Mehrere Verwundbarkeiten, die zu einer Diensteverweigerung (denial
of service
) oder zur Freigabe sensibler Daten führen können, wurden
im Linux-Kernel entdeckt. Das Common Vulnerabilities and Exposures
-Projekt
identifiziert die folgenden Probleme:
Tobias Klein berichtete von einer lokal auszunutzbaren undichten Stelle in der Funktion snd_seq_oss_synth_make_info(). Dadurch kann es lokalen Benutzern ermöglicht werden, Zugang zu sensiblen Daten zu erlangen.
Zoltan Sogor entdeckte einen Kodierfehler im VFS, der es lokalen Benutzern ermöglicht, eine undichte Stelle im Kernelspeicher auszunutzen, um eine Diensteverweigerung auszulösen.
Eugene Teo berichtete von einem Integer-Überlauf im DCCP-Subsystem, der es entfernten Angreifern erlauben könnte, eine Diensteverweigerung in Form einer Kernelpanik auszulösen.
Eugene Teo berichtete von einer fehlenden Speicherbereichsprüfung im SCTP-Subsystem. Indem sie einen Integer-Überlauf im SCTP_AUTH_KEY-Handling-Code ausnutzen, könnten entfernte Angreifer in der Lage sein, eine Diensteverweigerung in Form einer Kernelpanik auszulösen.
Kel Modderman berichtete von einer Schwäche im tmpfs-Dateisystem, die es lokalen Benutzern ermöglicht, ein System zum Absturz zu bringen, indem sie einen Kernel-BUG()-Assert auslösen.
Alexey Dobriyan entdeckte einen Off-By-One-Fehler in der Funktion iov_iter_advance, der von lokalen Benutzern ausgenutzt werden könnte, um ein System zum Absturz zu bringen (Diensteverweigerung).
Vlad Yasevich berichtete von mehreren NULL-Zeiger-Referenzproblemen im SCTP-Subsystem, die durch die Eingabe von Pfaden zu den sctp-auth-Modulen ausgelöst werden können, wenn das AUTH-Feature inaktiv ist. Dadurch könnte es Angreifern ermöglicht werden, eine Diensteverweigerung über eine Systempanik auszulösen.
Johann Dahm und David Richter berichteten von einer Schwachstelle im nfsd-Subsystem, die es entfernten Angreifern ermöglichen könnte, über einen Pufferüberlauf eine Diensteverweigerung auszulösen.
Für die Stable-Distribution (Etch) wurden diese Probleme in Version 2.6.24-6~etchnhalf.5 behoben.
Wir empfehlen Ihnen, Ihre linux-2.6.24-Pakete zu aktualisieren.
MD5-Prüfsummen der aufgeführten Dateien stehen in der ursprünglichen Sicherheitsankündigung zur Verfügung.