Debian Weekly News - 28. Dezember 2004

Willkommen zur 51. Ausgabe der DWN in diesem Jahr, dem wöchentlichen Newsletter der Debian-Gemeinschaft. Piotr Roszatycki berichtete, dass er bereits vorläufige Pakete für PHP5 erzeugt habe. Wir möchten allen Mitwirkenden und Übersetzern dieser Online-Quelle, die geholfen haben, die Informationen hoher Qualität bereitzustellen, danken. Wir suchen mehr Beiträge, um die DWN auch 2005 weiterbetreuen zu können.

51 Ausgaben der DWN dieses Jahr produziert. Sie lesen gerade die 51. Ausgabe der DWN, was auch 51 Wochen des Berichtens über interessante Aktivitäten des Debian-Projekts, des Verfassens von Beiträgen, des Korrekturlesens und Übersetzens bedeutet. Obwohl die englische Version nur von einer kleinen Gruppe einschließlich des Hauptautors erstellt wird, tragen viele weitere Personen dazu bei, dass Sie die fertige Ausgabe schließlich lesen können. Jede Ausgabe wird zuvor an Korrekturleser versandt, und Übersetzer tragen ebenfalls zu Verbesserungen bei. Jede Ausgabe wird simultan in mehrere Sprachen übersetzt.

Dokumentation überflüssiger Pakete. Javier Fernández-Sanguino Peña untersuchte das Archiv, um eine Liste für die Veröffentlichungshinweise bereitzustellen, die den Benutzern mitteilen kann, welche Pakete aus Woody in Sarge umbenannt oder verschoben wurden und daher sicher nach der Aktualisierung entfernt werden können. Diese Information war bereits ein Teil der Dokumentation für Woody.

Begrenzung der Anzahl von E-Mails. Osamu Aoki schlug vor, die Anzahl von E-Mails pro Benutzer pro Mailingliste zu begrenzen, um dabei zu helfen, das Rauschen in den Diskussionen zu begrenzen. Colin Watson wies darauf hin, dass die Listen verschieden behandelt werden müssten. Er würde eher mehr moderierte Listen sehen, und den Moderatoren die Möglichkeit zu geben, Diskussionsstränge zu beenden, wenn sie vom Thema abgekommen seien.

Abhängen von einem echten RSH-Client. Wolfgang Borgert entdeckte ein Problem in einem inoffiziellen Debian-Paket. Aufgrund der Verwendung eines älteren eingebetteten Systems hänge das Paket von einem echten rsh-Client ab. Da das Paket ssh einen rsh-client bereitstelle, reiche das Hinzufügen einer Abhängigkeit nicht aus. Wouter Verhelst und Miquel van Smoorenburg wiesen darauf hin, dass eine versionierte Abhängigkeit den Trick erledige, da sie nur durch ein echtes Paket aufgelöst werden könne.

Individuelle Paket-Optimierung. Julien Danjou übersetzte einen kurzen französischen Artikel von Julien Reveret über apt-build ins Englische. Dieses Paket habe das Ziel, den vermeintlichen Vorteil von Gentoo über Debian in Hinblick auf optimierte Pakete zu entschärfen. Es mache es für interessierte Benutzer sehr einfach, Debian-Pakete mit verschiedenen Compiler-Optionen neu zu übersetzen.

Volatile-Status-Aktualisierung. Andreas Barth schickte eine weitere Status-Aktualisierung über das Volatile-Archiv ein und berichtete, dass es bereit zum Hochladen von Paketen sei. Neue Pakete sollten zuerst auf debian-devel diskutiert werden und immer die Originalquellen enthalten. Er erwähnte ebenfalls die allgemeinen Regeln für dieses Archiv.

Rechtliche Probleme mit der (L)GPL. Michael K. Edwards leitete drei Probleme weiter. Er fragte sich, ob die GNU General Public License (GPL) mehr ein Angebot als ein Vertrag sei, ob sie verletzt werde, wenn der Quellcode nicht erhältlich sei und ob der Anbieter nicht-freier Software von den Benutzern verlangen kann, bestimmte Versionen von unter der LGPL veröffentlichten Bibliotheken zu verwenden. Nathanael Nerode versuchte diese Fragen zu beantworten.

MIA-Datenbank Programmier-Bitte. Jeroen van Wolffelaar bat um Hilfe beim Programmieren einiger Extra-Eigenschaften der MIA-Datenbankverwaltung in Python. Im Prinzip würde er gerne in der Lage sein, konfigurierbare Verzögerungen und Hinweise für jeden Betreuer einzeln in die MIA-Werkzeuge (MIA = missing in action) hinzuzufügen.

Neue Entitys für das Installationshandbuch. Frans Pop schlug vor, weitere SGML-Entitys für das neue Installationshandbuch einzusetzen. Damit würde sichergestellt, dass der gleiche Ausdruck und gleiche Rechtschreibung an allen Stellen des Handbuchs und in allen Übersetzungen verwendet werde. Es sei allerdings unklar, ob dies in allen Sprachen möglich sei.

Übersetzungen der Veröffentlichungshinweise benötigt. Rob Bradford bat um Übersetzungen der Veröffentlichungshinweise der kommenden Veröffentlichung von Sarge. Mehrere antworteten und verpflichteten sich, das Dokument in ihre Sprache zu übersetzen. Neue Übersetzungen sollten an die debian-doc-Liste geschickt werden.

Vorbereitungen für eine Aktualisierung von Stable. Die nächste Aktualisierung von Stable wird vorbereitet und vor Silvester erwartet. Sie wird nur aus Korrekturen für die letzten ca. 60 Sicherheitsprobleme, die das Sicherheits-Team bearbeitet und mit einem Gutachten behoben hat, bestehen. Diese Aktualisierung synchronisiert Woody mit den jüngsten Sicherheitsgutachten.

Neuschreiben von GFDL-Dokumentation. Frank Küster fragte sich, ob es möglich sei, das GNU Emacs-Handbuch, ausgehend von einer älteren Version, neuzuschreiben, da es vor kurzem unter der GNU Free Documentation License (GFDL) veröffentlicht worden sei, die (vorläufig) von Debian als nicht-frei angesehen werde. Florian Weimer wies darauf hin, dass sogar das Emacs-18-Handbuch einen Erlaubnishinweis enthielt, der unveränderliche Abschnitte berücksichtige.

Aktualisierungen zur Systemsicherheit. Die alte Leier! Wer die folgenden Pakete einsetzt, sollte sie der Sicherheit wegen auf den neuesten Stand bringen:

Einen Blick wert. Die folgenden Pakete wurden kürzlich dem Unstable-Debian-Archiv hinzugefügt oder enthalten wichtige Aktualisierungen.

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Hier gibt es ältere Ausgaben dieser Nachrichtenseite.

Diese Ausgabe der wöchentlichen Debian-Nachrichten wurde von Martin 'Joey' Schulze erstellt.
Sie wurde von Helge Kreutzmann übersetzt.