Im Linux-Kernel wurden mehrere lokale Verwundbarkeiten entdeckt, die zu einer
Diensteverweigerung (Denial of service
) oder der Ausführung
beliebigen Codes führen können. Das Common Vulnerabilities and Exposures
project
identifiziert die folgenden Probleme:
Bart Oldeman berichtete über ein Diensteverweigerungs- (DoS-)Problem im
VFAT-Dateisystem, das es lokalen Benutzern erlaubt, Kernelstrukturen
zu beschädigen und damit einen Systemabsturz hervorzurufen. Dies ist
nur für Systeme ein Problem, die die VFAT compat
ioctl
-Schnittstelle verwenden, wie dies bei Systeme der Fall ist,
die die amd64
-Variation des Kernels betreiben.
Takashi Iwai stellte eine Korrektur für ein Speicherleck im Modul
snd_page_alloc
bereit. Lokale Benutzer könnten dieses Problem
ausnützen, um vertrauenswürdige Informationen aus dem Kernel zu
gewinnen.
ADLAB entdeckte einen möglichen Speicherüberlauf im ISDN-Subsystem, der es lokalen Benutzern erlauben könnte, Kernelspeicher zu überschreiben, indem er Ioctls mit nichtterminierten Daten erstellt.
Bill Roman von Datalight bemerkte einen Programmierfehler im Linux-VFS-Subsystem, der unter bestimmten Bedingungen es lokalen Benutzern erlaubt, Verzeichnisse zu entfernen, für deren Entfernung sie keine Rechte haben sollten.
Diese Probleme wurden in der Stable-Distribution in Version 2.6.18.dfsg.1-17etch1 behoben.
Wir empfehlen, dass Sie Ihr Kernel-Paket sofort aktualisieren und die Maschine neu starten. Falls Sie einen angepassten Kernel aus dem Kernelquellpaket gebaut haben, müssen Sie diesen erneut bauen, um von diesen Korrekturen zu profitieren.
MD5-Prüfsummen der aufgeführten Dateien stehen in der ursprünglichen Sicherheitsankündigung zur Verfügung.