Mehrere sicherheitsrelevante Probleme wurden im Linux-Kernel 2.4.17 behoben, der für die S/390-Architektur verwendet wird, größtenteils durch das Zurückportieren von Behebungen aus 2.4.18 und das Einarbeiten von kürzlichen Sicherheitsreperaturen. Die Änderungen sind unterhalb mit der Kennzeichnung des »Common Vulnerabilities and Exposures (CVE)«-Projekts aufgeführt:
Die iBCS-Routinen in arch/i386/kernel/traps.c des Linux-Kernels 2.4.18 und früher auf x86-Systemen erlaubt es lokalen Benutzern, willkürliche Prozesse durch ein Interface für Binär-Kompatibilität (lcall) zu beenden.
Mehrere Ethernet-Netzwerkkarten(NIC)-Treiber füllen Frames nicht mit Null-Bytes auf, was es entfernten Angreifern erlaubt, durch ein missgebildetes Paket Informationen aus früheren Paketen oder dem Kernel-Speicher zu erhalten, wie von Etherleak demonstriert wurde.
Die Route-Cache-Implementierung in Linux 2.4 und dem Netfilter IP-Conntrack-Modul erlaubt es entfernten Angreifern, ein Denial of Service (CPU-Verbrauch) durch Pakete mit gefälschten Quelladressen zu verursachen, die eine große Anzahl von Hash-Tabellen-Kollisionen verursachen, die mit der PREROUTING-Kette zusammenhängen.
Der ioperm-Systemaufruf im Linux-Kernel 2.4.20 und früher beschränkt Berechtigungen nicht ordnungsgemäß, was es einem lokalen Benutzer erlaubt, Lese- oder Schreib-Zugriff auf bestimmte I/O-Ports zu erhalten.
Eine Verwundbarkeit im TTY-Layer des Linux-Kernels 2.4 erlaubt es Angreifern, ein Denial of Service (»Kernel-Oops«) zu verursachen.
Der mxcsr-Code im Linux-Kernel 2.4 erlaubt es Angreifern, CPU-Status-Register durch missgebildete Adressen zu ändern.
Die TCP/IP-Fragment-Zusammensetzungsbehandlung im Linux-Kernel 2.4 erlaubt es entfernten Angreifern, ein Denial of Service (CPU-Verbrauch) durch bestimmte Pakete zu verursachen, die eine große Anzahl von Hash-Tabellen-Kollisionen verursachen.
Ein Integer-Überlauf im brk()-Systemaufruf (do_brk()-Funktion) für Linux erlaubt es einem lokalen Angreifer, root-Berechtigungen zu erlangen. Wurde Upstream in Linux 2.4.23 behoben.
Paul Starzetz entdeckte eine Schwäche in der Bereichsprüfung in mremap() im Linux-Kernel (vorhanden in den Versionen 2.4.x und 2.6.x), die es einem lokalen Angreifer erlauben könnte, root-Berechtigungen zu erlangen. Version 2.2 ist nicht von diesem Fehler betroffen. Wurde Upstream in Linux 2.4.24 behoben.
Paul Starzetz und Wojciech Purczynski von isec.pl entdeckten eine kritische Sicherheitsverwundbarkeit im Speicherverwaltungs-Code von Linux innerhalb des mremap(2)-Systemaufrufes. Wegen eines fehlenden Prüfung des Funktions-Rückgabewertes von internen Funktionen könnte ein lokaler Angreifer root-Berechtigungen erlangen. Wurde Upstream in Linux 2.4.25 und 2.6.3 behoben.
Für die stable Distribution (Woody) wurden diese Probleme in Version 2.4.17-2.woody.3 des s390-Images und in Version 0.0.20020816-0.woody.2 des Patch-Pakets behoben.
Für die unstable Distribution (Sid) werden diese Probleme bald behoben sein.
Wir empfehlen Ihnen, Ihre Linux-Kernel-Pakete unverzüglich zu aktualisieren.
Verwundbarkeitsmatrix für CAN-2004-0077.
MD5-Prüfsummen der aufgeführten Dateien stehen in der ursprünglichen Sicherheitsankündigung zur Verfügung.