Kapitel 1. Überblick

Das Debian-Paket für package-1.0.tar.gz, das eine einzige, einfache C-Quelle enthält, die GNU-Programmier-Standard and FHS folgt, kann mit dem Befehl debmake wie folgt erstellt werden:

 $ tar -xvzf package-1.0.tar.gz
 $ cd package-1.0
 $ debmake
   ... Make manual adjustments of generated configuration files
 $ debuild

Falls die manuellen Anpassungen der erstellten Konfigurationsdateien übersprungen werden, fehlt dem erstellten Binärpaket eine sinnvolle Paketbeschreibung. Es funktioniert aber dennoch unter dem Befehl dpkg gut für Ihren lokalen Einsatz.

[Achtung] Achtung

Der Befehl debmake stellt nur gute Vorlagendateien bereit. Diese Vorlagendateien müssen durch manuelle Anpassungen perfektioniert werden, um den strengen Qualitätsanforderungen des Debian-Archivs zu genügen, falls das Paket für die allgemeine Verwendung gedacht ist.

Falls Sie beim Debian-Paketieren neu sind, machen Sie sich keine Kopf über die Details und erkennen Sie nur das große Ganze.

Falls Sie schon Berührungen mit der Debian-Paketierung hatten, sieht dies dem Befehl dh_make sehr ähnlich. Dies kommt daher, dass der Befehl debmake dazu gedacht ist, die historisch von dem Befehl dh_make angebotenen Funktionen zu ersetzen. [3]

Der Befehl debmake wurde mit den folgenden Funktionalitäten gestaltet:

Der Befehl debmake delegiert den größten Teil der eigentlichen Arbeit an seine Backend-Pakete: debhelper, dpkg-dev, devscripts, pbuilder usw.

[Tipp] Tipp

Stellen Sie sicher, dass die Argumente -b, -f, -l und -w durch Maskieren vor dem Einfluss der Shell geschützt sind.

[Tipp] Tipp

Das nicht-native Debian-Paket ist das normale Debian-Paket.

[Tipp] Tipp

Das detaillierte Protokoll aller Paketbaubeispiele in diesem Dokument kann durch Folgen der Anweisungen in Abschnitt 8.14, „Details“ erhalten werden.

[Anmerkung] Anmerkung

Die Erstellung der Datei debian/copyright und die Ausgabe der Optionen -c (Abschnitt 6.3, „debmake -cc“) und -k (Abschnitt 6.4, „debmake -k“) beinhalten heuristische Aktionen bezüglich der Copyright- und Lizenzinformationen. Sie können fehlerhafte Ausgaben erstellen.



[3] Der Befehl deb-make war vor dem Befehl dh_make beliebt. Das aktuelle Paket debmake beginnt seine Version bei 4.0, um Überlappungen mit dem veralteten Paket debmake, das den Befehl deb-make bereitstellte, zu vermeiden.