Das Paket boot-floppies enthält den gesamten Quellcode und die
Dokumentation der Installations-Disketten.
Die Notfalldiskette hat ein Ext2-Dateisystem (oder ein FAT-Dateisystem, je nach
Architektur). Sie sollte von jedem System, das Unterstützung für das Ext2-
bzw. FAT-Dateisystem bietet, gelesen werden können. Der Linux-Kernel findet
sich in der Datei linux.bin. Die Datei root.bin ist
ein mit gzip komprimiertes Image eines 1.4MB großen Minix- oder
Ext2-Dateisystems, das in die RAM-Disk geladen und als Root-Dateisystem
verwendet wird.
Sollten Sie den Kernel auf der Notfalldiskette ersetzen wollen, müssen Sie folgenden Optionen bei der Kompilierung des neuen Kernels auf jeden Fall aktivieren. Wichtig ist, dass die Optionen fest einkompiliert werden, nicht als nachladbare Module:
Wo soll er genau was nachschauen? Bei PowerPC ist die Unterstützung für Minix nicht erforderlich, wohl aber für HFS und Ext2.
Stellen Sie außerdem sicher, dass der Kernel, den Sie benutzen möchten, NICHT die Option CONFIG_DEVFS eingeschaltet hat. CONFIG_DEVFS verträgt sich nicht mit dem Installationsprogramm.
Laden Sie zunächst einen Satz von Bootdisketten-Images herunter: Eine Root-
(Dateiname root.bin) und eine Notfalldiskette (Dateiname
rescue.bin) sowie die zugehörigen Treiberdisketten (Dateiname
driver-?.bin). Zusätzlich müssen Sie das Paket
hfsutils installiert haben.
Nach dem Kompilieren sollte der neue Kernel in einer Datei Namens
vmlinux o.ä. zu finden sein. Komprimieren Sie diese mit dem
Befehl gzip -9.
Aktualisieren Sie das Diskettenimage boot-floppy-hfs.img, mit dem
das System gestartet wird.
hmount boot-floppy-hfs.img
hcopy -r vmlinux.gz :zImage
humount
Aktualisieren Sie die Notfalldiskette, da die Installationsroutine ihre Dateien dorther bekommt. Mounten Sie dazu das Image der Notfalldiskette etwa folgendermaßen:
mount -t auto -o loop rescue.bin /mnt
Davon ausgehend, dass Sie das Image unter /mnt gemountet haben,
kopieren Sie nun Ihren eigenen Kernel nach /mnt/linux.bin.gz.
Wenn Sie es besonders gründlich machen wollen, komprimieren Sie nun noch die
System.map Ihres angepassten Kernels als sys_map.gz und die
Konfiguration als config.gz und kopieren Sie diese ebenfalls nach
/mnt.
Jetzt können Sie das Diskettenimage mit Hilfe von umount unmounten und auf Diskette schreiben. Die Diskette wollen Sie vermutlich für den Punkt ``Installation von Kernel und Modulen'' verwenden, um den selbstgebauten Kernel auf der Festplatte zu installieren, ist es praktisch, nur eine Diskette zu haben.
Wahrscheinlich wollen Sie nun auch noch die Datei modules.tgz auf
den Treiberdisketten ersetzen. Diese Datei enthält einfach ein mit
gzip komprimiertes tar-Archiv von
/lib/modules/kernel-version; erzeugen Sie das Archiv
vom Wurzelverzeichnis des Systems aus, um sicherzugehen, dass der komplette
Pfad gespeichert wird.
Debian GNU/Linux 3.0 installation; Für PowerPC
version 3.0.24, 18. Dec. 2002