Kapitel 4. Eine detaillierte Historie

Inhaltsverzeichnis

4.1. Die 0.x Versionen
4.1.1. Das frühe Debian-Paketsystem
4.2. Die 1.x-Versionen
4.3. Die 2.x-Veröffentlichungen
4.4. Die 3.x-Veröffentlichungen
4.5. Die 4.x-Versionen
4.6. Die 5.x-Versionen
4.7. Die 6.x-Veröffentlichungen
4.8. Die 7.x-Versionen
4.9. Die 8.x Versionen
4.10. Die 9.x Versionen
4.11. Die 10.x Versionen
4.12. Wichtige Ereignisse
4.12.1. Juli 2000: Joel Klecker stirbt
4.12.2. Oktober 2000: Implementierung von Paket-Pools
4.12.3. März 2001: Christopher Rutter stirbt
4.12.4. März 2001: Fabrizio Polacco stirbt
4.12.5. Juli 2002: Martin Butterweck stirbt
4.12.6. November 2002: Feuer zerstört Debian-Server
4.12.7. November 2003: Mehrere Debian-Server gehackt
4.12.8. Mai 2004: Manuel Estrada Sainz and Andrés García Solier sterben
4.12.9. Juli 2005: Jens Schmalzing stirbt
4.12.10. Dezember 2008: Thiemo Seufer stirbt
4.12.11. Juli 2009: Steve Greenland stirbt
4.12.12. August 2010: Frans Pop stirbt
4.12.13. April 2011: Adrian von Bidder stirbt
4.12.14. Mai 2013: Ray Dassen stirbt
4.12.15. Juli 2014: Peter Miller stirbt
4.12.16. Februar 2015: Clytie Siddall stirbt
4.12.17. Dezember 2015: Ian Murdock stirbt
4.12.18. September 2016: Kristoffer H. Rose stirbt
4.13. Wie geht es weiter?

Debian wurde im August 1993 von Ian Murdock gegründet, zum damaligen Zeitpunkt Student an der Purdue University. Es wurde für ein Jahr (November 1994 bis November 1995) vom GNU-Projekt der The Free Software Foundation gefördert, einer von Richard Stallman gegründeten und mit der General Public License (GPL) verbundenen Organisation.

Debian 0.01 bis Debian 0.90 wurden zwischen August und Dezember 1993 veröffentlicht. Ian Murdock schreibt:

»Debian 0.91 wurde im Januar 1994 veröffentlicht. Es hatte ein einfaches Paketsystem, das es Benutzern ermöglichte, Pakete zu manipulieren, aber sonst wenig konnte (es hatte keine Unterstützung für Abhängigkeiten oder etwas in der Art). Zu dieser Zeit waren es einige Leute, die an Debian arbeiteten, obwohl ich die Veröffentlichungen meistens alleine zusammenstellte. 0.91 war die letzte Veröffentlichung, die auf diese Art zusammengestellt wurde.

Die meiste Zeit des Jahres 1994 wurde dazu verwendet, das Debian-Projekt so zu organisieren, dass andere einfacher und effektiver dazu beitragen konnten; außerdem wurde viel Zeit in dpkg gesteckt (dafür war hauptsächlich Ian Jackson verantwortlich). Soweit ich mich erinnere, gab es 1994 keine offiziellen Veröffentlichungen, nur einige interne Veröffentlichungen, um den Arbeitsablauf zu verbessern.

Debian 0.93 Version 5 wurde im März 1995 veröffentlicht und war die erste »moderne« Version von Debian: es gab zu diesem Zeitpunkt sehr viel mehr Entwickler (ich kann mich aber nicht mehr genau erinnern, wie viele genau); jeder betreute seine eigenen Pakete und dpkg wurde benutzt, um all diese Pakete zu installieren und zu warten, nachdem ein Grundsystem installiert war.

Debian 0.93 Version 6 wurde im November 1995 veröffentlicht und war die letzte a.out-Veröffentlichung. Es gab ungefähr 60 Entwickler, die in 0.93R6 Pakete betreuten. Wenn ich mich richtig erinnere, erschien dselect zuerst in 0.93R6.«

Ian Murdock merkt weiterhin an, dass Debian 0.93R6 »… immer seine Lieblingsausgabe von Debian war«, gibt allerdings zu, dass er vielleicht voreingenommen ist: er hörte im März 1996 – während der Vorarbeiten zu Debian 1.0 – auf, aktiv im Projekt mitzuarbeiten. Diese Version wurde schließlich als Debian 1.1 veröffentlicht, um Verwirrungen zu vermeiden, nachdem ein CD-ROM-Hersteller versehentlich eine unfertige Version als Debian 1.0 veröffentlicht hatte. Dieser Vorfall führte zur Einführung des Konzepts »offizieller« CD-Images, um es Distributoren von Debian zu erleichtern, solche Fehler zu vermeiden.

Im August 1995 (zwischen Debian 0.93 Version 5 und Debian 0.93 Version 6) startete Hartmut Koptein die erste Portierung von Debian, für die Motorola m68k-Familie. Er berichtet, dass »sehr, sehr viele Pakete i386-zentriert waren (little endian, -m486, -O6 und alle für libc4), und es war schwierig, eine funktionierende Basis von Paketen auf meinem Rechner (einer Atari Medusa 68040, 32 MHz) zu bekommen. Nach drei Monaten (im November 1995) lud ich 200 Pakete von 250 erhältlichen hoch, alle für libc5!« Später startete er eine weitere Portierung, zusammen mit Vincent Renardias und Martin Schulze, für die PowerPC-Familie.

Seit dieser Zeit ist das Debian-Projekt um weitere Portierungen auf andere Architekturen gewachsen, um eine Portierung auf einen neuen (nicht-Linux-) Kernel, den GNU-Hurd-Mikrokernel, sowie um mindestens eine Art von BSD-Kernel.

Ein frühes Mitglied des Projekts, Bill Mitchell, erinnert sich, dass der Linux-Kernel

»… zwischen 0.99R8 und 0.99R15 war, als wir begannen. Lange Zeit konnte ich den Kernel in weniger als 30 Minuten auf einer 386er-basierten Maschine mit 20 MHz bauen und ich konnte auch Debian in der gleichen Zeit auf weniger als 10 MB Plattenplatz installieren.«

»… Ich erinnere mich an die ursprüngliche Gruppe mit Ian Murdock, mir selbst, Ian Jackson, einem weiteren Ian, an dessen Nachnamen ich mich nicht erinnere, Dan Quinlan und einigen weiteren Leuten, an deren Namen ich mich nicht erinnere. Matt Welsh war entweder Teil der ursprünglichen Gruppe oder kam kurz danach dazu (zwischenzeitlich hat er das Projekt verlassen). Jemand richtete eine Mailingliste ein und wir fingen an.

Soweit ich mich erinnere, hatten wir keinen Plan und wir begannen auch nicht damit, in geordneter Manier einen zu erstellen. Am Anfang begannen wir damit, Quellen für eine ziemlich zufällige Auswahl an Paketen zusammenzusuchen. Mit der Zeit konzentrierten wir uns auf eine Zusammenstellung von Dingen, die nötig waren, um den Kern einer Distribution zu formen: den Kernel, eine Shell, update, getty, verschiedene andere Programme und Hilfsdateien, die zur Initialisierung des Systems nötig waren, und wichtige Hilfsprogramme.«

Ganz am Anfang des Projekts erwogen die Mitglieder, reine Quellpakete zu vertreiben. Jedes Paket würde aus dem Originalcode und einer debianisierten Patchdatei bestehen; die Benutzer würden dann die Quellen entpacken, die Patches anwenden und die Binärdateien selbst erstellen. Die Mitglieder erkannten aber schnell, dass eine binäre Distribution benötigt wurde. Das erste Paketierungsprogramm wurde von Ian Murdock geschrieben und hieß dpkg. Es erstellte ein Paket in einem Debian-spezifischen Binärformat und konnte später benutzt werden, um die Dateien im Paket zu entpacken und zu installieren.

Ian Jackson übernahm bald die weitere Entwicklung der Paketverwaltung; das eigentliche Verwaltungswerkzeug benannte er in dpkg-deb um und schrieb ein Frontend namens dpkg, um die Benutzung von dpkg-deb zu vereinfachen und die Abhängigkeiten und Konflikte der heutigen Debian-Paketverwaltung zu ermöglichen. Die mit diesen Werkzeugen erzeugten Pakete hatten einen Header, der die Version des zur Erzeugung des Pakets verwendeten Werkzeugs angab, und einen Absatz innerhalb der Datei zu einem tar-Archiv, das vom Header durch einige Kontrollinformationen getrennt war.

Zu ungefähr der gleichen Zeit entfachte sich zwischen den Projektmitgliedern eine Diskussion - einige waren der Meinung, dass das Debian-spezifische Format zugunsten des vom ar-Programm erstellten Formats geändert werden sollte. Nach mehreren überarbeiteten Dateiformaten und entsprechend überarbeiteten Paketierungswerkzeugen wurde das ar-Format übernommen. Der Hauptvorteil dieses Wechsels: Er machte es möglich, dass ein Debian-Paket auf jedem unixoiden System entpackt werden konnte, ohne ein nicht vertrauenswürdiges Programm benutzen zu müssen. Mit anderen Worten, um ein Debian-Paket zu entpacken und den Inhalt zu untersuchen, werden nur Standardprogramme gebraucht, die auf jedem Unix-System vorhanden sind, wie »tar« und »ar«.

Als Ian Murdock Debian verließ, bestimmte er Bruce Perens zum nächsten Leiter des Projekts. Bruce lernte Debian kennen, als er gerade versuchte, eine Linux-Distributions-CD namens »Linux for Hams« (Linux für Amateurfunker) zu erschaffen, die für Radioamateure nützliche Linux-Software enthalten sollte. Als er sah, dass das Debian-Basissystem noch sehr viel Arbeit erforderte, um sein eigenes Projekt zu unterstützen, investierte er viel Zeit in das Linux-Basissystem und die zugehörigen Installationsprogramme und verschob seine Amateurfunk-Distribution. Er organisierte (zusammen mit Ian Murdock) die ersten Debian-Installationsskripte, die später in die Debian-Rettungsdiskette einflossen, welche eine Kernkomponente der Debian-Installationswerkzeuge für viele Veröffentlichungen war.

Ian Murdock merkt an:

»Bruce war für mich die natürliche Wahl; er hatte das Basissystem seit beinahe einem Jahr betreut und er hatte sozusagen den Staffelstab übernommen, nachdem ich immer weniger Zeit in Debian investieren konnte.«

Er initiierte verschiedene wichtige Bausteine des Projekts, unter anderem koordinierte er die Erstellung der Debian-Richtlinien für freie Software und den Debian-Gesellschaftsvertrag, sowie den Beginn des Open Hardware-Projektes. Während seiner Zeit als Projektleiter gewann Debian Marktanteile und den Ruf, eine Plattform für ernsthafte, technisch kompetente Linux-Nutzer zu sein.

Bruce Perens war auch eine Schlüsselperson bei der Gründung von Software in the Public Interest, Inc.. Ursprünglich gedacht als juristische Konstitution, die es dem Debian-Projekt ermöglichen sollte, Spenden zu akzeptieren, wurden ihre Grundsätze bald erweitert, um auch Freie Software-Projekte außerhalb des Debian-Projektes zu unterstützen.

Die folgenden Debian-Versionen erschienen während dieser Zeit:

  • 1.1 Buzz, veröffentlicht im Juni 1996 (474 Pakete, 2.0er-Kernel, komplett ELF, dpkg);

  • 1.2 Rex, veröffentlicht im Dezember 1996 (848 Pakete, 120 Entwickler);

  • 1.3 Bo, veröffentlicht im Juli 1997 (974 Pakete, 200 Entwickler).

Es gab verschiedene vorläufige »Punkt«-Versionen zu 1.3, die letzte war 1.3.1R6.

Bruce Perens wurde im Januar 1998 durch Ian Jackson als Debian-Projektleiter ersetzt, nachdem er das Projekt zu einem großen Teil durch die Vorbereitungen zur Version 2.0 geführt hatte.

Zu Beginn des Jahres 1998 wurde Ian Jackson Projektleiter und kurz darauf Vizepräsident im Vorstand von Software in the Public Interest. Nach dem Rückzug des Schatzmeisters (Tim Sailer), des Präsidenten (Bruce Perens) und des Schriftführers (Ian Murdock) wurde er Vorsitzender des Vorstands und drei neue Mitglieder wurden gewählt: Martin Schulze (Vizepräsident), Dale Scheetz (Schriftführer) und Nils Lohner (Schatzmeister).

Debian 2.0 (Hamm) wurde im Juli 1998 für die Intel i386- und Motorola-68000-Architekturen veröffentlicht. Diese Version markierte den Wechsel auf eine neue Version der C-Systembibliotheken (glibc2 oder aus historischen Gründen auch libc6). Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es mehr als 1500 Pakete, die von über 400 Debian-Entwicklern betreut wurden.

Im Januar 1999 folgte Wichert Akkerman Ian Jackson als Projektleiter. Debian 2.1 wurde am 9. März 1999 mit einer Woche Verspätung veröffentlicht, da es kurz vor der Veröffentlichung noch ein paar Probleme gab.

Debian 2.1 (Slink) brachte offizielle Unterstützung für zwei neue Architekturen mit: Alpha und Sparc. Die in Debian 2.1 enthaltenen X-Windows-Pakete waren gegenüber früheren Versionen stark überarbeitet worden; Debian 2.1 enthielt apt, eine neuartige Schnittstelle zum Paketverwaltungssystem. Diese Version war auch die erste, die 2 CD-ROMs für den »Offiziellen Debian-CD-Satz« benötigte; die Distribution enthielt mehr als 2250 Pakete.

Am 21. April 1999 gründeten die Corel Corporation und das K-Desktop-Projekt eine Allianz mit Debian: Corel wollte eine Linux-Distribution veröffentlichen, basierend auf Debian und der grafischen Oberfläche der KDE-Gruppe. Während der folgenden Frühlings- und Sommermonate erschien mit Storm Linux eine weitere, auf Debian basierende Distribution. Das Debian-Projekt wählte ein neues Logo, das sowohl eine offizielle Version zur Benutzung auf Debian-sanktionierten Materialien wie CD-ROMs und offiziellen Projekt-Websites enthielt als auch ein inoffizielles Logo zur Verwendung bei Erwähnung von Debian oder bei auf Debian basierenden Erzeugnissen.

Zur gleichen Zeit begann auch eine neue, einzigartige Debian-Portierung, für den Hurd. Dies ist die erste Portierung, die keinen Linux-Kernel benutzt, sondern den GNU Hurd, eine Version des GNU Mach Mikrokernels.

Die Debian-Entwickler trafen sich 2000 das erste Mal formell zu einem Treffen namens DebConf. Diese Treffen sollten in der Zukunft jährlich stattfinden, und das erste, Debconf0 genannt, fand vom 05. bis 09. Juli 2000 in Bordeaux, Frankreich statt. Zweck dieser Konferenzen sollte sein, Entwickler und erfahrene Benutzer an einem Platz zusammenzubringen, um über Debian sprechen und gemeinsam daran arbeiten zu können, die Distribution zu entwickeln.

Debian 2.2 (Potato) wurde am 15. August 2000 für die Intel i386-, Motorola-68000-Serien-, Alpha-, SUN-SPARC-, PowerPC- und ARM-Architekturen veröffentlicht. Dies war die erste Veröffentlichung mit Portierungen für PowerPC und ARM. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es mehr als 3900 Binär- und 2600 Quellpakete, betreut von mehr als 450 Debian-Entwicklern.

Eine interessante Tatsache über Debian 2.2 ist, dass es zeigt, wie Anstrengungen rund um freie Software trotz aller Probleme rundherum zu einem modernen Betriebssystem führen können. Es gibt eine Studie namens Counting potatoes: The size of Debian 2.2 von Jesús González Barahona. Ein Zitat aus diesem Artikel:

» […] wir benutzen David A. Wheelers sloccount-System, um die Anzahl der physischen Zeilen an Quellcode (SLOC) in Debian 2.2 (alias Potato) zu ermitteln. Wir zeigen, dass Debian 2.2 mehr als 55.000.000 physische SLOC enthält (fast doppelt so viel wie Red Hat 7.1, erschienen etwa 8 Monate später); damit ist das Debian-Entwicklungsmodell (basierend auf der Arbeit einer großen, auf der ganzen Welt verteilten Gruppe von freiwilligen Entwicklern) mindestens so gut wie andere Entwicklungsmodelle […]. Es wird auch gezeigt, dass eine Entwicklung Debians mit traditionellen proprietären Methoden nach dem COCOMO-Modell Kosten in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar zur Entwicklung von Debian 2.2 verursacht hätte. Weiterhin analysieren wir die in der Distribution verwendeten Programmiersprachen (C mit etwa 70%, C++ mit etwa 10%, LISP und Shell mit etwa 5% und viele weitere) sowie die größten Pakete (Mozilla, der Linux-Kernel, PM3, XFree86, etc.).«

Bevor auch nur daran gegangen werden konnte, Woody für eine Freigabe vorzubereiten, musste erst das Archivsystem auf ftp-master geändert werden. Paket-Pools wurden Mitte Dezember 2000 auf ftp-master aktiviert. Sie ermöglichten das Erstellen von Sonderdistributionen wie die neue »Testing«-Distribution, die zum ersten Mal bei den Vorbereitungen zur Freigabe von Woody benutzt wurde. Ein Paket-Pool ist einfach eine Ansammlung von verschiedenen Versionen ein- und desselben Pakets; aus dieser Ansammlung können dann verschiedene Distributionen (zurzeit Experimental, Unstable, Testing und Stable) Pakete ziehen, die dann in die Paketdatei dieser Distribution geschrieben werden.

Zur gleichen Zeit wurde eine neue Testing-Distribution eingeführt. Pakete aus Unstable, die nach einem Zeitraum von wenigen Wochen ohne größere Fehler als stabil betrachtet wurden, wanderten nach Testing weiter. Dieses Konzept wurde eingeführt, um die Freeze-Zeit (Anm. d. Ü.: das ist die Zeit kurz vor Freigabe einer Distribution, in der bei den Paketen nur noch Fehler beseitigt, aber keine neuen Funktionen hinzugefügt werden - die Pakete sind also quasi eingefroren) zu verkürzen und es dem Projekt zu ermöglichen, zu jeder Zeit eine Veröffentlichung vorzubereiten.

In dieser Zeit schlossen einige der Firmen, die modifizierte Versionen von Debian herausbrachten. Corel verkaufte seine Linux-Abteilung im ersten Quartal 2001, Stormix erklärte am 17. Januar 2001 die Insolvenz und Progeny beendete die Entwicklung seiner Distribution am 1. Oktober 2001.

Die Freeze-Zeit für die nächste Version startete am 1. Juli 2001. Aber das Projekt benötigte trotzdem etwas über ein Jahr, um zur Freigabe der nächsten Version zu kommen. Gründe hierfür waren Probleme mit den Startdisketten, die Einführung von kryptographischer Software im main-Archiv und Änderungen am zugrundeliegenden, internen Aufbau (das incoming-Archiv und die Sicherheits-Architektur). Der stabile Zweig (Debian 2.2) wurde in dieser Zeit sieben Mal überarbeitet und zwei Projektleiter wurden gewählt: Ben Collins (2001) und Bdale Garbee. Außerdem wurde viel Arbeit in anderen Bereichen von Debian geleistet, beispielsweise bei der Internationalisierung: Debians Website (über 1000 einzelne Seiten) wurde in über 20 verschiedene Sprachen übersetzt und die Installation der neuen Version konnte in 23 Sprachen erfolgen. Zwei interne Projekte, Debian-Junior (für Kinder) und Debian-Med (für medizinische Praxis und Forschung) begannen während der Freeze-Zeit von Woody; sie legen verschiedene Schwerpunkte, um eine einfache Verwendung von Debian in diesen Bereichen zu ermöglichen.

Die Arbeit an Debian hielt die Entwickler nicht von der Teilnahme am jährlichen DebConf-Treffen ab. Das zweite dieser Treffen (Debconf1) wurde vom 02. bis 05. Juli 2001 zusammen mit dem Libre Software Meeting (LSM) in Bordeaux (Frankreich) unter Teilnahme von etwa 40 Debian-Entwicklern abgehalten. Die dritte Konferenz Debconf2 fand in Toronto (Kanada) am 05. Juli 2002 mit über 80 Teilnehmern statt.

Debian 3.0 (Woody) wurde am 19. Juli 2002 für die Intel i386-, Motorola-68000-Serien-, Alpha-, SUN SPARC-, PowerPC-, ARM-, HP PA-RISC-, IA-64-, MIPS-, MIPS (DEC)- und IBM s/390-Architekturen veröffentlicht. Dies war die erste Veröffentlichung mit Portierungen für HP PA-RISC, IA-64, MIPS, MIPS (DEC) und IBM s/390. Zum Veröffentlichungszeitpunkt gab es etwa 8500 Binärpakete, betreut von über 900 Debian-Entwicklern. Dies war die erste Veröffentlichung, die sowohl auf DVD als auch auf CD-ROMs erschien.

Vor der nächsten Veröffentlichung ging die Reihe der jährlichen DebConf-Treffen weiter; die vierte Konferenz (Debconf3) fand vom 18. bis zum 20. Juli 2003 mit mehr als 120 Teilnehmern in Oslo statt. Der Konferenz ging ein DebCamp vom 12. - 17. Juli voraus. Die fünfte Konferenz (Debconf4) gab es vom 26. Mai bis zum 2. Juni 2004 in Porto Alegre, Brasilien, mit über 160 Teilnehmern aus 26 verschiedenen Ländern.

Debian 3.1 (Sarge) wurde am 6. Juni 2005 für die gleichen Architekturen wie Woody veröffentlicht, allerdings wurde eine inoffizielle AMD64-Portierung zur gleichen Zeit veröffentlicht, unter Verwendung der Hosting-Infrastruktur des Projekts für die Distribution namens Alioth (damals erreichbar unter https://alioth.debian.org). Es gab ungefähr 15000 Binärpakete, betreut von mehr als 900 Debian-Entwicklern.

Es gab viele große Veränderungen in der Sarge-Veröffentlichung, hauptsächlich wegen der langen Zeit, die das Einfrieren und die Veröffentlichung der Distribution benötigte. Diese Veröffentlichung aktualisierte nicht nur mehr als 73% der Software, die in der vorigen Veröffentlichung ausgeliefert worden war. Sie enthielt auch sehr viel mehr Software als frühere Veröffentlichungen und verdoppelte fast die Größe mit mehr als 9000 neuen Paketen, darunter der OpenOffice.org-Suite, dem Firefox-Webbrowser und dem Thunderbird E-Mail-Client.

This release shipped with the 2.4 and 2.6 Linux kernel series, XFree86 4.3, GNOME 2.8 and KDE 3.3 and with a brand new installer. This new installer replaced the aging boot-floppies installer with a modular design with provided for more advanced installations (with RAID, XFS and LVM support) including hardware detection and making installations easier for novice users of all the architectures. It also switched to aptitude as the selected tool for package management. But the installation system also boasted full internationalization support as the software was translated into almost forty languages. The supporting documentation: installation manual and release notes, were made available with the release in ten and fifteen different languages respectively.

Diese Veröffentlichung beinhaltete die Anstrengungen der Debian-Edu/Skolelinux-, Debian-Med- und Debian-Accessibility-Unterprojekte, die die Anzahl der zur Ausbildung geeigneten Pakete sowie der Pakete mit medizinischen Anwendungen ankurbelten, ebenso die Anzahl der speziell für Menschen mit Behinderungen gedachten Pakete.

Die sechste DebConf (Debconf5) wurde mit mehr als 300 Teilnehmern vom 10. bis 17. Juli 2005 in Espoo, Finnland abgehalten. Videos von dieser Konferenz sind online verfügbar.

Die siebte DebConf (Debconf6) fand in Oaxtepec, Mexiko, vom 14. bis 22. Mai 2006 mit etwa 200 Teilnehmern statt. Videos und Bilder von dieser Konferenz sind online verfügbar.

Debian 4.0 (Etch) wurde am 8. April 2007 für die gleiche Anzahl an Architekturen wie Sarge veröffentlicht. Es enthielt erstmals die AMD64-Portierung, allerdings wurde die m68k-Portierung fallengelassen. Die m68k-Portierung war jedoch noch immer in der Unstable-Distribution enthalten. Es gab ungefähr 18200 Binärpakete, betreut von mehr als 1030 Debian-Entwicklern.

Debian 5.0 (Lenny) wurde am 14. Februar 2009 für eine Architektur mehr als für den Vorgänger veröffentlicht. Es enthielt erstmals die Portierung für neuere ARM-Prozessoren. Wie bei der vorherigen Veröffentlichung war die Unterstützung für die Architektur mk86 noch immer in Unstable verfügbar. Es gab ungefähr 23000 Binärpakete (gebaut aus mehr als 12000 Quellpaketen), betreut von mehr als 1010 Debian-Entwicklern.

Mit der Veröffentlichung von Debian Lenny wurde das Namensschema für Zwischenveröffentlichungen (point releases) geändert: für Zwischenveröffentlichungen wird eine echte Micro-Versionsnummer verwendet, somit wird die erste Zwischenveröffentlichung für Debian Lenny die Version 5.0.1 tragen. In der Vergangenheit wurden solche Zwischenveröffentlichungen mittels eines r plus einer fortlaufenden Nummer gekennzeichnet, die an die Major-/Minor-Versionsnummer angehängt wurde, also z.B. 4.0r1.

Die achte DebConf (Debconf7) wurde vom 17. bis 23. Juni 2007 mit über 400 Teilnehmern in Edinburgh, Schottland abgehalten. Videos und Bilder von dieser Konferenz sind online verfügbar.

Die neunte DebConf (Debconf8) fand in Mar de Plata, Argentinien, vom 10. bis 16. August 2008 statt, es nahmen über 200 Leute teil. Videos und Bilder von dieser Konferenz sind online verfügbar.

Die zehnte DebConf (Debconf9) gab es in Caceres, Spanien, vom 23. bis 30. Juli 2009 mit über 200 Teilnehmern. Videos und Bilder von dieser Konferenz sind online verfügbar.

Die elfte DebConf (Debconf10) wurde in New York City, Vereinigte Staaten von Amerika, vom 01. bis 07. August 2010 abgehalten, dieser ging das DebCamp vom 25. bis 31. Juli voraus. Mehr als 200 Leute, einschließlich Debian-Entwickler, Paketbetreuer und Anwender versammelten sich auf dem Campus der Columbia-Universität, um an der Konferenz teilzunehmen. Videos und Bilder von dieser Konferenz sind online verfügbar.

Debian 6.0 (Squeeze) wurde am 6. Februar 2011 veröffentlicht.

Danach entschied das Projekt am 29. Juli 2009, zeitbasiertes Einfrieren des Archivs einzuführen, so dass neue Veröffentlichungen in der ersten Hälfte jedes geraden Jahres publiziert werden. Squeeze war eine einmalige Ausnahme von der Zweijahresrichtlinie, um in den neuen Zeitplan zu gelangen.

Diese Richtlinie wurde verabschiedet, um Benutzern der Debian-Distribution eine bessere Vorhersehbarkeit der Veröffentlichungstermine zu geben und Debian-Entwicklern eine bessere langfristige Planung zu ermöglichen. Ein zweijähriger Veröffentlichungszyklus bietet mehr Zeit für grundlegende Veränderungen, was Unbequemlichkeiten für Benutzer vermindert. Vom vorhersehbaren Einfrieren wurde außerdem erwartet, dass es die Gesamtzeit des Einfrierens verringert.

Obwohl der Freeze für Dezember 2009 erwartet wurde, kam die Ankündigung, dass Squeeze eingeforen sei, erst im August 2010, zusammen mit der Feier des zehnten jährlichen DebConf-Treffens in New York.

Zu den neuen Funktionalitäten gehörten:

  • Linux-Kernel 2.6.32, nun komplett frei und ohne problematische Firmware-Dateien;

  • libc: eglibc 2.11;

  • GNOME 2.30.0 mit einigen Teilen aus 2.32;

  • KDE 4.4.5;

  • X.org 7.5;

  • Xfce 4.6;

  • OpenOffice.org 3.2.1;

  • Apache 2.2.16;

  • PHP 5.3.3;

  • MySQL 5.1.49;

  • PostgreSQL 8.4.6;

  • Samba 3.5.6;

  • GCC 4.4;

  • Perl 5.10;

  • Python 2.6 und 3.1;

  • 10000 neue Pakete bei mehr als 29000 Binärpaketen insgesamt, aus ungefähr 15000 Quellpaketen gebaut;

  • DKMS, ein Gerüst zur Erzeugung von Linux-Kernel-Modulen, deren Quelltexte nicht im Quellverzeichnisbaum des Linux-Kernels liegen;

  • abhängigkeitsbasiertes Anfordern von Init-Skripten mittels Insserv, was parallele Ausführung ermöglichte, um die Startzeit des Systems zu verkürzen;

  • zwei neue Portierungen, kFreeBSD-i386 und kFreeBSD-amd64

Viele Pakete begannen ein neues Quellpaketformat zu verwenden, das auf Quilt basiert. Dieses neue Format für nicht-native Pakete, »3.0 (quilt)« genannt, trennt Debian-Patches vom verteilten Quellcode. Außerdem wurde eine neues Format »3.0 (native)« für native Pakete eingeführt. Neue Funktionalitäten in diesen Formaten umfassen die Unterstützung für mehrere Tarballs der Originalautoren, Unterstützung für Bzip2- und LZMA-komprimierte Tarballs und das Einbeziehen binärer Dateien.

Die zwölfte DebConf (Debconf11) wurde vom 24. bis 30. Juli 2011 in Banja Luka, serbische Republik, Bosnien und Herzegowina abgehalten, mit einem im Vornherein stattfindenden DebCamp vom 17. bis 23. Juli.

Die dreizehnte DebConf (Debconf12) fand statt in Managua, Nicaragua vom 08. bis zum 14. Juli 2012 mit einem vorangehenden DebCamp vom 01. bis 06. Juli.

Debian 7.0 (Wheezy) wurde am 4. Mai 2013 veröffentlicht. Diese neue Version von Debian umfasst verschiedene interessante Funktionalitäten wie Multiarch-Unterstützung, mehrere spezielle Werkzeuge zum Erstellen einer eigenen Cloud, einem verbesserten Installationsprogramm und einem vollständigen Satz von Multimedia-Codecs und Oberflächen, die keine Paketquellen von Dritten mehr erfordern.

Nach der Veröffentlichung von Debian Wheezy wurde das Namensschema für Zwischenveröffentlichungen (point releases) nochmals geändert: Zwischenveröffentlichungen werden jetzt über die Minor-Versionsnummer gekennzeichnet, z.B. 7.1. Vorher wurden Zwischenveröffentlichungen über die Micro-Versionsnummer benannt, die an die Major-/Minor-Versionsnummer angehängt wurde, also z.B. 6.0.1.

Während der Debian-Konferenz DebConf11 im Juli 2011 wurde die Multiarch-Unterstützung eingeführt. Diese Funktionalität war ein Ziel dieser Veröffentlichung. Multiarch ist ein radikales Umdenken in der Dateisystemhierarchie hinsichtlich der Bibliotheks- und Header-Pfade, um Programme und Bibliotheken unterschiedlicher Hardware-Architekturen einfach parallel auf ein und demselben System installierbar zu machen. Dies ermöglicht es Anwendern, Pakete von mehreren Architekturen auf dem selben Rechner zu installieren. Dies ist für verschiedene Ansätze nützlich, der am häufigsten vorkommende ist die Installation sowohl von 64- als auch von 32-Bit-Software auf einem Rechner bei automatischer korrekter Auflösung der Abhängigkeiten. Diese Funktionalität wird ausführlich im Multiarch-Handbuch beschrieben.

Der Installationsprozess wurde stark verbessert. Das System kann mittels Software-Sprachausgabe installiert werden, in erster Linie von Leuten mit beeinträchtigtem Sehvermögen, die kein Braille-Gerät verwenden. Dank der kombinierten Anstrengungen einer riesigen Zahl von Übersetzern war das Installationssystem in 73 Sprachen verfügbar und für mehr als ein Dutzend war auch die Sprachausgabe verfügbar. Zusätzlich unterstützte Debian zum ersten Mal die Installation und den Systemstart mittels UEFI für neue 64-Bit-Rechner, es gab jedoch noch keine Unterstützung für Secure Boot.

Weitere inbegriffene neue Funktionalitäten und aktualisierte Pakete:

  • Linux-Kernel 3.2;

  • kFreeBSD-Kernel 8.3 und 9.0;

  • libc: eglibc 2.13;

  • die Arbeitsplatzumgebung GNOME 3.4;

  • »KDE Plasma Workspaces« und KDE-Anwendungen 4.8.4;

  • die Arbeitsplatzumgebung Xfce 4.8;

  • X.org 7.7;

  • LibreOffice 3.5.4 (ersetzt OpenOffice);

  • Xen Hypervisor 4.1.4;

  • Apache 2.2.22;

  • Tomcat 6.0.35 und 7.0.28;

  • PHP 5.4;

  • MySQL 5.5.30;

  • PostgreSQL 9.1;

  • Samba 3.6.6;

  • GCC 4.7 auf PCs (andernfalls 4.6);

  • Perl 5.14;

  • Python 2.7;

  • 12800 neue Pakete bei mehr als 37400 Binärpaketen insgesamt, aus ungefähr 17500 Quellpaketen gebaut.

Weitere Informationen über neue Funktionalitäten, die mit dieser Veröffentlichung eingeführt wurden, finden Sie im Kapitel Was ist neu in Debian 7.0 der Wheezy-Veröffentlichungshinweise.

Die vierzehnte DebConf (Debconf13) wurde in Vaumarcus, Schweiz, vom 11. bis 18. August 2013 mit einem vorangehenden DebCamp vom 06. bis 10. August sowie einem Debian Day am 11. August abgehalten.

Die fünfzehnte DebConf (Debconf14) fand vom 23. - 31. August 2014 in Portland, Vereinigte Staaten von Amerika statt. Mit 301 Teilnehmern war es bis heute die größte Debconf in der westlichen Hemisphäre.

Debian 8.0 (Jessie) wurde am 25. April 2015 veröffentlicht.

Eine wesentliche Änderung in dieser Veröffentlichung war die Ersetzung des init-Systems: systemd ersetzte sysvinit. Das neue init-System bringt viele Verbesserungen und kürzere Systemstart-Zeiten. Seine Einführung brachte jedoch eine Reihe von Debatten auf verschiedenen Mailinglisten und sogar eine Grundsatzentscheidung namens Init system coupling mit sich. Fast die Hälfte der Entwickler stimmten für diese Grundsatzentscheidung[1].

Weitere inbegriffene neue Funktionalitäten und aktualisierte Pakete:

  • Apache 2.4.10;

  • Asterisk 11.13.1;

  • GIMP 2.8.14;

  • eine aktualisierte Version der GNOME-Arbeitsplatzumgebung 3.14;

  • GNU Compiler Collection 4.9.2;

  • Icedove 31.6.0 (eine umbenannte Version von Mozilla Thunderbird);

  • Iceweasel 31.6.0esr (eine umbenannte Version von Mozilla Firefox);

  • »KDE Plasma Workspaces« und KDE-Anwendungen 4.11.13;

  • LibreOffice 4.3.3;

  • Linux 3.16.7-ctk9;

  • MariaDB 10.0.16 und MySQL 5.5.42;

  • Nagios 3.5.1;

  • OpenJDK 7u75;

  • Perl 5.20.2;

  • PHP 5.6.7;

  • PostgreSQL 9.4.1;

  • Python 2.7.9 und 3.4.2;

  • Samba 4.1.17;

  • Tomcat 7.0.56 und 8.0.14;

  • Xen Hypervisor 4.4.1;

  • die Arbeitsplatzumgebung Xfce 4.10;

  • mehr als 43000 fertige Binärpakete, aus ungefähr 20100 Quellpaketen gebaut;

Weitere Informationen über neue Funktionalitäten, die mit dieser Veröffentlichung eingeführt wurden, finden Sie im Kapitel Was ist neu in Debian 8.0 der Jessie-Veröffentlichungshinweise.

Die sechzehnte DebConf (Debconf15), mit einem vorausgehenden DebCamp und dem Offenen Wochenende, wurde in Heidelberg, Deutschland vom 09. bis 22. August 2015 abgehalten.

Die siebzehnte DebConf (Debconf16) fand in Kapstadt, Südafrika statt, vom 23. Juni bis zum 09. Juli 2016 (mit dem vorangehenden DebCamp sowie dem Debian Day). Es war die erste DebConf in Afrika.

Debian 9.0 (Stretch) wurde am 17. Juni 2017 veröffentlicht.

Neue enthaltene Funktionalitäten und aktualisierte Pakete:

  • Apache 2.4.23;

  • Bind 9.10;

  • Calligra 2.9;

  • Emacs 25.1;

  • Firefox 50.0;

  • die Arbeitsplatzumgebung GNOME 3.22;

  • GNU Compiler Collection 6.3;

  • GnuPG 2.1;

  • »KDE Plasma Workspaces« und KDE-Anwendungen 5.8;

  • LibreOffice 5.2.7;

  • Linux 4.9;

  • MariaDB 10.1;

  • OpenJDK 8;

  • OpenSSH 7.4p1;

  • Perl 5.24;

  • PHP 7.0;

  • Postfix 3.1;

  • PostgreSQL 9.6;

  • Python 3.5;

  • Samba 4.5.8;

  • Xen Hypervisor 4.8.1;

  • die Arbeitsplatzumgebung Xfce 4.12;

  • mehr als 51000 fertige Binärpakete, aus ungefähr 25000 Quellpaketen gebaut.

Weitere Informationen über neue Funktionalitäten, die mit dieser Veröffentlichung eingeführt wurden, finden Sie im Kapitel Was ist neu in Debian 9.0 der Stretch-Veröffentlichungshinweise.

Die achtzehnte DebConf (Debconf17) wurde in Montreal, Kanada vom 31. Juli bis 12. August 2017 abgehalten (mit einem vorangehenden DebCamp sowie dem Debian Day).

Die neunzehnte DebConf (Debconf18) - die erste DebConf in Asien - fand vom 21. Juli bis 05. August 2018 in Hsinchu, Taiwan statt, mit dem traditionellen DebCamp sowie einem Offen Tag für die Öffentlichkeit.

Debian 10.0 (Buster) wurde am 06. Juli 2019 veröffentlicht.

Neue enthaltene Funktionalitäten und aktualisierte Pakete:

  • Apache 2.4.38;

  • Bind 9.11;

  • Calligra 3.1;

  • Emacs 26.1;

  • Firefox 60.7;

  • die Arbeitsplatzumgebung GNOME 3.30;

  • GNU Compiler Collection 8.3;

  • GnuPG 2.2;

  • »KDE Plasma Workspaces« und KDE-Anwendungen 5.14;

  • LibreOffice 6.1;

  • Linux 4.19;

  • MariaDB 10.3;

  • OpenJDK 11;

  • OpenSSH 7.9p1;

  • Perl 5.28;

  • PHP 7.3;

  • Postfix 3.3.2;

  • PostgreSQL 11;

  • Python 3.7.3;

  • Rustc 1.34;

  • Samba 4.9;

  • die Arbeitsplatzumgebung Xfce 4.12;

  • insgesamt mehr als 57700 fertige Binärpakete, gebaut aus ungefähr 25000 Quellpaketen.

Weitere Informationen über neue Funktionalitäten, die mit dieser Veröffentlichung eingeführt wurden, finden Sie im Kapitel Was ist neu in Debian 10.0 der Buster-Veröffentlichungshinweise.

Direkt nach der Veröffentlichung von Buster wurde die zwanzigste DebConf (Debconf19) in Curitiba, Brasilien abgehalten, vom 14. bis 28. Juli 2019 mit einem vorher stattfindenden DebCamp und einem Offenen Tag.

Am 11. Juli 2000 starb Joel Klecker, auch bekannt als Espy, im Alter von 21 Jahren. Niemand, der »Espy« in #mklinux, den Debian-Listen oder Kanälen sah, wusste, dass hinter diesem Spitznamen ein junger Mann stand, der an einer Form von Duchenne-Muskeldystrophie litt. Die meisten kannten ihn nur als den »Debian glibc- und PowerPC-Typ« und hatten keine Ahnung von der Krankheit, gegen die er kämpfte. Obwohl er physisch behindert war, teilte er seine hervorragenden Kenntnisse mit anderen.

Joel (auch bekannt als Espy) wird uns fehlen.

James Troup berichtete, dass er an einer Neuimplementierung der Archivwerkzeuge und dem Wechsel auf Paket-Pools gearbeitet hatte. Ab diesem Zeitpunkt werden Dateien in einem nach dem zugehörigen Quellpaket benannten Verzeichnis innerhalb des pool-Verzeichnisses gespeichert. Die Distributionsverzeichnisse enthalten nur noch Paketdateien mit Verweisen auf den Pool. Dies vereinfacht die Behandlung überlappender Distributionen wie Testing und Unstable. Das Archiv ist datenbankgestützt unter Benutzung von PostgreSQL, was das Durchsuchen beschleunigt.

Dieses Konzept der Verwaltung von Debians Archiv in der Art eines Paketzwischenspeichers wurde erstmalig von Bdale Garbee auf der Debian-Entwicklerliste im Mai 1998 eingeführt.

Beginnend am 19. November 2003 um 17:00 UTC, wurden vier Haupt-Webserver des Debian-Projekts (für Fehlerdatenbank, Mailinglisten, Security und Web-Suche) kompromitiert. Die Dienste wurden zwecks Untersuchung der Vorfälle heruntergefahren und glücklicherweise konnte bestätigt werden, dass das Paketarchiv von der Kompromittierung nicht betroffen war. Am 25. November waren alle Dienste wiederhergestellt und wieder online.

[1] In den Wahlen zum neuen Projektleiter der letzten vier Jahre lag die Wahlbeteiligung üblicherweise bei rund 40% der jeweiligen Debian-Entwickler.