Die DebConf11 endet als ein weiterer Erfolg des Debian-Projekts

30. Juli 2011

Heute endete die seit der vorherigen Woche in Banja Luka in der Serbischen Republik von Bosnien und Herzegowina abgehaltene jährliche Debian-Konferenz. Sie war ein großer Erfolg für das Debian-Projekt.

DebConf ist eine wesentliche Veranstaltung für Debian, sowohl als Distribution Freier Software wie auch als Projekt. Für die Distribution bietet die DebConf eine Zeit mit hoher Bandbreite, welche die freiwilligen Helfer nutzten, um beim Hacken ihre soziale Ader zu pflegen. Für das Projekt bedeutet die DebConf lang anhaltenden Enthusiasmus und eine Gelegenheit, den Groll zu beseitigen, der sich während der Kommunikation via Internet aufbauen kann Stefano Zacchiroli, Debians Projektleiter, erklärt die Wichtigkeit der Konferenz: Die DebConf11 in Banja Luka war großartig für beide Seiten und hat vielen von uns eine Kultur und einen Teil der Welt gezeigt, den wir noch nicht gekannt haben. Wir kommen zurück!

Der DebConf ging das DebCamp voran, eine Möglichkeit für Untersützer, Entwickler und Teams, sich zu treffen, an bestimmten Themen zu arbeiten und von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren. Beispielsweise traf sich das Entwicklerteam des Debian-Installationssystems und integrierte (neben weiteren Änderungen) den kürzlich veröffentlichten Linux-Kernel 3.0, verbesserte die Portierungen auf kFreeBSD- und Hurd-Architekturen, behob Probleme bei der Verwendung von Braillezeilen und startete die ersten Integrationsschritte des CUT/rolling-Releases.

Andere während des DebCamps entstandene Verbesserungen umfassen die Entwicklung von RSS-Feeds zum aktuellen Inhalt des FTP-Archivs, was die Entwicklung von diesbezüglichen Diensten sehr erleichtern wird.

Ein heißes Thema während DebCamp und DebConf war Multiarch (siehe dazu die betreffende Nachricht), das die parallele Verwendung von Programmen und Bibliotheken verschiedener Hardware-Architekturen auf demselben System erleichtert. So hat etwa die Embedded GNU C Library eglibc in der Unterstützung von Multiarch Entwicklung erfahren. Zu den anderen Hightlights des Konferenzprogramms gehören auch Delivering Multi-Platform Applications (Multi-Plattform-Anwendungen ausliefern) von Bdale Garbee oder die ARM-BoF-Sitzung, welche einige interessante Details über die kommende armhf-Portierung gezeigt hat.

Während der DebConf schaffte es das aus über 50 Mitgliedern bestehende Videoteam, Livestreams für über 70 Sitzungen bereitzustellen. Dabei fielen 65 Stunden Filmmaterial mit über 800 GByte Daten an, die jetzt überarbeitet werden wollen. Nach der Nachbearbeitung werden die Videos in unser Meetings-Archiv eingestellt. Auf einer eigenen Wikiseite gibt es für Nutzer die Möglichkeit, dem Videoteam Dankesgrüße zu hinterlassen.

An der Debian-Konferenz nahmen über 400 Unterstützende aus über 70 Ländern teil, von Neuseeland über Taiwan bis Brasilien. Neben den 78 geplanten Sitzungen wurden während der Konferenz über 30 zusätzliche Sitzungen eingeplant.

Die nächste jährliche Debian-Konferenz wird nächstes Jahr in Managua, Nicaragua stattfinden.

Das Debian-Projekt möchte noch einmal seinen Sponsoren danken, ohne die die gesamte Konferenz nicht möglich gewesen wäre:

Über Debian

Das Debian-Projekt wurde 1993 von Ian Murdock als wirklich freies Gemeinschaftsprojekt gegründet. Seitdem ist das Projekt zu einem der größten und einflussreichsten Open-Source-Projekte angewachsen. Tausende von Freiwilligen aus aller Welt arbeiten zusammen, um Debian-Software herzustellen und zu betreuen. Erhältlich in über 70 Sprachen und eine große Bandbreite an Rechnertypen unterstützend bezeichnet sich Debian als das universelle Betriebssystem.

Über die DebConf

Die DebConf ist die Entwicklerkonferenz des Debian-Projekts. Zusätzlich zu einem mit technischen, sozialen und politischen Vorträgen gefüllten Zeitplan bietet die DebConf eine Möglichkeit für Entwickler, Helfer und andere interessierte Personen, sich persönlich zu treffen und enger zusammenzuarbeiten. Seit 2000 findet sie jährlich in Ländern wie Kanada, Finnland und Mexiko statt. Weitere Informationen über die DebConf finden Sie auf der Website der DebConf.

Kontaktinformationen

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Debian-Webseiten unter http://www.debian.org/ oder schicken Sie eine E-Mail an <press@debian.org>.