Practical Linux 2003 – Bericht

Exp $

Practical Linux, Gießen

Dieses Jahre habe ich einen Vortrag über die Installation von Debian GNU/Linux gehalten. Normalerweise lösche ich alle Partitionen auf meinem Notebook und lasse eine Installation in Echtzeit laufen, nachdem ich ein bisschen über Vorurteile und Vorteile von Debian erzählt habe. Da ich keine Gelegenheit gehabt hatte, meine Daten zu sichern (ich hatte mehrere Systemabstürze in der Woche vorher), habe ich in den sauren Apfel gebissen und Debian stattdessen in Vmware installiert. Obwohl die Textausgabe recht langsam war funktionierte es sehr gut.

Nachdem ich meinen Vortrag beendet hatte ging ich in den Workshop-Raum, wo ich einen Workshop über verschiedene apt-Werkzeuge leiten sollte. Da ich die vorbereiteten Folien und Beispiele verloren hatte, entschied ich mich, es stattdessen wie eine BOF-Sitzung zu organisieren. Ich hatte alle Teilnehmer per E-Mail gefragt, was sie wüssten, wissen wollte und erwarteten, und kam zum Schluss, dass sie die meisten Fragen selbst beantworten könnten.

Was ich nicht berücksichtigt hatte war der Workshop-Raum. Kommunikation war auch sehr schwierig, da es dort sehr laut war. Keine Entschuldigung: Ich habe dort keine gute Arbeit geleistet. Ich erstellte später ein Skript und schickte es den Teilnehmern. Obwohl es nicht sehr gut lief verwendeten wir den Raum für mehr als zweieinhalb Stunden und niemand versuchte, uns aus dem Raum zu entfernen, daher verwendeten wir auch die Mittagspause (wen ich sage wir meine ich die ersten drei Reihen und mich).

So viel dazu, ich kehrte zum Debian-Stand zurück, räumte ein bisschen auf. Der andere Freiwillige brachte einige Poster, die ich mitgebracht hatte, an der Wand an, stellte sein Notebook auf und begann zu quatschen – im IRC, nicht mit Besuchern. Dann begannen wir, die Fragen der Besucher zu beantworten.

Wenn ich mich recht erinnere, erzählte mir das Organisations-Team, dass sie rund 500 Besucher gezählt hätten. Der Debian-Stand war sehr überfüllt, aber ich muss gestehen, dass es lediglich der Menschenauflauf vom nahe-gelegenen Knoppix-Stand war, der vor unserem Stand stand. Klaus Knopper persönlich fand den Weg nach Gießen und signierte CDs (und beantwortete natürlich auch Fragen).

Nichtsdestotrotz hat sich die Reise nach Gießen gelohnt, insbesondere als ich sah, was Klaus Knopper in der Tombola gewonnen hatte: Eine SuSE 9-Professional Kiste :-)

Nach 16:00 Uhr leerte sich die Ausstellungshalle sehr schnell. Vielleicht geschah dies, weil zu dieser Zeit Star Trek in Deutschland gezeigt wurde und die Geeks zu ihren Fernsehgeräten eilten. Ich weiß es nicht.

Alexander Schmehl