In GNUTLS, einer Implementierung der SSL/TLS-Protokoll-Suite, wurden mehrere aus der Ferne ausnutzbaren Verwundbarkeiten gefunden.
HINWEIS: Das Paket libgnutls13, das die GNUTLS-Bibliothek zur Verfügung
stellt, enthält keine Logik, um alle möglicherweise betroffenen Dienste
neu zu starten. Sie müssen die betroffenen Dienste, hauptsächlich Exim,
mittels /etc/init.d/exim4 restart
, neu starten, nachdem Sie die
Aktualisierung eingespielt haben, damit die Änderungen komplett effektiv
werden. Alternativ können Sie das System neu starten.
Das Common Vulnerabilities and Exposures
-Projekt identifiziert die
folgenden Probleme:
Ein pre-authentifizierungs-Pufferüberlauf, bei dem übergroße Sitzungswiederherstellungsdaten betroffen sind, könnte zur Ausführung beliebigen Codes führen.
Wiederholte Begrüßungen von Clients könnte aufgrund einer Nullzeigerdereferenzierung zu eine pre-Authentifizierungs-Diensteverweigerungsbedingung führen.
Dekodier-Chiffre-Auffüllung mit einer ungültigen Datensatzlänge könnte dazu führen, dass GNUTLS Speicher hinter dem Ende des erhaltenen Datensatzes liest was zu einer pre-Authentifizierungs-Diensteverweigerungsbedingung führt.
Für die stabile Distribution (Etch) wurden diese Probleme in Version 1.4.4-3+etch1 behoben. (Pakete für die Arm-Architektur sind derzeit nicht verfügbar und werden später veröffentlicht.)
Für die instabile Distribution (Sid) werden diese Probleme in Kürze behoben.
Wir empfehlen, dass Sie Ihre GNUTLS-Pakete aktualisieren.
MD5-Prüfsummen der aufgeführten Dateien stehen in der ursprünglichen Sicherheitsankündigung zur Verfügung.