LinuxInfoTag Dresden 2003 -- Report

Obwohl es das erste Mal war, dass die LUG Dresden diese Veranstaltung organisierte, leisteten sie sehr gute Arbeit! Sie hatten einige gute Vorträge – darunter Vorträge über Shell-Werkzeuge, Knoppix-Remastering und 64-Bit-Programmierung – und Workshops (darunter einen über LaTeX). Sie organisierten sogar ein kleines Grillen und boten Knabberartikel an.

Sie führten auch eine sehr gute Werbung durch. Ich schätze, dass mehr als 650 Leute diese Veranstaltung besucht haben, und die meisten kamen mindestens einmal zu unserem Stand. Ich nahm eine Kiste mit rund 125 CDs mit, die wir am LinuxTag verteilten und rund 100 Flugblätter. Zusätzlich hatte ich einige Debian-Pins und -Aufkleber von Credativ.

Nun, die Pins sind uns ausgegangen bevor der erste Besucher kam. Es gibt viele Debian-Fans im Organisations-Team und an den Ständen anderer Projekte. Die CDs waren uns Mittags ausgegangen und wir hatten um 16:00 Uhr kein einziges Flugblatt mehr übrig: Zwei Stunden, bevor diese Veranstaltung schloss.

Ich glaube die Besucher waren ein bisschen anders als die bei anderen Veranstaltungen. Normalerweise kennen viele Besucher Debian recht gut und haben irgendein Problem, während der Rest GNU/Linux kennt und gerne wissen möchte, was Debian sei. Diesmal gab es viele Leute, die noch nicht mal wussten, was GNU/Linux ist (und daher auch noch nie von Debian gehört hatten). Daher mussten wir recht oft erklären, was GNU/Linux und Freie Software im Allgemeinen und Debian im Speziellen ist, und ... nun ... was gelesen werden sollte (nur in Deutsch, ich glaube, es ist ähnlich zu Learning Debian GNU/Linux), um mit diesem unbekannten Linux-Ding anzufangen.

Ich denke die Erklärung hierfür ist, dass sie den LinuxInfoTag sehr gut an der örtlichen Universität bewarben – ich hörte, dass in jeder Vorlesung die Studenten mindestens einmal eingeladen wurden.

Es gab sogar einen Studenten, der Probleme bei der Installation von Debian auf seinem Computer, der eine Art von Onboard-RAID hatte, hatte. Wir schafften dies schließlich zu erledigen, als er seinen Computer brachte und wir ein bisschen mit Google suchten.

Manchmal bekamen wir Probleme beim Zeigen von Dingen auf meinem Notebook (der unter eine Sarge/Sid-Mischung läuft), da ich komplett vergaß, dass ich eine Woody-Chroot-Umgebung vorbereitet hatte.

Natürlich hatten wir nach der Veranstaltung eine gute Zeit in einer Studenten-Kneipe und am nächsten Morgen hatten wir auch eine geführte Tour durch Dresden. Insgesamt war es eine sehr nette Veranstaltung und ich freue mich, nächstes Jahr auch wieder dort hin zu fahren.

Schließlich möchte ich noch Erik Schanze danken, der sich bereit erklärt hatte, den Debian-Stand in Dresden zu bemannen. Er leistete gute Arbeit, brachte seinen Computer sowie andere gute Anlagen (darunter Frühstück und Termoskannen mit Kaffee).

Alexander Schmehl