das gesamte System neu zu installieren. Der zweite Grund betrifft den professionellen Einsatz. Angenommen, ein Programmteil gerät außer Kontrolle und verbraucht zuviel Festplattenplatz. Wenn der Prozess, der dieses Problem verursacht, root-Rechte hat, laufen Sie Gefahr sich plötzliche ohne Plattenplatz wiederzufinden. Normalerweise hält das System einen kleinen Prozentsatz der Partition vom Benutzer fern. Das Problem muss dabei nicht einmal lokal verursacht worden sein. Werden mehrere Partitionen benutzt, wird das System vor vielen solchen Problemen geschützt. Beispiel Email: ein System ist immer noch einsatzfähig, wenn `/var/spool/mail' zwar voll ist, aber auf einer eigenen Partition liegt. Ein großer Nachteil bei der Benutzung mehrerer Partitionen besteht darin, dass es zu Anfang meistens schwierig ist, den zukünftigen Bedarf richtig abzuschätzen. Wenn eine Partiton zu klein eingerichtet wird, müssen Sie das System entweder neu installieren oder werden permanent Teile auf den verschiedenen Partitionen hin- und herschieben, um Platz auf der zu kleinen Partition zu schaffen. Andererseits verschwenden Sie, wenn Sie eine Partition zu groß erstellen, Platz, der an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnte. 6.1.1. Teile des Verzeichnis-Baums ---------------------------------- Debian GNU/Linux folgt dem Filesystem Hierarchy Standard (http://www.pathname.com/fhs/) kurz FHS was den Aufbau der Dateisysteme angeht. Dieser Standard ermöglicht es nutzern Dateien an bestimmten Stellen im Dateisystem zu finden. Das Root Verzeichniss wird durch einen slash `/' dargestellt. In jedem Debian System finden Sie die folgenden Verzeichnisse: bin Wesentliche Programme boot Statische Dateien des Bootmanagers dev Schnittstellen zu Geräten etc Rechnerabhängige Konfigurationsdateien home Heimatverzeichnisse der Benutzer lib Wesentliche Systembibilotheken mnt Einhänge Punkte für temporäre Dateisysteme proc Virtuelles Verzeichniss für Systeminformationen root Heimatverzeichniss des Systemadministrators (root) sbin Wesentliche Systemprograme tmp Temporäre Dateien usr Sekundäre Dateisystemhirarchie var Veränderliche Dateien opt Zusätzliche Software Pakete Nachfolgend finden Sie eine Liste der wichtigsten Teile des Verzeichnis-Baums. Sollte dieser Teil nicht verständlich für Sie sein lesen Sie ihn nachdem Sie den Rest der Installationsanleitung gelesen haben: * `/': Im Root-Dateisystem werden alle Verzeichnisse in den Dateibaum eingehängt. Der Platz für den Kernel und die zum Booten benötigten Dateien sowie die Konfigurationsdateien in `/etc' beläuft sich auf etwa 30 bis 50 MB. Achtung: Legen sie _keine_ eigene Partition für `/etc' an, da sie sonst das System nicht booten können. * `/dev': enthält Schnittstellen zu sogenannten Gerätetreibern, siehe Abschnitt 6.4, `Namen der Gerätetreiber unter Linux'. Platzbedarf unter 100 kB. * `/usr': enthält alle Programme (`/usr/bin'), Bibliotheken (`/usr/lib'), Dokumentationen (`/usr/share/doc', `/usr/share/man') und sonstige Programmdateien. Dieser Teil nimmt bei einem typischen System den meisten Platz ein. Hier sollten Sie mindestens 300-500 MB vorsehen. Für komfortablere Installationen kann der Platzbedarf auch 1 GB betragen. * `/home': enthält die Verzeichnisse der Benutzer. Die Größe richtet sich nach den anfallenden Datenmengen. Dient der Rechner z.B. als Datei Server in einem Windows-Netzwerk, dann sollten Sie hier entsprechend mehr Platz vorsehen. Für ein typisches System rechnet man mit bis zu 50 oder 100 MB pro Benutzer. * `/var': enthält alle variablen Daten wie News-Artikel, Emails, Webserver-Daten, Proxyserver-Cache. Die Größe hängt stark vom Nutzungsgrad und Aufgabengebiet des Computers ab, aber für die meisten wird der Platzbedarf der Paket Mangementprogramme entscheidend sein. Planen Sie Debian vollständig zu installieren, so sollten Sie sich hier für eine Größe von 2 bis 3 Gigabyte entscheiden. Wenn Sie dagegen die Pakete nacheinander installieren wollen (sprich: zuerst Serviceprogramme, gefolgt von Consolenprogrammen, dann X, ...), rechnen Sie mit 200-500 Megabytes für `/var'. Wenn Plattenplatz für Sie wichtig ist und Sie APT nicht einsetzen wollen, zumindest nicht für große Versions Updates, reichen auch 30 oder 40 Megabyte für `/var'. * `/tmp': für temporäre Dateien. 20 bis 50 MB sollten reichen. Nicht ungewöhnlich ist es, `/tmp' nach `/var/tmp' zu linken, um dadurch die Root-Partition ein zu schützen. * `/proc': ein virtuelles Datei-System, das nicht auf der Festplatte liegt. Es braucht dort also auch keinen Platz. Hier werden während des Betriebs wichtige und interessante Informationen zur Verfügung gestellt. Daneben gibt es noch den Swap-Bereich, der kein Teil des Verzeichnis-Baums ist. 6.2. Einschränkungen bei i386 Systemen -------------------------------------- Das Bios von PCs liefert zusätzliche Einschränkungen bei der Partitionierung von Festplatten. Man kann z.B. nur eine bestimmte Anzahl von ``primären'' und ``logischen'' Partitionen anlegen. Zusätzlich gibts es bei Biosen die zwischen 1994 und 1998 hergestellt wurden Einschränkungen hinsichtlich der Auswahl des Bootdevices. Zusätzliche Informationen kann man Linux Partition HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/Partition/) und in der Phoenix BIOS FAQ (http://www.phoenix.com/pcuser/BIOS/biosfaq2.htm) finden, diese Sektion enthält zusätzlich einen Kurzen Überblick über die meisten Einschränkungen um Ihnen zu helfen Ihr System richtig zu planen. ``Primäre'' Partitionen sind das ursprüngliche Partitionierungssystem bei PCs gewesen. Da es aber nur 4 ``primäre'' Partionen geben durfte, wurden ``erweiterte'' und ``logische'' Partitionen erfunden. Indem eine der ``primären'' Partitionen als ``erweitert'' markiert, kann dann in dieser erweiterten Partition bis zu 60 logische Partitionen anlegen. Man darf allerdings maximal eine erweiterte Partition pro Festplatte haben. Linux limitiert die nutzbaren Partition auf 15 bei SCSI Systemen (3 primäre und 12 logische Partitionen) und auf 63 (3 primäre und 60 logische) Partitionen bei IDE Platten. Das normale Debian GNU/Linux System stellt allerdings blos 20 Device Nodes für Partitionen zur Verfügung, sollte man mehr Partitionen erstellen möchten muss man die Nodes nachträglich anlegen. Wenn Sie eine sehr große IDE Festplatte besitzen und weder LBA Adressierung noch einen speziellen Treiber benutzen (wird von einigen Festplattenherstellern zur Verfügung gestellt) muß die Boot Partition (die Partition auf der der Kernel liegt) innerhalb der ersten 1024 Zylinder liegen (normalerweise 524MB, wenn keine BIOS Übersetzung benutzt wird) Diese Einschränkung kommt nicht zum tragen, wenn Ihr BIOS nach ca. 1995-1998 hergestellt wurde und ``Enhanced Disk Drive Support'' unterstützt. Lilo und Debians Alternative `mbr' benutzen das BIOS um den Kernel von der Platte ins RAM zu lesen. Wenn im BIOS int 0x13 Unterstützung für große Festplatten gefunden wird, wird diese benutzt. Andernfalls wird der normale Festplattenzugriff benutzt und dieser kann nicht auf Sektoren jenseits des 1023sten Zylinders zugreifen. Sobald Linux gebooted ist, spielt das BIOS keine Rolle mehr da Linux keine BIOS Funktionen für den Festplattenzugriff benutzt. Wenn Sie eine große Festplatte besitzen, müssen Sie eventuell Techniken zur Zylinder-Übersetzung anwenden. Sie werden im BIOS gesetzt, z.B. die _LBA_-Übersetzung. Weiterführende Informationen finden Sie in der Large Disk HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/Large-Disk-HOWTO.html). Wenn Sie ein derartiges Übersetzungs-Schema einsetzen, dann muss Ihre Boot-Partition innerhalb der _übersetzten_ 1024 Zylinder liegen. Eine kleine Partition (5-10MB) wird am Anfang der Festplatte eingerichtet und danach kommen die anderen Partition, die man haben möchte. Diese Boot-Partition _muss_ an `/boot' eingehängt werden, da in diesem Verzeichnis der Kernel abgelegt ist. Diese Konfiguration arbeitet mit jedem System, egal ob LBA, die grosse CHS-Festplattenübersetzung, benutzt wird oder ob Ihr BIOS überhaupt ein große Festplatten-Zugriffsmethode unterstützt. 6.3. Empfohlene Partitionierung ------------------------------- Wie bereits erläutert, sollten Sie sich eine separate, kleinere root-Partition (20 bis 50 MB) anlegen sowie eine größere `/usr' Partition. Zwei Beispiele werden im folgenden gezeigt. Für die meisten Anwender reichen jedoch zwei Partitionen (Swap und Linux) aus, insbesondere wenn nur eine einzelne kleine Festplatte zur Verfügung steht, denn das Anlegen mehrer Partitionen _kann Speicherplatz verschwenden_. Für den Fall, daß Sie sehr viele Programme installieren wollen, die nicht Bestandteil des Betriebssystems sind, benötigen Sie eine separate `/usr/local' Partition. Es ist günstig `/tmp' in eine eigene Partition von 20 MB bis 50 MB zu legen. Sollte Ihre Maschine als Server für sehr viele Benutzer verwendet werden, dann bietet es sich an, für `/home' eine eigene, große Partition anzulegen. Dies hängt vom Einsatz des Computers ab. Wenn Sie Ihren Rechner als Mailserver einrichten, sollten Sie überlegen `/var/spool/mail' als eigene Partition einzurichten. Generell gesehen hängt die Art der Partitionierung stark vom Einsatzgebiet ab. Für komplexere Systeme sollten Sie das Multi Disk HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/Multi-Disk-HOWTO.html) konsultieren. Es enthält weiterführende Informationen, die vor allem für Internet Service Provider (ISP) und Leute mit großen Servern von Interesse sind. Damit lassen sich insbesondere mehrere physikalische Festplatten zu einer logischen Einheit (quasi einer Partition) zusammenfassen (RAID). Bleibt die Frage nach der Größe für den Swap Bereich. Es gibt so viele Vorschläge, wie es Unix Systemverwalter gibt. Eine Faustregel besagt: Man verwendet für die Swap Partition soviel Speicherplatz wie physikalisches RAM vorhanden ist, obwohl es nur für die wenigsten Anwender Gründe gibt, mit der Größe der Swap Partition über 64 MB hinaus zu gehen. Wenn Sie eine so große Swap Partition wirklich benötigen, dann sollten Sie sich eher mehr RAM Bausteine kaufen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Wenn Sie versuchen, gleichzeitig 10000 Gleichungen auf einer Maschine mit 256 MB RAM zu lösen, dann brauchen Sie möglicherweise mehr als 1 Gigabyte Swap. In diesem Fall sollten Sie zumindest versuchen, den Swap auf mehrere Festplatten zu verteilen. Auf 32-bit Architekturen (i386, m68k, 32-bit SPARC und PowerPC) ist der gößtmögliche Swapbereich 2 GB (auf Alpha und 64-bit SPARC ist er fast unbegrenzt). Diese Grösse sollte für jede Installation ausreichen. Wenn Sie Swap in dieser Größenordnung benutzen müssen, sollten Sie versuchen den Swap über mehrere Festplatten, wenn möglich sogar über verschiedene SCSI ode IDED Kanäle, zu verteilen. Der Kern wird ausgewogen entscheiden, auf welche der verteilten Swap-Partitionen zugegriffen wird, woraus eine bessere Performance resultiert. 6.3.1. Beispiel einer Partitionierung ------------------------------------- Als Beispiel wird die Partitionierung eines Rechner von einem der Autoren genommen. Dieser hat 32MB RAM und eine 1,7 GB große Festplatte auf `/dev/hda'. Dort befindet sich eine 500MB große Partition für ein anderes Betriebssystem auf `/dev/hda1', weiters eine 32MB große Swap Partition, die als `/dev/hda3' eingerichtet ist. Der Rest, ca. 1,2 GB auf `/dev/hda2', ist die Linux Partition. Mehr Beispiele finden sie unter: Partitionierungs Stratigien (http://www.tldp.org/HOWTO/Partition/partition-5.html#submitted). Um zu erfahren wieviel Plattenplatz die einzelnen Tasks benötigen sollten Sie einen Blick auf die Abschnitt 11.4, `Benötigter Plattenplatz für Tasks' werfen. 6.4. Namen der Gerätetreiber unter Linux ---------------------------------------- Die Namen von Festplatten und Partitionen werden unter Linux anders bezeichnet als bei anderen Betriebssystemen. Sie sollten wissen, welche Namen Linux verwendet, wenn Sie partitionieren. Hier sind die Grundlagen der Namensvergabe: * Das erste Diskettenlaufwerk wird mit `/dev/fd0' bzeichnet. * Das zweite Diskettenlaufwerk wird mit `/dev/fd1' bzeichnet. * Die erste SCSI-Platte (von der SCSI ID her) wird als `/dev/sda' bezeichnet. * Die zweite SCSI-Platte wird mit `/dev/sdb' bezeichnet und so weiter. * Das erste SCSI CDROM wird `/dev/scd0' genannt bzw. `/dev/sr0'. * Die Master-Platte am primären IDE-Adapter wird mit `/dev/hda' bezeichnet. * Die Slave-Platte am primären IDE-Adapter wird mit `/dev/hdb' bezeichnet. * Die Master- und Slave-Platten am sekundären IDE-Adpter werden analog dazu `/dev/hdc' und `/dev/hdd' genannt. Neuere IDE-Adpater können zwei Kanäle haben und agieren dabei wie zwei Adapter. Die Partitionen auf jeder Platte werden durch Anhängen einer Dezimalzahl angesprochen: `sda1' und `sda2' entsprechen der ersten und zweiten Partition auf der ersten SCSI-Platte in Ihrem System. Ein Beispiel: Nehmen wir an, dass Sie ein System mit zwei SCSI Festplatten haben, mit einer ID 2 und mit einer ID 4. Die erste Festplatte (an ID 2) wird demzufolge `sda' genannt und die zweite `sdb'. Wenn die `sda'-Platte fünf Partitionen enthält, werden diese mit `sda1' bis `sda5' angesprochen. Entsprechendes gilt für `sdb' und dessen Partitionen. Beachten Sie, dass die Reihenfolge der Platten verwirrend sein kann, wenn Ihr System zwei SCSI-Busse enthält. Achten Sie auf die beim Booten ausgegebenen Meldungen. Linux bezeichnet die vier primären Partitionen mit den Nummern 1 bis 4. Die logischen Partitionen fangen mit Nummer 5 an, auch wenn nur 1 primäre Partition vorhanden ist. `hda1' bis `hda4' wären primäre Partitionen, `hda5' bis `hda60' entsprächen den logischen Partitionen. Eine erweiterte Partition kann selbst nicht benutzt werden, sie kann lediglich logische Partitionen aufnehmen. 6.5. Partitionierungsprogramme unter Debian Abhängig von der Architektur ihres Rechners, stehen unterschiedliche Programme für die Partitionierung zur Verfügung: ---------------------------------------------------------------------------- `fdisk' Das originale Linux Disk Partitionierungsprogramm, besonders für Gurus geeignet. Lesen Sie auch die Manpage zu fdisk (fdisk.txt). `cfdisk' Ein einfach zu benutzendes menügeführtes Partitionierungsprogramm für Normalsterbliche. Lesen Sie auch die Manpage zu cfdisk (cfdisk.txt). Eines dieser Programme wird standardmäßig ausgeführt, wenn Sie ``Partitionierung einer Festplatte'' auswählen. Wenn dies nicht das Programm ist, das sie benutzen möchten, beenden Sie die Partitionierung, wechseln sie zur Shell (_Alt-F2_) und starten sie das gewünschte Programm von Hand. Anschließend überspringen Sie im `dbootstrap'-Menü den Punkt ``Partitionierung einer Festplatte'' und fahren Sie mit dem nächsten Punkt fort. Wenn Sie mit mehr als 21 Partitionen auf einer IDE Festplatte arbeit möchten müssen Sie Device Nodes für die 21 und mehr Partitionen erstellen. Als Beispiel hier die Kommandos die Sie auf `tty2' eingeben müssen: cd /dev mknod hda21 b 3 21 chgrp disk hda21 chmod 660 hda21 Das booten des Systems wird fehlschlagen wenn die richtigen Devices nicht vorhanden sinden sind, nach der Installation des Systems führen Sie also folgendes aus: cd /target/dev mknod hda21 b 3 21 chgrp disk hda21 chmod 660 hda21 Vergessen Sie nicht, Ihre Boot-Partition als ``bootable'' (bootfähig) zu markieren. 6.6. ``Formatieren und Einbinden einer Swap-Partition'' ------------------------------------------------------- Dieses ist der nächste Menüeintrag, nachdem Sie eine Partition auf der Festplatte angelegt haben. Sie haben die Auswahl zwischen dem Initialisieren und Aktivieren einer neuen Swap-Partition, dem Aktivieren einer schon initialisierten Swap-Partition und dem Fortfahren ohne Swap-Partition. Es ist immer möglich, eine Swap-Partition erneut zu initialisieren. Deshalb wählen Sie im Zweifelsfall den Punkt ``Formatieren und Einbinden einer Swap-Partition'' aus. Dieser Menüpunkt wird Sie zuerst zur Dialogbox ``Wählen Sie aus, welche Partition als Swappartition verwendet werden soll.'' führen. Die vorher gewählte Partition soll die Swap-Partition darstellen, die Sie beim Partitionieren festgelegt haben. Drücken Sie also einfach _Enter_. Als nächstes haben Sie die Möglichkeit, die gesamte Partition auf defekte Blöcke zu untersuchen, die durch Fehler auf der Plattenoberfläche verursacht wurden. Dieses ist bei MFM-, RLL- und älteren SCSI-Platten nützlich und empfehlenswert und kann nicht schaden (jedoch zeitintensiv sein). Korrekt arbeitende IDE- und SCSI-Platten benötigen diese Überprüfung nicht, da sie eigene interne Mechanismen verwenden um defekte Bereiche auszuklammern. Es wird wärmstens empfohlen eine Swap Partition zu benutzen, aber Sie können wenn Sie darauf bestehen auch ohne arbeiten, wenn Ihr System mehr als 12MB RAM haben. Wenn Sie dies wünschen wählen Sie bitte den Menüpunkt ``Keine Swap-Partition verwenden'' aus dem Menü. 6.7. ``Formatieren und Einbinden einer Linux-Partition'' -------------------------------------------------------- An dieser Stelle sollte der nächste Menüpunkt ``Formatieren und Einbinden einer Linux-Partition'' stehen. Ist dies nicht der Fall, so haben Sie vielleicht das Partitionieren der Festplatte noch nicht abgeschlossen oder den Schritt zum Anlegen der Swap-Partition nicht durchgeführt. Sie können nun eine Linux-Partition initialisieren oder alternativ eine schon initialisierte Linux-Partition ins System hängen. Die Installations-Disketten und das darauf enthaltene Programm `dbootstrap' sind _nicht_ dafür vorgesehen, ein schon existierendes System zu aktualisieren ohne alle Dateien vorher zu löschen -- Debian bietet einen besseren Weg an, um ein existierendes Debian-System zu erneuern als die Verwendung von Boot-Disketten (siehe dazu upgrade instructions (http://www.debian.org/releases/woody/i386/release-notes/)). Deshalb sollten Sie an dieser Stelle alte Partitionen initialisieren, da durch diesen Vorgang auch alle alten Dateien gelöscht werden. Alle neu angelegten Partitionen müssen in jedem Fall initialisiert werden. Der einzige Grund, auf das Initialisieren zu verzichten ist, dass Sie bereits Teile des Installationsvorgangs mit dem gleichen Diskettensatz durchgeführt haben. Wählen Sie nun den nächsten Menüpunkt aus, um die erste Partition zu initialisieren und zu mounten. Diese erste Partition wird als `/' (Root- oder Wurzel-Verzeichnis genannt) gemountet. Sie werden nun gefragt ob Sie ``Kompatibilität zu Kernel-Versionen vor 2.2.x'' haben möchten. Wenn Sie hier Nein sagen heisst das, das Sie keinen 2.0 (oder älter) Kernel auf Ihrem System benutzen können, da das System einige Features aktiviert die nicht von 2.0 Kernels unterstützt werden. Wenn Sie sicher sind das sie keinen 2.0 (oder älter) Kernel auf diesem System einsetzen möchten können sie einfach ``Nein'' anwählen. Danach wird Ihnen wie schon bei der Swap-Partition die Möglichkeit gegeben, nach schadhaften Blöcken auf der Festplatte suchen zu lassen. Es schadet nie, dies tun zu lassen, es kann aber bei großen Festplatten auch einige Minuten dauern. Die nächsten Menüpunkte dienen nur der Bestätigung, ob Sie sich Ihrer Sache auch sicher sind. Danach werden Sie informiert das Ihre Partition als `/' gemounted wurde. [1] Nachdem das Root Datei System gemounted wurde, können Sie weitere Partitionen initialisieren und mounten, wenn sie dies wünschen, indem Sie den Menüpunkt ``Alternative'' anwählen. Dies gilt insbesondere für die Leute die `/boot', `/var', `/usr' oder andere Partitionen angelegt haben. [1] Technisch gesehen wurde Ihre Partition nach `/target' gemountet, aber nachdem Sie Ihr System neu gestartet haben wird es `/' werden. 6.8. ``Einbinden einer bereits formatierten Partition'' ------------------------------------------------------- Eine Alternative zu Abschnitt 6.7, ```Formatieren und Einbinden einer Linux-Partition''' ist der Schritt ``Einbinden einer bereits formatierten Partition''. Verwenden Sie diesen, um eine abgebrochene Installation fortzusetzen oder um Partitionen zu mounten, die bereits initialisiert wurden. Wenn Sie eine diskless Workstation installieren, können Sie an dieser Stelle die Root-Partition via NFS vom NFS-Server mounten. Geben Sie dazu den Pfad zum NFS-Server in der üblichen NFS-Syntax an, .also `:'. Wenn Sie weitere Filesysteme mounten möchten, können Sie dies jetzt tun. 6.8.1. NFS Root Installations Workaround ---------------------------------------- Unglücklicherweise unterstützen die Woody `boot-floppies' nicht das File Locking von `dpkg' bei NFS Root Installationen. Um dieses Problem zu umgehen führen Sie die folgenden Schritte aus nachdem Sie die NFS Freigabe nach `/target' gemounted haben. Dieses Beispiel geht davon aus das Sie von CDs installieren, gilt aber genauso wenn sie von einer NFS Freigabe installieren und diese nach `/instmnt' gemountet ist (das ist der Ort wo der Installer normalerweise die Installationsmedien einhängt). Um NFS File Locking zu aktivieren stellen Sie sicher das das folgende Skript auf ihrer NFS Freiaba existiert oder erzeugen Sie sie mit `nano-tiny'. #!/bin/sh mount /dev/hdc /instmnt # substitute your cdrom device for /dev/hdc cd /target mkdir x cd x for i in g/glibc/libc6 t/tcp-wrappers/libwrap0 p/portmap/portmap n/nfs-utils/nfs-common do ar -x /instmnt/pool/main/$i''_*.deb zcat data.tar.gz | tar x done umount /instmnt mkdir -p /var/lib/nfs for i in portmap rpc.statd do LD_LIBRARY_PATH=lib sbin/$i done Jetzt können Sie das Basis System wie üblich installieren. Danach installieren sie das Paket `nfs-common': $ umount /instmnt $ chroot /target /bin/sh $ apt-cdrom add $ apt-get install nfs-common Die Fehlermeldungen über ein fehlendes `/proc' Dateisystem können ignoriert werden, das `portmap' und `statd' bereits gestartet sind. Falls Sie das Netzwerk noch nicht, wie in Abschnitt 7.7, ```Konfiguration des Netzwerks''' beschrieben, konfiguriert haben, werden Sie vor der NFS-Installation aufgefordert, dies zu tun. ------------------------------------------------------------------------------- 7. Kernel und Basissystem installieren -------------------------------------- 7.1. ``Installation von Kernel und Modulen'' -------------------------------------------- Der nächste Schritt besteht darin, einen Kernel und die Kernelmodule auf Ihr neues System zu installieren. Als nächstes erscheint ein Menu mit Geräten, von denen der Kernel installiert werden soll. Dort kann optional auch die Verwendung eines Netzwerks zur Konfiguration gewählt werden. Sie können ein beliebiges Gerät verwenden, es muss nicht das gleiche Medium sein, das bereits zum mounten verwendet wurde (siehe auch Kapitel 4, `Installations-Medien besorgen'). Beachten Sie, dass die angebotenen Optionen stark von der erkannten Hardware durch `dbootstrap' abhängen. Wenn Sie von einer offiziellen CD-ROM installieren, sollte die Software automatisch, und ohne weitere Nachfrage, das richtige Gerät auswählen (ausser Sie haben mit der `verbose' Option gebootet). Wenn nach der CD-ROM gefragt wird, stellen Sie sicher, dass sich die erste CD im Laufwerk befindet. Wenn Sie von einem lokalen Dateisystem installieren, müssen Sie zwischen zwei Optionen wählen. Wählen Sie ``Festplatte'' falls die Partition noch nicht eingehängt ist; wählen Sie ``mounted'' Option falls sie es bereits ist. In beiden Fällen wird das System erst nach einigen Dateien in `dists/woody/main/disks-i386/current' suchen. Falls diese Dateien nicht gefunden werden konnten, werden Sie nach ``Wählen Sie den Archiv-Pfad aus.'' --- gefragt. Dies ist das Verzeichnis, auf der Festplatte, in dem die benötigten Installationsdatein abgelegt wurden. Falls Sie ein Debian-Archiv lokal gespiegelt haben, können Sie dieses durch die Eingabe des Verzeichnisses, in dem es sich befindet, verwenden (es ist oft `/archive/debian'). Diese Archive zeichnen sich durch eine solche Verzeichnisstruktur aus: `debian/dists/woody/main/disks-i386/current'. Sie können den Pfad manuell eingeben, oder mit Hilfe der `<...>' Schalter durch den Verzeichnisbaum gehen. Bei der Installation von einer lokalen Festplatte, oder ähnlichem (wie z.B. NFS), werden Sie als nächstes nach dem Verzeichnis für die benötigten Dateien gefragt (das kann eventuell von Ihrer Sub-Architektur abhängen). Beachten Sie bitte, dass das System sehr beharrlich die richtigen Dateien und Unterverzeichnisse (falls vorhanden) verlangt. `dbootstrap' vermerkt die Postition, an der nach den Dateien gesucht wird auf tty3 (siehe auch Abschnitt 5.7.1, `Die Shell benutzen oder die Logfiles ansehen'). Falls die ``Standard'' Option erscheint, sollten Sie diese wählen. Ansonsten versuchen Sie die ``List'' Option um `dbootstrap' nach den aktuellen Dateien selber suchen zu lassen (beachten Sie bitte, das dies bei NFS-Mounts sehr langsam sein kann). Als letzten Ausweg, können Sie die ``Manuell'' Option wählen, und ein Verzeichnis von Hand angeben. Falls Sie von Diskette installieren benötigen Sie die Rescue-Diskette (diese befindet sich wahrscheinlich bereits im Laufwerk), gefolgt von den Treiber-Disketten. Falls Sie den Kernel und die Module über das Netwerk installieren wollen, können Sie die ``Netzwerk (HTTP)'' oder ``NFS'' Option verwenden. Ihre Netzwerkkarte muss vom Standard-Kernel unterstützt werden (siehe Abschnitt 2.5, `Peripheriegeräte und andere Hardware'). Falls die ``NFS'' Option nicht erscheint, müssen Sie ``Abbruch'' wählen, zurück gehen und den ``Konfiguration des Netzwerks'' Punk wählen (siehe Abschnitt 7.7, ```Konfiguration des Netzwerks'''). Anschliessend müssen Sie den aktuellen Schritt wiederholen. 7.2. NFS -------- Wählen Sie die ``NFS'' Option, und teilen Sie `dbootstrap' Ihren NFS Server Namen und den Pfad mit. Angenommen Sie haben die Rescue- und Treiber-Disketten Images and die richtige Stelle auf dem NFS-Server abgelegt, sollten diese Dateien jetzt zur Installation des Kernels und der Module zur Verfügung stehen. Das NFS Dateisystem wird unter `/instmnt' eingehängt. Wählen Sie den Ort der Dateien wie für ``Festplatte'' oder ``Mounted'' Optionen. 7.3. Netzwerk ------------- Wählen Sie die ``Netzwerk'' Option, und teilen Sie `dbootstrap' die URL und den Pfad des Debian Archives mit. Der Standard sollte normalerweise funktionieren, und in den meisten Fällen sollte der Pfad für die offiziellen Debian Archive bereits richtig eingestellt sein, auch wenn Sie den Server-Teil ändern. Sie möchten die Dateien möglicherweise unter Verwendung eines Proxy-Servers downloaden, dann geben Sie einfach den Namen des Servers ein _...this sentence isn't finished..._ 7.4. NFS-Root ------------- Falls sie eine Diskless-Workstation installieren, sollten Sie das Netzwerk bereits wie in Abschnitt 7.7, ```Konfiguration des Netzwerks''' beschrieben, konfiguriert haben. Die Option zum installieren des Kernels und der Module sollte NFS sein. Fahren Sie jetzt, wie oben beschrieben, fort. Für andere Installationsmedien sind möglicherweise andere Schritte notwendig. 7.5. ``Konfiguration der PCMCIA-Unterstützung'' ----------------------------------------------- Es gibt einen alternativen Schritt _vor_ dem ``Laden und Konfigurieren der Treibermodule'' Menüpunkt: ``Konfiguration der PCMCIA-Unterstützung''. Dieses Menü wird zum Konfigurieren der PCMCIA Unterstützung verwendet. Falls Sie PCMCIA besitzten, aber Ihr Debian System nicht mit Hilfe von PCMCIA installieren (z.B. mit eine PCMCIA Netzwerkkarte) wollen, dann brauchen Sie es nicht an dieser Stelle einzurichten. Sie können, nachdem die Installation abgeschlossen ist, PCMCIA zu jeder Zeit konfigurieren und installieren. Falls Sie jedoch die Installation unter Verwendung eines PCMCIA Netzwerkgeräts machen wollen, muss dieser Schritt vor der Konfiguration des Netzwerks gemacht werden. Dieser Schritt ist notwendig, um die Gerätetreiber für PCMCIA-Netzwerkkarten zu laden. Falls Sie PCMCIA installieren müssen, wählen Sie den alternativen Schritt von oben ``Laden und Konfigurieren der Treibermodule''. Sie werden dann nach dem PCMCIA Kontroller Ihres Systems gefragt. In den meisten Fällen wird dies `i82365' sein. In manchen Fällen ist es auch `tcic'; die vom Hersteller gelieferte Beschreibung sollte darüber Auskunft geben, falls Sie sich nicht sicher sind. Normalerweise können Sie die nächsten paar Option leer lassen. Nochmal, manche Hardware hat spezielle Anforderungen; das Linux PCMCIA HOWTO (http://www.tldp.org/HOWTO/PCMCIA-HOWTO.html) enthält eine Fülle an Informationen, falls die Standardeinstellungen nicht funktionieren. In manchen ungewöhnlichen Fällen, müssen Sie auch die Date `/etc/pcmcia/config.opts' lesen und bearbeiten. Sie können Ihre zweite virtuelle Konsole öffnen ( _Left Alt-F2_) und dort die Datei bearbeiten. Danach kann PCMCIA erneut konfiguriert werden, oder ein manuelles Neuladen der Module mit den Kommandos `insmod' und `rmmod' erzwungen werden. Sobald PCMCIA erfolgreich konfiguriert und installiert ist, sollten Sie zurück zur Konfiguration der Gerätetreiber gehen; wie im nächsten Abschnit beschrieben. 7.6. ``Laden und Konfigurieren der Treibermodule'' -------------------------------------------------- Wählen Sie den ``Laden und Konfigurieren der Treibermodule'' Menüpunkt um Gerätetreiber zu konfigurieren; dies sind die Kernelmodule. Als erstes werden Sie gefragt, ob Sie zusätzliche Kernelmodule von einer Hersteller-Diskette installieren wollen. Die meisten können diesen Schritt überspringen, da diese nur für proprietäre oder Nicht-Standard Module, für Ihre Hardware benötigt werden (für einen speziellen SCSI-Kontroller zum Beispiel). Es wird nach Modulen auf der Diskette in `/lib/modules/misc' gesucht, wobei ein Standard-Kernelmodule Bereich sein kann. Jedes dieser Module wird auf die Festplatte, auf die Sie installieren, kopiert, so dass diese im nächsten Schritt konfiguriert werden können. Als nächstes startet das Programm `modconf'. Dieses Programm ist eine einfache Schnittstelle, die die Kernelmodul-Bereiche anzeigt, und es Ihnen erlaubt durch diese Bereiche zu gehen. Dort können Sie die Module auswählen, die Sie installieren möchten. Wir empfehlen, dass Sie _nur_ Geräte konfigurieren, die Sie für die Installation brauchen und nicht automatisch vom Kernel erkannt werden. Die meisten Personen brauchen keine Kernelmodule zu konfigurieren. Beispielsweise müssen Sie explizit einen Treiber für eine Netzwerkkarte aus dem `net' Bereich wählen, einen SCSI Festplattentreiber aus `scsi' oder einen Treiber für ein propretäres CD-ROM aus `cdrom'. Die Geräte die Sie hier konfigurieren werden automatisch geladen wenn das System hochfährt. Einige Module benötigen möglicherweise spezielle Parameter. Um zu sehen, welche Parameter relevant sind, müssen Sie die Dokumentation des Kernelmodules zu rate ziehen. Nach der Installation können Sie zu jedem Zeitpunkt die Kernelmodule erneut, durch den Aufruf von `modconf', konfigurieren. 7.7. ``Konfiguration des Netzwerks'' ------------------------------------ Falls der Installer nicht bemerkt, dass ein Netzwerkgerät verfügbar ist, erscheint trotzdem die ``Angabe des Rechnernamens'' Option. Obwohl Sie kein Netzwerk haben oder Ihr Netzwerk dynamisch aktiviert und deaktiviert wird (für Dialup zum Beispiel), benötigt Ihr Rechner trotzdem einen Namen. Falls der Installer eine Netzwerkgerät findet, wird mit dem Schritt ``Konfiguration des Netzwerks'' fortgefahren. Falls das System Ihnen diesen Schritt nicht erlaubt, bedeutet dies, dass keine Netzwerkgerät gefunden wurde. Falls Sie ein Netzwerkgerät besitzten beudeutet dies, dass Sie es möglicherweise im Schritt Abschnitt 7.6, ```Laden und Konfigurieren der Treibermodule''' falsch konfiguriert haben. Gehen Sie zurück zu diesem Schritt und schauen Sie unter `net' nach dem Gerät. Wenn Sie den ``Konfiguration des Netzwerks'' Schritt starten, und das System mehr als ein Netzwerkgerät gefunden hat, werden Sie gefragt, welches Gerät Sie konfigurieren möchten. Sie dürfen hier nur ein Gerät konfigurieren. Nach der Installation können Sie weitet Schnittstellen einrichten --- siehe hierzu die interfaces(5) Manualseite. Falls `dbootstrap' eine konfiguriertes PCMCIA System erkennt (Abschnitt 7.5, ```Konfiguration der PCMCIA-Unterstützung'''), werden Sie dazu aufgefordert zu bestätigen, dass es sich um eine PCMCIA Netzwerkkarte handelt. Dies beeinflusst wie und wo das Netzwerk eingerichtet wird. `dbootstrap' wird als nächstes Fragen ob Sie einen DHCP oder BOOTP Server zum Konfigurieren Ihres Netzwerks verwenden möchten. Falls Sie können, sollten Sie hier ``Ja'' sagen, weil es Ihnen erlaubt den Rest der Schritte zu überspringen. Sie sollten dann hoffentlich die Antwort ``Das Netzwerk wurde erfolgreich via DHCP/BOOTP konfiguriert.'' sehen. Fahren Sie jetzt mit dem Schritt Abschnitt 7.8, ```Installation des Basissystems''' fort. Falls die Konfiguration fehlschlägt, überprüfen Sie die Kabel und das Log auf tty3 oder fahren Sie fort und konfigurieren das Netzwerk von Hand. Um das Netzwerk manuell zu konfigurieren fragt `dbootstrap' Sie eine Reihe von Fragen über Ihr Netzwerk. Geben Sie die Antworten von Abschnitt 3.3, `Benötigte Informationen' ein. Das System wird die Einstellungen anschliessend zusammenfassen und sich von Ihnen Bestätigen lassen. Als nächstes müssen Sie angeben, über welches Netzwerkgerät Ihr Hauptnetzwerk geht. Normalerweise ist dies ``eth0'' (die erste Ethernet Karte). Eingige technische Details finden Sie, oder auch nicht, möglicherweise nützlich. Das Progamm nimmt an, dass die Netzwerk-IP-Adresse das bitweise UND ihrer System-IP-Adresse und ihrer Netzmaske ist. Es wird dann vermuten, dass die Broadcast-Adresse das bitweise ODER ihrer System-IP-Adresse mit der bitweisen Negation der Netzadresse ist. Es geht davon aus, dass Ihr Gateway auch der DNS-Server ist. Falls Sie die Antwort auf eine Frage nicht wissen, verwenden Sie die Vorgaben --- diese können Sie dann ändern, sobald das System installiert ist. Falls nötig, geht dies durch bearbeiten der Datei `/etc/network/interfaces'. Alternativ können Sie auch `etherconf' installieren, welches Sie durch die Schritte zur Netzwerkkonfiguration führt. 7.8. ``Installation des Basissystems'' -------------------------------------- Der nächste Schritt ist die installation des Basissystems. Das Basissystem ist ein minimaler Teil von Paketen, die ein lauffähiges, funktionsfähiges System bieten. Es ist unter 70MB gross. Während des ``Installation des Basissystems'' Schritts, falls Sie nicht von CD-ROM installieren, erhalten Sie eine Auswahl an Geräten, von denen Sie installieren können. Sie sollten das benötigte Gerät auswählen. Falls Sie von einer offiziellen CD-ROM installieren, werden Sie einfach dazu aufgefordert, diese einzulegen. Falls Sie das Basissystem über das Netzwerk installieren, bedenken Sie bitte, dass einige Schritte erheblich Zeit brauchen, und ein Vortschritt nicht unbedingt erkennbar ist. Besonders der anfägliche Download von `Packages.gz' und die Installation der Basis- und erforderlichen Pakete könnte so aussehen als ob es abgebrochen sei. Geben Sie diesem Vorgang etwas mehr Zeit. Sie können in der Konsole 2 `df -h' verwenden, um sich selbst zu überzeugen, dass sich der Inhalt der Platte ändert. Falls der Installer jedoch nach dem Download von `Release' abbricht, können Sie davon ausgehen, dass das Netzwerk-Archiv nicht gefunden wurde, oder es damit Problem gibt. Falls Sie das Basissystem von einer Festplatte installieren, lassen Sie den Installer einfach auf den Platz zeigen, wo sich `/basedebs.tar/' befindet. Ähnlich wie beim Vorgang zum Installieren des Kernels und der Module. ------------------------------------------------------------------------------- 8. Ihr neues Debian System booten --------------------------------- 8.1. ``Das System bootfähig machen.'' ------------------------------------- Wenn Sie eine diskless Workstation installieren, ist das Booten von der lokalen Platte natürlich keine sinnvolle Option, daher wird dieser Installationsschritt in diesem Fall übersprungen. 8.2. Der Augenblick der Wahrheit -------------------------------- Dieser Moment wird von Elektro-Ingenieuren als _smoke test_ bezeichnet: Was passiert, wenn man ein neues System zum ersten Mal einschaltet? Entfernen Sie nun die Disketten aus den Laufwerken und wählen den Menüpunkt ``Neustart des Systems'' aus. Startet Linux nicht wie gewünscht, dann legen Sie die von Ihnen erstellte Bootdiskette oder das ursprüngliche Installations-Medium (beispielsweise die Notfalls-Diskette) ins Laufwerk ein und starten Sie den Rechner neu. Wenn Sie _nicht_ von der _Custom Boot_-Diskette booten, könnte es nötig sein, zusätzliche Bootparameter anzugeben. Um Ihr System z.B. von der Notfall-Diskette oder CD zu booten, geben Sie `rescue root=' am Prompt ein, wobei der Name der Root-Partition, z.B. ``/dev/sda1'' ist. Debian sollte nun booten und Sie sollten die selben Meldungen wie beim ersten Booten des Installationssystems sehen sowie zusätzlich einige neu hinzugekommene. 8.3. Debian Post-Boot (Base) Konfiguration ------------------------------------------ Nach dem Neustart werden Ihnen einige Fragen gestellt um die Konfiguration des Basis-Systems zu vervollständigen; anschließend können Sie auswählen, welche zusätzlichen Pakete Sie installieren möchten. Die Anwendung, die Sie durch diesen Prozeß begleitet heisst `base-config'. Wenn Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt nach dem Ende der Installation `base-config' erneut durchlaufen möchten, starten Sie `base-config' als Root. 8.4. Einstellung der Zeitzone ----------------------------- Als erstes müssen Sie Ihre Zeitzone einstellen. Nachdem dem Wählen zwischen lokaler und GMT Systemzeit, werden Sie aufgefordert eine Region und anschliessend eine Stadt in dieser Region zu wählen, welche die gleiche Zeitzone wie Sie selber hat. Beim Auswählen aus der Liste können Sie einen beliebigen Buchstaben eingeben um direkt zu dem Teil der Orte zu gelangen, die mit dem Buchstaben anfangen. 8.5. MD5-Passwörter ------------------- Als nächstes werden Sie gefragt, ob sie MD5-Passwörter intallieren möchten. Dies ist eine andere Methode Paßwörter auf Ihrem System zu speicher, die sicherer ist als die Standardmethode ``crypt''. Der Standard ist ``Nein'', wenn Sie jedoch keinen NIS-Support benötigen und sehr um die Sicherheit auf dieser Maschine besorgt sind, können Sie auch ``Ja'' antworten. 8.6. Shadow-Passwörter ---------------------- Falls Sie nicht ``Ja'' zu MD5-Passwörtern gesagt haben, werden Sie als nächstes gefragt, ob Sie Shadow-Passwörter aktivieren möchten. Damit wird Ihr System ein bisschen sicherer. Ohne Shadow-Passwörter werden die Passwörter (zwar verschlüsselt) in einer Datei gespeichert (`/etc/passwd'), die von jedem lokalen Benutzer gelesen werden kann. Diese Datei muss für alle Benutzer lesbar sein, da sie wichtige Informationen enthält, wie zum Beispiel die Zuordnung zwischen Benutzernamen und numerischer ID. Daher könnte jeder Benutzer die Passwörter lesen und versuchen, sie mit der Brute-Force-Methode zu knacken. In einem System mit Shadow-Passwörtern werden die Passwörter in einer zweiten Datei gespeichert (`/etc/shadow'), die nur von root geschrieben und von der Gruppe shadow gelesen werden kann. Wir empfehlen daher die Verwendung von Shadow-Passwörtern. Sie können diese Entscheidung jederzeit überdenken und die Einstellungen mit dem Programm `shadowconfig' ändern. Lesen Sie dazu nach der Installation die Datei `/usr/share/doc/passwd/README.debian.gz'. 8.7. Einstellen des Root-Passworts ---------------------------------- Der _root_-Account wird auch der _Super-User_ genannt; es ist ein Login, der alle Sicherheitsmechanismen auf Ihrem System umgeht. Der root-Account sollte nur benutzt werden, um administrative Tätigkeiten auszuführen und so kurz wie möglich benutzt werden. Jedes Passwort, das Sie erstellen, sollte 6 bis 8 Zeichen und sowohl Groß- als Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen enthalten. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie Ihr root-Passwort setzen, denn dies ist ein mächtiger Account. Vermeiden Sie Wörter aus dem Wörterboch oder jegliche persönliche Informationen, die erraten werden könnten. Falls ihnen irgendjemand einmal erzählen sollte, er bräuche Ihr root-Passwort, seien Sie besonders vorsichtig. Sie sollten normalerweise niemals Ihren root-Account preisgeben, außer Sie administrieren Ihren Rechner mit mehr als einer Person. 8.8. Normalen Benutzer anlegen ------------------------------ Das System wird Sie nun fragen, ob Sie einen normalen Benutzeraccount anlegen wollen. Dieser Account sollte Ihr normaler persönlicher Login sein. Sie sollten den root-Account _nicht_ für die tägliche Nutzung als ihren persönlichen Login verwenden. Warum nicht? Ein Grund ist, dass root mit seinen Fähigkeiten irreperable Schäden hervor rufen kann. Ein anderer Grund ist, dass Sie in ein Tronjanisches Pferd tappen könnten --- das ist ein Programm, das versucht, durch ihre root-Privilegien Ihr System zu kompromittieren, ohne dass Sie es merken. Jedes gute Buch über Unix-Systemadministration wird dieses Thema detaillierter behandeln --- ziehen Sie es vor eines zu lesen, wenn dies neu für Sie ist. Der Benutzername besteht normalerweise aus dem Spitznamen, dem Vor- oder Nachnamen, oder einer Kombination aus diesen. Angenommen, Ihre Name wäre Jon Smith, dann würden Sie ``smith'', ``jon'', ``jsmith'' oder ``js'' als Accountnamen verwenden. Auch hier werden Sie wieder nach einem Passwort gefragt. Benutzen Sie das `adduser'-Programm, falls Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt einen weiteren Benutzerzugang einrichten wollen. 8.9. PPP Konfiguration ---------------------- Als nächstes werden sie gefragt ob sie den Rest des Systems mit PPP istallieren möchten. Wenn Sie von CD-ROM oder direkt über ein Netzwerk ans Internet angeschlossen sind, können Sie beruhigt ``Nein'' sagen und diesen Abschnitt überspringen. Wenn Sie sich entschieden haben nun PPP zu konfigurieren, wird das `pppconfig' Programm aufgerufen, welches Ihnen dabei hilft. _Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre Internet-Verbindung ``provider'' nennen, wenn Sie nach einem Namen dafür gefragt werden._ Das `pppconfig' Programm wird Sie hoffentlich problemlos durch die PPP-Konfiguration führen. Falls es dennoch zu Problemem kommt, befolgen Sie die folgenden erläuternden Hinweise. Um PPP Einzurichten, benötigen Sie grundlegende Kenntnisse, wie man Dateien unter GNU/Linux betrachtet und editiert. Sie sollten `more' zum Betrachten von Dateien verwenden (bzw. `zmore' für komprimierte Dateien mit einer `.gz' Dateiendung). Um zum Beispiel die Datei `README.debian.gz' zu betrachten, schreiben sie `zmore README.debian.gz'. Das Base-System beinhaltet einen Editor namens `nano', welcher sehr einfach zu benutzen ist, auf der anderen Seite jedoch nicht viele Merkmale besitzt. Vermutlich möchten Sie später besser ausgestattete Editoren und Betrachter wie `jed', `vim', `less', und `emacs' installieren. Öffnen Sie die Datei `/etc/ppp/peers/provider' und ändern Sie `/dev/modem' mit `/dev/ttyS<#>', wobei <#> für die Nummer Ihres Seriellen Ports steht. In Linux werden Serielle Schnittstellen von 0 an gezählt; Ihr erster Serieller Port (etwa `COM1') ist `/dev/ttyS0' unter Linux. Als nächstes müssen Sie `/etc/chatscripts/provider' öffnen und die Telefonnummer Ihres Internet-Providers, Ihren User-Namen und Ihr Paßwort eintragen. Löschen Sie dabei nicht das ``\q'', was vor dem Paßwort steht, da es Ihr Paßwort vor dem Auftauchen in Log-Dateien bewahrt. Viele Provider benutzen PAP oder CHAP bei der Einwahl an Stelle von reinen Text-Paßwörtern. Manche benutzen beides. Falls Ihr Provider PAP oder CHAP verlangt, müssen Sie einen anderen Weg einschlagen. Kommentieren Sie alles unter dem Einwahl-String (welcher mit ``ATDT'' beginnt) in `/etc/chatscripts/provider' aus, editieren Sie die bereits oben erwähne Datei `/etc/ppp/peers/provider' indem Sie `user ' hinzufügen, wobei für Ihren User-Namen beim dem Provider steht, bei dem Sie sich einwählen wollen. Fügen Sie schließlich Ihr Paßwort zu `/etc/ppp/pap-secrets' oder `/etc/ppp/chap-secrets' hinzu. Sie müssen ferner auch `/etc/resolv.conf' bearbeiten und dort die IP-Adresse des Name-Servers (DNS) Ihres Providers eintragen. Die Zeilen in `/etc/resolv.conf' sind im folgenden Format: `nameserver ', wobei die für die Nummern der IP-Adresse stehen. Alternativ können Sie auch die `usepeerdns' Option der Datei `/etc/ppp/peers/provider' hinzufügen. Dies aktiviert die automatische Auswahl eines geeigneten DNS-Servers, welche die Einwahl-Gegenstelle des Providers im Normalfall zur Verfügung stellt. Falls Ihr Provider nicht eine komplett andere Login-Sequenz wie der Rest der Internet-Provider benutzt, haben Sie es nun geschafft! Starten Sie die PPP-Verbindung mit `pon' als Root, und überwachen Sie den Prozess mit dem `plog' Befehl. Zum Beenden der Verbindung benutzen Sie bitte `poff', ebenso als Root. Die Datei `/usr/share/doc/ppp/README.Debian.gz' enthält weitere Informationen über PPP unter Debian. Für statische SLIP-Verbindungen müssen Sie das `slattach' Kommando (aus dem `net-tools' Paket) zu `/etc/init.d/network' hinzufügen. Dynamisches SLIP setzt `gnudip' Paket voraus. ) zu `/etc/init.d/network' hinzufügen. Dynamisches SLIP setzt `gnudip' Paket voraus. 8.10. PCMCIA entfernen ---------------------- Wenn Sie keine Verwendung für PCMCIA haben, dann können Sie dessen Unterstützung an dieser Stelle entfernen. Dadurch wird der Start-Prozess sauberer und Sie können den Kernel einfacher ersetzen (PCMCIA erfordert viel Übereinstimmung zwischen Kernel und PCMCIA-Treibern und Modulen). 8.11. APT Konfigurieren ----------------------- Die meisten Leute benutzen ein Programm Namens `apt-get' aus dem `apt' Paket, um andere Pakete auf ihrem System zu installieren. [1] Allerdings muss APT konfiguriert werden, damit es weiss, von wo es Pakete zum installieren holen soll. Die Anwendung, die Ihnen dabei hilft, heisst `apt-setup'. Sie können dieses Programm auch jederzeit nach der ersten Installation starten oder alternativ die Datei `/etc/apt/sources.list' von Hand editieren. Falls Sie von einer offiziellen CD installiert haben, sollte diese CD automatisch als eine ``APT-Source'' konfiguriert worden sein. Sie werden dies feststellen können, da die CD-ROM durchsucht wird und Sie danach gefragt werden, ob Sie noch eine weitere CD-ROM hinzufügen möchten. Falls Sie ein Set mit mehreren CD-ROMs besitzen --- was wohl auf die meisten Leute zutrifft --- sollten Sie nun jede CD einlesen lassen. Falls Sie keine offizielle CD-ROM besitzen, haben Sie trotzdem die Auswahl aus einer Reihe von Quellen, von denen Sie Debian Pakete bekommen können: FTP, HTTP, CD-ROM oder ein lokales Dateisystem. CD-ROM Benutzer können zu diesem Schritt gelangen, wenn sie explizit angeben, dass Sie eine weitere APT-Source hinzufügen möchten. Sie sollten wissen, dass es vollkommen akzeptabel und natürlich ist, mehrere verschiedene APT-Sourcen zu haben, selbst für ein und dasseble Debian Archiv. `apt-get' wird automatisch das Paket mit der höchsten Versionsnummer von allen zur Verfügung stehenden auswählen und installieren. Oder wenn Sie zum Beispiel sowohl HTTP, als auch CD-ROM APT-Sourcen haben, wird `apt-get' automatisch die CD-ROM benutzen und nur dann auf HTTP zurückfallen, wenn es dort eine neuere Version gibt. Auf der anderen Seite ist es keine gute Idee, unnötige APT-Sourcen zu benutzen, da dies dazu führt, dass der update-Prozess verlangsamt wird. [1] Beachten Sie jedoch, dass das eigentlich Programm, das die Pakete installiert `dpkg' heisst. Dies ist aber eher ein low-level Programm. `apt-get' ruft `dpkg' zum Installieren von Paketen auf. `apt-get' ist eine Ebene höher als `dpkg', da es auch weiss, welche anderen Pakete installiert werden müssen, damit ein Paket funktioniert und ausserdem weiss, von wo es Pakete bekommen kann (von CD, übers Netzwerk, etc.) 8.11.1. Netzwerk APT-Sourcen konfigurieren ------------------------------------------ Falls Sie vorhaben, den Rest Ihres Systems über das Netzwerk zu installieren, wird die am häufigsten genutzte Option ``http'' sein. Die ``ftp'' Quelle ist auch in Ordnung, im Allgemein allerdings ein wenig langsamer. Als nächstes werden Sie gefragt, ob Sie auch nicht-Freie (non-free)Software benutzen möchten. Dies bezieht sich auf kommerzielle Software, sowie alle andere Software, deren Lizenz nicht mit den Debian Free Software Guidelines (http://www.debian.org/social_contract#guidelines) vereinbar sind. Es ist OK, hier ``Ja'' zu sagen, bedenken Sie allerdings, dass die non-free Pakete nicht Teil von Debian sind. Ausserdem sollten Sie vorsichtig sein, dass Sie die Software in Übereinstimmung mit der Lizenz verwenden. Der nächste Schritt während der Konfiguration von Netzwerk APT-Sourcen ist es `apt-setup' zu sagen, in welchem Land Sie wohnen. Dies konfiguriert, zu welchem Debian Mirror-Netzwerk Sie verbunden werden. Je nachdem welches Land Sie auswählen, wir Ihnen eine Liste von möglichen Serven vorgegeben, aus denen Sie einen beliebigen auswählen können. Falls Sie via HTTP installieren möchten, werden Sie nun gebeten, Ihren Proxy-Server zu konfigurieren. Dies wird zum Beispiel manchmal von Leuten benötigt, die sich hinter einer Firewall in einem Firmen-Netzwerk befinden. Schliesslich wird Ihre neue Netzwerk APT-Source getestet. Wenn alles gut geht, werden Sie gefragt, ob Sie eine weitere APT-Source konfigurieren möchten. 8.12. Pakete-Installation: Einfach oder Fortgeschritten ------------------------------------------------------- Als nächstes werden Sie gefragt, ob Sie Pakete auf einfache oder fortgeschrittene, besser kontrollierbare Art installieren möchten. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie mit der einfachen Methode beginnen, da Sie jederzeit zur fortgeschritteneren Methode wechseln können. Für die einfache Methode ruft `base-config' lediglich das `tasksel' Programm auf, während es für die fortgeschrittene Installationsmethode `dselect' aufruft. Sie können beide zu jeder Zeit später von Hand aufrufen um weitere Pakete zu installieren. Wenn Sie nach dem Ende der Installation ein bestimmtes einzelnes Programm installieren möchten, sollten Sie es `apt-get install ' installieren, wobei der Name des Paketes ist, das Sie installieren möchten. 8.13. Einfache Paketauswahl: Tasks installieren ----------------------------------------------- Wenn Sie die ``einfache'' Installation wählen, werden Sie mit dem `tasksel' konfrontiert. Dieses lässt Sie eine Reihe von voreingestellten Software Konfigurationen für Debian auswählen. Sie können natürlich auch Paket für Paket installieren, was Sie möchten (Das ist die Aufgabe des `dselect' Programms, siehe unten), dies ist bei 8300 Paketen aber ein Zeit raubender Schritt. Deshalb können Sie zuerst einige _Tasks_ auswählen und darauf aufbauend später einzelne weitere Pakete. Die Tasks repräsentieren verschiedene Aufgaben oder Dinge, die Sie mit Ihrem Computer durchführen können, wie etwa `Desktop-Umgebung' (End-User/desktop environment), `C/C++ Entwicklung'(Development/C and C++) oder `Fileserver'. Sie können jeden Task markieren und mit ``Task Info'' mehr Informationen anzeigen lassen. Dies wird Ihnen eine erweiterte Beschreibung und eine Liste der zu dem Task gehörenden Pakete präsentieren. Eine Tabelle mit den ungefähren Größen der einzelnen Tasks finden Sie in Abschnitt 11.4, `Benötigter Plattenplatz für Tasks'. Nachdem Sie Ihre gewünschten Tasks ausgewählt haben, drücken Sie ``Fertig''. Nun wird das `apt-get' Programm gestartet, welches die ausgewählten Programme für Sie installiert. Falls Sie keinen einzigen Task ausgewählt haben, werden trotzdem alle noch nicht auf Ihrem System vorhandenen Pakete der Prioriäten standard, important und required. Dies ist diesselbe Funktionlität, wie wenn Sie später `tasksel -s' ausführen und benötigt momentan etwa 37M an Archiven. Ihnen wird die Anzahl der zu installieren Pakete und die Größe der herunterzuladenen Pakete (falls nötig) gezeigt. Von den 8300 in Debian vorhandenen Paketen wird nur eine sehr geringe Zahl durch Tasks abgedeckt. Um Informationen über weitere Pakete zu bekommen, können Sie entweder `apt-cache search ' für einen bestimmten Such-String benutzen (siehe auch die apt-cache(8) man page), oder das unten beschriebene `dselect' Programm verwenden. 8.14. Fortgeschrittene Paketauswahl mit `dselect' ------------------------------------------------- Wenn Sie die fortgeschrittene Paketauswahl ausgewählt haben, wird das `dselect' Programm für Sie gestartet. Das dselect Tutorial (dselect-beginner) sollten Sie unbedingt lesen, bevor Sie mit `dselect' arbeiten. `dselect' erlaubt Ihnen Pakete auf Ihrem System zu installieren. Dafür müssen Sie der Super-User (root) sein. 8.15. Konfigurationsdialoge während der Paket-Installation ---------------------------------------------------------- Jedes von Ihnen mit `tasksel' und/oder `dselect' ausgewählte Paket wird der Reihe nach von `apt-get' und `dpkg' entpackt und dann installiert. Falls ein bestimmtes Programm keine sinnvollen Standardeinstellungen besitzt, wird es Sie mit einem Dialog befragen. Ausserdem sollten Sir die Meldungen während der Installation im Auge behalten, auch wenn Sie Probleme, die eine erfolgreiche Installation verhindern, von Ihnen bestätigt werden müssen. 8.16. Log in ------------ Nachdem Sie die Pakete installiert haben, kommen Sie zum Login-Prompt. Loggen Sie sich mit Ihrem persönlichen Login und Passwort ein. Das System ist nun bereit zur Benutzung. Wenn Sie ein neuer Benutzer sind, möchten Sie vielleicht zunächst die bereits auf dem System installierte Dokumentation studieren. Es gibt zur Zeit verschiedene Dokumentations-Systeme, an einer Intergration der verschiedenen Typen wird gearbeitet. Hier nun einige Hinweise zum Anfang. Die zu einem Programm gehörende Dokumentation befindet sich in `/usr/share/doc/' in einem Unterverzeichnis mit dem Namen des Pakets. Zum Beispiel ist der APT User's Guide zum Benutzen von `apt' für das Installieren von Paketen in `/usr/share/doc/apt/guide.html/index.html'. Zusätzlich gibt es ein paar spezielle Verzeichnisse im `/usr/share/doc/' Verzeichnisbaum. Linux HOWTOS werden komprimiert im .gz-Format installiert und liegen in `/usr/share/doc/HOWTO/en-txt/' sowie `/usr/share/doc/HOWTO/en-txt/mini/'. Für die deutschen Versionen der HOWTOs müssen Sie das `doc-linux-de' Paket installieren, die HOWTOs liegen dann in `/usr/share/doc/HOWTO/de-html'. `/usr/share/doc/HTML/index.html' enthält einen mit Webbrowsern benutzbaren Index der vorhandenen Dokumentationen, der von `dhelp' installiert wird. Eine einfache Möglichkeit diese Dokumente zu lesen ist `lynx /usr/share/doc/'. Sie können auch `info (programm)' oder `man (programm)' eingeben, um die Dokumentation der meisten Programme am Befehlsprompt zu sehen. Die Eingabe von `help' wird die Hilfe der Shell-Kommandos anzeigen. Und wenn Sie ein Kommando gefolgt von `--help' eingeben, wird normalerweise eine kurze Übersicht über die Bedienung des Programms angezeigt. Falls die Ausgabe eines Kommandos über das Ende des Schirmes hinwegscrollt, hängen Sie `| more' an das Kommando an, die Ausgabe wird dann jeweils nach einer Bildschirmhöhe angehalten. Um eine Liste aller Programme zu sehen, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen, geben Sie den Buchstaben gefolgt von zwei Tabs ein. Für eine tiefergehende Einleitung zu Debian GNU/Linux, siehe `/usr/share/doc/debian-guide/html/noframes/index.html'. ------------------------------------------------------------------------------- 9. Nächste Schritte und Wo es jetzt weitergeht ---------------------------------------------- 9.1. Wenn Unix neu für Sie ist ------------------------------ Wenn Unix Neuland für Sie ist, dann sollten Sie in einen guten Buchladen gehen und sich ein Buch zu Linux oder Unix im allgemeinen kaufen. Die Unix-FAQ (ftp://rtfm.mit.edu/pub/usenet/news.answers/unix-faq/faq/) enthält eine Reihe von Verweisen auf Bücher und Usenet Newsgroups, die einen guten Einstieg bieten. Sie möchten vielleicht ebenfalls die User-Friendly Unix FAQ (http://www.camelcity.com/~noel/usenet/cuuf-FAQ.htm) lesen. Linux ist eine Implementation von Unix. Das Linux Documentation Project (LDP) (http://www.tldp.org/) sammelt eine ganze Anzahl von HOWTOs und Online-Büchern zum Thema Linux. Unter Linux Online -- Help Center (http://www.linux.org/help/) finden sich auch viele Hilfstexte, sogar solche in deutscher Sprache. Die Pakete `doc-linux-de', `manpages-de' und `manpages-de-dev' enthalten deutsche Manpages und HOWTOs. Die HOWTOs finden Sie dann unter `/usr/doc/HOWTO'. Informationen, die sich nur mit Debian befassen, können Sie weiter unten finden. 9.2. Orientierung innerhalb von Debian -------------------------------------- Es gibt einige Unterschiede zwischen Debian und anderen Distributionen. Selbst wenn Sie Linux und andere Distributionen bereits kennen, gibt es einige Dinge, die Sie über Debian wissen sollten, um Ihr System in einem guten und sauberen Zustand zu halten. Dieser Abschnitt dient Ihrer Orientierung. Es ist nicht als Tutorial gedacht, um die Benutzung von Debian zu beschreiben, sondern als kurzer Überblick über das System für Eilige. 9.2.1. Debian Paketverwaltung ----------------------------- Das wichtigste Konzept, das man verstehen muss, ist die Paketverwaltung von Debian. Im wesentlichen muß man akzeptieren, dass große Teile Ihres System unter der Kontrolle der Paketverwaltung stehen. Diese beinhalten: * `/usr' (mit Ausnahme von `/usr/local') * `/var' (Sie können sich ggf. `/var/local' anlegen) * `/bin' * `/sbin' * `/lib' Wenn Sie zum Beispiel `/usr/bin/perl' ersetzen, wird das zuerst funktionieren. Aktualisieren Sie jedoch Ihr `perl'-Paket, dann wird Ihre Datei durch jene aus dem Paket ersetzt. Erfahrene Anwender können dieses verhindern, indem Sie das entsprechende Paket in `dselect' auf ``hold'' setzen. Eine des besten Installations-Methoden ist apt. Sie können apt als Methode von dselect aus nutzen, oder Sie benutzen die Kommandozeilen- Version (``info apt-get'' für mehr Informationen). Beachten Sie, dass apt ihnen erlaubt main, contrib und non-free zu mischen, so dass Sie sowohl im Export beschränkte Pakete (wie bei Kryptographie) als auch Standard-Versionen verwenden können. 9.2.2. Versions-Management -------------------------- Alternative Versionen verschiedener Applikationen werden durch update-alternatives kontrolliert. Wenn Sie mehrere Versionen einer Applikation betreuen, sollten Sie die Manpage von update-alternatives lesen. 9.2.3. Management der Cronjobs ------------------------------ Alle Cronjobs, die in den Bereich des System-Administrators fallen sollten in `/etc' beschrieben werden, da es Konfigurations-Dateien sind. Wenn Sie einen Cronjob als root täglich, wöchentlich oder monatlich ausführen müssen, speichern Sie ihn nach `/etc/cron.{daily,weekly,monthly}'. Diese werden von `/etc/crontab' aufgerufen und in alphabetischer Reihenfolge seriell abgearbeitet. Sollten Sie hingegen einen cronjob haben, der (a) als spezieller User laufen muß oder (b) zu einer speziellen Zeit oder in bestimmten Abständen, können Sie entweder `/etc/crontab' oder, sogar noch besser, `/etc/cron.d/wasauchimmer' benutzen. Diese Dateien besitzen sogar ein spezielles Feld, mit dem Sie den User, der den Cronjob ausführen soll, bestimmen können. In jedem Falle können Sie die Dateien einfach ändern, cron wird es selbst bemerken. Es ist nicht nötig, ein spezielles Kommando auszuführen. Für mehr Informationen sehen Sie sich die Manpages zu cron(8), crontab(1), crontab(5) an und lesen Sie `/usr/share/doc/cron/README.Debian'. 9.3. DOS/Windows reaktivieren ----------------------------- Nach Installation des Basis-Systems und des _Master Boot Records_ ist es möglich, dass Sie nur noch Linux, aber nichts anderes mehr booten können. Dies hängt davon ab, was Sie bei der Installation ausgewählt haben. In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie die alten Systeme wieder aktivieren, so dass Sie auch wieder DOS oder Windows booten können. `LILO' ist ein vollständiger Boot-Manager, mit dem nicht nur Linux gebootet werden kann, sondern auch jedes andere System, das sich an die im PC vorherrschenden Konventionen hält. Konfiguriert wird dieser Boot-Manager über die Datei `/etc/lilo.conf'. Wann immer Sie diese Datei ändern, müssen Sie anschließend das Programm `lilo' aufrufen, um die Änderungen tatsächlich zu übernehmen. Da im Boot-Block nur wenig Platz zur Verfügung steht, müssen die benötigten Informationen auf kleinstem Raum zusammengefasst werden. Daher kann die Konfigurationsdatei nicht beim Booten gelesen werden. Wichtig in diesem Zusammenhang sind die Zeilen, die mit `image' und `other' anfangen, sowie die darauf folgenden Zeilen. Sie können beschreiben, welches System von `LILO' gebootet werden soll. Ein solches System können ein Kernel (`image'), eine spezielle root-Partition, spezielle Kernel-Parameter oder auch ein nicht-Linux-System sein. Diese Schlüsselwörter dürfen mehrfach verwendet werden. Die Reihenfolge dieser Systeme im Konfigurationsfile ist entscheidend, denn das erste wird automatisch gebootet, wenn die Wartezeit (siehe `delay') abgelaufen ist und `LILO' nicht durch Drücken der _Shift_-Taste angehalten wurde. Nach einer Erstinstallation existiert lediglich ein solches System in `lilo.conf', welches das aktuelle System bootet. Um ein zweites Linux-System zu booten (z.B. unter Verwendung eines anderen Kernels), müssen Sie die Datei `/etc/lilo.conf' um folgende Zeilen ergänzen: image=/boot/vmlinuz.new label=new append="mcd=0x320,11" read-only Lediglich die ersten beiden Zeilen sind erforderlich. Um die Bedeutung der nachfolgenden Zeilen Zeilen zu erfahren, lesen Sie bitte in der Dokumentation zu `LILO'. Diese findet sich in `/usr/doc/lilo/', speziell in der Datei `Manual.txt.gz'. Für eine knappere Einführung in die Geheimnisse des Bootmanagers, lesen Sie die `LILO' Manpages `lilo.conf(5)' und `lilo(8)'. Beachten Sie, dass auch andere bootloader in Debian GNU/Linux verfügbar sind; dazu zählen GRUB (im Paket `grub') und loadlin (im Paket `loadlin'). 9.4. Weitere Informationen -------------------------- Wenn Sie Informationen zu einem bestimmten Programm suchen, sollten Sie zuerst `man ' und `info ' ausprobieren. Eine Menge an hilfreicher Dokumentation befindet sich ebenfalls in `/usr/doc'; insbesondere `/usr/doc/share/HOWTO' und `/usr/share/doc/debian/FAQ' enthalten viele interessante Informationen. Um Bugs zu melden, sollten Sie `/usr/share/doc/debian/bug*' lesen. Debian-Spezifische Informationen zu einem Proggramm finden Sie in `/usr/share/doc/(package name)/README.Debian'. Die Debian Web Site (http://www.debian.org/) bietet eine Menge Dokumentation über Debian. Ein besonderes Augenmerk sei dabei auf die Debian FAQ (http://www.debian.org/doc/FAQ/) und die Debian Mailinglisten Archive (http://lists.debian.org/) gelegt. Sie bekommen sehr viele Informationen, wenn Sie einige der Mailinglisten bestellen (http://www.debian.org/MailingLists/subscribe). 9.5. Kernel selbst kompilieren ------------------------------ Warum soll man einen neuen Kernel kompilieren? Meistens ist es nicht nötig, da der Standard-Kernel von Debian die meisten Konfigurationen abdeckt. Trotzdem kann es sinnvoll sein, einen neuen Kernel zu kompilieren. Einige Gründe: * Vermeidung von Hardware-Konflikten mit dem Standard-Kernel * Hardware-Unterstützung, die nicht im Standard-Kernel enthalten ist, wie z.B. APM oder SMP. * Die "compact"- und "idepci"-Versionen des Kernel sind ohne Sound-Support. Dies kann durch einen eigenen Kernel behoben werden. * einen optimierten Kernel, da nicht benötigte Hardware-Unterstützung entfernt werden kann. Dadurch wird der Bootvorgang beschleunigt und die Größe des Kerns verringert. Vom Kernel belegter Speicher kann im Betrieb nicht ausgelagert werden. * Unterstützung für Funktionen, die der Standard-Kernel nicht unterstützt (wie zum Beispiel eine Netzwerk-Firewall). * Sie können einen Entwickler-Kernel ausprobieren. * Und: Beeindruckte Freunde, probieren Sie es doch einmal aus! 9.5.1. Kernel-Image Management ------------------------------ Einen neuen Kernel zu kompilieren ist nicht so schwierig, wie es scheint -- es macht sogar Spaß und schadet nicht. Um einen neuen Kernel mit Debian zu kompilieren, brauchen Sie ein paar zusätzliche Pakete: `kernel-package', `kernel-source-2.2.22' (die aktuellste Version, als dies geschrieben wurde), `fakeroot' und ein paar andere (sie sollten alle durch die Abhängigkeiten auch installiert werden -- mehr dazu in `/usr/share/doc/kernel-package/README.gz'). Diese Methode wird ein .deb aus ihren Kernel-Sourcen erstellen und, wenn nötig, auch ein entsprechend .deb mit ihren Modulen. Es ist ein besserer Weg, Kernel-Images zu benutzen. In `/boot' werden Kernel, die System.map und ein Log der aktiven Kernel-Konfiguration gespeichert. Beachten Sie, dass Sie den Kernel nicht so kompilieren müssen, wie wir es hier vorschlagen. Wir finden jedoch, dass es sicherer und einfacher ist, das Paket-Management-System zu verwenden. Sie können die Kernel-Quellen direkt von Linux holen und Sie müssen nicht unbedingt `kernel-source-2.2.22' benutzen, können dabei aber trotzdem das `kernel-package' verwenden, um den Kernel zu kompilieren und verpacken. Eine komplette Beschreibung, wie man das `kernel-package' verwendet, finden Sie unter `/usr/share/doc/kernel-package'. Dieser Abschnitt hier enthält nur eine sehr knappe Einführung. Im folgenden nehmen wir an, dass Ihre Kernel-Sourcen in `/usr/local/src' liegen und Sie die Version 2.2.22 des Kernels haben. Erzeugen Sie als root ein Verzeichnis unter `/usr/local/src' und übereignen Sie diese mittels `chown' ihrem normalen User-Account. Als normaler User wechseln Sie nun in das neu erzeugte Verzeichnis und entpacken Sie die Kernel-Sourcen mit dem Kommando `tar xjf /usr/src/kernel-source-2.2.22.tar.bz2'. Anschließend konfigurieren Sie Ihren Kernel mit `make xconfig', wenn Sie unter X11 arbeiten oder ansonsten mit `make menuconfig' (Sie müssen `ncurses-dev' installiert haben, um menuconfig zu nutzen). Nehmen Sie sich Zeit, die Online-Hilfe zu lesen, und wählen Sie sorgfältig aus. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ist es im allgemeinen besser, einen Geräte-Treiber mehr zu haben als einen zuwenig. Andere Optionen, außer den Hardware-Treibern, sollten Sie auf den Standard-Einstellungen belassen, wenn Sie die Einstellungen nicht verstehen. Vergessen Sie nicht, ``Kernel module loader'' unter ``Loadable module support'' (es ist standardmäßig nicht aktiviert), andernfalls werden Sie auf Probleme mit Ihrem Debian-System stoßen. Säubern Sie die Kernel-Sourcen und setzen Sie die Parameter des `kernel-package' mit `make-kpkg clean' zurück. Kompilieren Sie nun den Kernel mit `fakeroot make-kpkg --revesion=custom.1.0 kernel_image'. Sie können die Versionsnummer ``1.0'' natürlich nach Belieben ändern, sie dient nur dazu, dass Sie Ihre verschiedenen Kernel unterscheiden können. Entsprechend können Sie auch das Wort ``custom'' an Ihre Bedürfnisse anpassen und z.B. durch den Hostnamen ersetzen. Das Kompilieren kann eine ganze Weile dauern, je nachdem, wie schnell Ihr Computer ist. Wenn Sie PCMCIA-Unterstützung benötigen, müssen Sie anschließend das `pcmcia-source'-Paket installieren. Packen Sie die mit `gzip' gepackte `tar' Datei als root ins Verzeichnis `/usr/src' aus (es ist wichtig, dass Module dort liegen, wo sie gesucht werden, nämlich in `/usr/src/modules'). Als root führen Sie dann `make-kpkg modules_image' aus. Wenn die Kompilierung des Kernels abgeschlossen ist, installieren Sie das neu entstandene Paket wie jedes andere. Als root führen Sie dazu `dpkg -i ../kernel-image-2.2.22-_custom.1.0_i386.deb' aus, wobei eine mögliche Unterarchitektur , wie z.B. ``i586'', ist, abhängig davon, wie Sie Ihren Kernel konfiguriert haben. Der obige Befehl installiert nicht nur Ihren blanken Kernel, sondern auch noch ein paar nützliche Dateien. Darunter befindet sich `/boot/System.map-2.2.22'. Es ist nützlich, wenn man Fehlern im Kernel auf die Spur kommen will, und `/boot/config-2.2.22' mit Ihrer aktuellen Kernel-Konfiguration beinhaltet. Ihr neues `kernel-image-2.2.22'-Paket ist auch so intelligent, gleich ihren Boot-Loader zu updaten. Wenn Sie ein Paket mit Modulen erstellt haben, müßen Sie dieses nun auch installieren. Jetzt ist es an der Zeit, den Rechner mit `shutdown -r now' neu zu booten. Weitere Informationen zum `kernel-package' finden Sie in `/usr/doc/kernel-package'. Für mehr Informationen über `kernel-package' lesen Sie die Dokumentation in `/usr/share/doc/kernel-package'. ------------------------------------------------------------------------------- 10. Technische Informationen zu den Bootdisketten ------------------------------------------------- 10.1. Quellcode --------------- Das Paket `boot-floppies' enthält den gesamten Quellcode und die Dokumentation der Installations-Disketten. 10.2. Die Notfalldiskette ------------------------- Die Notfalldiskette hat ein Ext2-Dateisystem (oder ein FAT-Dateisystem, je nach Architektur). Sie sollte von jedem System, das Unterstützung für das Ext2- bzw. FAT-Dateisystem bietet, gelesen werden können. Der Linux-Kernel findet sich in der Datei `linux.bin'. Die Datei `root.bin' ist ein mit `gzip' komprimiertes Image eines 1.4MB großen Minix- oder Ext2-Dateisystems, das in die RAM-Disk geladen und als Root-Dateisystem verwendet wird. 10.3. Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen --------------------------------------------- Sollten Sie den Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen wollen, müssen Sie folgenden Optionen bei der Kompilierung des neuen Kernels auf jeden Fall aktivieren. Wichtig ist, dass die Optionen fest einkompiliert werden, nicht als nachladbare Module: * RAM disk support (`CONFIG_BLK_DEV_RAM') * Initial RAM disk (initrd) support (`CONFIG_BLK_DEV_INITRD') * Kernel support for ELF binaries (`CONFIG_BINFMT_ELF') * Loop device support (`CONFIG_BLK_DEV_LOOP') * Die Dateisysteme FAT, Minix und Ext2 (manche Architekturen brauchen kein FAT- und/oder Minix-Dateisystem; näheres siehe Quellcode) schauen Sie im Source nach Wo soll er genau was nachschauen? Bei Intel x86 ist die Unterstützung für Minix nicht erforderlich, wohl aber für MSDOS und Ext2. * Socket filtering for DHCP (`CONFIG_FILTER') * Packet socket, also for DHCP (`CONFIG_PACKET') * Unix domain sockets for system logging --- ist im Standard-Kernel als Modul vorkonfiguriert (`CONFIG_UNIX') Stellen Sie außerdem sicher, dass der Kernel, den Sie benutzen möchten, _NICHT_ die Option `CONFIG_DEVFS' eingeschaltet hat. `CONFIG_DEVFS' verträgt sich nicht mit dem Installationsprogramm. Laden Sie zunächst einen Satz Diskettenimages herunter: Eine Root- (Dateiname `root.bin') und eine Notfalldiskette (Dateiname `rescue.bin') sowie die zugehörigen Treiberdisketten (Dateiname `driver-?.bin'). Sie sollten wissen, dass die Diskettensätze bf2.4, idepci und compact Kernel mit besonderen Anpassungen enthalten. Ein Grund, die idepci- oder compact-Diskettensätze zu verwenden, ist zum Beispiel, dass sie nur ein oder zwei Treiber-Disketten enthalten und Ihr eigener Kernel wahrscheinlich sogar alle benötigten Treiber fest einkompiliert haben wird. Der Nachteil dabei ist, dass es ein wenig zusätzlichen Aufwand macht, wenn Sie Ihren eigenen Kernel nicht mit den gleichen Anpassungen bauen (siehe make-kpkg im Paket `kernel-package'). Außerdem können einige Fehlermeldungen bezüglich Modulen auftreten. Um einen eigenen Kernel zu kompilieren, empfiehlt es sich, diesen möglichst ähnlich dem zu ersetzenden zu konfigurieren. Am einfachsten ist es, wenn Sie das Quellcode-Paket, aus dem der zu ersetzende Kernel gebaut wurde, zusammen mit der Datei `.config' von der Notfalldiskette (siehe unten) als Ausgangspunkt für den eigenen Kernel nehmen. Mounten Sie die Notfalldiskette - etwa folgendermaßen: mount -t auto -o loop rescue.bin /mnt Davon ausgehend, dass Sie die Diskette unter `/mnt' gemountet haben, kopieren Sie nun Ihren angepassten Kernel nach `/mnt/linux.bin'. Führen Sie als nächstes das Script `rdev.sh' aus, das unter `/mnt' zu finden ist. Dieses Script geht davon aus, dass es den Kernel dort wie beschrieben findet. Wenn Sie es besonders gründlich machen wollen, komprimieren Sie nun noch die System.map Ihres angepassten Kernels als `sys_map.gz' und die Konfiguration als `config.gz' und kopieren Sie diese ebenfalls nach `/mnt'. Jetzt können Sie das Diskettenimage mittels `umount' unmounten und anschließend auf Diskette schreiben. Da Sie die Diskette vermutlich für den Punkt ``Installation von Kernel und Modulen'' verwenden wollen, um den selbstgebauten Kernel auf der Festplatte zu installieren, ist es praktisch, nur eine Diskette zu haben. Sollten Sie einen Diskettensatz mit einem besonders angepassten/gepatchten Kernel verwenden, überprüfen Sie, ob das Modul-Verzeichnis korrekt installiert wurde. Schalten Sie, nachdem Sie den Installationsschritt ``Installation von Kernel und Modulen'' abgeschlossen haben, durch gleichzeitiges drücken der Tasten `Alt' und `F2' auf `tty2'. Drücken Sie dort _Enter_, um eine Eingabeaufforderung zu bekommen. Geben Sie nun den Befehl `ls /target/lib/modules' ein, um zu sehen, wohin die Module installiert wurden. Mittels `uname -r' finden Sie heraus, wie das Modulverzeichnis richtigerweise heissen sollte. Gegebenenfalls führen Sie etwa folgenden Befehl aus, um einen falschen Verzeichnisnamen zu korrigieren: mv /target/lib/modules/* /target/lib/modules/`uname -r` Sie können die Shell jetzt wieder verlassen und mit `Alt-F1' zu `tty1' zurückkehren. Sollten Sie im letzten Schritt etwas falsch gemacht haben, wird ``Laden und Konfigurieren der Treibermodule'' die Module nicht finden. Wahrscheinlich wollen Sie nun auch noch die Datei `modules.tgz' auf den Treiberdisketten ersetzen. Diese Datei enthält einfach ein mit `gzip' komprimiertes tar-Archiv von `/lib/modules/'; erzeugen Sie das Archiv vom Wurzelverzeichnis des Systems aus, um sicherzugehen, dass der komplette Pfad gespeichert wird. 10.4. Vorhandene Module im Voraus laden --------------------------------------- Sollten Sie einen bestimmten Treiber unbedingt benötigen, um z.B. auf die Festplatte oder eine Installationsquelle zugreifen zu können, können Sie auch einen bereits vorhandenen Treiber verwenden, anstatt den kompletten Kernel neu zu kompilieren. Sie können dazu Module von einer Diskette laden, noch bevor die Root-Partition gemountet wird. Um solch eine Diskette zu erzeugen, brauchen Sie folgendes: * einen zweiten Rechner mit Linux, einem Diskettenlaufwerk und einigen der üblichen Tools * alternativ einen Win32-Rechner mit den üblichen Windows-Tools sowie den GNU-Tools `tar' und `gzip' (alternativ reicht auch `Winzip') * eine frisch formatierte Diskette * einen Stift und ein Stück Papier Befolgen Sie nun folgende Schritte, um die Diskette mit den zu ladenden Modulen zu erstellen. Es wird davon ausgegangen, dass Sie an einem Linux-System arbeiten und den bf2.4- oder einen neueren Diskettensatz verwenden: * mounten Sie Ihre Debian-CD-ROM unter `/cdrom' * erzeugen Sie ein temporäres Verzeichnis und wechseln Sie dort hinein (`cd /tmp; mkdir bastel; cd bastel') * Entpacken Sie Kernel und Module des Diskettensatzes, mit dem Sie installieren möchten... su tar -zxvf /cdrom/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/bf2.4/drivers.tgz tar -zxvf modules.tgz less lib/modules/2.4.18-bf2.4/modules.dep * Schauen Sie nun in die Datei `modules.dep', suchen Sie darin das zu ladende Modul und notieren Sie sich seine Abhängigkeiten. Beachten Sie dabei die Reihenfolge, in der die Module aufgeführt sind. Tun Sie ggf. das gleiche mit jeder der Abhängigkeiten. * Kopieren Sie alle benötigten Module in ein eigenes Verzeichnis. * Formatieren Sie die Diskette und erzeugen Sie auf ihr ein MSDOS-Dateisystem (`mformat a:'). * Erstellen Sie auf der Diskette ein Verzeichnis mit dem Namen `boot' und kopieren Sie alle zu ladenden Module in dieses Verzeichnis. * Diese Diskette können Sie nun verwenden, um die Module im Voraus zu laden. Die Notizen, die Sie sich gemacht haben, sollten Sie allerdings noch behalten - sie könnten hilfreich sein, um die Module in der richtigen Reihenfolge zu laden. ------------------------------------------------------------------------------- 11. Anhang ---------- 11.1. Weitere Informationen --------------------------- 11.1.1. Weitere Informationen ----------------------------- Eine wichtige Quelle für Informationen zu Linux ist das Linux Documentation Project (http://www.tldp.org/). Dort werden Sie wichtige HOWTOs und Links zu weiteren sehr wertvollen Informationen über das GNU/Linux System finden. 11.2. Debian GNU/Linux besorgen ------------------------------- 11.2.1. Offizielle Debian GNU/Linux CD-Sets ------------------------------------------- Wenn Sie ein CD-Set zum Installieren eines Debian GNU/Linux Systems von CD kaufen wollen, sollten Sie sich Liste der CD-Distributoren (http://www.debian.org/CD/vendors/) ansehen. Diese Liste ist nach Länden sortiert; Sie sollten also kein Problem haben, einen nahen Distributor zu finden. 11.2.2. Debian GNU/Linux Spiegel -------------------------------- Wenn Sie ausserhalb der USA wohnen und die Debian GNU/Linux Pakete downloaden wollen, können Sie einen der vielen Spiegel auf der ganzen Welt verwenden. Eine Liste der Länder und Spiegel können Sie auf der Webseite der Debian FTP-Spiegel (http://www.debian.org/distrib/ftplist) finden. 11.2.3. Beschreibung der Dateien des Installations-Systems ---------------------------------------------------------- Dieser Abschnitt enthält eine kommentierte Liste der Dateien, die Sie im `disks-i386' Verzeichnis finden. Welche Dateien Sie downloaden sollten hängt davon ab, welche Optionen und Medien Sie für die Installation wählen. Die meisten Dateien sind Disketten-Images: Dateien, die auf die Diskette geschrieben werden und damit die nötige Boot-Floppy ergeben. Diese Images sind abhängig von der Größe des Ziel-Diskette. Zur Zeit sind 1,44 MB die normale Menge an Daten, die auf eine Standard-Diskette passen. 1,2 MB ist die Menge an Daten, die normalerweise auf 5.25 Zoll Disketten paßt, nutzen Sie also bitte die Größe, wenn Sie ein solches Laufwerk verwenden wollen. Die Images für 1,44 Disketten können im `images-1.44' Verzeichnis gefunden werden. Images für 1,2 MB Disketten können im `images-1.20' Verzeichnis gefunden werden. Images für 2,88 MB Disketten, die normalerweise nur zum Booten von CD und ähnlichem verwendet werden, können im `images-2.88' Verzeichnis gefunden werden. Wenn Sie einen Web-Browser auf einem mit dem Netzwerk verbundenen Computer zum Lesen dieses Dokuments verwenden, können Sie die Images vermutlich Downloaden, wenn Sie auf die Links klicken. Abhängig von Ihrem Browser könnte eine spezielle Kombination nötig sein, um ein File im "raw binary mode" vom Server zu laden. Im Netscape müssen Sie zum Beispiel die Shift-Taste gedrückt halten, wenn Sie auf den Link klicken. Dateien können durch die URLs in diesem Dokument erreichen, diese sind im Verzeichnis .../current (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/) zu finden, oder Sie können die Dateien per FTP von ftp://ftp.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/ laden. Sie können auch das entsprechende Verzeichnis auf einem der Debian Spiegel (http://www.debian.org/distrib/ftplist) verwenden. 11.2.3.1. Dateien zum ersten System-Boot ---------------------------------------- 11.2.3.1.1. "Rescue floppy"-Images: ----------------------------------- Dies sind die "Rescue floppy" Disketten-Images. Die rescue floppy wird beim ersten Booten und für Notfälle benutzt, zum Beispiel wenn Ihr System aus irgendeinem Grund nicht startet. Deswegen wird empfohlen, dass Sie dieses Image auf eine Diskette schreiben, auch wenn Sie keine Disketten zur Installation verwenden. * .../current/images-1.20/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/rescue.bin) * .../current/images-1.20/safe/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/safe/rescue.bin) * .../current/images-1.44/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/rescue.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/rescue.bin) * .../current/images-1.44/compact/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/compact/rescue.bin) * .../current/images-1.44/idepci/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/idepci/rescue.bin) * .../current/images-1.44/safe/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/safe/rescue.bin) * .../current/images-2.88/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/rescue.bin) * .../current/images-2.88/bf2.4/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/bf2.4/rescue.bin) * .../current/images-2.88/compact/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/compact/rescue.bin) * .../current/images-2.88/idepci/rescue.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-2.88/idepci/rescue.bin) 11.2.3.1.2. Root Image(s): -------------------------- Diese Datei enthält ein Image des temporären Datei-Systems, das geladen wird wenn Sie von der rescue floppy starten. Es wird bei Installationen von , Festplatte und Disketten-Laufwerk verwendet. * .../current/images-1.20/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/root.bin) * .../current/images-1.44/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/root.bin) * .../current/images-1.44/compact/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/compact/root.bin) * .../current/images-1.44/idepci/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/idepci/root.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/root.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/root.bin) 11.2.3.1.3. Linux von MS-DOS aus booten --------------------------------------- Sie benötigen diesen Boot-Loader, wenn Sie von einer MS-DOS Partition oder CD-ROM installieren. Sehen Sie sich Abschnitt 5.4.1, `Von einer DOS-Partition booten' für mehr Informationen an. * .../current/dosutils/loadlin.exe (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/dosutils/loadlin.exe) 11.2.3.1.4. MS-DOS Batch-Dateien zum Installieren: -------------------------------------------------- Eine Batch-Datei, um die Debian-Installation von MS-DOS aus zu starten. Diese Datei wird für Installationen von Festplatte und CD-ROM verwenden. Sehen Sie sich Abschnitt 5.4.1, `Von einer DOS-Partition booten' für mehr Informationen an. * .../current/install.bat (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/install.bat) * .../current/bf2.4/install.bat (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/bf2.4/install.bat) * .../current/compact/install.bat (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/compact/install.bat) * .../current/idepci/install.bat (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/idepci/install.bat) 11.2.3.1.5. TFTP Boot-Dateien ----------------------------- Dies sind Boot-Images, um über ein Netzwerk zu booten. Sehen Sie sich Abschnitt 4.5, `Dateien für das Booten per TFTP vorbereiten' für mehr Informationen an. Normalerweise enthalten die Images einen Linux Kernel und ein Root-Dateisystem aus der root.bin. * .../current/bf2.4/tftpboot.img (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/bf2.4/tftpboot.img) * .../current/compact/tftpboot.img (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/compact/tftpboot.img) * .../current/idepci/tftpboot.img (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/idepci/tftpboot.img) 11.2.3.2. Linux Kernel-Dateien ------------------------------ Dies ist das Kernel-Image für Installationen auf die Festplatte. Sie benötigen es nicht wenn Sie von Diskette installieren. * .../current/linux.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/linux.bin) * .../current/bf2.4/linux.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/bf2.4/linux.bin) * .../current/compact/linux.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/compact/linux.bin) * .../current/idepci/linux.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/idepci/linux.bin) 11.2.3.3. Treiber-Dateien ------------------------- Diese Dateien enthalten Kernel-Module oder Treiber für alle Arten von Hardware, die zum ersten Booten notwendig sind. Die Treiber zu bekommen, die Sie wollen, geschieht in 2 Schritten: Zuerst identifizieren Sie, welches Treiber-Archiv Sie nutzen wollen, dann identifizieren Sie, welche Treiber Sie benötigen. Die Disketten mit den Treiber-Archiven werden nicht benutzt, bis Sie die Festplatte partitioniert haben und der Kernel installiert wurde. Wenn Sie einen bestimmten Treiber für ihre Sub-Architektur oder zum Erreichen der Festplatte benötigen, wählen Sie einen Kernel, der die entsprechenden Treiber fest einkompiliert hat und übergeben Sie die korrekten Boot-Parameter. Bitte sehen Sie sich Abschnitt 4.2.2, `Das richtige Installations-Set wählen' und Abschnitt 5.1, `Bootparameter-Argumente' für weitere Informationen an. Denken Sie daran, dass ihr Treiber-Archiv zu dem von Ihnen ausgewählten Kernel passen muß. 11.2.3.3.1. Treiber-Archive für Disketten: ------------------------------------------ * .../current/images-1.20/driver-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/driver-1.bin) * .../current/images-1.20/driver-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/driver-2.bin) * .../current/images-1.20/driver-3.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/driver-3.bin) * .../current/images-1.20/driver-4.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/driver-4.bin) * .../current/images-1.20/driver-5.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/driver-5.bin) * .../current/images-1.20/safe/driver-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/safe/driver-1.bin) * .../current/images-1.20/safe/driver-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/safe/driver-2.bin) * .../current/images-1.20/safe/driver-3.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/safe/driver-3.bin) * .../current/images-1.20/safe/driver-4.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/safe/driver-4.bin) * .../current/images-1.20/safe/driver-5.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.20/safe/driver-5.bin) * .../current/images-1.44/driver-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/driver-1.bin) * .../current/images-1.44/driver-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/driver-2.bin) * .../current/images-1.44/driver-3.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/driver-3.bin) * .../current/images-1.44/driver-4.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/driver-4.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/driver-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/driver-1.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/driver-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/driver-2.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/driver-3.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/driver-3.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/driver-4.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/driver-4.bin) * .../current/images-1.44/bf2.4/driver-5.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/bf2.4/driver-5.bin) * .../current/images-1.44/compact/driver-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/compact/driver-1.bin) * .../current/images-1.44/compact/driver-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/compact/driver-2.bin) * .../current/images-1.44/idepci/driver-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/idepci/driver-1.bin) * .../current/images-1.44/safe/driver-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/safe/driver-1.bin) * .../current/images-1.44/safe/driver-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/safe/driver-2.bin) * .../current/images-1.44/safe/driver-3.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/safe/driver-3.bin) * .../current/images-1.44/safe/driver-4.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/images-1.44/safe/driver-4.bin) 11.2.3.3.2. Treiber-Archive --------------------------- Wenn Sie nicht auf Disketten angewiesen sind, wählen Sie eine dieser Dateien. * .../current/drivers.tgz (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/drivers.tgz) * .../current/bf2.4/drivers.tgz (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/bf2.4/drivers.tgz) * .../current/compact/drivers.tgz (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/compact/drivers.tgz) * .../current/idepci/drivers.tgz (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/idepci/drivers.tgz) 11.2.3.4. Dateien für die Installation eines Debian Basis-Systems ----------------------------------------------------------------- Diese Dateien sind nur nötig, wenn Ihr Computer nicht an ein Netzwerk angeschlossen ist oder keine unterstützte Netzwerk-Hardware besitzt. Sie enthalten die Programme, die für ein minimales GNU/Linux Betriebsystem nötig sind. Oft werden diese Dateien vom Installer automatisch über eine funktionierende Netzwerkverbindung übertragen. 11.2.3.4.1. Basis-System Images: -------------------------------- Diese Dateien sind die Basis-Images für Disketten: * .../base-images-current/images-1.2/base-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-1.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-2.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-3.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-3.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-4.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-4.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-5.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-5.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-6.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-6.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-7.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-7.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-8.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-8.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-9.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-9.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-10.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-10.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-11.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-11.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-12.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-12.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-13.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-13.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-14.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-14.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-15.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-15.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-16.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-16.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-17.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-17.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-18.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-18.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-19.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-19.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-20.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-20.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-21.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-21.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-22.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-22.bin) * .../base-images-current/images-1.2/base-23.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.2/base-23.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-1.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-1.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-2.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-2.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-3.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-3.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-4.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-4.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-5.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-5.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-6.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-6.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-7.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-7.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-8.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-8.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-9.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-9.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-10.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-10.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-11.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-11.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-12.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-12.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-13.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-13.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-14.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-14.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-15.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-15.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-16.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-16.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-17.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-17.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-18.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-18.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-19.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-19.bin) * .../base-images-current/images-1.44/base-20.bin (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/images-1.44/base-20.bin) 11.2.3.4.2. Basis-System Images als Tarball: -------------------------------------------- Wenn Sie nicht auf Disketten angewiesen sind, wählen Sie eine dieser Dateien. * .../base-images-current/basedebs.tar (http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/base-images-current/basedebs.tar) 11.2.3.5. Nützliche Programme ----------------------------- Dies ist ein MS-DOS-Programm um Floppy-Images auf eine Diskette zu schreiben. Sie sollten die Dateien nicht kopieren, sondern dieses Programm nutzen, um einen "raw write" durchzuführen. * http://http.us.debian.org/debian/dists/woody/main/disks-i386/current/dosutils/rawrite2.exe 11.3. Geräte unter Linux ------------------------ Unter Linux gibt es verschiedene spezielle Dateien in `/dev'. Diese Dateien werden "device files" genannt. In der Unix-Welt funktioniert der Hardware-Zugriff anders als unter Windows: Es gibt eine spezielle Datei, die in Wahrheit einen Treiber benutzt, der die Hardware ansteuert. Diese "device files" sind also ein Interface zu den Systemkomponenten. Dateien unter `/dev' verhalten sich anders als normale Dateien. Im Folgenden sind einige wichtige "device files" aufgelistet. fd0 Erstes Diskettenlaufwerk fd1 Zweites Diskettenlaufwerk hda IDE-Festplatte / CD-ROM am ersten IDE Port (Master) hdb IDE-Festplatte / CD-ROM am ersten IDE Port (Slave) hdc IDE-Festplatte / CD-ROM am zweiten IDE Port (Master) hdd IDE-Festplatte / CD-ROM am zweiten IDE Port (Slave) hda1 Erste Partition auf der ersten IDE-Festplatte hdd15 Fünfzehnte Partition auf der vierten IDE-Festplatte sda SCSI-Festplatte mit der niedrigstens SCSI ID (0) sdb SCSI-Festplatte mit der nächsthöheren SCSI ID (1) sdc SCSI-Festplatte mit der nächsthöheren SCSI ID (2) sda1 Erste Partition auf der ersten SCSI-Festplatte sdd10 Zehnte Partition auf der vierten SCSI-Festplatte sr0 SCSI-CD-ROM mit der niedrigesten SCSI ID sr1 SCSI CD-ROM mit der nächsthöheren SCSI ID ttyS0 Serielle Schnittstelle 0, COM1 unter MS-DOS ttyS1 Serielle Schnittstelle 1, COM2 unter MS-DOS psaux PS/2 Maus-Anschluß gpmdata Pseudo-Gerät, leitet Daten des gpm (Maus) daemons an den X-Server weiter cdrom Symbolischer Link zum CD-ROM-Laufwerk mouse Symbolischer Link zum "device file" der Maus null Alles hierhin geschickte verschwindet zero Gibt unendlich viele Nullen zurück 11.3.1. Die Maus konfigurieren ------------------------------ Die Maus kann sowohl auf der Linux Konsole (mit gpm) als auch mit dem X-Window-System benutzt werden. Diese beiden Nutzungen können kompatibel gestaltet werden, wenn man den gpm-repeater nutzt um die Signale wie gezeigt zum X-Server zu übertragen: Maus => /dev/psaux => gpm => /dev/gpmdata -> /dev/mouse => X /dev/ttyS0 (repeater) (symlink) /dev/ttyS1 Setzen Sie das Protokoll des Repeaters auf "raw" (in der Datei `/etc/gpm.conf') während Sie das für X eingestellte Protokoll behalten (in `/etc/X11/XF86Config' oder `/etc/X11/XF86Config-4'). Dieser Ansatz, gpm sogar für X zu verwenden, hat Vorteile, wenn die Maus plötzlich ausfällt. Starten Sie einfach gpm mit user@debian:# /etc/init.d/gpm restart neu. Dies macht den Neustart von X überflüssig. Wenn gpm ausgestellt oder aus irgendeinem Grund nicht installiert sein sollte, stellen Sie sicher, dass X direkt vom /dev/psaux-Device liest. Um Details zu erfahren, sollten Sie das 3-Button Maus mini-Howto in `/usr/share/doc/HOWTO/en-txt/mini/3-Button-Mouse.gz', `man gpm', `/usr/share/doc/gpm/FAQ.gz' und README.mouse (http://www.xfree86.org/current/mouse.html) lesen. 11.4. Benötigter Plattenplatz für Tasks --------------------------------------- Die normale Basis-Installation von Woody benötigte 117 MB auf dem Computer des Autors. Die Installations-Größe aller Standard-Pakete war 123 MB, mit einer Download-Größe von 38 MB. Insgesamt wurden also 278 MB für alle Basis- und Standard-Pakete benötigt. Die folgende Tabelle listet die Größen der verschieden Tasks in tasksel auf, basierend auf den Werten aus aptitude. Das System, auf dem diese Werte ermittelt wurden hatte alle Standard-Pakete installiert. Beachten Sie, dass einige Tasks überlappende Bestandteile haben, die Gesamtgröße ist also geringer als die Summe aller Teile. Task Installierte Download- Benötigter Größe (MB) größe (MB) Platzbedarf (MB) desktop environment 345 118 463 X window system 78 36 114 games 49 14 63 Debian Jr. 340 124 464 dialup system 28 8 36 laptop system 3 1 4 scientific applications 110 30 140 C and C++ 32 15 47 Python 103 30 133 Tcl/Tk 37 11 48 fortran 10 4 14 file server 1 - 1 mail server 4 3 7 usenet news server 6 2 8 print server 48 18 66 conventional unix server 55 19 74 web server 4 1 5 TeX/LaTeX environment 171 64 235 simplified Chinese environment 80 29 109 traditional Chinese environment 166 68 234 Cyrillic environment 29 13 42 French environment 60 18 78 German environment 31 9 40 Japanese environment 110 53 163 Korean environment 178 72 250 Polish environment 58 27 85 Russian environment 12 6 18 Spanish environment 15 4 19 11.5. Efffekte von Verbose und Quiet ------------------------------------ Dies sind die Effekte des `verbose' Boot-Arguments für Woody: * Erlaubt die Wahl eines alternativen Installations-Mediums bei der LiveCD * Beim Mounten wird immer nach dem Mountpoint gefragt * Warnt, dass ältere Kernel keine neuere Dateisysteme unterstützen * Warnt, dass pre-2.4.1 Kernel kein ReiserFS 3.6 unterstützen * Fragt nach dem Pfad aller Installations-Dateien Dies sind die Effekte des `quiet' Boot-Arguments für Woody: * Unterdrückt Nachfrage vor dem Schreiben des aboot Boot-Loaders * Unterdrückt Nachfrage vor dem Überschreiben des MBRs * Unterdrückt 'Import Information about installed MBR' * Keine Bitte um das Installieren weiterer Module von Diskette * Kein Hinweis darauf, dass s390 keinen 'reboot' unterstützt * Unterdrückt Nachfrage, ob ein gefundes Interface PCMCIA ist * Unterdrückt Nachricht über eine erfolgreiche DHCP-Konfiguration * Unterdrückt lange Nachricht über LILO und große Festplatten * Unterdrückt lange Nachricht über PALO und große Festplatten * Unterdrückt Notiz über SGI disk label von Dvhtool * Redet nicht darüber, wieviel Plattenplatz ReiserFS benötigt * Erklärt nicht, was Apple_Bootstrap ist * Mountet ohne Nachfrage die erste initialisierte Partition als `/' * Bietet keinen Scan nach "bad blocks" an * Fragt nicht, bevor es XFS, ext2/3, ReiserFS oder swap initialisiert * Versucht nicht, von den Vorteilen einer swap-Partition zu überzeugen * Gibt keinen Vortrag vor dem Rebooten des Systems ------------------------------------------------------------------------------- 12. Organisatorisches --------------------- 12.1. Über dieses Dokument -------------------------- Dieses Dokument ist in SGML geschrieben und verwendet die ``DebianDoc'' DTD. Die Ausgabeformate werden von Programmen des `debiandoc-sgml' Pakets erzeugt. Um die Wartbarkeit des Dokuments zu erhöhen, verwenden wir einige SGML Features, wie Entities und markierte Sektionen. Verglichen mit Programmiersprachen sind das Variablen und Bedingungen. Der SGML Quelltext enthält Informationen zu den verschiedenen Architekturen. Dafür werden markierte Sektionen verwendet, um den Text, der nur für eine spezielle Architektur gilt, zu isolieren. 12.2. Ergänzungen zu diesem Text -------------------------------- Wenn Sie Probleme oder Vorschläge zu diesem Text haben, sollten Sie das als Fehler im Paket `install-doc' berichten, um einen Fehler zu berichten können Sie entweder `bug' oder `reportbug' verwenden, oder die im Internet verfügbare Online Dokumentation des Debian Bug Tracking System (http://bugs.debian.org/) lesen. Es wäre dienlich, wenn Sie sich vor dem Bericht eines Fehlers die offenen Bugs gegen install-doc (http://bugs.debian.org/install-doc) anschauen würden. Sie sehen dann, ob Ihr Problem nicht schon berichtet wurde. Wenn Sie nützliche Informationen zu einem schon berichteten Fehler beisteuern können, so mailen Sie an , wobei die Nummer des bereits berichteten Bugs ist. Derzeit ist es besser, wenn Sie sich eine Kopie des SGML Quelltextes holen und dann Patches auf dessen Basis produzieren. Der SGML Quelltext kann im `boot-floppies' Paket gefunden werden. Die neueste Version kann in der Entwicklungsversion von Debian (ftp://ftp.debian.org/debian/dists/unstable/) gefunden werden. Sie können den Quelltext auch online über das CVSweb anschauen (http://cvs.debian.org/boot-floppies/). Instruktionen, wie man den Quelltext aus dem CVS holt, findet man in der README-CVS Datei (http://cvs.debian.org/cgi-bin/viewcvs.cgi/~checkout~/boot-floppies/README-CVS?tag=HEAD%26content-type=text/plain). Bitte kontaktieren Sie die Autoren des Dokuments _nicht_ direkt. Es gibt eine Diskussionsliste zu den `boot-floppies', die auch Diskussionen über diese Anleitung beinhalten. Die Mailingliste heißt . Instruktionen, wie man sich auf diese Liste einschreiben kann, findet man auf der Debian Mailing List Subscription (http://www.debian.org/MailingLists/subscribe) Seite. Ein Online Archiv der Liste gibt auf den Debian Mailing List Archiv Seiten (http://lists.debian.org/). 12.3. Mitwirkende ----------------- Viele, sehr viele Debian Benutzer und Entwickler haben zu diesem Dokument beigetragen, speziell wird Michael Schmitz (m68k Unterstützung), Frank Neumann (Originalautor von Debian Installation Instructions for Amiga (http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~amigo/debian_inst.html)), Arto Astala, Eric Delaunay/Ben Collins (SPARC information), Tapio Lehtonen und Stéphane Bortzmeyer für Editierungen und Texte. Sehr hilfreich waren die Texte und Informationen von Jim Minthas HOWTO über das Booten über das Netzwerk (keine URL verfügbar), die Debian FAQ (http://www.debian.org/doc/FAQ/), die Linux/m68k FAQ (http://www.linux-m68k.org/faq/faq.html), die Linux for SPARC Processors FAQ (http://www.ultralinux.org/faq.html), die Linux/Alpha FAQ (http://linux.iol.unh.edu/linux/alpha/faq/) und viele andere. Die Arbeit und Zeit, die diese Leute in die frei verfügbare und gute Dokumentation investiert haben, muss anerkannt werden. 12.4. Warenzeichen ------------------ Alle Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Warenzeicheninhaber. ------------------------------------------------------------------------------- Debian GNU/Linux 3.0 installation; Für Intel x86 Bruce Perens Sven Rudolph Igor Grobman James Treacy Adam Di Carlo Christian Leutloff Alexander Harderer Philipp Frauenfelder Martin Schulze version 3.0.24, 18. Dec. 2002