Im Linux-Kernel wurden mehrere lokale Verwundbarkeiten entdeckt, die
zur Diensteverweigerung (Denial of Service) oder
zur Ausführung beliebigen Codes führen können. Das Common Vulnerabilities
and Exposures
-Projekt identifiziert die folgenden Probleme:
Cyrill Gorcunov berichtete eine NULL-Zeiger-Dereferenz, die nur die CHRP-PowerPC-Plattform betrifft. Lokale Benutzer könnten dieses Problem ausnutzen, um eine Diensteverweigerung zu erreichen.
Nick Piggin von SuSE entdeckte eine Reihe von Problemen in Subsystemen,
die einen fault handler
für memory mapped
-Bereiche
registrieren. Dieses Problem kann von lokalen Benutzern ausgenutzt
werden, um eine Diensteverweigerung und möglicherweise die Ausführung
beliebigen Codes zu erreichen.
David Peer entdeckte, dass Benutzer den von Administratoren vorgegebenen CPU-Zeitbeschränkungen (RLIMIT_CPU) durch Setzen eines Limits von 0 entkommen könnten.
Alexander Viro entdeckte einen Race-Condition im Subsystem directory
notification
, die es lokalen Benutzern erlaubt, eine
Diensteverweigerung (Oops) zu erreichen und möglicherweise zu einer
Privilegieneskalation führen kann.
Für die stabile Distribution (Etch) wurden diese Problem in Version 2.6.18.dfsg.1-18etch3 behoben.
Die Distributionen Unstable (Sid) und Testing werden bald korrigiert.
Wir empfehlen, dass Sie Ihre linux-2.6-, fai-kernels- und user-mode-linux-Pakete aktualisieren.
MD5-Prüfsummen der aufgeführten Dateien stehen in der ursprünglichen Sicherheitsankündigung zur Verfügung.